BDSM-Spielzeug-Dienstag – Analplugs

Analstöpsel kennt jeder. Oder?

Kann sein. Kann sein, dass nicht. Kann sein, dass sich da jemand nicht rantraut.

Muss man ja auch nicht, wie immer. Aber ich erzähle mal einfach, wie ich das so finde.

Ich mag die Dinger. Aber ich mag auch Analsex. Ja, genau, ihr habt richtig gehört. Ich gebe es zu. Ich mag es. Mich schaudert es heftig beim Gedanken daran. Wenn dann die Erinnerungen auftauchen, wird es noch weitaus heftiger als nur ein Schauder. Mir ging es so wie (fast) allen. Ich hätte früher nie gedacht, dass das Spaß machen könnte, aber ich wurde eines besseren belehrt. Analsex ist heiß.

Ich erinnere mich an ein Interview mit einer Dermatologin  in der FASZ, in der sie die Sexualorgane aufzählte: Mund, Vagina, Anus und Penis. Das sagt doch schon alles, oder? Ja, der Anus ist ein Sexualorgan. Ich benutze da gerne den schon etwas abgegriffenen Spruch, nur etwas abgewandelt: Wenn Gott nicht gewollt hätte, dass es Spaß macht, hätte er ja keine Nerven hinlegen müssen!

Und weil die Berührungen am Anus Spaß machen, aber auch das Eindringen, ist so ein Analplug eben ein super Spielzeug, das mir viel Lust verschafft. Wir haben verschiedene (ja, eindeutig mehr als auf dem Foto), die alle unterschiedlich sind. Mal aus Glas oder Silikon, wie diese, aber auch aus Edelstahl. Mal weicher, mal härter. Mal größer, mal kleiner. Oder wie der Schwarze: Zum schön aussehen. Nicht für mich, ich kann das nicht sehen …

Für Anfänger rate ich natürlich zu kleinen, weichen Teilen, mit einem länglichen „Griff“, der sich gut in die Pofalte schmiegt. Dann kann man langsam steigern, wenn man es mag. Ja, am Anfang kann es wehtun. Und auch noch zwischendrin. Bei mir kommt es zum Beispiel auf den Winkel des Eindringens an. Das kann auch mal schmerzhaft sein, also so richtig unangenehm schmerzhaft, aber dann kommuniziere ich das und wir ändern den Winkel und alles ist gut.

Bitte immer Gleitgel verwenden, am besten spezielles für den Anus (steht drauf). Die Art von Schmerzen, die ein trockenes Eindringen verursacht, sind nicht schön. Gar nicht schön. Und gehen schnell mal mit einer Analfissur einher, also einem kleinen Riss in der Haut, der sich dann (wegen der Bakterien aus dem Anus) fast immer auch entzündet.

Was mich zum wichtigsten Punkt bringt: Hygiene! Nein, man muss nicht jedes Mal eine Darmspülung machen. Kann man. Aber auch dann ist der ganze Bereich nicht hygienisch rein. Geht gar nicht. Also: Hände waschen, kein Ass-to-mouth, wie es im Porno gemacht wird, auch kein Wechsel der Finger oder Spielzeuge oder Schwänze von Anus zu Vagina. Nein, auf keinen Fall!

Letztlich kann der Plug alleine eingesetzt werden, zur Reizung, er kann aber auch zur Vorbereitung, also Dehnung dienen für die anale Penetration. Oder er bleibt drin, während ihr vaginalen Sex habt. Das fühlt sich auch geil an, quasi ein DP für zwei. Einfach ausprobieren (und auch nicht gleicht mit dem Riesenplug, sonst passt vielleicht gar nichts mehr in die Muschi).

Komisch, ich habe das Gefühl, als hätte ich noch gar nicht alle Varianten aufgeführt … Fällt Dir noch was ein? Dann schreib es in den Kommentar (wenn Du Dich traust).

Ach ja, da habe ich doch noch einen Schnipsel für euch aus My Body in Your Hands, der ganz gut zum Thema passt …


„Der Chef meinte, du magst es besonders gerne in den Arsch, deshalb bist du jetzt im Analkeller.“

Was für ein beschissener Name. Ich grinse über meinen eigenen Witz, den ich aber nicht auszusprechen wage.

„Weißt du, Rapunzel, wir haben hier für jeden Kink einen eigenen Raum. Du wirst sie alle früher oder später durchlaufen. Wir haben nämlich erkannt, dass die Kunden nicht nur für das erste Mal überhaupt gut zahlen, sondern auch für das erste Mal einer bestimmten Spielart. Aber keine Sorge, du wirst vorbereitet.“ Er kichert, gluckst, dann lacht er über das, was er sich vorstellt. Leider lässt er mich nicht mitlachen.

„Ich habe Hunger.“ Wie auf Kommando knurrt mein Magen laut und vernehmlich.

„Och, hat unser Rapunzelchen noch nicht genug Sperma geschluckt, um satt zu sein? Ich schätze, das können wir ändern.“

Das war nicht das Ergebnis, das ich wollte. „Ich glaube nicht, dass ich davon satt werde, egal, wie viel du in mich reinpumpst. Wie wäre es mit etwas Richtigem zwischen den Zähnen?“

„Etwas anderes als eine Stange aus Fleisch? Vielleicht ein Würstchen?“ Er lacht und tätschelt mir den Hintern. Da er dabei die Stange berührt, bewegt sich auch die Kugel in mir. Leider hat mich das überrascht, so dass ich ein winziges Stöhnen von mir gebe.

„Ich wusste doch, dass du was Handfestes brauchst, Rapunzel.“ Seine Finger bohren sich in meine Muschi. „Hm, schön feucht. Das Training scheint zu greifen.“

Ich denke ‚Arschloch‘ und sage: „Mein Magen grummelt lauter als ich stöhnen kann. Mensch, habt ihr etwa nichts zu Essen hier?“

„Halt die Klappe, oder ich hole einen Gag. So ein Genöle muss ich mir nicht anhören.“

Mist. Ich hatte gehofft, dass er mich für einen Moment hier stehen lässt. Noch bin ich nirgendwo fixiert und ich sehe gute Chancen, dass ich mich von den Handfesseln befreien kann. Dafür brauche ich aber eine Weile ohne Aufpasser.

Über margauxnavara

Autorin von BDSM-Romanen und Kurzgeschichten.
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