BDSM-Spielzeug-Dienstag: Maschinensex – Sexmaschine

Selbstlos und aufopferungsvoll habe ich für euch getestet!

Was ich nicht alles auf mich nehme …

Na gut, eigentlich ist mein Mann schuld, der mir das vorschlug. Als ich davon sprach, ich wollte ‚Maschinensex‘ in Hunters Liste einbeziehen, sah ich das Leuchten in seinen Augen. Von diesem Moment an wusste ich, dass ich mich eines Tages auf einer solchen Maschine finden würde.

Vor einiger Zeit war es soweit. Praktisch ist, dass man Maschinen leihen kann. Diese werden per Paket zugesandt, man bezahlt eine Mietgebühr (und Kaution) und behält sie so lange wie vereinbart, nutzt sie nach Belieben und schickt sie mit dem mitgelieferten Paketschein wieder zurück.

Die Auswahl der Maschine und der Aufsätze vor allem lag nicht in meiner Hand, wie ihr euch denken könnt. Auch die Länge der Testphasen nicht …

Leider ist mein Test nicht so positiv ausgefallen, wie ich es erwartet hatte.

Aber langsam, der Reihe nach.

Es gibt verschiedene Anbieter, die jeweils andere Maschinen anbieten. Mein Mann hat sich für das Modell ‚Sybian‘ entschieden. Leider ist der Name ‚The Cowgirl‘ ein Markenname (nicht für dieses Gerät), aber er passt sehr gut, um sich das Gerät bildlich vorstellen zu können. Frau sitzt im Reiter- oder Cowgirl-Sitz über einem Aufsatz, der wahlweise nur vibriert oder rotiert. Oder beides gleichzeitig, stufenlos.

Dabei gelangt die Vibration über die gesamte Auflagefläche in den Unterleib, nicht nur über den Aufsatz. Man kann auch ohne Eindringen spielen, also nur mit der Vibration auf der Klitoris oder sagen wir besser: in dem gesamten klitoralen Bereich.

Aufsätze gibt es verschiedene, die Größen können ausgesucht werden, sogar ein Doppeldildo für anales und vaginales Eindringen ist zu haben.

Den ‚normalen‘ Aufsatz, den es in zwei Größen gibt, fand ich furchtbar. Die Oberfläche hat Riefen, das bedeutet scharfe Kanten (siehe unteres Bild). Klar, nicht schneidend scharf, aber nicht rund, nicht anschmiegsam. Und das fühlt sich dann in mir eben scharf an und damit unangenehm. Ich empfehle also die Aufsätze ‚Real Like‘, also Dildos in Form eines echten Penis, die es ebenfalls in mehreren Größen gibt.

Für die Rotation gibt es zwei Varianten, man kann mittels eines unbiegsamen Stiftes oder einer Feder, die unter den Dildo gehören, entscheiden, welche Art Bewegung man bevorzugt. Die Feder war mir eindeutig zu weich, es musste schon der feste Stift sein.

Die Stärke von Rotation und Vibration kann man unabhängig voneinander regulieren, mit einem Drehregler stufenlos von „ich spüre nichts“ bis hin zu „Scheiße, das halt ich nicht aus!“

Ich weiß, ich weiß, du fragst dich jetzt die ganze Zeit schon, wie es mir gefallen hat. Okay, ich musste doch vorher die Technik erklären …

Also: Ich fand es …

naja. Ich bin froh, dass man auf diese Art ein Gerät testen kann, für das man beim Kauf viel Geld ausgeben würde. Ich war ehrlich gesagt enttäuscht. Es ist nicht so, dass es nicht funktioniert hat. Ich hatte auch Spaß. Aber zum einen muss man die ganze Technik im Kopf ausschalten können. Das heißt, das Gerät sollte bereit stehen mit allem und dann erst ins Spiel einbezogen werden. Fummelt man noch daran herum, bis alles eingestellt ist, kommt alles Mögliche auf, aber keine Stimmung.

Aber gut, das ist dann eben am zweiten Tag/Abend soweit. Dann geht das eigentliche Testen los.

Die reine klitorale Stimulierung gibt es nur, wenn man sich nach vorne lehnt, entweder auf den mitgelieferten Hocker oder auf etwas Ähnlichem abstützt, sonst kommt sie einfach nicht dahin, wo frau sie braucht. Es ist ganz leicht, sich ihr zu entziehen, indem man das Becken nur um wenige Millimeter kippt. Hier kann der Partner/Dom also mithelfen, aber er hat wenig Gewalt darüber, ob frau tatsächlich die volle Dosis abbekommt oder nicht. Da ich ein dauerhaft anhaltendes Vibrieren nach einiger Zeit nur noch als unangenehm empfinde (auch beim Magic Wand), geht mir daran schnell die Freude verloren. Also ein bisschen kippen, es ist weg – allerdings fühlt sich das an wie Schummeln. Ist also nicht der Hit.

Der normale Aufsatz – nach meinem Protest nur noch mit Extra-Dildo verwendet – ist schon eine andere Sache. Er bringt die Vibration in die Vagina. Die Rotation ist nicht sehr stark.

Auch diese Art der Bewegung ist nicht meines. Würde ein Mann so in mir ‚rumrühren‘ würde ich entweder lachen oder jegliche weitere Treffen tunlichst vermeiden. Das kann Mann ja mal einsetzen, aber doch nicht dauernd! Sorry, ist bei mir durchgefallen.

Hier bringt es dann die Kombination aus dem ‚Rühren‘ und der Vibration an der Klitoris. Ich bin gekommen, ja, aber es war kein Hammerorgasmus.

Doppelt gemoppelt …

Noch ein weiterer Test musste natürlich mit dem Doppel-Dildo ausgeführt werden. Auf dem Foto fehlen noch die Dildos auf dem „Gerüst“.

Nur einer bewegt sich, das ist immer der vaginale. Und das fühlt sich … na ja.

Schon wieder. Diese Art Penetration fühlt sich weitaus schöner an, wenn mein Mann in mich eindringt, während ich einen zweiten Dildo/Vibrator oder einfach nur einen größeren Plug in mir habe.

Was wir uns erhofft hatten, ist übrigens mit dem Ding nicht durchführbar – dass mein Mann mich anal penetriert, während ich den Dildo in meiner Vagina habe. Dafür ist die Maschine anatomisch unpassend. Frau kann sich (wegen des Stiftes unter dem Dildo) nicht weit genug vorbeugen, außerdem ist die hintere Kante des Gerätes im Weg.

Fazit

Es war ein Versuch, der mehr Lachen ausgelöst hat als Erregung. Gut zum Testen, aber auf Dauer nichts, das wir haben müssen. Ein guter Magic Wand oder ein Vibrator sind Spielzeuge, die (uns!) mehr Lust bringen als dieses Ding.

Irgendwann möchte ich noch eine andere Maschine ausprobieren, eine, die Stoßbewegungen ausführt. Hiervon verspreche ich mir mehr. Mal sehen, wenn C noch lange anhält, werden wir das vielleicht auch noch testen. Oder danach, wenn man wieder BDSM-Ferienwohnungen buchen kann, von denen einige diese Geräte anbieten, meist als Extra-Leistung hinzubuchbar.

Gegen den Anbieter des Sybian gibt es nichts einzuwenden, die Absprachen funktionierten einwandfrei, das Gerät wurde sauber mit Zubehör und Anleitung geliefert, es sind sogar Kondome dazugelegt. Die Kaution ist längst wieder zurückbezahlt. Die Lieferung ist diskret, niemand weiß, was sich in dieser Kiste verbirgt. Ich habe übrigens keinerlei Gegenleistung für diesen Test erhalten – keinen Rabatt oder was auch immer. Ihr könnt den Anbieter leicht über Suchmaschinen finden, wenn ihr ein Wochenende Spaß haben wollt – und wenn ihr nur was zum Lachen braucht.

Ach ja: Das Gerät kann sehr laut werden, wenn es auf dem bloßen Boden steht (da warnt der Anbieter schon vor), man sollte es also auf eine dicke Decke, mindestens einen Teppich oder ähnliches stellen, man kann es sogar ins Bett stellen.

Jetzt interessiert mich brennend die Frage: Hast du schon mal dieses oder ein anderes Gerät ausprobiert? Wie sind deine Erfahrungen damit?


Wer gerne etwas dazu liest, sollte es mit Hunters Liste – Befriedigt versuchen. Da geht es um Maschinensex …

Über margauxnavara

Autorin von BDSM-Romanen und Kurzgeschichten.
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2 Antworten zu BDSM-Spielzeug-Dienstag: Maschinensex – Sexmaschine

  1. Nika sagt:

    Wow. Ich bedanke mich, fürs Testen 😉

    Ich weiß nicht, irgendwie finde ich Maschinensex reizvoll, vermutlich weil es etwas ist, was man nicht jeden Tag einfach mal so hat.

    Aber andererseits gehe ich davon, dass mir dabei irgendetwas fehlen würde.

    Ich hatte die gleichen Vorstellungen, wie du. Mein Mann anal und vaginal eben die Maschine.

    Ok. Dank deiner Testung wissen wir, dass das nicht machbar ist.

    Ob es bei uns solche Firmen gibt, die diese Geräte verleihen, weiß ich nicht. Wäre nie auf die Idee gekommen, dass man die mieten kann.

    Nach deinem Urteil werde ich erst gar nicht auf die Suche gehen und mich mit dem zufrieden geben, was ich habe. 😉

    Vielen lieben Dank für den ausführlichen Bericht.

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