Hunters Liste

1 Liste – 12 Aufgaben – 1 Ziel. Oder?

Eine Villa erben und nicht wissen, was sie damit anstellen soll?
Check!

Eine Idee haben, aber keine Ahnung von der Umsetzung?
Doppelcheck!

Alice läuft die Zeit davon. Innerhalb eines Jahres muss sie einen Plan vorlegen, was sie mit dem Erbe ihrer Tante anfangen will, sonst ist es für sie verloren.
Eine Idee hat sie: Einen Club wie der, den sie seit einer Weile besucht. Ein Ort, an dem man seine Kinks ausleben kann. Nur welches sind ihre Kinks? Um das zu erfahren, muss sie sich endlich auf all das einlassen, was sich bisher einzig in ihrer Fantasie abspielte.
Hunter erstellt für sie eine Liste. Jeden Monat ein anderer Kink bei einem ausgewählten Lehrer. Jeden Monat ein neuer Ort.
Aber ist der finstere, dominante Hunter wirklich so selbstlos oder verfolgt er eigene Ziele?


Gehalten
Alice springt kopfüber ins Kaninchenloch. Jay, ein Experte mit Seilen, führt sie im ersten Monat ein in seine Welt, die sie in mehr als einer Hinsicht fesselt.

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Leseprobe:

„Ich weiß, es klingt verrückt, aber ich würde gerne einen eigenen Club aufmachen. Für so Leute wie wir.“

Missi kicherte. „Du meinst, nur für Subs?“

„Natürlich nicht.“ Alice grinste mit. Missi brachte sie immer zum Lachen, wenn Alice das Leben mal wieder zu ernst nahm. „Für Kinkster wie wir. Für die, die nicht das Extreme wollen, aber nicht immer nur zuhause spielen wollen und können. Ein Platz, an dem sich Doms und Subs treffen können. Sicher und unter Beobachtung, sauber und ordentlich. Kein Swingerclub, kein Club zum Tanzen und Vögeln, keine Fleischbeschau.“

„Oh ja!“ Missi seufzte theatralisch. Sie war eine Little, die nach einem Daddy suchte. Nicht Alices Kink, die vermutete, selbst einfach devot zu sein und möglicherweise auch ein wenig masochistisch. So ganz hatte sie die Einteilung noch nicht verstanden.

Alice war nicht engstirnig, sie mochte die Freiheit des BDSM, diese Möglichkeit, seine Kinks ausleben zu können. Aber sie konnte mit so vielen davon rein gar nichts anfangen. Nadeln? Oh Gott, vielleicht mal zum Piksen, aber nicht zum Durchstechen. Messer? Na gut, als Drohung gewissermaßen, aber doch nicht zum Haut aufschneiden. Oder Windeln? Nein, bloß nicht!

Was ihr gefiel, war die Idee der Unterwerfung. Und na ja, auch mal auf den Hintern geschlagen zu werden. Weshalb der wöchentliche Besuch in diesem winzigen Club nicht gerade der Höhepunkt ihrer Woche war, sondern nur eine Möglichkeit, mit Menschen wie Missi in Kontakt zu kommen.

„Aber wie soll das gehen? Du müsstest ein Haus anmieten …“

„Nein, eben nicht“, fiel Alice ihr ins Wort. „Tatsächlich habe ich ein Haus, das perfekt dafür passen würde.“

„Du hast ein Haus? Warum wohnst du dann in diesem Mini-Apartment?“ Missi hatte die Augen aufgerissen, bis sie so aussah wie eine der Puppen, mit der sie ihre Wohnung eingerichtet hatte.

„Tante Alberta ist doch vor kurzem gestorben.“ Alice folgte mit den Augen einem Dom, mit dem sie bisher noch kein Wort gesprochen hatte. Er hatte eine besondere Art, sich zu bewegen. Als wäre er auf der Jagd. Aber vielleicht bildete sie sich das nur ein. Sein Name, Hunter, verführte zu dieser Assoziation. Ja, garantiert lag es nur daran. Sie blinzelte zu Missi, die ihr den Ellbogen in die Seite gestoßen hatte. Ach ja. Ihr Erbe. Das nur ihr Erbe sein würde, wenn sie schnellstens einen Plan entwickelte. „Sie hat mir ihr Haus vermacht. Und weil sie wusste, dass ich niemals alleine darin wohnen würde, hat sie mir zur Auflage gemacht, innerhalb eines Jahres etwas damit anzufangen. Wenn ich bis dahin keine Verwendung gefunden habe, geht es an eine Stiftung oder die Kirche, keine Ahnung. Das werde ich erst danach erfahren. Aber das ist ja auch gleichgültig, da ich dann die ganze Erbschaft vergessen kann.“

Missi verzog das Gesicht. „Uh! Wie kam sie denn auf die Idee? Na ja, ist ja auch egal. Ein Club für uns alle klingt wunderbar. Das Haus hat hoffentlich mehr als drei Zimmer?“ Sie schaute sich in dem Raum um, in dem sie saßen. Er enthielt eine Bar, eine Loungeecke, ein paar Spielzeuge und es gingen nur zwei Türen ab zu den sogenannten Spielräumen. Wirklich armselig, selbst für Springfield, Massachusetts. Dabei war die Gruppe an BDSMlern, die die Räume eingerichtet hatte, noch stolz, überhaupt Räumlichkeiten zu haben. Das Springfield Munch Convention Center nannten sie es großspurig.

„Ja, es hat mehr als drei Zimmer. Zwanzig, um genau zu sein. Dabei sind im Obergeschoss alleine sechs Bäder. Unten gibt es einen riesigen Salon, dazu Küche und diverse Zimmer wie Bibliothek, Frühstückszimmer, Esszimmer und Musikzimmer. Vom Keller und dem Dachgeschoss gar nicht zu reden.“

„Und da hat sie alleine gewohnt? Wow! Sie muss ganz schön reich gewesen sein.“

„Du sagst es. Das ist das nächste Problem. Das dazugehörige Geld verfällt auch, wenn ich nicht ein Konzept für eine Nutzung vorlege. Ich meine, was soll ich mit diesem Riesenklotz machen? Ich kann kein Hotel führen. Und Golfclubs oder Countryclubs haben wir schon genug. Aber diese Art Club … Am Ende würde ich damit sogar Geld verdienen. Die Gäste müssten schon für die Mitgliedschaft zahlen.“

„Hauptsache, du lässt mich rein. Du kannst ja die Gebühren einkommensabhängig machen.“ Missi kicherte über diese Idee.

Alice grinste. Sie fand den Gedanken gar nicht so schlecht.

„Und wie willst du den Club einrichten?“

Hunter war am Ende des Raums angekommen, schaute jetzt kurz in den abgetrennten Spielraum, dessen Tür einladend offen stand. Würde er hineingehen? Sie hatte ihn bisher nur einmal an einer Szene teilhaben sehen. Ein anderer Dom hatte ihn gebeten, seine Sub von hinten zu nehmen, während er ihren Mund benutzte. „Keine Ahnung. Ich könnte jedes Zimmer anders gestalten. Nur die Kinks bedienen, die mir gefallen.“

„Welche sind das?“

Alice schwieg. Missi war gekleidet wie ein kleines Mädchen, trug Zöpfe und bunte Klämmerchen im Haar und kaute unablässig Kaugimmi, was manchmal dazu führte, dass Alice ihre Intelligenz unterschätzte. Dabei schaffte sie es immer wieder, den Finger in die Wunde zu legen.

„Sag mal, hast du eigentlich was gegen die Doms hier?“ Missi tat so, als wäre das Thema ganz nebensächlich und sie würde nicht gerade den Elefanten im Raum ansprechen. Zumindest Alices ganz persönlichen Elefanten, den sie so gut es ging verdrängte.

„Natürlich nicht.“

„Subs, die lügen, sollte man den Hintern versohlen. Und noch so vieles mehr.“ Die Stimme ließ die beiden Frauen zusammenzucken. Mist, sie waren belauscht worden. Ausgerechnet von Hunter. Wie hatte der es geschafft, von da hinten bis zu ihnen zu wandern, ohne dass sie das bemerkt hatte? Sie behielt ihn doch sonst auch im Auge! Alice wäre am liebsten im Boden versunken. Missi wurden bestimmt keine Schläge angedroht, das bezog sich ganz allein auf sie.

Sie konnte nicht einmal abstreiten, überhaupt gelogen zu haben. Zumindest war es wohl Auslegungssache, ob sie etwas gegen die Doms hatte oder einfach zu wählerisch war. Sie wollte halt … etwas anderes.

„Ich muss mal zur Toilette“, murmelte Missi und verschwand.

„Du trägst Windeln, du Verräterin!“ Aber das hörte Missi schon nicht mehr. Außerdem wusste Alice gar nicht, ob Missi tatsächlich Windeln trug. Sie schlüpfte zwar gerne in die Rolle eines Kindes, aber nicht in die eines Babys.

„Und aufsässige Subs, die auch noch ihre Freundin schmähen, haben erst recht eine Strafe verdient. Aber vielleicht ist ein Spanking gar keine Strafe für dich. Was meinst du?“

Alice wandte sich endlich zu ihm um. Er war ihr als Sadist beschrieben worden, was sie bisher von einem Kontakt abgeschreckt hatte. Und er war von sich aus nicht auf sie zugekommen, wie schon einige andere der Doms. Sie hatte es darauf geschoben, dass er wie sie noch nicht lange Mitglied war.

Außerdem fand sie ihn nicht wirklich ansprechend. Wenn sie ihn betrachtete, suchte sie nach Fehlern. Kühl. Düster. Unzufrieden. Immer runzelte er die Stirn. Nie sah man ihn lachen. Dabei lachte sie so gerne! „Zum Glück muss ich mich aber nicht spanken lassen. Egal, ob es mir gefällt oder nicht.“

„Du weißt schon, dass Subs den Doms mit Respekt begegnen sollten? Eigentlich eine Sache der Höflichkeit, meinst du nicht?“

Er erwartete Höflichkeit? In einem Club, in dem Peitschen geschwungen wurden? „Ich dachte, ich muss nur meinem Herrn gehorchen. Wenn ich einen hätte, meine ich.“

„Das mag sein. Aber ich frage mich, welcher Dom eine Sub haben möchte, die unhöflich und respektlos ist. Hast du dich schon mal gefragt, ob es nicht eher an dir liegt, dass du keinen Herrn hast?“

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Stimmen zu Hunters Liste – Gehalten (Teil 1)
„Ein absoluter Knaller und hammermässiger Roman“ (Kindle-Kunde G.)
„Mit erhitzten Wangen sitze ich nun hier, und das ist nicht die einzige Region, die erhitzt ist, und lasse das Buch noch einmal in mir nachklingen. Ich durfte Alice gerade bei einem wahren Feuerwerk der größten Lust begleiten und das war so unglaublich WOOOW beschrieben, dass nun entweder eine kalte Dusche oder etwas gaaaanz anderes angebracht wäre …“ (Kindle-Kunde C. L.)
„Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!“ (Kindle-Kunde B. U.)


Erzogen

Alice arbeitet Hunters Liste ab, um endlich herauszufinden, ob sie in die Welt der Dominanz und Unterwerfung gehört oder nicht.
Erziehung steht auf dem Plan. Dazu gehört es, sich in Gehorsam zu üben. Doch Alice tut sich schwer. Sie ist doch kein Hund, der auf Kommando Männchen macht!
Sir Cecil und die anderen Herren aus dem Club in Orlando, Florida geben sich Mühe mit der aufsässigen Frau, die gerne Sub sein möchte und doch nicht mit dem Herzen dabei ist.
Vielleicht schafft Hunter, was die anderen nicht erzwingen können?

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Leseprobe:

Daisy saß an einem Laptop. „Ah, da bist du ja. Ja, Alice passt zu dir.“

Alice wusste, dass sie das Kleid meinte und ihr Aussehen, aber sie konnte Daisy nur von ganzem Herzen zustimmen. „Du hast recht. Ich bin eindeutig in das Kaninchenloch ge-fallen. Und sehr gespannt, wie es weitergeht!“

Mit einem breiten Grinsen forderte Daisy Alice auf, sich zu ihr zu setzen. „Dann fungiere ich jetzt als weißes Kaninchen und führe dich durch meine Welt. Sei so lieb und berichte mir, welche Erfahrungen du bisher gemacht hast.“

Das tat Alice sehr gerne. Daisy stellte kluge Fragen und interessierte sich besonders für die Art der Fesselungen, die Jay vorgeführt hatte. „Bondage zum Schlagen. Meinst du, dass daran Interesse besteht?“

„Keine Ahnung. Bei Anfängern vielleicht. Also bei Dom-Anfängern.“

Sie kicherten wie Schulmädchen, dann entwarfen sie schnell ein Konzept für einen solchen Kurs. „Wir haben mehrere Rigger zur Verfügung, die ich fragen kann, ob sie dazu bereit sind, das zu lehren. Weißt du, wir haben inzwischen eine Unmenge an Kursen für An-fänger. Es gibt so unglaublich viele Menschen, die etwas über den Lifestyle lernen wollen. Bootblacking ist gerade voll in. Kennst du das?“

Alice schüttelte den Kopf.

„Eigentlich handelt es sich nur um Schuheputzen, so wie es früher von sehr armen Men-schen angeboten wurde. Irgendjemand hat festgestellt, dass es eine extrem unterwürfige Handlung ist, und hat es in die Community eingeführt. Jetzt wollen alle lernen, wie sie am besten Schuhe putzen.“

Okay, das klang vordergründig lustig, aber Alice erfasste schnell die Wirkung, die es haben konnte, wenn man sich darauf einließ. Sich unterwerfen, eine eigentlich unwürdige Hand-lung für einen anderen Menschen ausüben. Sie kannte Paare, bei der die Sub ihrem Herrn die Füße küsste. Nein, genau genommen wurde das häufig von Paaren gemacht, bei denen ein Mann einer Herrin diente. Warum das so war, wusste Alice nicht. Aber das Boot-blacking würde von seiner Intensität nur wenig oberhalb stehen. Zumindest in ihren Augen.

Daisy lächelte wieder. „Ich glaube, du begreifst es schon. Also weißt du doch, um was es in einer D/s‑Beziehung geht, oder?“

„Ich begreife es rational, aber ich glaube, ich habe es noch nicht emotional erfasst.“

„Weise Worte. Dafür bist du hier.“

Einige Zeit später hörten sie ein weiteres Fahrzeug in der Einfahrt. Daisy sprang auf, lief in den Flur und kniete sich mit dem Gesicht zur Tür, die Beine gespreizt, die Hände locker auf den Oberschenkeln.

Alice brauchte etwas länger, aber sie tat es dann doch Daisy gleich, nur einige Schritte hinter dieser. Sie wollte lernen, sie sollte lernen, also würde sie die Frau nachahmen und schauen, wo es sie hinführte.

Das Knien machte etwas, verstärkte das Gefühl, das das Kleid und die nackten Füße aus-gelöst hatten. Nicht das ‚ich‑bin‑in‑Ferien‘‑Gefühl, sondern ein Anflug von Unterwerfung. Immerhin bot sie sich einem Mann an, sorgte dafür, dass er leichten Zugriff hatte, zeigte ihm ihre Willigkeit.

Wie es sich erst anfühlen würde, wenn sie das für einen Mann tat, den sie tatsächlich respektierte, den sie sogar liebte? Anders, das war sicher. Master Cecil musste sich ihren Respekt erst verdienen, bisher fühlte es sich an wie ein Spiel, eine Übereinkunft, so wie die Höflichkeit einem neuen Vorgesetzten gegenüber.

Der Mann betrat das Haus. Alice traute sich nicht, ihn anzuschauen, sie musste sich auf Daisys Einschätzung verlassen, dass es sich um ihren Master handelte.

Er begrüßte seine Sklavin mit einem Kuss, außerdem hörte Alice ein Quietschen, dann ein Lachen und zuletzt Stöhnen.

„Wie verhält sie sich?“, fragte Cecil.

Alice spannte alle Muskeln an. Würde Daisy Alices Vorverurteilung ansprechen? Sie hatte sie ja nicht ausgesprochen. Das schien auch Daisy so zu sehen. „Sie passt sich an. Sie wird es lernen, wir müssen Geduld mit ihr haben. Bei unserem Gespräch kam eine neue Idee für einen Kurs auf, die wir gemeinsam ausgearbeitet haben.“

„Gut. Dann wird sich die Strafe nur auf das eine Vergehen beschränken.“

Die Strafe! Fuck, die hatte Alice erfolgreich verdrängt.

Er kam näher, stellte sich so nah vor sie, dass seine Schuhspitzen an ihre Schenkel stießen. Ein leichtes Rucken machte klar, was er wollte. Sie sollte die Beine weiter spreizen. Bis er sich zufriedengab, spürte sie Zug in ihren Muskeln.

Eine Hand legte sich unter ihr Kinn und hob es an, bis sie ihm in die Augen schaute. Alice wurde das Gefühl nicht los, dass sie auf Haut und Nieren geprüft wurde. „Hast du Daisys Anweisungen befolgt?“

„Ja, Sir.“

„Magst du Schmerzen?“

„Ich bin nicht sicher, Sir. Manche schon.“

„Bist du demütig, kleine Alice?“

„Nicht genug, Sir.“

Seine Augen verrieten die Genugtuung, die ihre Worte in ihm auslösten. Es tat gut, ehrlich zu sein. Nur die Folgen konnte sie nicht abschätzen.

„Dann werden wir damit beginnen. Daisy, hol das Essen aus dem Auto. Alice, auf allen vieren in die Küche und neben meinem Platz auf die Knie.“

Sie hasste das Krabbeln schon nach zwei Metern. Das Haus der beiden war gefliest, die kühlen Fliesen fühlten sich zwar angenehm unter Fußsohlen an, aber grausam unter Knien.

Welchen Platz der Master bevorzugte, war schnell klar. Ein einziger Stuhl mit Lehne und Armstützen, angenehm gepolstert, die anderen nackte Holzstühle. Okay, sie ahnte, dass es kaum machbar war, Polster sauber zu halten, wenn ständig nackte Pussys darauf saßen. Die Holzfläche war leicht zu reinigen. Diesmal streckte sie die Schenkel selbst in den gewünschten Winkel.

Der Duft nach chinesischem Essen durchdrang die Küche. Cecil setzte sich auf seinen Platz, dann rückte er den Stuhl zurecht, bis ein Stuhlbein zwischen Alices Schenkeln stand und er massiv über ihr thronte. Oh, oh.

Daisy ließ sich zu Cecils anderer Seite nieder. Alice traute sich nicht, zu ihr herüberzu-schauen, sie wollte gegen keine Regeln verstoßen.

Geräusche von klappernden Essstäbchen, von Saucentiegeln, die geöffnet wurden, von aufreißenden Verpackungen.

„Mund auf, Alice.“

Sie schaute nach oben, in Master Cecils Gesicht, dann auf seine Hand, in der er Stäbchen hielt. Darin ein Dumpling. Sie schluckte schwer, dann erinnerte sie sich an die Lektion, die sie lernen wollte, und öffnete den Mund.

Von dem Geschmack nahm sie nichts wahr, weil sie jede Sekunde die Bedeutung dieser Geste durchkaute. Er gab ihr Essen. Sie durfte nicht selbst essen. Er war für ihr Wohl-ergehen verantwortlich. Für ihr Leben. Für ihre Ernährung. Sie musste sich ihm überlas-sen, wenn sie essen wollte, wenn sie leben wollte.

Sollte sie die Nahrung verweigern? Wollte sie das? Nein. Es ging doch nur um Essen, versuchte sie ihre aufgewühlten Emotionen zu beruhigen. Nur um Nahrung. Nicht um deinen Körper. Aber doch, genau darum geht es. Er hat die Herrschaft übernommen und du hast nur die Wahl zwischen akzeptieren und aufstehen und gehen.

Das Letzte wollte sie nicht. Aber ihr Leben in die Hand eines Mannes legen, den sie nicht einmal kannte? Hunter kannte ihn, das hatte er ihr verraten. Sie waren befreundet. Ge-nügte das als Empfehlung? Daisy vertraute ihm. Ein tiefes, unerschütterliches Vertrauen, wie sie glaubte.

Aber trotzdem …

Sie öffnete den Mund, als der nächste Happen kam. Und dann für jeden weiteren. Sie wurde von ihm gefüttert, bis sie satt war. Sie brauchte es nicht zu sagen, er erkannte es von selbst. Vielleicht hatte er ihre Körpergröße mit dem Grundumsatz einer landläufigen Sklavin multipliziert, ihren Wunsch-BMI als Faktor mit einbezogen und die Körbchen-größe hinzugerechnet, um die Kalorienzahl zu ermitteln. Wusste sie das? Nein.

Hier geht es zu Hunters Liste – Erzogen


Bezwungen

Hunter sendet Alice im April zu Sir Bruce, dem Veranstalter des Kinky Kollege in Chicago. Der ist Spezialist in Lust durch Schmerz und er kann weitaus mehr, als nur Schläge auszuteilen. Zum Glück weiß er auch die Grenzen einer Sub auszuloten und einzuhalten.
Alice unterwirft sich nur zu gerne dem dominanten und gut aussehenden Sir Bruce. Sogar den Schmerz lernt sie zu schätzen. Ihre Grenzen dehnen sich erheblich weiter als gedacht.
Stört es Hunter, dass Alice Sir Bruce so nahe kommt? War es wirklich seine Absicht, sie in die Arme eines anderen zu treiben?

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Rezension zu Bezwungen:

„Vor allem hat es mir Sir Bruce angetan. Was für ein Mann 😍und auch klasse was Alice alles über sich selbst herausfindet. Da wird Hunter erst einmal unwichtig.
Bin wirklich gespannt, wie es noch mit Hunter weitergeht, so war alles wahrscheinlich nicht geplant“
(Kindle-Kunde V.G.)

„Huch? Was soll ich sagen? Das war ein richtig heißes Spiel mit dem Feuer. Bruce ist ein spannender Mann, sehr charmant und sehr spitzfindig. Wohoo mochte ich super gerne. Auch, dass die Beziehung von Hunter und Alice in eine neue Richtung geht, angedeutet wurde, habe ich sehr sehr sehr genossen. Ich freue mich tierisch auf Teil 4“ (Kindle-Kunde R.)

Leseprobe:

Alice merkte nicht, dass sich die Menge um Sir Bruce öffnete, bis sie mit ihm im Zentrum eines Kreises stand. Vor ihr auf dem Boden befand sich eines der undefinierbaren Stahlgestelle. Eine Vierkantstange, die von zwei weiteren Stangen gekreuzt wurde, dazwischen eine Art Hocker mit einem Polster obenauf. Zu was sollte das gut sein?

„Alice!“ Der Ton war scharf.

Sie schaute zu Bruce auf. „Ja, Sir Bruce?“

Er hielt jetzt Arm- und Fußfesseln in der Hand, aus schwerem Leder mit Schnallen. Ihr Atem stockte kurz und ihr Herz machte einen Satz. Jetzt war es soweit. Sie hielt ihm den rechten Arm hin, als er ihr seine Hand entgegenreckte. Der Mann konzentrierte sich ganz auf die Aufgabe, die Fesseln genau richtig anzulegen. Eng, aber nicht zu eng. Ja, sie waren schwer, vor allem wegen der dicken Polsterung. Um ihm Zugang zu ihren Knöcheln zu gewähren, hockte Alice sich auf den Hintern und hob ihm erst das eine, dann das andere Bein entgegen. Das letzte hielt er einen Moment länger als nötig. Sie schaute ihm in die Augen. Sein Blick strahlte Ruhe aus, Konzentration, er wirkte beinahe, als sei er in einer Meditation versunken.

Er ließ Alice nicht mehr los. Immer lag eine Hand auf ihr, bis sie endgültig in dem Gestell gefesselt war. Es stellte sich heraus, dass das Polster nicht zum Sitzen gedacht war, sondern ihren Bauch und Unterleib abstützte. Die Fesseln wurden mit Karabinerhaken an den äußersten Ösen der Stangen befestigt. Alice fand sich auf Händen und Knien wieder. Ein Bodenpranger also. Solche hatte sie im Internet betrachtet auf der Suche nach Gerätschaften, allerdings hatte sie keinen mit diesem Polster gesehen.

Bruce streifte ihr Kleid nach oben, so dass ihr Hintern frei lag. Oh Gott, jetzt war es soweit.

Er kniete sich neben sie, eine Hand umfasste ihr Kinn und drehte ihren Kopf so, dass er ihr in die Augen schauen konnte. Kaum hatte er ihren Blick gefangen, knallte es auf ihrem Hintern. Es klatschte sehr laut, sie war sicher, dass er seine Hand benutzt hatte. Ja, es tat weh, aber es war anders als alle Schläge, die sie bisher erhalten hatte. Durch die Verbindung ihrer Blicke empfand sie ihn nicht als lästig oder übergriffig, sondern als das, was sie beide wollten.

Sie wusste schon längst, dass sie Schläge mochte, aber sie hatte sich nie getraut, sich wirklich ausgiebig spanken zu lassen. Dem Ganzen hing ein Hauch von Erniedrigung an, den sie einfach nicht reizvoll fand. Vielleicht lag es an Bruces Blick, aber bei ihm fühlte sie sich anders. Wertgeschätzt.

Er schlug wieder zu, und wieder und wieder. Sein Blick ließ sie nicht los. Er beobachtete, sicher, aber es war mehr als das. Als würde er ihr durch diesen Blick seinen Willen übertragen, seinen Wunsch, dass sie das aushielt. Für ihn. Kein Mitleid, keine Ablehnung, schon gar kein Herabsetzen oder gar Demütigung.

Trotzdem taten die Schläge weh. Sie fühlte ihren Hintern heiß werden, fühlte die Haut, die sich rötete, die Muskeln, die sich abwechselnd anspannten und lösten, aber vor allem fühlte sie die Nerven, die das alles bis in ihre Finger und Zehen ausstrahlten, bis in ihre Haarwurzeln. Warmer Schmerz. Sanftes Beben, wie bei einem Erdbeben aus ihrem Innern kommend, nicht so sehr von außen.

Er hielt inne. „Sehr gut, Alice. Du machst das sehr gut.“

Sie blinzelte nur, unfähig, etwas zu sagen. Aber das war gut so, sie musste nichts sagen, hatte vielmehr das Gefühl, dass er ihre Regungen bis ins Kleinste nachempfinden konnte. In der Pause, in der seine Hand ihren Arsch umrundete, sie streichelte und tätschelte, dachte sie darüber nach. Er hatte alles selbst erlebt, wie er ihr gesagt hatte. Also sich auch schlagen lassen? Als Sub? Dabei wirkte er kein bisschen wie einer, der sich unterwerfen würde. So selbstsicher, so stark.

Sie wünschte sich, so zu sein wie er. Dann endlich könnte sie sich gegen alle durchsetzen, könnte fordern und ihrer Mutter sagen, was sie sich nie getraut hatte, und könnte die Testamentsvollstrecker mit wenigen Worten überzeugen, dass ihre Pläne genau richtig waren. Sie könnte sogar Hunter sagen, wo er sich seine Liste hinstecken konnte.

Sie erschrak über diesen Gedanken. Dann erkannte sie, warum sie das dachte. Sie befolgte seine Liste, ließ sich von ihm hierhin und dorthin senden, ohne sich dagegen zu wehren, was sie als Beweis auffasste, dass sie unterwürfig war. Dabei sträubte sich ihre andere Seite dagegen, sich so unterwürfig zu verhalten. Warum tat sie das? Sie konnte doch ebenso gut selbst entscheiden, was sie wo lernen wollte. Eine eigene Liste erstellen und abarbeiten. Es bestand ja kein Zweifel, dass sie lernen musste. Aber sie musste sich doch nicht vorschreiben lassen, was sie tun sollte, noch dazu von einem Mann, der sie nicht einmal selbst wollte. Der nur mit ihr spielte und sie einfach anderen Männern überließ. Männern wie Sir Bruce, die mit Sicherheit mit ihr Sex haben würden, und ihr weiß der Geier was antun würden.

Aber ohne Hunter hättest du Sir Bruce oder Jay gar nicht kennen gelernt. Und nicht in Daisy eine Freundin gefunden.

Ohne Hunter könnte ich viel mehr genießen, was Bruce mit mir tun will. Ohne schlechtes Gewissen.

Ah … Scheinbar lag noch eine andere Schicht darunter, die sie bisher nicht angefasst hatte.

Bruce lenkte sie ab. Sein Streicheln hatte geendet. Seine Hand drehte ihr Kinn jetzt gerade, so dass der Blickkontakt abbrach. Dann traf sie der erste richtige Schlag. Alice keuchte laut auf und wehrte sich gegen den Griff. Sie wollte sehen, was sie da getroffen hatte, doch Bruce hielt ihr Kinn unnachgiebig fest. Sie versuchte, die Hand abzuschütteln. Er schlug erneut zu. Bis sie sich halbwegs von dem Schlag erholt hatte, war seine Hand zu ihrem Hinterkopf gewandert und vergrub sich dort in den Haaren. So hielt er sie, während drei weitere Schläge auf ihren Hintern trafen.

Zeit genug, sich mit den Schlägen auseinanderzusetzen, nicht mehr mit Bruce oder sich selbst. Sie trafen auf die fleischigste Stelle ihres Hinterns auf, ihrer Sitzfläche. Immer so, dass beiden Backen betroffen waren. Das Schlaginstrument musste also sehr groß sein. Auch die Fläche, die es bedeckte, war groß. Ein Paddle, vermutlich ein großes, rechteckiges Paddle.


Sammelband: Hunters Liste 1 – 3 – Gehalten Erzogen Bezwungen

Alle drei Teile in einem Band. Auch dieses E-Book gibt es kostenlos für alle KU-Abonnenten.

Ein Taschenbuch des Sammelbands ist in allen Bücherläden/-shops bestellbar, z.B. bei Thalia, Weltbild, Osiander, oder unter der ISBN 9783966986212 in allen Buchläden


Hunters Liste – Überwältigt

Der Kink, der im Mai auf dem Programm steht, reißt Alice nicht gerade vom Hocker. Hunter will ihr Analverkehr näherbringen. Und nachdem er die Verbindung zwischen Alice und Sir Bruce gespürt hat, nimmt er das – und sie – lieber selbst in die Hand.
Leider hat er wenig Zeit. Alice muss erst einmal alleine ausprobieren. Keine gute Idee, denn ein Handwerker hat Gerüchte über den Club gehört und meint, selbst Hand anlegen zu dürfen.
Alice mag zwar überwältigt werden, aber nicht von jedem.
Und was passiert, wenn sie sich endlich ganz hingibt?

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Stimmen zu Überwältigt:

„Alice wird mit den typischen Problemen der Unterwerfung konfrontiert. Was machen wenn der Wille da ist, die Gedanken aber zu laut? Mir macht das Lesen von Hunter Liste in aller Erster Linie eine Menge Spaß, einfach weil nichts beschönigt ist. Jeder Schritt den Alice macht, ist ein Kampf über die eigenen Ängste. Ich liebe das genauso liebe ich Band 4. Ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band.“ (Kindle-Kunde Z.)

Leseprobe:

„Iiih!“ Ein piksendes Kribbeln war über die Außenseite eines Oberschenkels gelaufen, jetzt spürte sie es an dem anderen Bein. Dann über ihren Venushügel, und entlang des Schambeins. Als würde er kleine Nadeln in sie stechen. Nein, nicht in sie stechen. Nur auf ihre Haut drücken. Was zum Teufel tat er da?
„Hunter!“ Keine Bitte, sondern ein Befehl.
Den er entsprechend beantwortete. „Respekt, Alice!“, kam in seinem strengsten Ton.
Uh, wenn er laut wurde, war es wohl an der Zeit, sich zurückzunehmen.
„Hunter, was tust du da?“ Das Sticheln war an ihren Rippen angelangt und sie versuchte mit aller Macht, sich zusammenzukrümmen. Jetzt wusste sie auch, dass er seinen Oberkörper über ihren Beinen liegen hatte, denn er hielt sie mit Gewalt unten. Ah, verdammt, das war Folter! „Hunter, ich mag keine Nadeln!“
Das Piksen hörte auf, dafür strich ein Finger über ihre Vulva. „Das glaube ich dir nicht.“
Verdammt! Sie hasste es, wenn ihr Körper sie verriet! „Du weißt genau, dass eine Frau auch unter Stress feucht sein kann, ohne dass sie angetörnt ist!“
Er gluckste. „Klar. Aber du bist angetörnt. Deine Nippel stehen steif ab, dein Oberkörper ist gerötet, die Röte steigt sogar deinen Hals hinauf und verbindet sich mit dem Rot auf deinen Wangen. Du atmest nur in kurzen Stößen und ich kann von hier aus die Ader an deinem Hals pochen sehen. Aber ganz ehrlich, dein Geruch sagt mehr als all das. Du bist nicht nur ein bisschen feucht. Warum glaubst du, ist dein Saft über deiner Pussy verteilt? Weil es so viel ist, dass er gar nicht mehr drin bleiben kann.“
„Du glaubst wohl, du kannst genau erkennen, wann eine Frau erregt ist?“ Sie wusste, dass sie sich störrisch gab, dass sie ihn provozierte.
„Ja, weiß ich. Weil ich gelernt habe, sie zu beobachten und auf all die kleinen Anzeichen zu achten, die mir verraten, wie es ihr geht. Bei Sklavinnen, die nicht immer wissen, wann sie genug haben, ist das wichtig, weißt du.“
Sie war sofort auf hundertachtzig. „Ich bin aber nicht deine Sklavin!“
Der Druck auf ihren Beinen erhöhte sich. Er ahnte also, dass sie sich gegen ihn wehren wollte. Vielleicht hatte sie es auch schon getan. Oder nur die Muskeln angespannt? Fuck. Er konnte sie zu genau sehen. Selbst in dem schwachen Licht würde ihm das nicht verborgen bleiben.
„Nein, bist du nicht, sonst würdest du nicht mit mir diskutieren, dich nicht wehren, sondern einfach hinnehmen. Vielleicht sogar deine Reaktion verstellen. Ich müsste dann tiefer graben, intensiver vorgehen, um eine echte Reaktion zu finden.“
„Du meinst wohl, stärker zustechen? Oder schlagen oder was?“
„Nein, das meine ich nicht. Ich benutze das Rad nie zum Stechen. Es genügt vollends, damit die Nerven zu reizen, die ganz dicht unter der Haut liegen. Wenn ich stechen will, nehme ich ein Messer. Ein richtig scharfes, das fast wie von selbst durch die Haut gleitet und sofort Blut zieht.“
Diesmal bäumte Alice sich auf. Die Vorstellung – fuck! Ihre Gedanken rasten und ließen sich nicht mehr sortieren, ihr Körper forderte volle Aufmerksamkeit. Sie war so geil! Feucht? Würde er jetzt prüfen, kämen seine Finger nass zurück.
Sie hörte ein Geräusch von ihm, das sie nicht zuordnen konnte. Lachen? Grunzen? Egal. Es ging unter in dem Piksen, das er wieder aufnahm. Sie ahnte inzwischen, dass es sich um ein Nervenrad handeln musste, wohl eines mit nur einem Kranz aus Nadeln. Sie hatte sie in seiner Schublade gesehen, aber sich absolut nicht vorstellen können, wie sie wirkten.
Er ließ das Rad über ihre Brüste laufen, erst ganz außen, dann langsam sich den Nippeln nähernd. Die Spur bildete eine Acht, die sich zusammenzog. Oh, Alice spürte jede einzelne Spitze, fühlte den elektrischen Strom jedes einzelnen Stichs. Stach er tatsächlich nicht zu? Würde sie gleich Blutstropfen sehen, sobald er ihr die Maske abnahm?
Sie stellte sich vor, wie das aussehen würde, die Spuren über ihrem Körper, ein Muster wie ein Tattoo, psychedelisch, wie Stammeszeichen der Südseekrieger. Für diese war es ein Symbol ihrer Tapferkeit und der gewonnenen Kämpfe. Und das würde es auch für Alice sein. Ein Symbol ihres Kampfs. Gegen Hunter? Nein, gegen ihren eigenen Verstand. Sie fühlte auf einmal ganz deutlich, dass ihr Körper sehr wohl mochte, was hier geschah. Sogar so viel mehr. Er sehnte sich nach Schmerzen, wollte die Versicherung, dass sie noch ganz war, dass sie das vorhin überstanden hatte, wollte aber auch aus den Schmerzen Lust ziehen, diese immer noch so verblüffende Reaktion erleben, die süchtig machen konnte. Ja, süchtig. Süchtig nach Schmerz, einer Form des Kontakts, der so ganz anders war als eine Berührung, so viel tiefer ging, so intensiv, dass er sogar ihr Herz erreichte und es aufweichte und sie weich wie Wachs werden ließ unter seinen Händen.
Nur ihr Verstand wehrte sich dagegen, gegen die Aufgabe ihres Selbst. Denn das war die Folge davon, sie gab sich selbst ganz hin, gab sich auf, legte sich ganz in die Hände dessen, der sie folterte. Sir Bruce war es gewesen, der das mit seinen intensiven Schlagsessions begonnen hatte, oder doch Jay, der sie mit seiner straffen Fesselung genauso behandelt hatte. Und nun Hunter. Empfand sie bei jedem das Gleiche? Nein. Eindeutig nein. Jeder Mann löste ganz andere Gefühle in ihr aus, ließ sie mehr oder weniger tief in diese Haltung gleiten, die sie zugleich fürchtete und herbeisehnte.


Hunters Liste – Verloren

Alice folgt weiter dem weißen Kaninchen in Form von Hunter und dessen Liste. In diesem Monat soll sie erfahren, was PetPlay bedeutet. Jason wartet in Denver auf sie.

PetPlay – Katze sein, sich unterwerfen, eine Rolle spielen.

Es klänge verlockend, wäre Alice nicht so niedergeschlagen nach Hunters Zurückweisung. Oder ist es vielleicht genau das, was sie braucht? Sich einmal so richtig gehen zu lassen. Ganz ohne Verantwortung zu sein, ohne nachdenken zu müssen? Über eine Mutter, die ihr in den Rücken fällt. Über die Arbeit, die sie erwartet. Über eine Beziehung, die keine ist.

Was aber, wenn man sich zu tief fallen lässt? Wenn der neue Charakter verlockender ist als das echte Leben. Wenn man sich ganz verliert …

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Stimmen zu Verloren:

„Waaaah, was soll ich nun machen.
Ich bin am Ende angelangt und fühle mich nun verloren, da ich auf den sechsten Teil warten muss 🙈
Dieser Teil war so schön und auch überraschend.
Der Titel verloren passt hervorragend dazu. Ich habe mit Alice sehr gefühlt.
Es war ein schöner Teil und Petplay ist schon etwas besonderes.“ (Kindle-Kunde V.G.)

„Was für ein Kapitel. Überraschend, aufklärend und inspirierend“ (Kindle-Kunde a.a.i)

Leseprobe:

„Spielt schön, ihr zwei. Oscar, benimm dich. Ich bin nebenan.“ Jason erhob sich und ging in die Küche. Er ließ die Tür offen, wofür Alice ihm dankbar war.

Sofort änderte sich Oscars Verhalten. Er wirkte nicht mehr vorsichtig, sondern wie ein Jäger, der seine Beute anschleicht. Alice spürte, wie sich die Härchen in ihrem Nacken aufstellten. Außerdem fühlte sie ein Pochen in ihrem Unterleib. Nein, nicht im ganzen Unterleib, vielmehr in ihrer Klit. Eindeutig. Dieser Hund machte sie an. War es die Art, wie er auf sie zukam? So langsam und geschmeidig, was mit dieser Verkleidung nicht einfach war. Er schien ganz in seiner Rolle aufzugehen.

Alice hielt die Spannung nur schwer aus. Sie bewegte sich ein Stück auf die Kante des Sofas zu. Der Hund schien darauf anzuspringen, er war auf einmal ein ganzes Stück näher. Ja, er jagte. Und zwar sie.

Wow, das brachte einen Adrenalinschub. Ihr erster Impuls war die Flucht, doch nach einem Zucken zwang sie sich, liegenzubleiben. Sobald sie aufsprang, würde er sich auf sie werfen. Bei seinem Gewicht und vor allem bei der hinter seinen Aktionen lauernden Aggressivität würde das höchstens zu Schmerzen führen. Trotzdem war sie immer noch unsicher, ob sie ihn an sich heranlassen sollte. Nein, sie wollte keinen Sex mit ihm, entschied sie sich. Nicht einfach so, mit Jason im Nebenraum. Das wäre kein gutes Zeichen. Sie sollte noch einige Tage hier verbringen und wollte weder Oscar noch Jason gegenüber so schwach und nachgiebig erscheinen. Ein Gedanke blitzte auf. Sie könnte Oscar necken und hinhalten bis zum Sanktnimmerleinstag. Solange sie keine Erlaubnis erteilte, durfte er gar nichts tun. Jason würde aufpassen, sollte Oscar selbst das vergessen.

Sofort ließ die Spannung nach. Sie atmete aus, legte den Kopf ab und schaute den großen Hund vor sich so an, wie eine Katze es tun würde, erhaben und völlig unbeeindruckt. Ja, das fühlte sich gut an, viel besser als eben. Du kannst mir gar nichts, was ich nicht zulasse, dachte sie und fühlte sie und teilte es ihm mit. Er knurrte leise, aber es war kein bedrohliches Knurren. Eher Frust. Oscar wusste sehr genau, was sie eben entdeckt hatte. Er schien zwar einen Moment zu benötigen, aber dann begriff er die Folgen. Er konnte mit ihr tun, was ihm in den Sinn kam, solange er aufhörte, sobald sie es wollte.

Natürlich bildete sie sich das Grinsen an der Hundeschnauze nur ein, denn eine Ledermaske konnte nicht grinsen, vor allem keine, die so aggressiv wirkte wie seine. Nun denn, das Spiel konnte beginnen.

Oscar kroch näher, legte eine Pfote auf die Kante des Sofas, dann die zweite. Er war eindeutig im Jagdmodus. Hoffentlich war er sich bewusst, dass er jederzeit abgerufen werden konnte.

Er war sich dessen bewusst, das erklärte sein Drängen, mit dem er nach oben kroch, halb über sie, seine Schnauze ganz nah an ihrem Körper. Sein großer, schwerer Leib legte sich über ihren. Sie bereitete sich darauf vor, sein Gewicht auf sich zu spüren, doch er legte sich nicht ab. Stattdessen hielt er sich mit geringem Abstand über ihr, was zwar bedrohlich wirkte, aber ihr trotzdem genug Raum ließ, sie nicht tatsächlich bedrängte. Sie hörte seinen Atem sehr laut über sich.

Ihre Nackenhärchen stellten sich erneut auf, eine Gänsehaut lief über ihren Rücken. Hoffentlich hatte sie das Ganze nicht falsch eingeschätzt. Sie zuckte unwillkürlich, jetzt wieder angespannt, und berührte seinen warmen, massiven Körper. Uh, verdammt, das fühlte sich echt heiß an, nicht nur wegen der Wärme, die er ausstrahlte. Die ganze Situation machte sie an. Die Vorstellung, wie das wohl von außen betrachtet wirken würde, der große Mann über ihr, nein, der große Hund über einer kleinen schwarzen Katze, peitschte ihrer Erregung noch einige Stufen höher.

Wieder dieses leise Knurren, dann eine Berührung an ihrem Hals. Sie ahnte, dass er am liebsten zugebissen hätte, aber die Maske hinderte ihn daran. Gott, das Knurren machte etwas mit ihr. Sie spürte es fast wie eine Vibration durch ihren Körper laufen, direkt in ihr Lustzentrum. Fast wünschte sie, er würde sich einfach nehmen, was er wollte. Fast.

Sein Unterleib senkte sich herab, berührte sie ganz leicht, dann fester. Sein Schwanz, sein echter, harter Männerschwanz legte sich auf ihrem Arsch ab, bewegte sich mit einer geschmeidigen Bewegung seines Beckens nach unten und zur Seite. Was tat er da?

Ah, ihr Katzenschwanz. Er schob ihn aus dem Weg, wollte so viel wie möglich von ihr spüren. Wäre sie tatsächlich eine Katze, hätte sie ihn jetzt nach oben geklappt, sich ihm geöffnet. Ein neuer Schauder. Fuck. Sie war so angeturnt, ihr Mund stand offen, sie keuchte leise, ihr Atem schneller als normal, ihre Brust hob sich so, dass sie bei jedem Einatmen gerade so an ihn kam. Sie drückte mit Absicht die Brüste fester in das Polster, wollte Reibung, Druck, suchte den Kontakt zu dem rauen Stoff, den sie durch den dünnen Stoff des Catsuits spüren konnte. Ja, das tat gut.

Mit ihrem Reiben, einer eher unbewussten Bewegung, presste er sich fest an sie, rieb seinen erigierten Schwanz durch ihre Spalte. Fest. So fest, dass sie fürchtete, er würde sich an dem Ende des Plugs verletzen, doch er gab keinen Laut von sich. Zurück nach oben, dann langsam wieder nach unten, genussvoll, intim, verführerisch, allerdings mit einer sehr dominanten Note. Ein Ausdruck seiner Kraft, mit der er sich im gleichbleibenden Abstand über ihr hielt. Ein Ausdruck seines Willens, den er im Zaum hielt, obwohl er könnte, wenn er wollte. Oh ja, er könnte. Könnte mit ihr machen, was ihm beliebte, so stark wie er war. In dieser Lage, in dieser Konstellation, könnte er in sie eindringen, sie hart und tief ficken, könnte ihr den Mund zuhalten, so dass kein Laut durch seine Finger käme, kein Ruf, kein Safeword, überhaupt keine Worte, nur ein Maunzen, ein Grunzen, ein Schnurren. Sie wünschte, sie könnte schnurren, dann hätte sie es jetzt getan, aber so blieb sie stumm, abwartend, angespannt bis in die Fingerspitzen, keuchend, hoffend, erregt.


Hunters Liste – Ergeben

Alice verweigert Hunter den nächsten Punkt auf seiner Liste. Sie möchte keine Sklavin sein. Das geht eindeutig zu weit. Was sie sich vorstellen kann, ist, sich ihm in ihren Grenzen hinzugeben. Das kann doch nicht so schwer sein!
Was ihr schwerfällt, sind ganz andere Dinge. Die Polizisten anzulügen, die das Verschwinden des Elektrikers untersuchen, zum Beispiel. Oder sich die Mutter vom Hals zu halten.
Hunter geht auf ihre Bedingungen ein. Doch niemand kann ihm verbieten, Alices Grenzen auszuweiten. Ob mittels Kopfkino oder in kleinen Schritten in der Realität, schiebt er sie immer wieder ein Stückchen weiter.
Dabei versucht er ihr einen ganz wichtigen Punkt nahezubringen: Dass sie nicht schwach ist, nur weil sie sich unterwirft. Er lehrt sie Vertrauen, auch das Vertrauen in sich selbst.
Auf seine Weise. Mit seinem Körper, seiner Ausstrahlung, seiner Dominanz.

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Leserstimmen zu Ergeben:

Ich bin wieder mal so was von geflasht.  Nach meinem Empfinden nicht nur ein Roman mit seufzen, sabber und hach so schön,  sondern bedeutend mehr. Für mich war er, ich sage mal so, ein Reiseführer für Laien, der Aufklärung und Anleitung beinhaltete, evtl auch als Leitfaden in die Welt von BDMS gesehen werden kann.“ Kindle-Kunde G.

Ich finde diesen Teil absolut gelungen. Jedes Mal aufs Neue, bin ich fasziniert, wie Alice mit jeder Story wächst. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist und auch Alice an sich zweifelt. Hunter ist da, fängt sie auf und erweitert unmerklich ihre Grenzen.
Diese Reihe ist einfach großartig, ich liebe sie.
“ (Kindle-Kunde N.)

Leseprobe

„Hast du den zweiten Teil des Buches gelesen? Die Rückkehr nach Roissy.“
„Nein.“ Alice hatte sich durch den ersten Teil gequält und war froh gewesen, als es zu Ende war.
„Man könnte es ein alternatives Ende nennen. Oder eher ein Mittelstück? Egal, jedenfalls geht in diesem Teil die O zurück nach Roissy, oder besser gesagt lädt Sir Stephen sie einfach dort ab.“ Er ruckelte so fest an den Bändern, dass Alice nach hinten gezogen wurde. „Halt still. Dort gibt es mehrere Bereiche, und sie lernt, dass es sich um einen Klub handelt, in dem die Mitglieder Beiträge zahlen. Diese Beiträge berechtigen sie dazu, die Frauen nach Belieben zu benutzen oder sie zu schlagen.“
Endlich schien er fertig zu sein und betrachtete sie von allen Seiten, indem er sie vor sich drehte.
Alice fragte sich die ganze Zeit, was er ihr damit sagen wollte. Wollte er das auch? War das sein Ziel? Sie zu einer Frau zu machen, die er dann anderen nach Belieben zur Verfügung stellen konnte, die sie schlagen und ficken würden. Nein, benutzen, hatte er gesagt. Wie treffend. Ein Ding also, das man ausleihen konnte zur Benutzung. Konnte ein Mann daraus Lust ziehen? Befriedigung? Wie seltsam. Und garantiert nicht das, was sie wollte.
Ja, sie gestand sich ein, dass diese Fantasie, sich zu prostituieren, eine gewisse Verlockung darstellte. Aber eben nur als Fantasie.
Hunter riss sie aus ihren Überlegungen. „Du bleibst genau so stehen. Die Beine noch ein Stück weiter auseinander.“ Als er zufrieden war, ging er nach draußen. Sie stand mit dem Gesicht zur Wand. Dunkles Holz. Das Bild eines Mannes mit ausgestelltem Fuß, möglicherweise eines Vorfahren. Leider wusste sie nichts über diese Familie, aus der ihre Mutter ausgebrochen war. Schade. Sie fühlte sich ihrer Vergangenheit beraubt. Daran war eindeutig ihre Mutter schuld, da gab es nichts zu beschönigen. Sie verstand zwar deren Ausbruch, da sie wohl unter starkem Druck gestanden hatte, aber sie bedauerte es trotzdem. So, wie das Verhältnis zur Mutter jetzt war, würde sie keine Gelegenheit haben, diese nach der Familie zu fragen. Tante Alberta hatte ihr zwar so manches erzählt, aber sie hatte ihr nicht jedes einzelne Bild erklärt, das im Haus hing.
Hunter kam zurück, sie hörte, dass er etwas in der Nähe abstellte. Es fiel ihr schwer, nicht hinzuschauen, aber sie wollte ihr Bestes geben. So lange, bis sie genug hatte. Was noch nicht der Fall war. Sie starrte also auf den Mann auf dem Bild. Ein stattlicher Mann, allerdings schon im hohen Alter mit grauen Haaren. Er trug eine Hose, die vorne geknöpft war, ein richtiger Hosenlatz. Was wohl darunter lag? Ob er damit Frauen gefickt hatte? Oder nur Liebe gemacht zu der ihm Angetrauten?
„Deine Gedanken rasen immer noch durch deinen Kopf, nicht wahr? Wir werden dem ein wenig abhelfen.“ Seine Hände erschienen vor ihren Augen. Sie hielten eine Maske aus rotem Leder, dick gepolstert, zwei Gummibänder würden sie um ihren Kopf halten.
Sie war versucht, Hunter zu erzählen, was ihr so durch den Kopf ging, aber sie ließ es lieber bleiben. Er hatte zumindest in einem recht, nämlich, dass sie nicht aufhören konnte, zu denken. Aber das war ja sowieso unmöglich. Obwohl, wenn sie an so einige Szenen mit Sir Bruce dachte …
Das Leder schmiegte sich an Wangen und Stirn und umschloss ihre Augen so vollständig, dass kein bisschen Licht zu sehen war. Diese Dunkelheit ließ ihren Herzschlag sofort herunterfahren, ihre Atmung verlangsamte sich. Schön. Sie lächelte.
Lippen legten sich auf ihre und sie war überrascht, wie er sich hatte um sie herum bewegen können, ohne dass sie es wahrgenommen hatte. Es war an der Zeit, sich auf ihn zu konzentrieren anstatt auf ihren Körper.
„Die Männer in Roissy dürfen die Frauen nach Belieben anfassen und mit ihnen tun, was ihnen beliebt. Sie dürfen sie hart anfassen oder zärtlich.“ Hunters Hand legte sich auf ihren Venushügel, die Finger zwischen ihren Beinen. Er übte nach und nach mehr Druck aus, bis Alice den Mund aufriss und ganz kurz davor war, zu schreien.
Seine Finger lösten sich, aber in ähnlichem Tempo, wie sie zuvor zugedrückt hatten. Diese Geste … Alice fühlte sich, als hätte er sie mit einem Beamer in die Situation katapultiert. Seine Stimme trug dazu bei. Er flüsterte jetzt, ein wenig rau, ein wenig heiser. „Die Frauen sind ihnen ausgeliefert. Sie haben keinen eigenen Willen mehr. Sie sind Sklavinnen, noch dazu bezahlte Sklavinnen. Nicht wie zuvor aus Liebe geben sie sich hin, sondern aus einem einzigen Grund.“
Welcher Grund war das? Wieso nicht Liebe? Liebe zur Unterwerfung. Liebe zur Auslieferung.


Sammelband: Hunters Liste 4 – 6 – Überwältigt – Verloren – Ergeben

Alle drei Teile in einem Band. Auch dieses E-Book gibt es kostenlos für alle KU-Abonnenten.

Ein Taschenbuch des Sammelbands ist in allen Bücherläden/-shops bestellbar, z.B. bei Thalia, Weltbild, Osiander, oder unter der ISBN 9783966986229 in allen Buchläden.


Hunters Liste – Entflammt

Hunters Hütte in Montana bietet sich an für das, was er im August mit Alice plant – Tease & Denial.
Alice findet das nicht so prickelnd. Na ja, prickelnd schon, genau darauf zielt er ja ab. Er erregt sie, aber er gönnt ihr keine Erlösung. Das ist genau der Teil, den sie nicht witzig findet. Je mehr Tage vergehen, desto schlimmer wird es.
Irgendwann hat sie die Schnauze voll. Kann Hunter sie davon überzeugen, dass er nicht nur ihren Körper in Flammen setzen kann? Oder ist sie schon längst für ihn entflammt?
Und dann kommt noch jemand zu der einsamen Hütte in den Wäldern Montanas …

Leserstimmen zu „Entflammt“:

„Vorab, auch diese Fortsetzung der Hunter Reihe ist absolut lesenswert und ich kann diesen Band nur empfehlen.
Wer erotische Romane insbesondere BDSM liebt, ist hier richtig. Die Autorin zeigt erneut auf, wie groß die Spannbreite von BDSM ist. Wer wissen will wie Knifeplay , Tease and Denial oder auch Leather Familie funktioniert, kann hier sein Kopfkino anwerfen und sich treiben lassen.
Die Geschichte spielt in Montana in einer rauhen Wildnis, die die Autorin vor dem Auge des Lesers entstehen lässt. Man glaubt selbst in den Wäldern unterwegs zu sein oder den Fluss beim Angeln zu durchwaten. Selbst die Kälte des Wassers ist spürbar. Es wirkt nicht nur real. Es ist real.“ (Kindle-Kunde U.)

„Ich kann nur sagen, ich bin begeistert über die Art und Weise wie Margaux es versteht Außenstehenden Einblicke in den BDMS-Bereich zu vermitteln, dies klar und verständlich rüber zu bringen und man nicht sofort den Roman mit bäh oder pfui weglegen will, wenn man dies nicht selbst praktiziert. Mein Horizont erweitert sich diesbezüglich von Roman zu Roman. Daher die Empfehlung von mir… Diese Reihe muss und sollte man unbedingt lesen.“ (Kindle-Kunde G.)

Leseprobe:

„Du liebst deine Mutter also nicht?“
„Liebe ist so ein Ding.“ Alice schaute zu Hunter, der sich auf die Straße konzentrierte. Ja, Liebe ist so ein Ding. Sie ist nicht immer da, wo man sie sucht. Sie taucht unversehens auf, erwischt dich von hinten, nimmt keine Rücksicht auf deine Wünsche und Vorstellungen. „Ich kann sie nicht nicht lieben. Sie ist halt meine Mutter. Sie hat mich geboren, sie hat mich aufgezogen. Es gab ja auch schöne Tage. Schöne Stunden“, schränkte sie ein. Dann, wenn Paps bei der Arbeit gewesen war und Regina mit ihren Freundinnen eine Teestunde zelebriert hatte. Da hatte Alice den Tee serviert und eingegossen und den Kuchen verteilt, als wären die Damen in einem altmodischen Café. In Europa sollte es so etwas geben, vor allem in England oder in Österreich. Sie würde gerne einmal reisen.
Ihre Gedanken verselbständigten sich. War ihr ganzes Leben so eine Art Tease and Denial gewesen? Sie war verlockt worden mit Versprechen, wie schön das Leben sein konnte, wie einfach. Und doch war nichts davon wahr geworden. War es deshalb für sie so wichtig, die Villa zu bekommen? War das ihr Finale Grande, ihr Hammerorgasmus, ihre Explosion?
Sie lächelte. Was für ein Blödsinn. Es war Zeit, an etwas anderes zu denken. „Was werden wir den Rest des Tages tun?“
Hunter schaute zu ihr herüber. Sein Blick glitt an ihrem Körper herab und ihr Herz raste mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Lied im Radio, Can´t stop von den Red Hot Chili Peppers. Wow, das war ganz schön schnell. „Wir werden heute nicht angeln gehen, das steht fest. Wie wäre es mit einem anderen Workout?“ Seine Augenbrauen zuckten nach oben, was absolut lächerlich aussah, wie ein Pornstar der Siebziger.
Alice lachte. „Du meinst Joggen? Oder Zumba? Aerobic vielleicht, das kennst du bestimmt noch aus deiner Jugend.“
„Du hast keine Ahnung, was in meiner Jugend in war.“
„Doch. Kids in America zum Beispiel. Oder The Tide is High von Blondie.“ Alice sprach den Namen übertrieben aus und kringelte sich dann vor Lachen.
„Wie wäre es mit Physical von Olivia Newton John? You gotta know that you’re bringin‘ out the animal in me.“
Alice schauderte es und sie lachte gleichzeitig, was ein seltsames Gefühl ergab. „Darf ich das Tier in dir sehen? Trägt es auch ein Stirnband und Spandex?“
„Mach nur so weiter. Das Tier erwacht.“
Fuck. Das war so doof und so sexy zugleich. „Wann sind wir da?“
Hunter zog das Fahrzeug von der Fahrbahn. Sie waren längst weg von der geteerten Straße und für mindestens zwei Meilen auf einem befestigten Weg gefahren. Sie mussten noch einmal abbiegen auf den noch schmäleren, raueren Weg, also war es noch mindestens eine halbe Stunde bis zur Cabin.
„Wir sind da, wo ich dich haben will.“ Mit einer Faust packte er Alices Haare am Hinterkopf und bog ihren Kopf in den Nacken. Seine Stimme klang ganz anders als eben noch. Nicht mehr verspielt, sondern sehr ernst. Dann biss er ihr in den Hals, direkt über ihrer Halsschlagader.
Au! Oh Gott! Alice war innerhalb von Sekunden nass, ihre Muschi summte vor Erregung und ihre Nippel waren hart.
Er löste langsam seine Zähne aus ihrer Haut und zog sich zurück. Sehr zufrieden betrachtete er ihren Hals. Hatte sie da einen Abdruck? Ganz bestimmt sogar. Hunter machte nichts halbherzig.
Mit einer Hand öffnete er die Fahrertür, dabei zog er Alice an den Haaren hinter sich her. Das war so verdammt sexy und ja, animalisch. Caveman. Krieger. Vor Alices Augen spielten sich Szenen ab aus Spielfilmen und Büchern, Überfälle, Beutezüge, Gefangennahme von Frauen. Himmel, wenn sie nicht damit aufhörte, würde sie gleich zerfließen.


Hunters Liste – Beherzt

Alice verhandelt mit einem Hotelier und erlebt recht schnell, was echte Demütigung bedeutet. Das will Hunter mit ihr tun? Nein.

Hunter zeigt ihr, was er unter dem Thema des Monats versteht. Mit Worten, mit seinen Händen, seinem Körper und viel Liebe. Doch auch er hat mit Dämonen zu kämpfen, die ihn verfolgen.

Dann wären da noch die Untersuchung zum Tod des Handwerkers, das Verhältnis zu ihrem Vater, Missis Problem und nicht zuletzt ihr Erbe, das in Gefahr ist.
Von allen Seiten prasseln Andeutungen auf Alice ein. Warum hat Hunter ausgerechnet Alice ausgewählt? Welchen Plan verfolgt er?

Wird Alice unter dem Druck zusammenbrechen oder stärker werden?

Leserstimmen zu Beherzt:

„Der achte Teil der Serie ist eine Überraschung. Ich hatte mit unter Demütigung etwas anders vorgestellt und wollte ihn erst nicht lesen aber jetzt bin ich begeistert.“ (Kindle-Kunde a.a.i.)

„Schmerz und Lust. Unterwerfung und Vertrauen? Alice und ihre Wandlung. Die Zwischentöne verraten viel. Man muss sie nur zu deuten wissen.
Tolle Aussichten oder doch neue Selbsterkenntnis?“
(Kindle-Kunde B.U.)

Leseprobe:

Wieder kniete sie in der Küche neben seinem Stuhl. Diesmal allerdings weitaus schweigsamer als zuvor. Der Ball in ihrem Mund fühlte sich unangenehm an, weil er recht groß war. Einen Hauch zu groß wie der Dildo, der immer noch auf der Tischplatte stand.
Hunter hatte sich einen Salat angerichtet, der Teller mit dem Mac’n’Cheese drehte sich noch in der Mikrowelle. Jetzt holte er sich noch ein Glas Wasser. Als er das auf den Tisch stellte, schaute er zu Alice. „Du tropfst.“
Automatisch langte sie an ihr Kinn. Sie hatte zwar versucht, den üppig fließenden Speichel herunterzuschlucken, aber es war ihr nicht ganz gelungen.
„Finger weg. Lass es laufen. Es sieht geil aus.“
Sie schnaubte. Wie sollte das geil aussehen? Sie erinnerte sich an Senioren in den von ihr besuchten Heimen, die regungslos in einem Stuhl saßen und denen der Speichel auf ein umgehängtes Lätzchen tropfte.
Hunter grinste. „Du glaubst mir nicht, ich sehe schon. Ach ja …“
Alice konnte sehen, dass ihm eben eine Idee gekommen war.
„Auf den Tisch mit dir. Da kann ich es viel besser sehen.“
Alice kam sich merkwürdig vor, als sie auf den Tisch krabbelte. Und nun? Hunter gab ihr nur seine erhobene Augenbraue als Antwort. Also knien.
Ratter, ratter, klick.
Als fügte sich ein Zahnrädchen zwischen eine lange Reihe anderer. Nun lief alles rund. Sie war angekommen.
Wie immer gab es noch einen Rest in ihrem Verstand, der nicht zur Ruhe kam, der analysierte, warum sie jetzt und genau hier und in dieser Haltung so weit gekommen war und nicht da unten in der gleichen Haltung.
Klar. Sie saß auf einem gottverdammten Küchentisch. Zum Glück ein stabiler Tisch, wie sie es von allen Möbeln im Haus kannte. Mindestens hundert Jahre alt. Gute Handwerksarbeit, die nicht so schnell auseinanderfiel und vermutlich schon den ein oder anderen Körper auf sich liegen hatte.
„Hände hinter den Kopf.“
Seufzend gehorchte sie, weil sie wusste, dass sie sonst immer wieder unbewusst an ihr Kinn greifen würde, wie sie es eben getan hatte. Sie entschied sich, einfach geradeaus an die Wand zu starren, damit sie nicht ständig wahrnahm, wo Hunter nun hinschaute und erst recht nicht, wie er auf den Anblick reagierte.
Fuck. Ein kühler Tropfen war auf ihren Bauch getropft. Ihr eigener Speichel. Sollte sie sich nach vorne beugen und es lieber auf den Tisch tropfen lassen? Was war besser?
Überraschend legten sich Finger auf ihre Knie und drehten ihren Körper ein Stück seitwärts. In seine Richtung natürlich. Warum hatte er sich nicht einfach vor sie gesetzt, anstatt sie zu drehen?
„Schau mich an.“
Das war der letzte Befehl, ehe er sich das Essen einverleibte. Es schmeckte ihm, das sah sie deutlich. Und er schien Hunger zu haben, was sie auf unbestimmte Weise glücklich machte. Kein Mann, der unterwegs anhielt, sondern der direkt zu ihr gekommen war. Der sich darauf verließ, er würde bei ihr schon seinen Hunger stillen können.
So wie sie ihren. Ihren Hunger nach ihm. Nach Unterwerfung. Nach Liebe. Nach Gefühlen.
Hatte er recht? Ging es nur um möglichst heftige Emotionen? Irgendwie schon. Selbst die Unterwerfung, die sie eben überkommen hatte, war ein heftiges Gefühl, das sie nie im realen Leben empfinden wollte.
Ah, da lag der Unterschied. Tatsächlich würde sie zwar gerne großes Glück empfinden im Leben, aber keine negativen Gefühle, schon gar nicht in dieser Intensität. Das würde ja bedeuten, dass sie dann auch tatsächlich schlechte Erlebnisse haben müsste. Wie damals mit Jim, der sie überfallen und halb vergewaltigt hatte. Wer wollte das schon? Niemand, ganz sicher.
Aber das Gefühl der Hilflosigkeit im Bereich des BDSM wollte sie schon erleben. Wie in den Händen von Bruce, der sie gefesselt und geschlagen hatte oder ihr einfach nur befohlen hatte, alles hinzunehmen. Es war halt doch anders, wenn man es freiwillig tat.
Hunter berührte sie und sie musste sich zwingen, von ihren Gedanken abzulassen. Sein Finger strich über ihren Bauch, durch die Nässe. Eine Welle von Scham überrollte sie, aber obwohl es eigentlich negativ hätte sein müssen, klang auch eine tiefe Befriedigung mit. Weil sie jetzt wusste, warum sie das wollte?