Kondom oder nicht?

Ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage.

Dass man im echten Leben bei Sex mit einem neuen Partner erst mal ein Kondom benutzen sollte, hat sich sicher rumgesprochen. Dabei ist es egal, ob ihr BDSM praktiziert oder „normalen“ Sex.

Für mich sind Kondome nicht so präsent im echten Leben, weil ich in einer langjährigen Beziehung bin. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie es sich mit anfühlt, ehrlich gesagt.

Aber bei Facebook wird immer wieder mal die Frage diskutiert, ob man das nicht auch in Büchern  thematisieren müsse. Es sei doch kein Problem, mal eben zu erwähnen, dass man ein Kondom aus der Tasche zieht und es anlegt.

Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich das nicht reinschreibe. Klar, in den historischen wie Lustvolle Beute wäre es eh fehl am Platz. Aber auch in den zeitgenössischen, wie z.B. in Sex on Board, spielt bei mir kein Kondom mit.

Deshalb meine Frage an Euch, meine Leser: Sollte ich das ändern? Muss ich auf Eure Gesundheit achten, muss ich wirklich so realistisch schreiben? Oder ist es Euch egal?

Mancher Kommentar enthielt Aussagen wie: „Wenn sie beim ersten Mal kein Kondom benutzen, lege ich das Buch weg und lese nicht mehr weiter.“

 

Wie seht Ihr das? Ich bitte um ehrliche Antworten!

Ich wünsche Euch jedenfalls guten Sex, egal ob mit oder ohne, und vertraue erst mal darauf, dass Ihr Euch auch da nach dem Grundsatz des SSC entscheidet, in diesem Falle S für SAFE …

Eure

Margaux

Über margauxnavara

Autorin von BDSM-Romanen und Kurzgeschichten.
Dieser Beitrag wurde unter Schreiben abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Kommentare zu Kondom oder nicht?

  1. Martin Mewes sagt:

    Ich befürchte, dass jedwede „Gesundheitsthematik“, so S wie SSC sie auch sei, in Romanen schwierig sind. Auch wenn diese in #50SOG etwa existiert, geschieht diese eben nur am Rande.

    Auch wenn ich persönlich Kondome gerne nutze, so sind diese in Romanen (was ja auch #Kopfkino vergleichbar ist) echte Showstopper.

    Martin

  2. Waldstern sagt:

    … ich empfehle es dort, wo es passt, reinzuschreiben und das Kondom zu erwähnen, anzusprechen und einzusetzen. Vielleicht kannst du es ja phantasievoll einbauen. Und ja, ich halte das für wichtig. Und nein, deswegen würde ich das Buch im Regelfall nicht weglegen.

  3. skywalkerlein sagt:

    Bitte lass es raus.
    Dieser ganze Hype heutzutage, dass man auf etwas hinweisen muss um keinen auszugrenzen oder auf Sicherheit vorzugaukeln, nervt nur noch.
    Mich erinnert das immer an die bekloppten Warnhinweise, die in den USA schon weit verbreitet sind.

  4. 64er sagt:

    Ich denke es hängt davon ab.
    Jedes mal wenn’s zur Sache geht darauf hinzuweisen, dass auf „ihn“ ein Kondom aufgezogen wird ist einfach dusselig. Macht vielleicht Sinn für Autoren die wie Karl Mai auch noch das Aussehen eines Sandkorns beschreiben.
    Allerdings gibt es durchaus Szenen in denen das Aufstreifen des Kondoms den Spannungsbogen steigert.

  5. MasterGünter sagt:

    Die schriftstellerische Freiheit sollte gegenüber dem realen Leben gewahrt bleiben. Es bleibt der Situation gestundet ein Kondon zu erwähnen. In SM Szenen lässt sich das Überstreifen eines Kondomes z.B. mit dem Mund vortrefflich rinbauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.