BDSM-Spielzeug-Dienstag – Nippelklemmen

Die Nippelklemmen

Gerade die auf dem Foto sind echt fies. Sie kennen nämlich nur eines: zubeißen. Na ja, nicht beißen. Dafür gibt es noch Klemmen mit Krokodilzähnen, aber die will ich wirklich nicht an mir haben! Mir genügt es, wenn sie wehtun …
Denn dafür sind sie da. Nippelklemmen sollen nicht zart sein, aber sie können von leichtem Kneifen bis hin zu hartem Kniff alles. Am liebsten sind mir diejenigen, die mit einer Schraube eingestellt werden können. Man merkt schnell, wenn sie zu leicht eingestellt sind (dann fallen sie nämlich ab) und man kann sie nachjustieren. Mein Mann spielt gerne damit, da er sie im Laufe des Spiels immer fester zudrehen kann. Was man anfangs nämlich kaum glaubt: man gewöhnt sich daran. Nach kurzer Zeit spürt man den Schmerz kaum noch. Zieht man aber stärker an und erhöht damit den Druck, dann tritt die Wirkung wieder voll ein.
Und dann gibt es noch den speziellen Effekt beim Lösen, das kann nochmal den Kick an Schmerz geben, wenn sie vorher richtig fest waren, weil dann das Blut recht schnell reinschießt. Macht man das im richtigen Augenblick, zum Beispiel am Beginn des Höhepunkts, kann der eindeutig fester ausfallen. Abhängig von der Intensität, den er eh schon hat natürlich.
Die Klemmen auf dem Foto haben eine Besonderheit. Sie schließen sich fester, wenn man Zug ausübt. Das kann man tun, indem man an der Kette zieht, oder indem man Gewichte anhängt. Wir haben keine Gewichte, mein Mann spielt lieber mit der Kette. Bei bestimmten Bondage-Varianten kann er so die Kette mit einbinden, so dass ich quasi selbst den Zug auslöse durch meine (von ihm gesteuerten) Bewegungen.
Für Anfänger würde ich immer die sanftere Variante, also die mit den Schrauben, empfehlen. Einfach ausprobieren. Vielleicht auch am Anfang nicht zu lange dranlassen, auch das muss man ausprobieren.
Verwendet man sie lang und fest, dann kann es gut sein, dass man das noch tagelang spürt, dass also die Nippel sehr empfindlich sind. Schaden hat es noch keinen gegeben, aber das habe ich sicher auch der Vorsicht meines Mannes zu verdanken.

Klemmen kommen sicher in mehreren meiner Romane vor, aber auch in meinem neuesten, My Body in Your Hands

Hier ein Ausschnitt:

Sehr kühle Finger berühren eine Brust. Sie zupfen den Nippel, der sowieso schon steif ist, in Form. Dann legt sich eine Klemme darum. Eine fiese. Ich schaffe es nur mit Mühe, ein Stöhnen zu unterdrücken. Zum Glück gewöhne ich mich schnell an den Schmerz. Das ist gut. Doch nein, es ist nicht gut. Denn da passiert noch etwas. Auf einmal wird meine Brust in die Länge gezogen und ich habe das Gefühl, dass mein Nippel abgerissen wird. Aaaah! Nein, er bleibt dran, aber das hier ist ein anderes Kaliber an Schmerzen. Ich vermute, ein Gewicht.
Man geht nicht zimperlich mit mir um, aber das war zu erwarten. Als nach einer kurzen Pause die andere Brust berührt wird, bin ich darauf gefasst. Wieder die Klemme, dann das Gewicht. Diesmal kann ich analysieren, dass das Gewicht nicht nur Zug nach unten ausübt, sondern auch die Klemme fester zupacken lässt. Die Zähne fest zusammengebissen warte ich ab, bis auch dieser Schmerz erträglich wird. Das wird er, ganz bestimmt. Nur nicht gleich. Nicht gleich. Kann man Schmerzen durch die Nase ausschnauben? Ich traue mich jedenfalls nicht, den Mund zu öffnen. Ich will nicht schwach erscheinen. Auf keinen Fall.
Finger in meiner Muschi. Sie finden sofort die richtige Stelle. War ja klar. Die Kuppen reiben über meinen G-Punkt, kreisen, üben Druck aus, rubbeln, streicheln. Ich will das nicht. Ich will keine Lust empfinden, will nicht nachgeben. Aber mein Körper betrügt mich. Nach viel zu kurzer Zeit bin ich kurz davor. Wenn ich könnte, würde ich mich ihnen entgegen drücken, diesen flinken Fingern, die mich so anregen, die mich verführen, die mich bis zur Kante bringen. Dahinter winkt die Erlösung, stärker als mit dem Vibrator, zumindest anders.
Feuer auf meinem Arsch. Die Gewichte wackeln, beißen tiefer in meine Nippel, die Finger streicheln ungerührt weiter. Noch einmal, noch einmal. Flammen von Schmerz auf meiner Haut, Flammen der Lust in mir. Sogar meine Brüste verraten mich, senden Signale, verwandeln den Schmerz in Gier, wollen nur das eine, die Erlösung, die die Finger versprechen. Ein Schlag noch, dann treibt sie mich in die Hölle, die zugleich Himmel ist.
Mmmh, ich fliege, ich rase durch die Nacht, voll mit Hitze, Feuer in mir, an mir. Gott, ja! Ich höre meinen Schrei, diese Mischung aus Geilheit, Hingabe, Frustration, Erlösung, höre alles und bin diejenige, die den Schrei ausstößt, fühle ihn in meiner Kehle, in meiner Brust, in meiner Muschi.

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BDSM-Spielzeug-Dienstag-Vibrator

Der Satisfyer – oder ähnliches
Ich will keine Werbung machen (zumindest nicht für bestimmte Marken). Ich habe auch keinen Vertrag mit irgendeinem Sexshop oder einer Marke, deshalb ist es mir egal, welche Marke das Gerät hat, das ich dir vorstellen will.
Manche sind aber relativ einzigartig in ihrer Wirkweise.
Dieser hier zum Beispiel. Er hat den Vorteil, dass er direkt auf der Klit aufgesetzt wird und damit die Vibrationen in einem Kreis um die Klit verteilt und nicht auf die Spitze. Warum das so ist? Weil es ziemlich tödlich für die Lust sein kann, wenn man die Klit direkt an der Spitze stimuliert. Viel besser ist es, wenn man direkt um sie herum ansetzt. Das tut dieses Ding, genau dafür ist diese Art Tülle gedacht. (Das gilt übrigens auch für die Berührung mit Fingern. Immer im Kreis drumherum ist echt gut!)

Was das mit BDSM zu tun hat?
Spielt man nicht gerade das Keuschheitsspiel, in dem die Frau auf gar keinen Fall kommen darf, so ist doch der Orgasmus das Ziel von Sex jeglicher Art.
Was aber, wenn die Frau mehrmals kommt? Cool, denkst du jetzt wahrscheinlich. Ist doch klasse. Wollte ich immer mal haben.
Was aber, wenn du so oft kommen musst, dass du gar nicht mehr kommen willst?
DAS ist eine Variante des BDSM. Es hat etwas mit Dominanz zu tun, mit dem Ausnutzen der Wehrlosigkeit, mit Unterwerfung unter den Willen des Anderen. Und es ist hart, glaub mir. Diese Art des Spiels ist kein zärtliches Geplänkel, sondern treibt dich bis an deine Grenze und darüber hinaus. Stell es dir vor wie Gekitzeltwerden. Das ist doch ganz witzig, oder? Eine Zeitlang. Aber irgendwann ist der Punkt überschritten, obwohl es ja immer noch das witzige Spiel ist, oder? So ähnlich funktioniert diese Form von Spiel. Der Ausdruck Orgasmus-Folter ist genau richtig.

Auch bei diesem Spiel gilt, dass die Frau gut fixiert werden sollte, wenn sie so reagiert wie ich, nämlich mit Aufbäumen und Umsichschlagen. Wassergaben zwischendurch sollten selbstverständlich sein, genau wie (kleine) Pausen und ein Abchecken, ob noch alles in Ordnung ist.
Für die Nicht-BDSMler ist das Spielzeug natürlich auch geeignet. Übrigens ist es für manche Frauen super, wenn sie erst mit einem solchen Hilfsmittel einen Orgasmus erleben dürfen und danach erst der eigentliche Sex folgt, bei dem sie dann vielleicht noch einmal kommen kann. Sie ist durch das Vorspiel feucht, weich und reagiert besser auf die Stimulation der Penetration.
Nicht zu oft verwenden gilt gerade bei allen Spielzeugen, die solche Art von Vibrationen erzeugen. Mir wurde schon berichtet, dass die Frauen abstumpfen, dass die Intensität jedes Mal gesteigert werden muss und irgendwann auch die höchste Stufe nichts mehr bewirkt. Dann versagt aber auch die manuelle oder orale Stimulation, die Klit ist beinahe unempfindlich geworden. Das wollen wir garantiert nicht! Also: ab und an. Nicht ständig!

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Neuer Roman – yeah!

Ich weiß, Du wartest schon ungeduldig.

Aber: Das Warten hat ein Ende! Er ist nämlich fertig!

Mein Roman heißt: *Trommelwirbel*

My Body in Your Hands

Es ist natürlich ein Roman, in dem es um BDSM geht, in dem es heiß hergeht und der ein Happy End hat.

Genau geht es darum:

Eine Polizistin zeigt keine Schwäche.
Das ist Steffys Motto. Und das tut sie auch nicht. Nicht dem Kollegen gegenüber, der sie mobbt, und nicht gegenüber jenen, gegen die sie ermittelt.
Zugleich sehnt sie sich nach sexueller Unterwerfung, nach Hingabe, nach der dominanten Hand eines Mannes.
Ihr Wunsch nach Respekt führt zu einer folgenschweren Entscheidung, die sie in die Fänge des Mannes treibt, gegen den sie ermittelt. Sie sticht in ein Wespennest aus Frauenhandel und Zwangsprostitution.
Spannung, expliziter Sex, in sich abgeschlossen.

Damit Du eine Ahnung davon bekommst, was ich da geschrieben habe, gibt es hier einen Ausschnitt:

Farid steht hinter der Tür und wartet auf mich. Das ist mehr, als ich erwartet habe. Er fasst meine Hand ohne ein Wort und zieht mich über eine zweite Treppe von dem Wirtschaftsraum nach oben durch einen Flur, bis wir genau in dem Zimmer stehen, das wir heute Morgen besichtigten. Es zeigt auf den Garten, befindet sich sogar genau über dem Wirtschaftsraum.
Ich war auf dem Weg dermaßen angespannt, dass ich kaum noch atmen kann. Lieber beschäftige ich mich damit, auszurechnen, wie groß die Zimmer nebenan wohl sein müssen, wie hoch die Räume sind und dass es noch drei Stockwerke über diesem gibt, die ich noch nicht gesehen habe. Übersprunghandlung nennt man das, glaube ich.
Farid schließt die Tür, dreht mich mit Schwung herum und presst mich mit seinem harten Körper daran. Mein Kampfinstinkt setzt ein, ich spanne alle Muskeln an, aber er hat mir blitzschnell den Arm auf den Rücken gedreht, verwendet den Polizeigriff gegen mich. Nicht so fest, dass ich Gefahr laufe, mir den Arm auszukugeln, wie wir es manchmal tun müssen, sondern nur so, dass ich weiß, dass ich in seiner Hand bin.
Ein Schalter klickt um. Ich ersticke die Seite in mir, die von einem Fehler spricht, und gebe mich ganz dem Gefühl hin, dass ich in seiner Hand bin. Da ich mich zuhause umgezogen habe, trage ich keinen Schlagstock oder Pfefferspray zur Abwehr bei mir, kann mich nicht wehren, habe nur mein privates Handy dabei und keine andere Möglichkeit, Kollegen zu kontaktieren als über die offiziellen Nummern. Kein Notrufknopf, kein Ausweg.
Farid hält mich einfach fest, als warte er den Sturm, der in meinem Innern tobt, ab. Ich fürchte, er weiß genau, was los ist.
Ich gebe nach, werde weich.
Sein Zeichen. Er fasst mir grob in den Schritt. „Lassen wir die Spiele beginnen!“
Mein Atem setzt aus. Springt wieder an. Auf einmal spüre ich das Adrenalin abebben, dafür werden andere Hormone produziert. Ich bin mir meines Körpers sehr bewusst, jedes Zentimeters davon. Und seines, überall dort, wo er mich berührt. Farid ist groß und stark. Ich muss an meine Traummänner denken, die ich benutze, um richtig in Fahrt zu kommen, wenn ich wieder einmal mit einem Mann einen One-Night-Stand habe. Viel zu soft, viel zu nachgiebig, allesamt. Warum nur suche ich mir solche Männer aus anstatt einen wie Farid?
„Wo bist du gerade, Steffy? Nicht bei mir, oder?“ Farids Hand nestelt an meiner Jeans, öffnet sie geschickt und zerrt sie nach unten, bis sie in der Mitte der Oberschenkel wie eine Fessel hängenbleibt. Mein Slip, ein String, den ich sorgfältig ausgewählt habe, gräbt sich tief in meine Haut, als er ihn mit einer Handbewegung vom Körper reißt. Au, das hat wehgetan!
Du wolltest doch Spuren, erinnert mich meine Stimme, und ich weiß nicht, ob es die lustvolle oder die verantwortungsvolle ist.
Eine Hand knallt auf meinen Hintern. Noch mal und noch mal. Ich stöhne dumpf und presse meine Wange an die Tür. „Du wirst dich ganz auf mich konzentrieren, Bulle! Hier bestimmst nicht du, sondern ich. Keine Anweisungen von dir, keine Widerrede. Du wirst dich nicht wehren, sondern mir gehorchen. In allem.“
Seine Lippen legen sich auf meinen Hals, Zähne drücken sich in die Haut. Ich erstarre, fühle mich wie ein Kaninchen in den Fängen des Wolfs. Ich spüre die scharfen Kanten seiner Schneidezähne, die sich in meine Haut graben. Ich hoffe, er wird nicht wirklich zubeißen. Aber er lässt mich spüren, dass er die Macht hat. Ich zerfließe unter diesem Biss wie ein Sahnehäubchen im Kaffee. Mein Verstand wundert sich, dass es so schnell geht, dass er nur wenige Sätze und etwas von seiner Körperstärke benötigt, um mich zu unterwerfen. Mein Unterleib reagiert wie das Tier, das darin steckt, mit Feuchtigkeit, Kribbeln, Pochen. Ich meine sogar, das Anschwellen meiner Klit spüren zu können.
Farid löst seine Zähne aus meiner Haut, dann gibt er mir Raum und zuletzt lässt er meinen Arm los. „Zieh dich aus.“
Ich beeile mich, streife meine Klamotten ab und werfe sie zur Seite. Vor seinem prüfenden Blick fühle ich mich nackter als nackt. Was wird er sagen? Er ist schöne Frauen gewöhnt, die Kollegen überschlugen sich beinahe in ihren Beschreibungen.
„Du hättest in Uniform kommen sollen. Ich wollte immer mal einen Bullen ficken.“


Tja, soft ist er nicht gerade … Dafür spannend!

Wie immer wird es ihn für (mindestens) 3 Monate als E-Book nur bei Amazon geben, dafür dort kostenlos für KU-Kunden. Als Taschenbuch (304 Seiten) wird er schon bald in allen Shops bestellbar sein.

Wenn Du das E-Book bei Amazon vorbestellst, bekommst Du es pünktlich am 30.04.2019 auf den Kindle geliefert.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und hoffe auf Deine Rückmeldung. Ich will doch wissen, ob ich Deinen Geschmack getroffen habe!

Deine

Margaux

Cover: Dream Design – Cover and Art

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BDSM und Humor

Was wäre Sex ohne Humor? Langweilig. Oder Arbeit?

Für mich, für uns, gehört Humor immer dazu. Wir lachen über Missgeschicke, über Bemerkungen, über ein Kitzeln, über uns. Damit meine ich nicht ein gemeines Auslachen, sondern ein miteinander lachen, wie es in einer liebevollen Beziehung sein sollte.
Es fällt mir schwer, mich an einzelne Szenen zu erinnern, da eigentlich immer mal wieder was passiert, das uns zum Lachen bringt. Mal ist es meine offensichtliche Feststellung, dass das bestimmt wehtun wird, die meinen Mann zum Lachen bringt (und mich ansteckt). Mal ein Kitzeln, wo doch eigentlich Schmerz sein sollte (Kitzelfolter ist nicht so meines, außerdem bleibt einem da schnell das Lachen im Hals stecken).
Wer ist nicht schon mal über die Bettkante gerollt? Oder hat beim Sex im Freien einen Ameisenbau erwischt? Wir auf jeden Fall. Schon mal mit einem Bein in der Hose hängen geblieben und äußerst unelegant auf das Bett oder Sofa gestürzt? Wir lachen über solche Dinge.
Wer ein Haustier hat, weiß, dass diese oft im falschen Moment hereinkommen, dass sie das Bett belegen, wenn man selbst es nutzen möchte, dass sie gerne an Stellen schnuppern, an denen man gerade keine feuchte und kalte Schnauze erwartet, dass sie sich gerne dazulegen, wenn man sich (für die Tiere) unverhofft auf dem Boden niederlässt. Auch darüber lachen wir, anstatt uns zu ärgern.
Weil ich eben solche Situationen nicht mehr nachvollziehen kann, weil sie einfach aus der Situation heraus komisch sind, bringe ich euch lieber ein Beispiel aus Love Me – The Hard Way. So ungefähr haben wir es schon oft erlebt …

„Ich wollte mit dir reden!“
Seine Nackenhaare stellten sich auf. Genau das passierte, wenn man einer Frau die Zeit ließ, sich ganze Sätze auszudenken! Anstatt zu antworten, knöpfte er sein Hemd auf.
„Luke, ich sagte, wir müssen reden!“
Er streifte sich das Hemd von den Schultern, nicht ohne sich dabei bestmöglich zu präsentieren. Einen Bauch zum Einziehen besaß er nicht, aber auch er wusste, wie man mehr Spannung in die Muskulatur brachte. In dieser Haltung kam sein Sixpack am besten zur Geltung. Als Nächstes öffnete er den Gürtel und zog ihn – allein um des Effektes willen – langsam, mit einem befriedigend sirrenden Geräusch, durch die Schlaufen, dann ließ er ihn provozierend in die Mitte des Bettes fallen. Okay, das hatte nicht nur Wirkung auf Emma. Auch sein Schwanz reagierte wie ein gut dressierter Hund und machte Männchen.
Seine Vorstellung wurde ein wenig ins Wanken gebracht von dem Fellbündel, das sich laut schnurrend an sein linkes Bein warf und ihn buchstäblich aus dem Gleichgewicht brachte, während er seine Schuhe abstreifte.
Baxter, die Monsterkatze. Er schob sie mit dem Fuß beiseite und machte weiter. Nachdem die Hose in einem Haufen auf dem Boden lag und er wieder Emmas volle Aufmerksamkeit erlangt hatte, was er nicht zuletzt seinen bis zum Äußersten gestrafften Shorts schuldete, wurde er erneut abgelenkt durch eine Bewegung auf dem Boden. Dickens trampelte mit ausgefahrenen Krallen auf seiner Hose herum. Dabei zog er gerade einen Faden mit, der eine weiße Spur in dem dunklen Stoff hinterließ.
Ein wenig irritiert wandte er sich wieder Emma zu. Sie schaute anders. Nicht mehr ärgerlich, eher so, als kaue sie auf einer Zitrone herum. Was sollte das?
Als Alf auf das Bett sprang und sich auf den Gürtel stürzte, als wäre er ein gegnerischer Kater, wurde seine aufkommende Wut gleich wieder erstickt. Emma lachte. Ein Glucksen, dann Prusten, schließlich ein offenes, herzhaftes Lachen, das Lukes Herz berührte und ihm ein Grinsen abrang. Noch nie hatte er sie lachen hören, allenfalls kichern. Wie schön das klang! Hell, freundlich, mitreißend.
In diesem Moment schwor er sich, dass er alles tun würde, um Emma so oft wie möglich lachen zu lassen.
Natürlich ließ er die Gelegenheit nicht verstreichen. Mit einem Satz war er bei ihr, schneller als die Katze, mindestens ebenso elegant. Überhaupt nicht elegant flog Emma aufs Bett und landete mit dem Gesicht nur knapp neben Alf, woraufhin dieser entsetzt die Flucht ergriff.
Ha! Er würde sich schon noch als Herr der Katzen erweisen! Aber zunächst musste er diese hier zähmen, die sich immer noch gegen seinen Charme wehrte und erst recht gegen seine Dominanz. Schluss damit!
„So, meine Schöne. Wir werden erst ein wenig spielen, danach reden wir, solltest du es dann immer noch wollen.“

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Das Wartenbergrad

Das Wartenbergrad
Wer näht, kennt ein ähnliches Rad vielleicht. Man überträgt damit Schnitte von einem Bogen (mit ungefähr tausend Strichen drauf) mittels Kopierpapiers auf ein weißes Blatt oder spezielles Schneiderpapier. Jede Spitze hinterlässt dabei einen Punkt auf dem Blatt, so dass aus dem Wust nur die passenden Teile übertragen werden.
Wer mit Medizin zu tun hat, kennt das Rad ebenfalls, dort wurde es früher zum neurologischen Test zur Schmerz-wahrnehmung genutzt, heute aus hygienischen Gründen wohl nicht mehr.
Man bekommt es in gut ausgestatteten Sexshops oder natürlich im Internet. Dabei gibt es Varianten von einem Rad bis hin zu zehn Rollen oder zwei Rollen mit Abstand dazwischen. Leider bekommt man auch Billig-Varianten, die unrund laufen oder schnell auseinanderfallen, wie die Rezensionen zeigen, obwohl eine Edelstahl-Version nur wenig über zehn Euro kostet. Hier empfehle ich den Einkauf direkt im Laden, in dem man das Gerät auch einmal anfassen kann. Zuhause vor dem ersten Gebrauch bitte reinigen/desinfizieren.
Was tut man damit und warum ist es so besonders?
Grundsätzlich braucht man keinen Druck auszuüben, wenn man mit dem Rad über die Haut rollt. Sie soll nicht durchstoßen werden, sondern nur gereizt. Wer das Ding an sich selbst testet, wird schnell merken, dass man auf zartestes Rollen schon reagiert. Die Intensität wird nicht über Druck erreicht, sondern alleine durch die Stellen, die damit berührt werden. Da die Berührung harmlos ist, kann es überall eingesetzt werden, von den Fußsohlen bis zum Kopf (nicht in Augen und Ohren, aber das sollte selbstverständlich sein). Das Prickeln reicht von kaum wahrnehmbar bis hin zu extrem intensiv an Nippeln oder Schamlippen, aber auch z.B. an Kniekehlen, Ellbogeninnenseiten.
Man muss kein Mediziner sein, um das Rad einsetzen zu können. Gerade weil es die Haut nicht durchstößt, kann man wenig falsch machen. Einfach ausprobieren, wie die/der EmpfängerIn reagiert.
Durch die zarte Berührung wird eigentlich kein Schmerz zugefügt, auch wenn es sich auf den empfindsamen Regionen so anfühlt. Es sollte kein Blut fließen (deshalb auch keinen Druck ausüben!), da hätte ich wirklich Bedenken wegen der Hygiene.
Gerade weil die Berührung so extrem schwankend sein kann, ist dieses Spielzeug auch für Menschen geeignet, die nicht direkt in die BDSM-Ecke tendieren, aber trotzdem ihr Liebesleben aufpeppen wollen. Gerade beim ersten Mal vielleicht bei Licht und so, dass man sehen kann, wo es sich hinbewegt. In der nächsten Stufe käme dann die gleiche Behandlung mit verbundenen Augen in Betracht, so dass die/der Empfänger nicht sehen kann, wo das Rad sich genau befindet. Ich hatte beim letzten Mal häufig das Gefühl, dass das Rad noch im Nippel „stecken“ würde, dabei war es längst weitergewandert.
Übrigens nutzt mein Mann es nur, wenn ich gefesselt bin, weil ich zu „Ausschlägen“ neige. Damit meine ich nicht Hautausschläge, sondern ich würde vermutlich wild um mich schlagen und mich oder ihn verletzen. Deshalb mag ich gerne bewegungsunfähig sein, egal ob im Bett fixiert oder an der Wand oder die Hände an einem Haken über Kopf. Außerdem kommt da der Aspekt der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins hinzu, der mit meinem Verstand etwas macht (genau das, was ich will und brauche).
Ich finde das Wartenbergrad ein tolles Spielzeug, weil es ohne wirkliche Schmerzen trotzdem starke Empfindungen auslöst, weil es schmerzhaft sein kann, je nachdem, wie es eingesetzt wird, weil es meine Nerven reizt und mich in einen Zustand versetzt, der für kinky Sex extrem gut ist.
Wie bei allen solchen Spielzeugen finde ich es am reizvollsten, wenn es nicht jedes Mal zum Einsatz kommt. Abwechslung ist spannend, zu häufige Wiederholungen sind Lustkiller par excellence.

Ich habe das Wartenbergrad in meinem neuesten Roman eingebaut, der demnächst erscheinen wird. Ich verrate hier und jetzt den Titel: My Body In Your Hands.

Und hier ist der Ausschnitt:

Ich greife nach dem Wartenberg-Rad. Ihre Augen werden groß, aber sie sagt nichts. Keinen Laut.
Ich lasse sie das Rad spüren, auf ihren Armen. Vom Handgelenk bis zur Schulter, erst links, dann rechts. Noch einmal ein Stück nach oben, diesmal auf der Innenseite des Ellbogens und durch die Achsel. Die kleinen Zähnchen hinterlassen keine Spuren. Sollen sie auch nicht. Nur piksen. Immer und immer wieder.
Sie spürt den Nadelstichen nach, ich kann sehen, wie die Gänsehaut dem Rad vorausläuft wie eine Welle. Tiefer. Eine Runde unterhalb ihrer Brust, dann in Längsstreifen senkrecht nach unten. Immer näher an einen Nippel, der hart aufgerichtet auf eine Berührung wartet. Ich umkreise den Warzenhof, der sich in einem zarten Braunton von ihrer hellen Haut abhebt.
Mit der anderen Hand dringe ich in ihre Muschi ein. Sie zuckt, geht hoch auf die Zehen wie eine Tänzerin, dann senkt sie sich eigenständig wieder ab, bis sie auf meinem Finger aufgespießt ist. Ich bewege ihn, wackle damit, berühre ihren G-Punkt und die warmen, feuchten Wände ihrer Muschi. Beim Rausziehen hören wir beide das Schmatzen, das den Zustand ihrer Erregung verrät. Weiter zieht das Rad seine Streifen, bis es – wie zufällig – am Nippel hängenbleibt, dann darüber rollt. Sie keucht laut auf, so laut es der Gag zulässt. Ohne es zu verifizieren weiß ich, dass eben noch ein Schwall Feuchtigkeit hinzugekommen ist. So ist sie. Empfindsam. Leicht erregbar.
Das Rad gleitet über ihre andere Brust, dann über den Bauch, die Flanken, den Arsch. Überall zuckt ihre Haut wie die eines Rassepferdes. Wunderschön.

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