Die letzte Fantasie

Es gibt BDSM mit Schlägen, Fesseln oder Schmerz.

Und es gibt Unterwerfung.

Noch ein Hinweis: Ich bin Autorin. Ich darf fantasieren.


Das Halsband liegt einen Hauch zu eng um meinen Hals. Es tut nicht weh, es ist nur einen Hauch unangenehm. Schon nach wenigen Atemzügen habe ich bemerkt, dass ich den Hals nur mehr recken muss, um den Druck wegzunehmen. Deshalb laufe ich heute anders, mit geradem Rücken, die Schultern nach hinten gereckt. Was so ein bisschen Druck doch ausmacht …
Er führt mich an der Leine. Nicht zum ersten Mal, aber ich muss mich jedes Mal erst daran gewöhnen. Immerhin sehen es hier auch andere. Genau gesagt, sehen es alle. Außer dem Halsband trage ich nur mein Korsett, das meine Brüste wie auf einem Silbertablett präsentiert, halterlose Strümpfe und Schuhe. Frei zugänglich, wie er es will. Doch das Halsband berührt mich am meisten, macht am meisten mit mir. Zeigt deutlich, dass ich ihm gehöre, so deutlich wie nichts anderes.
Ich folge ihm, bleibe stehen, wenn er stehenbleibt, gehe weiter, wenn er weitergeht. Ich darf laufen, muss nicht kriechen. Das ist auch unnötig. Das Halsband zeigt meinen Status auch ohne dass ich auf allen vieren bin. Ich spreche niemanden an und niemand spricht mich an. Meine Aufmerksamkeit liegt alleine auf ihm, auf seinen Bewegungen, seiner Körpersprache. Das ist zugleich mein Schutz gegen die Blicke der Fremden. Solange ich nur ihn ansehe, werde ich von anderen nicht gesehen. Ja, ich weiß, wie ein Kind, das sich die Hand vor die Augen hält. Aber es hilft. Wenn ich das nicht tun würde, würde ich vor Scham im Boden versinken.
Die Scham ist ein immer wiederkehrender Teil unseres Spiels. Meine Scham. Ich kann sie nicht ablegen, und er will auch nicht, dass ich sie ablege. Deshalb spielt er damit. Lässt mich Dinge tun, für die ich mich schäme, auch wenn ich es gar nicht nötig hätte. Sollte ich sie eines Tages verlieren, bin ich sicher, dass er mich so manipulieren würde, dass ich doch in eine beschämende Situation kommen würde. Aber das braucht er nicht. Ob es an meiner Erziehung liegt oder an irgendwelchen Erwartungen, die fest in meinem Kopf verankert sind, ich schäme mich. Mal dafür, mich offen so zu zeigen, mal für meine Neigungen, mal, weil ich nicht wie andere Frauen bestimmend bin, meine Stellung verteidige, mich durchsetze. Dabei will ich das gar nicht. Es liegt mir nicht. Ich bin unterwürfig, devot. Ihm und anderen gegenüber.
Ohne dass er Zug ausüben muss, folge ich ihm zu einem Podest, das inmitten einer Sitzgruppe steht. Ein gepolsterter Tisch eigentlich, der dazu dient, einen Menschen zu präsentieren. Ich habe schon oft gesehen, dass hier menschliche Kätzchen sitzen oder besonders hübsche und perfekte Subs sich zeigen. Aber … doch nicht ich! Ich bin nicht perfekt. In keinster Weise. Zumindest fühle ich mich nicht so. Und ein Kätzchen bin ich auch nicht. Alles in mir sträubt sich dagegen, so in den Mittelpunkt gestellt zu werden.
Doch er ist unerbittlich. „Knie dich hin. Hände auf den Rücken.“
Natürlich gehorche ich. Wie immer. Aber mein Herz springt fast aus der Brust. Was tue ich hier? Was wird er mit mir tun?
Einige andere sitzen schon oder setzen sich dazu. Mein Herr bleibt schräg hinter mir, ich spüre den Zug der Leine nach rechts, auf fünf Uhr. Warum hat er sich nicht vor mich gesetzt? Dann könnte ich ihn anschauen, ihn alleine. Aber ich weiß, dass er auch das mit Absicht getan hat. Er will mich präsentieren. Will, dass ich mich schäme, hier so vor Fremden zu sitzen.
Eigentlich sind es nicht nur Fremde, ich erkenne einige Stimmen wieder. Freunde meines Herrn. Aber auch vor diesen schäme ich mich.
Dabei sollte ich stolz sein. Stolz darauf, dass mein Herr mich herzeigt. Stolz darauf, überhaupt einen solchen Herrn zu haben. Und ja, das bin ich ja auch, aber so oft ich mir das auch sage, so erscheint nach außen nicht der Stolz, sondern die Scham. Ich spüre die Röte, die meinen Körper überzieht. Spüre das Kribbeln der Blicke auf meiner Haut als wären es Berührungen. Fremde Berührungen.
Die Menschen unterhalten sich, machen Bemerkungen über mich, doch ich blende alles aus. Bis eine Hand mich an der Schulter berührt. Ich zucke zusammen.
Ein scharfer Zug an der Leine. „Ruhig!“
Wieder berührt mich eine Hand, gleitet über meine nackte Schulter, dann über meinen Arm, hinab bis zum Ellbogen, wieder hinauf. Nicht die Hand meines Herrn, das ist sicher. Die kenne ich. Das ist ein Fremder. Und mein Herr will, dass ich das zulasse.
Wir haben kein Safeword. Weil ich es nicht brauche. Und selbst wenn ich es hätte, würde ich es vermutlich nicht verwenden. Ich könnte sagen, wenn ich etwas nicht will, aber ich weiß, dass ich es nicht tun werde. Weil ich ihm gehorche. Weil ich tue, was er sagt. Weil ich ihm vertraue, dass er nicht zu weit geht.
Die Hand gleitet über mein Schlüsselbein, streift über die Kuhle in der Mitte, dann wandert sie tiefer, tiefer, ganz langsam jetzt, noch langsamer, bis ein Finger in das Tal zwischen meinen Brüsten taucht. Nur noch eine Fingerspitze jetzt, mehr nicht. Fährt die Rundung oben nach, wandert zurück, ist weg.
„Empfindsam wie ein wildes Reh“, sagt eine Stimme, ganz nah.
„Ja, das ist sie.“ Mein Herr hat gesprochen.
„Zauberhaft.“
Mein Herr seufzt. „Ein wenig zu empfindsam. Wie soll ich je ihren Wunsch nach Fremdbenutzung erfüllen, wenn sie so reagiert?“
Scham überflutet mich. Und Nässe. Zwischen meinen Beinen. Sehr viel Nässe. Und Hitze in großen Wellen. Ich will mich klein machen, aber das Halsband hindert mich daran. Ich muss so bleiben, den Kopf hochgereckt, die Schultern zurück, gerader Rücken.
Mein Atem geht stoßweise, kurze Züge, die meine Erregung zeigen. Allen zeigen. Ihm und den anderen.
Ich weiß, dass es dauern wird. Lange vermutlich. Bis ich soweit bin. Bis ich meinen Traum wahrmachen kann. Meine Fantasie, eine der wenigen, die er noch nicht erfüllen konnte.


Foto: ©Depositphotos.com
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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Analplugs

Analstöpsel kennt jeder. Oder?

Kann sein. Kann sein, dass nicht. Kann sein, dass sich da jemand nicht rantraut.

Muss man ja auch nicht, wie immer. Aber ich erzähle mal einfach, wie ich das so finde.

Ich mag die Dinger. Aber ich mag auch Analsex. Ja, genau, ihr habt richtig gehört. Ich gebe es zu. Ich mag es. Mich schaudert es heftig beim Gedanken daran. Wenn dann die Erinnerungen auftauchen, wird es noch weitaus heftiger als nur ein Schauder. Mir ging es so wie (fast) allen. Ich hätte früher nie gedacht, dass das Spaß machen könnte, aber ich wurde eines besseren belehrt. Analsex ist heiß.

Ich erinnere mich an ein Interview mit einer Dermatologin  in der FASZ, in der sie die Sexualorgane aufzählte: Mund, Vagina, Anus und Penis. Das sagt doch schon alles, oder? Ja, der Anus ist ein Sexualorgan. Ich benutze da gerne den schon etwas abgegriffenen Spruch, nur etwas abgewandelt: Wenn Gott nicht gewollt hätte, dass es Spaß macht, hätte er ja keine Nerven hinlegen müssen!

Und weil die Berührungen am Anus Spaß machen, aber auch das Eindringen, ist so ein Analplug eben ein super Spielzeug, das mir viel Lust verschafft. Wir haben verschiedene (ja, eindeutig mehr als auf dem Foto), die alle unterschiedlich sind. Mal aus Glas oder Silikon, wie diese, aber auch aus Edelstahl. Mal weicher, mal härter. Mal größer, mal kleiner. Oder wie der Schwarze: Zum schön aussehen. Nicht für mich, ich kann das nicht sehen …

Für Anfänger rate ich natürlich zu kleinen, weichen Teilen, mit einem länglichen „Griff“, der sich gut in die Pofalte schmiegt. Dann kann man langsam steigern, wenn man es mag. Ja, am Anfang kann es wehtun. Und auch noch zwischendrin. Bei mir kommt es zum Beispiel auf den Winkel des Eindringens an. Das kann auch mal schmerzhaft sein, also so richtig unangenehm schmerzhaft, aber dann kommuniziere ich das und wir ändern den Winkel und alles ist gut.

Bitte immer Gleitgel verwenden, am besten spezielles für den Anus (steht drauf). Die Art von Schmerzen, die ein trockenes Eindringen verursacht, sind nicht schön. Gar nicht schön. Und gehen schnell mal mit einer Analfissur einher, also einem kleinen Riss in der Haut, der sich dann (wegen der Bakterien aus dem Anus) fast immer auch entzündet.

Was mich zum wichtigsten Punkt bringt: Hygiene! Nein, man muss nicht jedes Mal eine Darmspülung machen. Kann man. Aber auch dann ist der ganze Bereich nicht hygienisch rein. Geht gar nicht. Also: Hände waschen, kein Ass-to-mouth, wie es im Porno gemacht wird, auch kein Wechsel der Finger oder Spielzeuge oder Schwänze von Anus zu Vagina. Nein, auf keinen Fall!

Letztlich kann der Plug alleine eingesetzt werden, zur Reizung, er kann aber auch zur Vorbereitung, also Dehnung dienen für die anale Penetration. Oder er bleibt drin, während ihr vaginalen Sex habt. Das fühlt sich auch geil an, quasi ein DP für zwei. Einfach ausprobieren (und auch nicht gleicht mit dem Riesenplug, sonst passt vielleicht gar nichts mehr in die Muschi).

Komisch, ich habe das Gefühl, als hätte ich noch gar nicht alle Varianten aufgeführt … Fällt Dir noch was ein? Dann schreib es in den Kommentar (wenn Du Dich traust).

Ach ja, da habe ich doch noch einen Schnipsel für euch aus My Body in Your Hands, der ganz gut zum Thema passt …


„Der Chef meinte, du magst es besonders gerne in den Arsch, deshalb bist du jetzt im Analkeller.“

Was für ein beschissener Name. Ich grinse über meinen eigenen Witz, den ich aber nicht auszusprechen wage.

„Weißt du, Rapunzel, wir haben hier für jeden Kink einen eigenen Raum. Du wirst sie alle früher oder später durchlaufen. Wir haben nämlich erkannt, dass die Kunden nicht nur für das erste Mal überhaupt gut zahlen, sondern auch für das erste Mal einer bestimmten Spielart. Aber keine Sorge, du wirst vorbereitet.“ Er kichert, gluckst, dann lacht er über das, was er sich vorstellt. Leider lässt er mich nicht mitlachen.

„Ich habe Hunger.“ Wie auf Kommando knurrt mein Magen laut und vernehmlich.

„Och, hat unser Rapunzelchen noch nicht genug Sperma geschluckt, um satt zu sein? Ich schätze, das können wir ändern.“

Das war nicht das Ergebnis, das ich wollte. „Ich glaube nicht, dass ich davon satt werde, egal, wie viel du in mich reinpumpst. Wie wäre es mit etwas Richtigem zwischen den Zähnen?“

„Etwas anderes als eine Stange aus Fleisch? Vielleicht ein Würstchen?“ Er lacht und tätschelt mir den Hintern. Da er dabei die Stange berührt, bewegt sich auch die Kugel in mir. Leider hat mich das überrascht, so dass ich ein winziges Stöhnen von mir gebe.

„Ich wusste doch, dass du was Handfestes brauchst, Rapunzel.“ Seine Finger bohren sich in meine Muschi. „Hm, schön feucht. Das Training scheint zu greifen.“

Ich denke ‚Arschloch‘ und sage: „Mein Magen grummelt lauter als ich stöhnen kann. Mensch, habt ihr etwa nichts zu Essen hier?“

„Halt die Klappe, oder ich hole einen Gag. So ein Genöle muss ich mir nicht anhören.“

Mist. Ich hatte gehofft, dass er mich für einen Moment hier stehen lässt. Noch bin ich nirgendwo fixiert und ich sehe gute Chancen, dass ich mich von den Handfesseln befreien kann. Dafür brauche ich aber eine Weile ohne Aufpasser.

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Nippelsauger

Willkommen zum neuen Spielzeug-Dienstag. Heute ist doch Dienstag, oder? Ähm, nun ja, also … ganz bestimmt ist heute Dienstag!

Das Ding auf dem Foto ist ein Spezial-Spielzeug. Es sorgt jetzt nicht gerade für Orgasmen oder lässt mich schreien vor Glück. Aber es hat was.

Das ist ein Nippelsauger. Die gibt es in verschiedenen Größen, also überlegt bitte beim Kauf, welche Größe passen würde, damit er auch passt. Er soll gerade so groß sein, dass er über den Nippel gestülpt werden kann. Der Gebrauch ist ganz einfach: ansetzen, die Schraube drehen und schon entsteht ein Vakuum, das den Nippel in die Länge zieht.

Warum man das tun sollte? Nun, zum einen gibt es ein Wahnsinnsgefühl an so einer empfindlichen Stelle. Zum anderen sieht ein großer Nippel sehr erotisch aus. Der bleibt nämlich meist eine Weile so, auch wenn ihr den Sauger abgenommen habt. Und weiter lassen sich an so vergrößerten Nippeln ganz wunderbar Klammern, Klemmen oder Schmuck anbringen.

Und für die ganz Unerschrockenen gibt es dann noch die zweite Anwendung: Über die Klitoris stülpen und diese „ansaugen“. Ob dafür die gleiche Größe passt wie für den Nippel, müsst ihr selbst herausfinden.

Ach ja, in beiden Fällen kann ein Hauch Gleitgel auf dem Gummiring unten helfen, dass der Sauger auch bombenfest hält. Man kann ihn auch loslassen, er bleibt, wo er sich einmal festgesaugt hat …

Wie immer: Nicht zu lange anwenden und nicht beim ersten Mal gleich wie ein Wilder am Rad drehen. Bitte geht mit solchen Spielsachen vorsichtig um, schaut erst einmal, wie die Frau darauf reagiert, wie weit ihr steigern könnt, damit der Lustschmerz nicht in total unangenehmen Schmerz umschlägt. Ich meine, okay, selbst bei Masochisten ist sinnloser Schmerz nicht lustvoll, oder? Sonst würden die ja den ganzen Tag den Kopf an die Wand hauen …

Zurück zum Thema: Diese Nippelsauger gibt es schon für wenig Geld, sie sind einfach in der Handhabung.

Ach, ich habe ja noch was vergessen: Der eigentliche Effekt besteht darin, dass die Nippel (oder die Klit) danach viel empfindlicher sind als vorher. Jede Berührung ist intensiver, jeder Schmerz auch … Versucht mal die Berührung mit verschiedenen Oberflächen von zart bis kratzig, von lecken bis knabbern, von Feder bis Wartenberg-Rad.

Ich mag die Dinger. Also mögen im Sinne von: Schauer, wenn ich sie sehe, erwartungsvolle Stille, Herzklopfen, und ein feuchtes Höschen (sofern ich noch eines trage) bei der Überlegung, wo das Ding jetzt eingesetzt wird …

 

In diesem Sinne: Habt Spaß, tut euch nicht weh (oder nur so sehr, dass es noch lustvoll ist) und bis zum nächsten Dienstag (also Dienstag-Dienstag)!

Eure

Margaux

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Perlen

Perlen

„Perlen? Als Spielzeug?“, höre ich dich fragen.
Ja. Klar. Halt keines, das es im Sexshop gibt. Oder vielleicht doch? Keine Ahnung. Wir haben sie jedenfalls nicht dort gekauft, sondern in einem dieser Schmuckläden, die es in jeder Stadt gibt. Nein, es sind keine echten Perlen und sie treffen auch nicht meinen Geschmack, was Schmuck betrifft. Das macht aber nichts, weil niemand sie je an mir sehen wird. Nur mein Mann, und der sieht sie nur, wenn sie in mir verschwinden und danach, wenn er sie wieder rauszieht.
Ein geiles Gefühl. Beides übrigens, sowohl rein als auch raus.

Ist das BDSM?
Gute Frage. Es ist sicher kein Blümchensex. Ich finde, es hat etwas mit D/s zu tun, denn ich muss das ja mit mir machen lassen. Schmerz ist auch dabei, je nachdem, wie sehr die Perlen die Vagina ausstopfen und wie es danach weitergeht.
Ein Spiel, das die Perlen in Richtung BDSM bringt, ist definitiv die Aufgabe, keine der Perlen entkommen zu lassen, egal, was passiert. Ob man dabei einen Spaziergang macht oder das Spiel mit Schlägen fortsetzt, sobald die Frau ausreichend feucht wird, ist es verdammt schwer, die alle drinzu-behalten.
Du kannst ruhig ausprobieren, ob du lieber kleine oder große haben willst. Auch die Länge der Kette und damit die Anzahl der Perlen ist sicher für jede Frau unterschiedlich. Denk daran, sie tief reinzuschieben, dabei sollte die Frau sich entspannen.
Ob der Mann sich traut, zusätzlich in die Muschi einzudringen, müsst ihr beide ausmachen. Probieren kann er es ja … Wenn nicht, gibt es noch die anderen Methode, die ich auch in dem Roman „Sex on Board“ verwendet habe.
Mein Mann findet es geil. Okay, ich gebe es zu: Ich auch.

In Sex on Board geht es so:
Endlich. Ich schaffe es kaum über die Gangway. Dann führen sie mich sofort unter Deck ins Spielzimmer. Ron streift mir das Kleid ab, Mike bindet meine Hände an einem Haken in der Decke fest.
Die Schläge mit der Gerte auf meinen Hintern nehme ich kaum wahr. Sollen sie doch Striemen hinterlassen, ist eh egal, solange das Brennen anhält. Ich werde trotzdem noch feuchter und drei Perlen entkommen. Das bringt mir noch mehr Schläge ein, diesmal auf die Nippel. Mike ist extrem treffsicher, und je dicker die Nippel werden, desto einfacher wird es ja. Sie sehen aus wie überreife Erdbeeren, dunkelrot und dick. Wie es sich anfühlt, kann ich nicht mehr von den anderen Stellen unterscheiden.
Ron darf zuerst. Sie machen mich los, legen mich mit dem Oberkörper über das Bett und mit einem Hauch Gleitgel ist Ron in meinem Arsch. Ich schreie, bis Mike mir einen Gummiball in den Mund schiebt. Na ja, ich schreie nicht, weil es schmerzt, sondern nur, weil es so viel ist.
Es ist unglaublich eng, viel enger und ausgefüllter selbst als dann, wenn ich beide Schwänze gleichzeitig drin habe. Ich spüre, wie sein Schwanz über jede einzelne Perle gleitet, so dünn ist die Grenze dazwischen. Die bewegen sich, verschieben sich, reiben an mir und über alle guten Stellen. Besser als ein zweiter Schwanz, ich schwöre es.
Ich komme, nur weil Ron mehrmals wieder rauszieht und sich dann langsam und genüsslich wieder durch den engen Ring schiebt. Das hat mich schon immer besonders geil werden lassen.
Er braucht nicht lange und ich bin gerade wieder auf einem halbwegs normalen Level, als Mike sich in mich reindrückt. Er hat mal wieder alles mitbekommen, Kontrollfreak, der er ist. Was Ron angefangen hat, bringt Mike zur Meisterschaft. Nur rein und wieder raus. Dann wieder rein. Langsam. Beinahe meine ich, den Plopp zu hören, mit dem er hinter die Barriere flutscht. Ich glaube, dort sind die meisten Nerven, jedenfalls ist die Stelle die richtige, mich zum Orgasmus zu bringen.
Wieder bin ich nach nur wenigen Malen auf dem Gipfel. Und noch einmal und noch einmal. Es ist ein einziger, ultrageiler, hammerstarker Orgasmus, der überhaupt nicht mehr aufhört, oder erst dann, als er endlich selbst kommt und sich zum Abschluss noch ein paar Mal in mich reinrammt.
Und ganz zuletzt nochmal, als die beiden langsam und genüsslich jede Perle einzeln herausziehen, in einem Winkel nach oben, dass jede über meine Klit flutscht und den armen, geschwollenen Knubbel besser reibt als meine Finger es können.

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Nippelklemmen

Die Nippelklemmen

Gerade die auf dem Foto sind echt fies. Sie kennen nämlich nur eines: zubeißen. Na ja, nicht beißen. Dafür gibt es noch Klemmen mit Krokodilzähnen, aber die will ich wirklich nicht an mir haben! Mir genügt es, wenn sie wehtun …
Denn dafür sind sie da. Nippelklemmen sollen nicht zart sein, aber sie können von leichtem Kneifen bis hin zu hartem Kniff alles. Am liebsten sind mir diejenigen, die mit einer Schraube eingestellt werden können. Man merkt schnell, wenn sie zu leicht eingestellt sind (dann fallen sie nämlich ab) und man kann sie nachjustieren. Mein Mann spielt gerne damit, da er sie im Laufe des Spiels immer fester zudrehen kann. Was man anfangs nämlich kaum glaubt: man gewöhnt sich daran. Nach kurzer Zeit spürt man den Schmerz kaum noch. Zieht man aber stärker an und erhöht damit den Druck, dann tritt die Wirkung wieder voll ein.
Und dann gibt es noch den speziellen Effekt beim Lösen, das kann nochmal den Kick an Schmerz geben, wenn sie vorher richtig fest waren, weil dann das Blut recht schnell reinschießt. Macht man das im richtigen Augenblick, zum Beispiel am Beginn des Höhepunkts, kann der eindeutig fester ausfallen. Abhängig von der Intensität, den er eh schon hat natürlich.
Die Klemmen auf dem Foto haben eine Besonderheit. Sie schließen sich fester, wenn man Zug ausübt. Das kann man tun, indem man an der Kette zieht, oder indem man Gewichte anhängt. Wir haben keine Gewichte, mein Mann spielt lieber mit der Kette. Bei bestimmten Bondage-Varianten kann er so die Kette mit einbinden, so dass ich quasi selbst den Zug auslöse durch meine (von ihm gesteuerten) Bewegungen.
Für Anfänger würde ich immer die sanftere Variante, also die mit den Schrauben, empfehlen. Einfach ausprobieren. Vielleicht auch am Anfang nicht zu lange dranlassen, auch das muss man ausprobieren.
Verwendet man sie lang und fest, dann kann es gut sein, dass man das noch tagelang spürt, dass also die Nippel sehr empfindlich sind. Schaden hat es noch keinen gegeben, aber das habe ich sicher auch der Vorsicht meines Mannes zu verdanken.

Klemmen kommen sicher in mehreren meiner Romane vor, aber auch in meinem neuesten, My Body in Your Hands

Hier ein Ausschnitt:

Sehr kühle Finger berühren eine Brust. Sie zupfen den Nippel, der sowieso schon steif ist, in Form. Dann legt sich eine Klemme darum. Eine fiese. Ich schaffe es nur mit Mühe, ein Stöhnen zu unterdrücken. Zum Glück gewöhne ich mich schnell an den Schmerz. Das ist gut. Doch nein, es ist nicht gut. Denn da passiert noch etwas. Auf einmal wird meine Brust in die Länge gezogen und ich habe das Gefühl, dass mein Nippel abgerissen wird. Aaaah! Nein, er bleibt dran, aber das hier ist ein anderes Kaliber an Schmerzen. Ich vermute, ein Gewicht.
Man geht nicht zimperlich mit mir um, aber das war zu erwarten. Als nach einer kurzen Pause die andere Brust berührt wird, bin ich darauf gefasst. Wieder die Klemme, dann das Gewicht. Diesmal kann ich analysieren, dass das Gewicht nicht nur Zug nach unten ausübt, sondern auch die Klemme fester zupacken lässt. Die Zähne fest zusammengebissen warte ich ab, bis auch dieser Schmerz erträglich wird. Das wird er, ganz bestimmt. Nur nicht gleich. Nicht gleich. Kann man Schmerzen durch die Nase ausschnauben? Ich traue mich jedenfalls nicht, den Mund zu öffnen. Ich will nicht schwach erscheinen. Auf keinen Fall.
Finger in meiner Muschi. Sie finden sofort die richtige Stelle. War ja klar. Die Kuppen reiben über meinen G-Punkt, kreisen, üben Druck aus, rubbeln, streicheln. Ich will das nicht. Ich will keine Lust empfinden, will nicht nachgeben. Aber mein Körper betrügt mich. Nach viel zu kurzer Zeit bin ich kurz davor. Wenn ich könnte, würde ich mich ihnen entgegen drücken, diesen flinken Fingern, die mich so anregen, die mich verführen, die mich bis zur Kante bringen. Dahinter winkt die Erlösung, stärker als mit dem Vibrator, zumindest anders.
Feuer auf meinem Arsch. Die Gewichte wackeln, beißen tiefer in meine Nippel, die Finger streicheln ungerührt weiter. Noch einmal, noch einmal. Flammen von Schmerz auf meiner Haut, Flammen der Lust in mir. Sogar meine Brüste verraten mich, senden Signale, verwandeln den Schmerz in Gier, wollen nur das eine, die Erlösung, die die Finger versprechen. Ein Schlag noch, dann treibt sie mich in die Hölle, die zugleich Himmel ist.
Mmmh, ich fliege, ich rase durch die Nacht, voll mit Hitze, Feuer in mir, an mir. Gott, ja! Ich höre meinen Schrei, diese Mischung aus Geilheit, Hingabe, Frustration, Erlösung, höre alles und bin diejenige, die den Schrei ausstößt, fühle ihn in meiner Kehle, in meiner Brust, in meiner Muschi.

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