Jagdfieber

Dieser Weihnachtsmarkt bot zumindest ein wenig Abwechslung. Ben folgte Jelena durch die mittelalterlich wirkenden Zelte.

„Schau mal, das ist doch was für dich!“ Jelena verschwand nach rechts, er sah nur noch ihre bunte handgestrickte Mütze zwischen all den Köpfen.

Ein Stand mit Bogen und Pfeilen. Ja, er hatte früher einmal Bogenschießen als Sport ausgeübt, aber seitdem sie vor sechs Jahren umgezogen waren, keinen neuen Verein mehr gesucht. Eine leise Sehnsucht erfasste ihn. Vielleicht … Na, mal schauen. Nach Weihnachten vielleicht.

In der Nacht zum Sonntag träumte er vom Schießen. Nur, dass da keine Zielscheiben standen und auch keine Tierattrappen. Stattdessen bewegte sich etwas Helles zwischen den Bäumen, ließ Äste rascheln und blitzte hier und da auf, jedoch nie lange genug, dass er in Ruhe zielen konnte. Das Gefühl, etwas verpasst zu haben, verfolgte ihn noch nach dem Aufwachen.

Jelena, die Frühaufsteherin, wuselte geschäftig durch Küche und Esszimmer, als er mit vom Duschen noch feuchten Haaren und bequem gekleidet nach unten kam. Wie immer sonntags, wenn sie keine Pläne für den Tag hatten, trug sie ein weiches Strickkleid, heute wegen der morgendlichen Kühle mit einer Strumpfhose und dicken Wollsocken an den Füßen. Das Bild ließ ihn lächeln. Seine kleine Frau, die sich um das Frühstück kümmerte. Heimelig, gemütlich.

Er stellte sich an die Kaffeemaschine und begann mit den üblichen Handgriffen. Es war sein Job, für den morgendlichen Cappuccino zu sorgen. Auf dem Weihnachtsmarkt hatte er eine Mischung aus Kardamom, Nelken und Zimt erstanden, mit der er heute für Würze im Kaffee sorgen wollte. Der Duft sprach seine Sinne an. Die Dose knapp unter der Nase sah er Jelena ein weiteres Mal vorbeihuschen.

Die Zeit verlangsamte sich. Impressionen seines Traums sprangen ihn an. Das Helle hinter dem Gebüsch – es könnte Haut gewesen sein. Nackte Haut. Kein Tierfell.

„Ich bin gleich soweit. Nur noch die Brötchen.“ Jelena bückte sich, um einen Brotkorb aus dem untersten Fach des Küchenregals zu holen.

Wie ihr Hintern sich unter dem Kleid bewegte. Die Backen wurden vom Stoff nachmodelliert, weich und rund, trotzdem fest. Muskulös.

„Ben, träumst du?“

Er zwinkerte. Ja, er träumte. Sah Jelena, wie sie mitten im Wald stand, die Brombeerblätter auf der Lichtung leicht von Frost überzogen, die ersten Strahlen einer kühlen Morgensonne auf den Wipfeln der Buchen über ihm.

Ein weiteres Mal lief sie an ihm vorbei zum Esszimmer. Wie ihre Flanke wohl unter dem Kleid aussah? Er erinnerte sich an Rehe, die sie in einem Tierpark betrachtet hatten. Kraftvolle und doch elegante Schenkel, in einem Moment ruhig, dann, nach lautem Hundegebell, für einen Moment zitternd vor Spannung, zuletzt nur noch Bewegung, Flucht ins Dunkel des Waldes.

„Ben?“ Jelenas Stimme klang anders. Leiser. Einen Hauch verwundert. Oder ängstlich?

Sie stand halb verborgen hinter dem Schrank. Linste um die Ecke, als sei sie bereit für die Flucht.

Wieder sah er das Bild aus seinem Traum. Ja, das war sie. Nackt, zitternd, doch nicht nur vor Kälte, sondern vor Spannung. Alle Instinkte auf Flucht gerichtet, auf den winzigen Auslöser wartend, der ihre Energie zum Bersten bringen würde, sie zum Spurt anregte, über und durch alle Hindernisse. Vor seinen Augen floh sie längst, sprang mit langen Sätzen über totes Holz, schlug mit den Armen wild nach tiefhängenden Ästen, riss sich die Haut an einer dornigen Ranke auf.

Flucht wovor?

Vor Ben, dem Jäger.

Etwas war in ihm erwacht. Seine Sicht verengte sich, nur dieser Körper vor ihm, fliehend rennend. Alles, was im Weg lag, wurde von seinem Hirn sofort verarbeitet, umgesetzt in Bewegung. Der Pfad machte eine scharfe Drehung nach rechts. Bremsen, mit einem Hüftschwung der Kante ausweichend, dann über den umgekippten Stuhl springen, Achtung beim Landen, gleich um die Ecke, durch die nächste Tür, ah, die Treppe, klar floh sie nach oben. Beinahe hätte er einen Fuß gepackt, doch der andere kam seiner Nase gefährlich nahe.

Er erwischte die Tür noch mit einer Hand, ehe sie vor seiner Nase zuschlagen wollte. Das scharfe Keuchen dahinter feuerte ihn noch mehr an, die Vorstellung einer nackten Brust, deren hektisches Heben und Senken, aufgestellte harte Brustwarzen. Das Zittern in ihrer Stimme, keine Worte, die er verstand.

Sein Fuß schob sich unaufhaltsam durch den Spalt, erweiterte ihn, bis die Tür auf einmal nachgab und er beinahe mit vollem Schwung ins Schlafzimmer stürzte. Dort, hinter dem Bett drehte sie sich um, in die Ecke getrieben, die Augen groß, dunkel, Rehaugen, der Mund geöffnet, stumm jetzt, die Nasenflügel bebend.

Dass sie sich mit der Zunge über die Unterlippe leckte, war ihr Verderben. Ehe er wusste, was er tat, war das Hemd schon abgestreift, der Slip zusammen mit der Jogginghose nach unten über die Füße und in eine Ecke gepfeffert. Unnütze Dinge für einen Jäger. Unbrauchbar, störend. Sein Schwanz reckte sich steil nach oben, er benötigte keine weitere Stimulation.

Ihr Blick wurde davon magisch angezogen.

„Ben?“ Ein Flüstern. Echte Angst unter der gespielten, als Antwort auf seine echte Jagd.

Young man with bow and historical costume

„Bleib stehen, mein Reh. Bleib, wo du bist. Der große, böse Jäger wird dich fangen, du brauchst nicht mehr zu fliehen. Er hat seinen großen, dicken Spieß dabei, mit dem er dich erlegen wird. Aufspießen werde ich dich. Gib auf!“ Seine Worte hatten die gewünschte Wirkung. Sie entspannte sich, sogar ein Lächeln zuckte über ihren Mund.

Er wollte sie nicht ängstigen. Oder doch, ja, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Sie brauchte nicht zu wissen, wie ernst ihm die Jagd gewesen war, welche Urinstinkte ihn ihm aufgebrochen waren. Sie hatte es gespürt, genau wie er, doch nun war der Zeitpunkt gekommen, da er sie beruhigen musste.

„Leg dich aufs Bett und zeig mir deine Kehle als Zeichen deiner Unterwerfung.“

Ihr Nachgeben goss nur noch Öl in sein Feuer. Erhöhte die Spannung des Bogens um die letzten Zentimeter, bereit zum Abschuss.

Die Jagd war zu Ende. Er durfte sich an seinem Opfer bedienen.

Sein Triumphschrei hallte in den Weiten des Waldes wieder, zurückgeworfen von gefrorenen Stämmen und kahl in den Himmel ragenden Ästen.

 

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Ein Interview

Dass ich auch auf den Schattenzeilen (mehr oder weniger) aktiv bin, wisst Ihr sicherlich schon. Nun gibt es dort ein Autoreninterview, bei dem ich ein wenig über mein Schreiben und Leben mit BDSM preisgebe.

Wer von Euch auf der Seite angemeldet ist und Interesse hat, kann ja hier nachlesen.

Natürlich gibt es auf den Schattenzeilen noch viel mehr zu lesen, unter anderem einen Adventskalender und viele, viele Geschichten, darunter eben auch ein paar von mir.

Viel Spaß,

Eure Margaux

 

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Ortswechsel

„An einem anderen Ort?“

„Ja, nicht immer nur zuhause. Ich hab da ein paar Ideen …“

David fasste Elena in den Nacken und zog sie näher. Er konnte ihr ansehen, dass sie gerade tausend Orte in Gedanken durchging, und versuchte, sie mit seinen Vorstellungen in Einklang zu bringen.

„An was denkst du dabei?“

„Da wir inzwischen jeden Raum in unserer Wohnung ausprobiert haben, sollten wir unsere Aktivitäten ausdehnen.“

„Meinst du den Wäschekeller?“

Er grinste. Sex auf der Waschmaschine im Schleuderprogramm klang ganz gut. Ein neuer Ort für seine Liste. „Ich dachte an etwas mehr Abenteuer.“ Sollte sie doch weitere Vorschläge machen. Man konnte nie genug Anregungen bekommen.

„Das klingt nach sehr aufwändiger Planung. Du weißt, dass ich nicht so auf geplanten Sex stehe.“

Seine Finger wanderten an ihrem Rückgrat nach unten und zeichneten den Spalt ihres Hinterns unter der Jeans nach. „Es geht auch ohne Planung. Natürlich würde es die Sache sehr vereinfachen, wenn du häufiger Kleider tragen würdest.“ An Jeans lockte ihn vor allem die Stelle im Zwickel, wo sich die Nähte kreuzten. Sie lag bei Elena genau über ihrer Klit. Er presste seinen Finger darauf und schob sie wenige Millimeter vor und zurück. Mehr war nicht nötig. Elenas Augenlider senkten sich langsam, dafür öffnete sich ihr Mund. Die Leichtigkeit, mit der sie sich von ihm erregen ließ und ihre Umgebung vergaß, kickte ihn wie ein zu schnell getrunkenes Glas Wein. „Komm, zieh dich um. Wir gehen spazieren.“

 

Elena schwankte zwischen Verunsicherung und freudiger Erwartung. Was er wohl vorhatte? David hatte ihr seinen Einfallsreichtum schon häufig bewiesen, vor allem in Bezug auf den Einsatz von Alltagsgegenständen als Sexspielzeug. Aber Sex an anderen Orten klang noch perverser als Schmerz oder Fesselung. Bisher hatten sie nur in ihrer Wohnung experimentiert, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Und nun dieser Schritt nach draußen? Aber halt, sie war zu voreilig. Er hatte doch gar nicht von draußen gesprochen.

„Komm mit, mein Herz.“ Er führte sie aus dem Haus, die abendlich ruhige Wohnstraße entlang in Richtung des Zentrums. Eine Weile wirkte es, als seien sie ein normales Paar auf einem Abendspaziergang. Genau so lange, bis er seine Hand unter ihren Rock schob und mit seinen Fingerkuppen ihre Muschi massierte. Elena versuchte sich vorzustellen, wie das von hinten aussah.

„David?“

„Ja, mein Herz?“

„Ich finde das sehr provokant. Jeder kann sehen, wo deine Hand steckt.“

„Du sollest dich nicht so sehr um andere kümmern, sondern mehr um mich.“

„Und was tun?“

„Leg deine Hand auf meinen Schwanz und fühl, wie hart er ist. Für dich.“

Wieso war ihr Davids exhibitionistische Ader in den zwei Jahren ihrer Beziehung nicht begegnet? Dabei hatten sie doch so viel im Voraus geklärt, die Vorlieben abgecheckt und vor allem die Tabus. Sie konnte sich kaum noch an die Liste erinnern, es stand ein Haufen von Möglichkeiten darauf, die keiner von ihnen ausgeschlossen hatte. Womöglich hatte sie selbst bei Sex in der Öffentlichkeit das Kreuzchen bei „mal sehen“ gemacht, immerhin fantasierte sie häufig von Zuschauern, was sie ihm allerdings nicht auf die Nase binden wollte.

„Du bist nicht bei der Sache.“

„Tut mir leid. Die Umgebung lenkt mich ab.“

Ruckartig drehte er sie um, lief ein Stück zurück und schob sie in eine kleine Gasse, die zwischen zwei Wohnblocks ins Dunkel führte. „Hier ist weniger Ablenkung.“

Sie wagte nicht, etwas zu antworten. Lieber ruhig sein, jedes Geräusch würde doch nur Aufmerksamkeit auf sie lenken. Aus einigen Fenstern drang der Schein eines laufenden Fernsehers, aus anderen nur helles Licht, unterlegt von Stimmen. Ihre Füße raschelten durch Laub, feine Äste strichen über ihre Wange und zupften an ihren Haaren. Dem Geruch nach zu schließen befand sich hinter der Hecke ein Komposthaufen.

Der Weg stieß auf einen weiteren, der hinter den Gärten entlanglief. Ein paar verstreute Laternen, zum Teil von Efeu überwuchert, spendeten trübes Licht, gerade ausreichend, den Verlauf zu erkennen. Zu beiden Seiten wurde der Weg eingerahmt von Holzzäunen, nicht höher als Davids Kopf. Er führte sie ein Stück nach links. An einem der wenigen Gärten, die von einem Maschendrahtzaun begrenzt wurde, blieb er stehen.

„Das gefällt mir. Stell dich mit dem Gesicht in Richtung Haus und halt dich am Zaun fest. So kann ich wenigstens ein bisschen sehen.“ Aus den Fenstern des Erdgeschosses und der Terrassentür drang grelles Licht, das nicht ganz bis zu ihnen reichte. David hatte das einzige Zaunstück ausgesucht, das den Blick auf das Haus freigab.

Elenas Finger krallten sich in den Zaun, der kühle Draht schnitt unbequem in die Gelenke. Es fiel ihr schwer, sich auf Davids Spiel einzulassen. Zu hell. Zu nah am Haus. Sie musste nicht nur leise sein, sondern sich auch möglichst wenig bewegen, wollten sie nicht entdeckt werden. Dann dachte sie mit wachsendem Entsetzen darüber nach, ob er wirklich aufhören würde, falls sie bemerkt würden. Ja, bestimmt. Oder? Warum nur brachte der Gedanke zugleich Lust, die sich in Kontraktionen ihres Unterleibs verfestigte?

Sie konnte in Kniehöhe Blumen erkennen, wenn auch keine Farbe, so doch die Form. Astern vielleicht, oder Chrysanthemen, dahinter einen Rasen. Keine Schaukel, vielleicht auch keine Kinder. Immerhin.

„David? Was ist, wenn man uns sieht?“

„Dann lächelst du freundlich und grüßt.“

„Aber …“

„Hör auf zu denken, Elena!“

Mit einem Ruck zog er ihr Strumpfhose und Slip zugleich bis zu den Knien, hob den Saum des Kleides und steckte ihn in den Gürtel. Die Kälte bildete einen scharfen Kontrast zu Elenas heißer Muschi.

„David!“

„Ruhe jetzt. Je lauter du wirst, desto eher kommt jemand.“ Seine Finger griffen grob nach ihren Schamlippen, quetschten und drückten, zogen und zupften. Dann drangen sie ein. Zwei oder drei, egal. Ihre Nässe ließ es zu, dass er auch vier in sie versenkte, wie er es schon bei anderen Gelegenheiten ausprobiert hatte. Der Duft ihrer Erregung erreichte sie, würzig, stärker als der Duft der Blumen.

Er trieb seine Finger in sie, ohne Rücksicht, sogar verbunden mit Schmerz, der Ring am kleinen Finger drückte unangenehm und quetschte das ein oder andere Mal ihr Fleisch. Trotzdem blieb sie stehen, klammerte sich wie ein Groupie vor der Bühne an den Zaun.

Ihr Oberkörper senkte sich von alleine, bot ihm im Gegenzug ihren Hintern dar, ihre Pussy im Zentrum der Zielscheibe, das schwarze Loch der Hauptgewinn.

 Als etwas in der Nähe raschelte, schloss sie lieber die Augen und stellte sich einen Mann vor, der in der Dunkelheit zwischen dem Licht der Laternen stand und sie beobachtete.

David kannte ihren Körper wie seinen eigenen. Dass sie von seiner Wahl nur vordergründig abgeschreckt war, zeigte ihre Bereitschaft und die Nässe, die an seinen Finger entlang über die Handfläche floss. Er konnte sie zum Squirten bringen, aber er hörte auf, ehe es soweit war. Zu früh. Das Spiel sollte nicht so schnell zu Ende sein. Er wäre kaum noch in der Lage, sich zurückzuhalten, wenn sie sich ihm in diesem Zustand präsentierte, völlig versunken in sich und ihre Lust, bereit sich von allem und jedem ficken zu lassen.

Oft schon hatte er davon fantasiert. Sie so vorzubereiten, dann einer Schlange von wartenden Männern zu überlassen zu ihrem und seinem Vergnügen. Zu lange hatte er diese Seite seiner Sexualität, seines Kinks, unterdrückt. Es war Zeit, einen Schritt weiterzugehen.

Er sah die Tür sich öffnen, hörte die Schritte auch über Elenas Stöhnen. Gut so, er wollte sie langsam mit seinen Plänen konfrontieren. Deshalb der Zaun zwischen ihnen. Der diente nicht dazu, sie vom Eindringen abzuhalten, sondern vor allem, Elena von der Lust des Mannes zu trennen, der hier auf sie zukam.

David nickte Liam zu, dann verstärkte er seine Stöße wieder.

„Elena, mach den Mund auf.“

Sie tat es, er konnte ihren Kiefer sehen, der sich absenkte. Seine gehorsame Schlampe. Erst als Liam genau vor ihr stand, seinen steifen Schwanz in der Hand, nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt, folgte der nächste Befehl. „Mach die Augen auf!“

 

Elena ließ sich Zeit, ihm zu gehorchen. Nicht mit Absicht, sondern weil sie ganz darauf konzentriert war, dem Gefühl in ihrer Pussy nachzuspüren. Die Finger zogen sich zurück, dafür drückte sich etwas Weiches in ihre Öffnung, unter der warmen Haut hart wie Stahl. Oh Gott, ja! Bitte fick mich! Sie liebte das Gefühl seiner Hände, die sich in ihre Hüften gruben, wusste, dass er sie genauso hart an sich ziehen würde, wie er sich in sie rammte, wartete auf den leichten Schmerz bei der Dehnung ihres Gangs und beim Anschlag am Ende ihrer Höhle.

Ihre Augen flogen auf, als er sie aufspießte, sahen eine schwarze Wand vor sich. Ein herber Moschusduft drang zu ihr, dann erst erkannte sie einen Schwanz und die träge Bewegung einer Faust, die daran auf- und abglitt.

Es war unmöglich, sich dem Zauber der Bewegung zu entziehen, den Blick davon zu lösen. Umso bewusster wurde ihr das Klatschen seiner Haut auf ihrer, ein feuchtes Geräusch, erzeugt von ihrer Muschi, ihr eigenes Keuchen, nein, lautes Stöhnen.

 

„Sie leckt sich die Lippen, David.“

Ein Grunzen als Antwort. Elena fixierte unverwandt den Schwanz vor ihrer Nase.

„Wenn du magst, darfst du ihn ablecken.“

Ihre Zunge bewegte sich von alleine, ehe sie darüber nachdenken konnte. Nur der Hauch einer Berührung, nur die Zungenspitze, die für den Bruchteil einer Sekunde auf die heiße Haut traf, ihn kostete, seine Weichheit ertastete, seinen Geruch verstärkte.

Dann explodierte sie.

David hielt inne. Er war noch lange nicht soweit, wenn auch hocherregt. Seine lange geübte Zurückhaltung zahlte sich wieder einmal aus. In der Dunkelheit konnte er Liams Gesichtsausdruck nicht deuten, aber er war sicher, dass sich darauf sein Triumph widerspiegelte.

Elena war reif. Reif für neue Spiele. Beim nächsten Mal würden sie auf die andere Seite des Zaunes wechseln. Beim nächsten Mal durfte Liam mitspielen. Er nahm seine Stöße wieder auf und fühlte, dass sein Schwanz weiter angewachsen war, dicker als zuvor, länger, härter.

Ein anderer Ort, ein anderer Mann. Kleine Schritte auf dem Weg zu seinem Ziel.

 

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Buchverlosung: Love Me – The Hard Way

Mein Roman Love Me – The Hard Way, von dem es hier und hier bereits Inhaltsangabe und Leseproben gab, ist fertig! Er wird in wenigen Tagen online gehen, Stichtag ist der 04. November (zumindest bei amazon, die anderen Shops brauchen manchmal ein wenig länger).

Dazu gibt es eine Verlosung, die an einige kleine Bedingungen geknüpft ist, die ich Euch erläutere.

Zehn von Euch dürfen das e-Book noch vor dem Erscheinungsdatum lesen, sofern sie bereit sind, eine Rezension auf ihrem Blog und/oder auf einer der Verkaufsplattformen zu schreiben. Das Taschenbuch ist noch nicht fertig, deshalb kann ich den Roman nur als epub (zu lesen auf üblichen E-Book-Readern, z.B. Tolino), mobi ( dann auf Eurem Kindle, oder am PC, Tablet, Laptop, oder Handy per Kindle-App) oder pdf (für PC, Tablet usw.) anbieten. Ihr solltet in der Rezension darauf hinweisen, dass ich Euch das Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt habe.

(Wer mir einen Gefallen tun will, kauft es trotzdem noch, damit es (bei amazon) als „verifizierter Kauf“ bewertet und dann auch ohne Vermerk eingestellt werden kann, aber ich kündige keinem die Freundschaft, der das nicht tut!)

Ich nutze diese Gelegenheit, überhaupt alle Leser dazu aufzurufen, eine Bewertung/ Rezension abzugeben. Mich interessiert, was Ihr von meinem Stil haltet, wie Euch meine Entwicklung gefällt (die hoffentlich bemerkbar ist) und natürlich auch, was Euch nicht gefällt.

Wie funktioniert es?

Gebt einen Kommentar ab, sofern Ihr mit den Bedingungen einverstanden seid. Gerne dürft Ihr dabei gleich das Format angeben, das Ihr Euch im Falle des Gewinns wünscht.

Das geht auch, wenn man nicht Abonnent des Blogs ist, sofern man seine E-Mail-Adresse einträgt, die in diesem Fall und nur für diesen Zweck von mir zur Kontaktaufnahme verwendet wird.

Ich lose unter allen eingegangenen Kommentarschreibern zehn aus.  Pro Person wird nur eine Teilnahme gewertet.

Bis wann geht die Verlosung?

Bis Dienstag, den 01.11.2016, 24.00 Uhr.

Wie geht es weiter?

Die Gewinner erhalten von mir per Mail an die bei mir aufgezeigte E-Mail-Adresse für den Kommentar einen Link zur gewünschten Datei, die Ihr dann herunterladen könnt. Die Gewinner erteilen mir also die Erlaubnis, sie zu kontaktieren. Ich werde Eure E-Mail-Adressen nicht speichern und nicht weitergeben.

Noch etwas:

Ich habe nichts dagegen, wenn die Blogger unter Euch meine Verlosung verbreiten, aber bitte immer mit dem Hinweis auf den nicht jugendfreien Inhalt des Romans.

So, nun bin ich sehr gespannt, wer sich traut …

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Sneak peek

Hallo Ihr Lieben,

auf der BoFeWo hatte ich natürlich auch Leseproben dabei, eine davon mit einem Ausschnitt meines neuen Romans „Love Me – The Hard Way“, den ich Anfang November veröffentlichen werde.

Für alle,  die nicht dort waren, kommt hier eben dieser Ausschnitt. Viel Spaß!

cover-love-me-the-hard-way

„Geht es um viel Geld?“

„Es geht um Geld. Ist doch egal, wie viel. Viel schlimmer ist, …“

„Was?“ Warum redete sie nicht weiter?

„Egal.“

„Nein, Emma. Es ist nicht egal. Dich bedrückt doch was. Und wenn es nicht das Geld ist …“

„Okay, okay. Es ist auch das Geld. Und die Tatsache, dass man einfach nicht von der Bildfläche verschwinden kann. Ich bin durch halb Deutschland gereist, habe mir diese völlig unauffällige Kleinstadt ausgesucht, einfach, weil sie so schön ausgesehen hat, aber ich kann nicht verschwinden. Ich wollte mich in Luft auflösen, paff, wie eine Seifenblase, eben noch da, dann alles weg.“

„Seifenblasen hinterlassen Spritzer oder sogar Flecken. Sie können sich nicht in Nichts auflösen.“

Emma sprang auf, schmiss das angebissene Brötchen auf den Tisch und sah für einen Moment aus, als wollte sie ihn würgen. Doch sie wandte sich ab und stürmte nach drinnen.

Luke war ihr auf den Fersen und holte sie drei Schritte hinter der Türschwelle ein. Wieder nutzte er ihren Schwung aus, diesmal aber, um sie an die Wand zu pinnen. Er kannte Wut. Er kannte Frustration. Und er kannte einen Weg, um beides abzubauen.

„Sch, ruhig, wenn du nicht willst, dass der Maler hier auftaucht.“

Sie keuchte auf, doch dann presste sie die Lippen aufeinander. Nach einem vergeblichen Versuch, sich zu befreien, fauchte sie ihn an: „Lass mich los, Luke! Was tust du hier? Geh, und lass mich in Ruhe. Ich bin nicht in der Stimmung für Sex und mehr wollten wir nicht.“

„Das mag sein. Aber ich will Sex. Vereinbarung hin oder her. Sei still, dann werden wir nicht entdeckt und niemand weiß, was du heimlich in dem leeren Haus deiner Kunden tust.“

Die Lust hatte ihn so unversehens gepackt, dass es ihn selbst überraschte. Lust auf sie, auf ihren Körper, auch auf ihre Wut. Sollte sie sich ruhig wehren, um sich schlagen, treten, beißen. Die Verlockung, ihre Wut in sexuelle Energie umzuwandeln, war zu groß. Seine Hände grabschten grob nach ihren Brüsten unter diesem papierähnlichen Anzug. Ein fester Griff und er riss.

Das tat gut! Am liebsten hätte er ihre Kleidung genauso zerrissen, aber das wäre ein Schaden, dessen Folgen er nicht einzuschätzen wusste. Der Anzug kostete nur ein paar Euro und erfüllt den gleichen Zweck.

Noch ein Reißen und er konnte beide Brüste durch ihr T-Shirt fühlen. Der BH darunter war dünn, nicht gepolstert, so dass er ihre Nippel ertasten, nach ihnen greifen und sie quetschen konnte. Er sah sie vor sich wie gestern mit den improvisierten Nipplesticks, dicke und rote Perlen eingeklemmt zwischen billigem Holz.

Es kostete ihn Mühe, sich aus seinem Rausch so weit zu befreien, dass er ihre Reaktionen wahrnahm. Sie wehrte sich nicht, keuchte nur, schnell und heftig, gab sich Mühe, keinen Laut zu machen, der über den Raum mit offenen Türen, in dem sie sich befanden, hinausging.

Das frühere Wohnzimmer, sonnendurchflutet von der Glasfront zum Garten zu. Offen, einsehbar, aber verlassen. Perfekt. Die einzige Gefahr drohte von dem Maler. Luke wusste instinktiv, dass sie niemals rufen würde, im Gegenteil würde sie alles daransetzen, nicht entdeckt zu werden.

Er wanderte mit einer seiner Hände zu ihrem Arsch, den er genauso prächtig fand wie ihre Titten. Noch hatte er sich zurückgehalten. Vielleicht war jetzt der richtige Zeitpunkt, loszulassen. Nichts würde sie effektiver ablenken.

Sein Schwanz war schnell befreit, es genügte, die Hose zu öffnen und sie unter seinen Eiern einzuklemmen. Er würde sich auf keinen Fall weiter entkleiden.

„Du gehst jetzt auf die Knie und nimmst meinen Schwanz in den Mund. Ganz tief, hörst du? Und denk dran: keinen Laut!“

Er drückte Emma nach unten, gab ihr kaum Raum, sich zu drehen. Sie sollte vor ihm knien, vor ihm rutschen, sich an ihm reiben, für keinen Augenblick seine Anwesenheit und den Zweck ihrer Handlungen vergessen.

Sie tat, was er sagte, wenn auch mit funkelnden Augen. Vor Wut oder vor Erregung? Mit dem Rücken an die Wand gepresst hockte sie vor ihm. Würde sie sich wehren? Ihn wegstoßen?

Luke würde sie in Ruhe lassen, wenn sie das tat. Worte waren eine Sache, die er gerne so lange verdrehen wollte, dass sie nicht mehr wusste, ob sie zugestimmt oder er sie gezwungen hatte. Aber Taten waren anders.

Sie öffnete den Mund, was ihm ein dumpfes Grollen entlockte. Wieder warfen ihre Augen Blitze.

Okay, er musste ruhig sein. Aber es fiel so schwer, seinen Triumph zu verstecken, den ihr Nachgeben ihm bescherte. Er legte eine Hand auf ihren Hinterkopf, nicht um sie zu lenken, sondern um sie vor Stößen an die Wand zu schützen. Es war unnötig, sie noch weiter zu drängen. Vielleicht verstand sie seine Absichten besser als er dachte.

Dann musste er nur noch eine Steigerung einbauen, mit der sie nicht rechnen würde. Sein Schwanz wuchs noch einmal an, als er die Optionen durchging und zu der einen zurückkehrte, die ihm eben schon durch den Kopf geschossen war.

„Mach ihn gut nass. Richtig gut nass.“

Ihr Blick aus dieser Position weckte wieder einmal seinen Rausch.

„So nass, dass er trieft. Ich habe kein Gleitmittel dabei, deine Spucke wird die einzige Hilfe sein, die du bekommst.“

Etwas veränderte sich in ihren Augen, aber auch in ihrem Verhalten. Eine Weichheit, ein Nachgeben. Ja. Sie war bereit für seine Anweisungen, genoss sie sogar, erregte sich an ihnen. Ihr Saugen wurde lauter, Schmatzen und Glucksen und Keuchen durch die Nase nahmen zu.

„Ja, du bist dran. Heute und jetzt. Und du wirst ganz leise sein müssen, keinen Laut will ich hören, es sei denn, du willst, dass er kommt und nachschaut.“

War das ein Kopfschütteln? Hoffentlich! Er beabsichtigte nicht, sie zu teilen. Nur das Risiko sollte ein wenig gesteigert werden.

„Ich werde diesen Schwanz in deinen jungfräulichen Arsch schieben, langsam, so langsam, dass du jeden Millimeter spüren kannst, wie er in dich eindringt, wie er dich weitet und ausfüllt. Es wird wehtun, beim ersten Mal tut es immer weh, aber dann wird die Lust überhandnehmen, werden sich Schmerz und Lust vermischen, werden zu einer Droge, die dir zu Kopf steigt und dich kommen lässt wie noch nie in deinem Leben. Du wirst still sein, nicht mehr als ein Keuchen, egal ob vor Lust oder Pein. Mir wird es egal sein, ich lasse nicht nach, ich drücke weiter und weiter, bis ich ganz in dir stecke, bis meine Eier an deinen Prachtarsch knallen. Dann halte ich ein, warte ab, bis du zu Atem gekommen bist, lasse dich kommen, wenn du brav warst bis dorthin und dann bekommst du den Fick deines Lebens. Den Arschfick deines Lebens.“

Emma hob ab, als er tat, was er angekündigt hatte.

Schon als er den Anzug an ihrem Hintern aufriss, dann als er die Hose nach unten schob, den Slip gleich mit, sofort einen Finger in ihren Anus steckte und pumpte, wäre sie fast gekommen. Doch sein Eindringen, dieses quälende Zerren und Weiten von Muskeln, brachte nichts als Schmerz, ließ sie wieder runterkommen, ganz darauf konzentriert, nicht zu weinen, nicht zu schreien, nicht nach ihm zu schlagen. Sie wusste, ahnte, dass es irgendwann gut werden würde, dass Lust irgendwo in diesem Akt lauerte, deshalb hielt sie durch.

Die Lust kam so überraschend, überfiel sie so ruckartig, als er mit einem Finger ihre Klit berührte, dass sie schon kam, ehe sie überhaupt verstand, dass der Schmerz kein Schmerz mehr war, sondern etwas ganz anderes. Danach wurde ihr Körper von Geilheit regiert. Sie gierte nach der Erneuerung dieses Gefühls, nach der Reizung der Nerven an diesem neuen und ach so erstaunlichen Ort, verlangte nach Druck und Reibung und dem Widerstand ihrer Muskeln.

Vielleicht war seine Vorbereitung, die Erregung mittels Worten, daran schuld, vielleicht der besondere Akt, diese verbotene Stelle, die Verderbtheit des analen Eindringens, die Wut, die sie noch vor kurzer Zeit gespürt hatte, die Verzweiflung, die sie seit Öffnen des Briefs begleitete, der Hass auf Anwälte und Ex-Mann, die Angst vor der Zukunft, die Geilheit, die Luke ständig in ihr auslöste. Alles kumulierte, bildete eine riesige Blase aus Lust, die endlich, endlich wieder platzte, bis sie sich den Hals wund stöhnte hinter der über ihren Mund gestülpten Hand, nur vage seines Zuckens bewusst oder der heißen Spritzer irgendwo in ihren Eingeweiden.

 

Natürlich freue ich mich auch über Kommentare … es darf auch Kritik geäußert werden!

 

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