Hingabe

Du sitzt auf dem Sofa. Fast nackt. Fast. Nur dein Slip versteckt noch das Ziel meiner Begierde.

Wie immer gönnst du es mir nicht gleich. Oh nein. Ich muss warten. Ich muss Aufgaben erfüllen.

Mein Herzschlag steigert sich, meine Atmung wird hektischer. Wärme breitet sich in mir aus. Ich spüre sie wie einen Fluss aus Energie. Sie strömt aus den Fingerspitzen, aus den Haarwurzeln aus jedem Zentimeter meiner Haut zu meinem Zentrum, sammelt sich in meinem Unterleib, kumuliert sich als Gier in meiner Muschi. Dort, wo sie meine Geilheit auslöst, wo sie meine Erregung schürt wie Holzspäne ein Feuer.

Ich stehe nackt vor dir, wie du es befohlen hast. Im Gegensatz zu dir ganz nackt. Nur mein Halsband schmückt mich, wie immer, wenn du es befiehlst.

Wenn ich nur wüsste, was du heute planst. Willst du mich schlagen? Aber ich sehe kein einziges Instrument dafür. Natürlich sind da noch deine Hände …

Willst du mich fesseln? Ich sehe keine Seile. Aber auch das kannst du mit deinen Händen. Ein Griff genügt, und ich bin wehrlos.

Willst du mich unterwerfen? Ein Wort genügt, und ich liege dir zu Füßen. Mehr braucht es nicht. Mehr brauchst du nicht.

„Fass dich an. Spiel mit dir. Errege dich. Komm für mich.“

Ein Schaudern überläuft mich. Gänsehaut auf meinem Körper. Mein Atem stockt.

„Wie du befiehlst, Herr.“

Meine Finger wandern über meinen Körper, streifen meine Brüste, nur ein zarter Hauch über meinen Nippeln, die sich sofort aufrichten. Die Oberfläche meines Bauchs zittert, eine Welle überläuft sie, deren Ziel der Venushügel ist. Wärme strahlt meinen Fingerspitzen entgegen. Die Lippen meines Geschlechts sind weich, samtig. Feucht. Sie sind bereit für dich. Wenn nicht für deine Finger und Lippen, dann eben für deine Augen.

Ich sehe das Zucken unter dem Stoff deines Slips. Gefällt dir, was du siehst, Herr? Spricht es dich an? Dann weiß ich, dass ich es richtig mache. Auch ohne deine Hände berührst du mich, ich spüre deinen Blick auf mir wie eine Liebkosung, so fest, wie ich es von dir gewohnt bin.

Feuchtigkeit. Heiße, würzige Feuchtigkeit wartet dort unten auf mich. Auf dich. Ich hebe meinen Finger, den ich eben noch eintauchte in meinen Saft, zu meinen Lippen, lecke, schmecke, genieße. Meine Zunge umschlingt den Finger, wie ich es sonst mit deinem Schaft mache. Ein erneutes Zucken bei dir. Ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen, und wenn die Lippen dort unten lächeln könnten, würden sie es jetzt tun. Voller Vorfreude.

Ich will dich nicht auf die Folter spannen, sondern nur den Moment hinauszögern. Diesen köstlichen Moment, auf den ich voller Hoffnung warte. Den Moment, an dem du den Stoff zurückziehst, mir erst den Anblick und dann das Gefühl deines herrlichen Schwanzes gönnst.

Nein, ich muss noch meine Aufgabe erfüllen.

Wieder gleiten meine Finger zwischen die weichen Falten, spreizen sie leicht, benetzen sich mit dem Saft meiner Lust. Sie wandern nach oben, zu dem kleinen, noch versteckten Punkt, der jetzt an das Licht drängt. Mein Becken kippt von alleine nach vorne, damit sie sichtbar wird, meine Klitoris, meine Lustperle, damit ich sie umschmeicheln kann, sie reizen kann, damit sie mit dir flirten kann. Das tut sie gut, ich sehe, dass deine Daumen sich unter das Gummiband schieben.

Mein Kopf legt sich in den Nacken, mein Atem geht schnell, schneller, meine Zunge leckt über meine Lippen, und der Finger kreist, schnell, schneller. Unbewusst zupft die andere Hand an den Nippeln, ungeduldig, fest, fester.

Gönn mir den Anblick, gönn ihn mir. Aber du zögerst noch, wartest, bis ich gehorsam war, bis ich deine Anweisung ausgeführt habe, bis ich … ah, ja, bis ich zerfließe vor Gier, vor Lust, vor Geilheit, bis Hitze mich durchflutet, bis meine Augen sich schließen, weil ich in einer anderen Welt bin, in einer Welt, in der ich ganz dir gehöre, mich dir ganz hingebe.

Du lächelst und es ist das schönste Lächeln, das ich kenne. „Jetzt darfst du.“

Mehr brauche ich nicht. Ich will dir dienen, will dich befriedigen, dir Lust verschaffen. Mit allem was ich habe, was ich bin. Mit meinem Körper und meiner Seele. „Danke, Herr!“


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Bondage Positionen

So lange keinen Post! Mensch, jetzt packt mich aber das schlechte Gewissen.

Okay, ein paar Entschuldigungen habe ich … Weihnachten, Urlaub, Arbeit. Reicht das? Nein, nicht wirklich. Ich weiß. Aber es gibt keinen anderen Grund.

Ich las eben einen Beitrag meiner Kollegin Lisa Skydla. Sie beschreibt in ihrem Blog gerade in vielen Posts, was BDSM ist oder sein kann. Sie ist selbst mitten in der Szene, sie schreibt nicht nur über BDSM, sondern lebt es und ist Mitorganisatorin der BondageFetischWorld in Hofheim am Taunus. Heute geht es in ihrem Beitrag um Bondage, wo sie einige Haltungen vorstellt. Schaut doch mal bei ihr vorbei und beachtet auch die vergangenen Beiträge. Ich bin sicher, es werden noch einige folgen.

Außerdem berichtet sie in Podcasts über ihr Leben mit BDSM. Diese könnt ihr euch kostenlos anhören. Es lohnt sich!

Dabei ist mir eingefallen, dass ich schon vor längerer Zeit auf eine tolle Seite gestoßen bin, auf der Sklavenhaltungen und im 2. Teil auch Bondagepositionen beschrieben und gezeigt werden. Eine tolle Inspiration für alle, die gerne mal etwas Neues ausprobieren und vielleicht selbst nicht so gerne experimentieren.

Gerade das kann nämlich auch gefährlich sein. Bitte seid vorsichtig bei Bondage, haltet ein Messer oder eine Schere bereit, damit ihr die Seile notfalls durchtrennen könnt. Ein Seil kostet nicht so viel wie ein verletzter Nerv oder eine dauerhafte Schädigung!

Die Seite ist auf englisch, aber ich denke, die Fotos sprechen für sich: Restrained Elegance.

Was mir bei dieser Seite so gut gefällt, ist, dass die Sklavin Ariel, die in den meisten Positionen zu sehen ist, auch selbst berichtet, wie ihr die Bondagepositionen oder (ganz unten) die verschiedenen Gags gefallen.

Natürlich ist das alles subjektiv. Aber ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn sie sagt, dass sie den einen Gag dem anderen vorzieht. Hm, vielleicht sollte ich auch mal eine Testreihe starten. Aber von mir wird es definitiv keine Bilder geben. Aus dem Alter bin ich raus …

Also genießt lieber die Bilder auf der Seite und Lisas Berichte und Lesungen. Von mir gibt es nächste Woche einen Newsletter mit allen Terminen zur LBM, mit allen Veröffentlichungen und Projekten, die jetzt anstehen.

Sehen wir uns in Leipzig?

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Der Nikolaus und das Einhorn

Der fast leere Sack rutscht von meiner Schulter. Nur noch ein Termin, dann bin ich fertig für heute. Ich versuche im Licht der Straßenlaterne meine Schrift zu entziffern. Ich soll die kleine Lara richtig schelten, sie ist wohl eine ganz Wilde.
Hm. Grundsätzlich kein Problem. Gerade zum Abschluss ist das doch in Ordnung. So kann ich vielleicht den Frust über die Mutti loswerden, die mich ständig verbessert hat und über die Oma, die forderte, das Kind solle doch endlich sein Gedicht aufsagen. Dabei war die Kleine so verängstigt, dass sie kein Wort rausbekommen hat. Es kam nicht so gut an, dass ich der Oma über den Mund gefahren bin. Egal. Von allen anderen habe ich ein Trinkgeld erhalten. Die waren zufrieden mit mir.
Nun soll ich auch noch Kinder erziehen. Als ob das was nützen würde. Erziehung wirkt nur, wenn man konsequent ist, nicht wenn man einmal im Jahr den Nikolaus einbestellt.
Die Mutter sprach sogar davon, ich könnte ja die Rute einsetzen, wogegen ich mich verwahrt habe. Ich schlage keine Kinder.
Dass ich liebend gerne erwachsene Frauen schlage, habe ich vorsichtshalber nicht erwähnt. Sonst habe ich noch eine Mutti auf den Knien und das Kind geht leer aus.
Ich trotte in das Mehrfamilienhaus. Kein Aufzug. Blöd. In Gedanken versunken tappe ich die Treppen rauf. Unter dem warmen Kostüm inklusive Wattebauch und Plastikbart besteht immer die Gefahr, ins Schwitzen zu kommen. Deshalb bewege ich mich nur langsam. Ich lege schließlich Wert auf meine Erscheinung.
Moment, ist das hier der dritte oder der vierte Stock? Die Tür links mit der Fußmatte vornedran. Na ja, die hatten alle eine Fußmatte davor. Das Namensschild über der Klingel ist nicht zu entziffern. Egal. Wird schon passen.
Es ist still hinter der Tür. Ich habe auch nur ein Geschenk, also erwartet mich keine Party mit acht Kindern wie bei meinem ersten Termin. Die wollten sich die dreißig Euro wohl teilen.
Endlich dreht sich ein Schlüssel im Schloss, dann geht die Tür auf. In diesem Moment erlischt die Flurbeleuchtung. In der Wohnung ist kaum Licht, nur ein zartes Flackern aus einem Raum links von mir. Was soll´s. Vielleicht mache ich so mehr Eindruck auf das Kind.
Ich trete ein und lasse die Tür hinter mir ins Schloss fallen. Das Kind weicht ein Stück zurück. Kein Kleinkind mehr. Kein Wunder, dass die Mutter hofft, dass ich ihr einen Schrecken einjage. Sie wird bestimmt nicht fertig mit einem Teenager.
„Du warst sehr ungezogen im letzten Jahr, junges Fräulein. Weißt du, dass der Nikolaus genau weiß, was du getan hast? Ich erfahre nämlich alles. Ich weiß ganz genau, was du alles angestellt hast.“
Ein Schnauben ist die Antwort. Klar, freche Mädchen haben keine Angst.
„Mir scheint, du bereust deine Missetaten nicht? Dass du nicht auf deine Mutter hörst, weiß ich schon. Wirst du auf mich hören? Ich habe nämlich eine Rute dabei für die schlimmen Kinder.“
„Eine Rute?“
Uh, das hört sich aber piepsig an. Etwas unnatürlich. Davon lasse ich mich nicht abbringen. „Für Kinder, die so frech sind wie du. Du hast noch eine Chance. Wenn du mir versprichst, dass du von jetzt an ganz brav sein wirst, werde ich keinen Gebrauch von meiner Rute machen. Solltest du das sehr überzeugend rüberbringen, gibt es sogar noch ein Geschenk. Aber wie gesagt: Das gilt nicht für schlimme Mädchen. Nun, was hast du mir zu sagen?“
„Ich will nicht brav sein!“
Mir verschlägt es tatsächlich die Sprache. Nicht wegen dieses Gepiepses, sondern wegen der Renitenz, die aus ihren Worten klingt. Die Kinder von heute werden immer anmaßender. Mir hat schon mal ein kleiner Junge ans Bein getreten, weil ich nicht sofort das Geschenk rausgerückt habe. Als es dann noch ein anderes Modell von Lego war als das, was er sich ausgesucht hatte, konnte ich nur mit Mühe und Not ausweichen, sonst hätte ich eine Narbe auf der Stirn.
Für mich steht fest, dass ich meine Kinder anders erziehen werde. Respekt vor Älteren und Höflichkeit sollte auch bei selbstbewussten Menschen machbar sein.
„Das wird aber deine Eltern sehr enttäuschen. Wo sind sie überhaupt?“ Ich möchte nicht im dunklen Flur stehenbleiben. Bei unserer Schulung wurde auf Offensichtliches hingewiesen: Keine Berührungen, kein Auf-dem-Schoß-sitzen, nicht alleine bleiben mit Kindern. Die haben schon einiges erlebt. Also dränge ich mich an ihr vorbei und gehe in Richtung des einzigen Lichtscheins. Halt! Wollen die mich verarschen? Das ist kein normales Wohnzimmer. Stattdessen steht da ein großes Sofa mit tausend Kissen und einem Baldachin aus zarten Tüchern. Vor dem Fenster sind Kerzen aufgereiht, sonst gibt es nur noch Licht von einer kleinen Stehlampe, die ein aufgeschlagenes Buch beleuchtet. Ich erfasse sofort den halbnackten Mann auf dem Cover, dessen Torso von Frauenhänden umschlungen wird.
Da habe ich jemanden mitten aus der Lektüre gerissen. Und aus mehr, scheint mir. Ich habe nämlich noch etwas entdeckt. Wäre es nicht knallpink, hätte ich es vielleicht übersehen. Meine Fantasie spielt möglicherweise einen Streich mit mir, denn ich meine, noch Feuchtigkeit auf dem Silikon zu erkennen. Das kann nicht sein. Die trocknet in der Regel sehr schnell, wenn das Spielzeug ein paar Minuten herumliegt.
Ich drehe mich um und erkenne endlich im Kerzenschein die Person, die mich hereingelassen hat. Kein Kind. Oh nein. Garantiert kein Kind. Eine junge Frau, langes glattes Haar, eine Figur wie ein Elf, zartgliedrig und schmal. Zwei leuchtende Augen und – aber da bin ich nicht ganz sicher – ein zartrosa Hauch auf den Wangen. „Du bist nicht die kleine Lara.“
Sie schüttelt den Kopf und grinst jetzt breit.
„Du hast mich auch nicht herbestellt, damit ich dir ein rosa Glitzereinhorn bringe, das hoppelt, wenn man auf einen Schalter drückt?“
Ihr Blick weicht für eine Sekunde von meinem ab und springt zum Sofa, dann schüttelt sie wieder den Kopf, diesmal entschiedener.
Verdammt. Ich bin hart. Wer hätte gedacht, dass ein Einhorn mich hart machen würde? Ich räuspere mich. „Nun, dann … bin ich wohl falsch hier.“
Sie grinst schelmisch. „Kommt drauf an.“
„Auf was?“, frage ich und möchte mir am liebsten auf die Zunge beißen. Auf solche Sätze bin ich schon immer hereingefallen.
„Auf das, was du unter deinem Mantel hast.“
Diesmal grinse ich. „Ein Einhorn.“ Und füge hinzu: „Und eine Rute.“
Ein Zittern läuft über sie, ich kann es sehen. Bestimmt hat sie Gänsehaut. Jedenfalls sind ihre Wangen jetzt eindeutig rot.
„Die ist aber nur für freche Mädchen, die sich gar nichts mehr von den Eltern sagen lassen.“
Sie piepst wieder. „Meine Eltern haben mir nichts zu sagen. Schon lange nicht mehr. Frech war ich auch.“
Ich seufze. Bei aller Verlockung habe ich einen Job zu erledigen. „Die kleine Lara wartet auf mich. Und auf ihr Einhorn.“
„Die große Sarah wartet auch auf ein Einhorn. Und eine Rute. Wobei …“, sie betrachtet mich von oben bis unten, „die große Sarah nicht den Nikolaus im Sack kauft. Ich weiß noch nicht, was sich unter dem Mantel befindet. Außer dem Einhorn natürlich.“
„Ein großes Einhorn. Versprochen.“
Sie schaut skeptisch. Wundert mich nicht weiter. Ich habe schließlich einen dicken Wattebauch umgeschnallt, unter dem wirklich nicht erkennbar ist, wie groß das Einhorn ist, selbst wenn es nicht in Boxershorts und Jeans stecken würde. „Du könntest auf der Seite der Agentur nachschauen. Da gibt es Fotos von mir.“
„Bei einer Weihnachtsmann-Agentur? Nacktfotos?“ Sie prustet los.
Ihr Lachen ist ansteckend. „Nein, nicht auf dieser Seite. Warte, ich zeig´s dir.“ Ich krame mein Handy heraus, öffne die Seite und zeige ihr mein Foto. „Klick da drauf, dann siehst du noch mehr Bilder.“
Sie klickt und schaut und klickt und schaut. Ihre Augen werden immer größer. Ich werde immer härter. Dann reicht sie mir das Handy mit zitternder Hand zurück. „Sorry. Aber du bist zu teuer.“
Ich seufze. Schade. Ich hatte es schon erwartet. Jemand, der so lebt wie sie, gehört nicht zu meinem üblichen Kundenkreis. Mein Einhorn zuckt und erinnert mich daran, dass ich heute gar keinen weiteren Auftrag habe. „Weißt du was, große Sarah? Du bekommst von mir einen Nachlass. Immerhin ist heute Nikolaustag. Da kannst du mich zu dem gleichen Preis buchen, den auch die Eltern der kleinen Lara zahlen. Dreißig Euro. Wenn dir mein Job gefällt, darfst du gerne noch ein Trinkgeld drauflegen.“
So schnell gibt sie nicht nach. Sie gehört eindeutig in die Kategorie selbstbewusste Frau. „Und was genau bekomme ich dafür?“
Ich beuge mich vor, so dass mein Mund ganz nah an ihrem Ohr liegt. „Mehr Vergnügen, als dir ein Buch und ein Vibrator schenken können. Und die Rute obendrein.“
Sie kichert, weil mein Bart sie kitzelt, reißt sich dann zusammen, beißt sich auf die Unterlippe, und zuletzt nickt sie. „Na gut. Aber ich will auch das Einhorn.“
In meinem besten dunklen Nikolaustonfall antworte ich: „Das bekommst du erst ganz am Schluss. Wenn du mir bewiesen hast, dass du auch brav sein kannst.“

Na, wart ihr alle brav? Ich nicht. Mein Nikolaus hat zuhause die Rute ausgepackt. Und noch verschiedene andere Schlaginstrumente. Deshalb habe ich auch den Nikolaustag vergessen. Ich hoffe, ihr verzeiht mir …

Eure

Margaux

 

Foto: Depositphotos.com
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Kondom oder nicht?

Ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage.

Dass man im echten Leben bei Sex mit einem neuen Partner erst mal ein Kondom benutzen sollte, hat sich sicher rumgesprochen. Dabei ist es egal, ob ihr BDSM praktiziert oder „normalen“ Sex.

Für mich sind Kondome nicht so präsent im echten Leben, weil ich in einer langjährigen Beziehung bin. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie es sich mit anfühlt, ehrlich gesagt.

Aber bei Facebook wird immer wieder mal die Frage diskutiert, ob man das nicht auch in Büchern  thematisieren müsse. Es sei doch kein Problem, mal eben zu erwähnen, dass man ein Kondom aus der Tasche zieht und es anlegt.

Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich das nicht reinschreibe. Klar, in den historischen wie Lustvolle Beute wäre es eh fehl am Platz. Aber auch in den zeitgenössischen, wie z.B. in Sex on Board, spielt bei mir kein Kondom mit.

Deshalb meine Frage an Euch, meine Leser: Sollte ich das ändern? Muss ich auf Eure Gesundheit achten, muss ich wirklich so realistisch schreiben? Oder ist es Euch egal?

Mancher Kommentar enthielt Aussagen wie: „Wenn sie beim ersten Mal kein Kondom benutzen, lege ich das Buch weg und lese nicht mehr weiter.“

 

Wie seht Ihr das? Ich bitte um ehrliche Antworten!

Ich wünsche Euch jedenfalls guten Sex, egal ob mit oder ohne, und vertraue erst mal darauf, dass Ihr Euch auch da nach dem Grundsatz des SSC entscheidet, in diesem Falle S für SAFE …

Eure

Margaux

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Bitte, bitte, Daddy!

Ich bin (noch) erkältet und hatte mal wieder Zeit, mich einfach treiben zu lassen. Schreiben geht in diesem Zustand nicht. Hören gerade noch, aber das intensive Hören, das die Kontrolle meines Hörbuches erfordert, geht auch nur begrenzt. Also habe ich vor dem PC gehockt und bin in die Tiefen des Internets abgetaucht.
Beim Surfen bin ich wieder einmal auf eine Menge Zeug gestoßen, in dem das Wort „Daddy“ vorkommt. Nicht von Kindern gesagt, sondern von Erwachsenen, wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt.
Deshalb muss ich jetzt einfach mal was rauslassen:
Ich habe eine extreme Abneigung gegen das Wort und auch gegen die Geisteshaltung, die dahinter steckt.
Ich bin kein Kind. Schon lange nicht mehr. Ich hatte einen Vater, den ich sehr geliebt habe. Ich habe ihn Papa genannt, aber genauso werde ich jede Art von Kosenamen für Vater auch auf ihn beziehen: Paps, Pops, Dad, Daddy, weil ich in Englisch genauso unterwegs bin wie in der deutschen Sprache.
Mein Mann ist niemals mein Daddy. Mein Mann ist mein Dom, mein Herzallerliebster, und noch eine Menge anderer Namen, die ich für ihn habe. Ich sehe in ihm niemals einen Vater.
Ich brauche keinen Vaterersatz, nur weil ich submissiv bin, sondern immer noch einen Partner. Ich brauche niemanden, der sich um mich kümmert, als wäre ich sein „Baby“, sondern jemand, der mich wie eine erwachsene Frau behandelt. Natürlich genieße ich es, umsorgt zu werden, aber ich möchte genauso gerne umsorgen. Auch in dieser Richtung: Nicht so, wie ich es bei einem Kind tun würde. Niemals.
Und da liegt auch mein Problem. Was tut ein Daddy mit seinem Baby? Welcher Erwachsene kann sich so titulieren lassen, ohne dass in ihm Bilder entstehen von einem Kind, das er benutzt, das sich nicht wehrt, das er „liebt“, nur eben anders, intensiver – unnatürlicher?
Ich habe schon Bücher in hohem Bogen in den Müll geworfen, weil darin von Baby und Daddy die Rede war. Nein, ich mag diese Wörter nicht.
Ja, ich höre einige sagen, dass man das in den USA nicht so genau nimmt. Dort werden Mädels gerne mal Baby genannt, dort spricht man von Sugar-Daddy, wenn der Macker dem Mädel jeden Wunsch von den Augen abliest (und ihn dann mit seinen Mitteln erfüllt).
Trotzdem: mich erinnern diese Bezeichnungen an eine äußerst ungesunde Beziehung und ich mag sie absolut nicht, sondern stehe ihnen sogar voller Misstrauen gegenüber.

Wie steht ihr dazu? Ich bin gespannt, ob ihr gleicher Ansicht seid.

Foto: Quelle: Pinterest (ohne das rote Kreuz!)
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