Blogparade: #sexysounds

Beim Sex, jeder Art von Sex, sind alle Sinne gefordert, auch wenn es uns meist nicht bewusst ist. Nicht nur der Tastsinn ist gefragt, sondern genauso das Sehen, das Riechen, das Schmecken. Ganz wichtig finde ich auch das Hören.
Es gibt so unendlich viele Geräusche, die mein Herz höher schlagen lassen. Die gesprochenen Worte sind Teil davon, natürlich, aber nur ein geringer. Selbst da sind es ja nicht die Worte alleine, sondern immer auch der Tonfall, die Tonhöhe, die Lautstärke, die von unseren Gehirnen verarbeitet werden und erst zusammen die Botschaft ergeben.
Aber daneben ist noch eine ganze Welt von Lauten, die an mein Ohr dringen und Reaktionen hervorrufen, auch wenn ich nicht jeden Einzelnen davon erst überdenken und analysieren muss. Ein Stöhnen kann alles ausdrücken, von Lust bis Schmerz, aber auch Gereiztheit, Verlangen, Widerwillen, Erschrecken und tausend andere Emotionen.
Dann sind da noch die vordergründig erregenden Geräusche wie das Klatschen von Haut auf Haut beim Sex, das Auftreffen eines Schlaginstruments auf den Hintern oder andere nette Stellen, das feuchte Schlürfen eines Blowjobs oder das Klicken des Feuerzeugs beim Anzünden der Kerze.
Ich habe seit einiger Zeit ein Geräusch, das mich beinahe kommen lässt, zumindest aber meine Erregung immer noch eine oder mehr Stufen nach oben schraubt, auch wenn sie schon längst gefühlt auf dem höchsten Level angekommen zu sein scheint. Davon will ich euch eine Geschichte erzählen.

(Ich habe noch einen Versuch gewagt: Da es hier um das Hören geht, gibt es diese Geschichte auch zum Hören. Wer sich nicht an einer leicht regional gefärbten Aussprache stört, kann sich das ja antun. (Ja, ich stamme aus Süddeutschland. Nein, ich habe keine Sprecherausbildung. Ihr hört nur mich. Nackt (na ja, bildlich gesprochen 😉 …))


„Nein.“
„Bitte …“
Seine Hand legt sich über ihren Mund. „Hör auf zu betteln. Ich entscheide.“
In diesem Moment hätte sie am liebsten ihre Zähne in seine Finger versenkt. Richtig tief und fest. Sie erschrickt über ihre Gedanken, über ihre Vorstellung, in der sie schon seine Finger zwischen ihren Zähne spürte, die weiche Haut, den Knochen darunter.
Kann er ihre Gedanken lesen? Hoffentlich nicht. Das würde böse enden.
„Ich wüsste zu gerne, was dir eben durch den Kopf ging. Das sah nach Rachegelüsten aus.“
„Aber ich bereue sie schon. Ganz ehrlich. Es war nur für einen Moment. Einen winzigen Moment.“
Er lacht leise und sie spürt die Vibrationen an ihrer Seite, wo er sich an ihren Körper schmiegt. Sie würde sich auch gerne schmiegen, aber das geht leider nicht. Er hat sie zu gut fixiert. Seitdem er das Andreaskreuz mit weiteren Gurten ausgestattet hat, kann er nicht nur Arme und Beine fixieren, sondern auch einen breiten Ledergurt direkt unter ihren Armen und über den Brüsten, einen weiteren über ihre Taille und zwei an den Oberschenkeln anbringen. Zum Glück nutzt er sie nicht immer, aber heute hat er sich dafür entschieden.
Das Festgeschnürtsein bringt eine ganz eigene Erfahrung, die noch tiefer geht als nur die Fesslung der Handgelenke und Knöchel. Es verhindert jedes Winden, Ausweichen. Selbst Zucken kann sie höchstens mit der Haut. Immerhin darf sie heute in den Raum schauen und nicht an die Wand, darf also auch ihn anschauen und sieht, was er tut. Ob sie das gut findet, kann sie nicht entscheiden. So kann sie genau sehen, was er sich für sie aussucht.
Ganz sanft hat er angefangen, mit einer Feder gestreichelt und gekitzelt. Das Kitzeln nahm überhand. Eine Folter, die besonders fies ist, wenn sie sich nicht bewegen kann. In ihr Lachen hat sich irgendwann ein Weinen eingeschlichen, was ihm gut gefallen hat. Keine Frage, die Beule hinter seiner Hose ist dicker geworden dabei. Sadist!
Jetzt benutzt er die Feder, um ihre Klit zu reizen. Das zarte Kitzeln erregt sie, nur ein bisschen, aber er weiß leider zu genau, was er zu tun hat. Auf einmal verändert sich die Berührung, wird zu einem Kratzen und Piksen. Der Federkiel, das weiß sie, ohne hinzusehen. Ein leichter Schmerz mischt sich in die Erregung. Ein Schmerz, dem sie nur zu gerne ausweichen würde, aber sie kann nicht.
Ein Finger taucht ganz tief in sie ein. Geht ganz leicht, so nass wie sie ist. Schon das Anschnallen macht sie feucht, nein, eigentlich schon die Aussicht auf die Szene. Mehr braucht sie nicht, um heiß zu werden, die Vorstellung alleine genügt schon.
„Ist meine kleine Schlampe mal wieder nass …“
Eine Feststellung, keine Frage. Zum Glück, sie kann eh nicht antworten, spürt stattdessen die Röte, die über ihren Körper läuft. Immer noch, nach all der Zeit, machen seine Worte sie verlegen, weisen sie doch zu deutlich auf ihr Begehren hin, das sie ihm nie freiwillig zeigt. Zu sehr kämpft sie noch gegen die Konditionierung der Kindheit an, gegen Beschämung und Erziehung und Blockaden, ausgelöst von einer männerfeindlichen, verletzten Mutter.
Genau damit spielt er. „Du bist also geil. Du willst es. Willst nicht nur Lust, sondern auch Schmerz. Aber du bist ein braves Mädchen. Das tut kein braves Mädchen, nicht wahr? Denkt es nicht einmal, träumt nicht von Sex und Peitschen und Schlägen.“
Am liebsten würde sie in sich hineinkriechen, sich verstecken von den geflüsterten Worten, hält die Augen fest geschlossen, in der Hoffnung, nicht gesehen zu werden, nicht aufzufallen.
Seine Finger sind wieder verschwunden, auch sein Duft lässt nach. Sie hört seine Schritte, mit denen er zu der Kommode geht, in der sie die Spielzeuge aufbewahren. Jetzt kann sie die Augen wieder öffnen, muss es sogar. Was wählt er aus? Womit wird er sie foltern?
Dabei sind es seine Worte, die sie foltern. Nein, eher ihre eigene Verklemmtheit, die sie zum willigen Opfer macht für seine Worte. Die Gerte, die er jetzt auswählt, dient weitaus mehr der Lust als dem Schmerz, zumindest ist dabei beides untrennbar verbunden.
„Willst du sie spüren?“
Sie schüttelt wider Willen den Kopf. Natürlich will sie den Schmerz spüren, aber sie kann es nicht zugeben. Nicht so, nicht mit Worten.
„Soll ich sie wieder weglegen?“
Wieder ein Kopfschütteln.
Er grinst, aber dann seufzt er. Sie weiß, dass er hofft, eines Tages von ihr klare Ansagen zu hören. Dann, wenn sie über ihren Schatten gesprungen sein wird …
Die Gerte saust heran. Ein scharfer Schmerz an ihrer Brust. Er hat genau den Nippel getroffen. Sie hätte sich beinah auf die Zunge gebissen. Mit kleinen, akkurat gesetzten Schlägen wärmt er ihre Brust auf, nur die linke, bis sie sich warm und schwer anfühlt. Ein Schritt zur Seite. Das Lederstück erwischt den inzwischen harten, erigierten Nippel. „Aaah!“
„Ach, tut das etwa weh? Aber du willst doch, dass es wehtut, oder nicht?“
Diesmal weigert sie sich, zu antworten, nicht einmal mit einer Geste. Sie hat eine Ausrede, muss sich auf die Lippen beißen, damit sie beim nächsten Mal nicht schreien muss, ihre Lust am Schmerz nicht laut werden lässt.
Weiter geht es. Inzwischen steigert sich mit jedem Schlag die Sehnsucht nach mehr. Nach mehr Schmerz, nach mehr Lust. Nach Sex, nach seinem Schwanz tief in ihr. Nach Erlösung, wenigstens mit einem Finger in ihr, an der richtigen Stelle, an ihrer Klit.
„Bitte!“
„Ich entscheide.“
Diesmal spürt sie keine Rachegelüste, sondern nur Frust. Verdammt! Sie will doch nur das, was er sonst so bereitwillig verteilt. Lust. Mit Zunge, Fingern, Schwanz, Vibratoren, Dildos. Warum nicht heute?
„Ich glaube, du brauchst noch mehr. Härteres. Oder?“
Sie schaut ihn nur an. Flehend. Versucht, ihre Abweisung auszudrücken, ihr Nein, das immer noch in ihr schreit. Nicht das Nein gegen den Schmerz, nur das Nein gegen die Lust. Es wird immer lauter, sie kennt diese Phase, in der sie die Lust beinahe vergisst, beinahe unterdrückt, weil sie glaubt, sie nicht spüren zu dürfen, sich nicht am Schmerz erfreuen zu dürfen.
Einmal hat er es fertiggebracht, dass sie sich vergessen hat, dass sie alles genossen hat, ohne ihr Gewissen zu spüren. Ein Gefühl, das einem Orgasmus am nächsten kam, warmes Fluten in ihrem Unterkörper, ein zartes Flattern in ihr, das sie zufrieden und sanft zurückließ.
Sie zahlte es ihm mit einer besonderen Art von Ergebenheit zurück, ohne Worte, nur mit Taten. Erwies ihm ihre Liebe und Dankbarkeit mit tausend kleinen Gesten, die er sich nicht erklären konnte, weil sie es ihm nicht erklären wollte. Weil Worte sich womöglich verwandelt hätten, das Ereignis verwandelt hätten, ihre zeitweilige Befreiung kleingemacht hätten. Keine Worte waren groß genug für dieses Erlebnis.
Seitdem hofft sie inständig auf eine Wiederholung. Bettelt danach, auch wenn er nicht weiß, dass ihre Worte, dieses eine „Bitte“, genau dafür gedacht ist, für nichts anderes. Dass es so viel tiefer geht als eine Bitte um einmal Kommen.
Er bringt Klemmen an ihren Nippeln an. Wäre sie nicht festgeschnallt, würde sie sich bei dem Schmerz zusammenkrümmen. So stöhnt sie nur, dunkel, animalisch, dann beißt sie sich wieder auf die Lippe.
„Willst du mehr?“
Bloß nicht zucken. Nur schauen. Dann macht sie lieber die Augen zu, will nicht, dass er vielleicht in ihren lesen kann.
Eine Weile passiert nichts, dann zieht er ihr eine Maske über die Augen. Eine einfache Schlafmaske, die aber alles Licht aussperrt.
So ist es besser. So kann sie sich in der Dunkelheit verstecken, sieht nicht, dass er sie ansieht, weiß nicht, ob er ihre Lust wahrnimmt, sieht kein Urteil in seinen Augen.
„Ich weiß, dass du dich da drin versteckst.“
Ein Schauder läuft über ihre Haut. Er hat ihr Geheimnis entdeckt, kann in sie schauen, ohne sie zu sehen.
„Du wartest einfach, bis ich dir Lust bringe, bis ich meine Lust an dir stille. Hoffst auf einen Orgasmus, auf einen Freifahrtschein ins All und darauf, dass es vorbeigeht, ohne dass du zugeben musst, dass es dir gefällt.“
Wie kann er sie so sehen? So verstehen? Aber klar. Er sieht sie ja. Sieht ihren nackten Körper, ihre steil aufgerichteten Nippel, die unter dem Druck anzuwachsen scheinen, sieht ihre Klit, die anschwillt, sieht ihre Säfte, die ihre Schamlippen benetzen. Wieder würde sie sich am liebsten verstecken, umdrehen, mit der Wand verschmelzen oder unter einer Decke verschwinden.
„Böses Mädchen! Geilst dich an Schmerz auf! Wartest, bis ich dich schlage. Dabei hast du mir gar keine Erlaubnis dazu gegeben. Sagst mir nicht, was du willst, zeigst es mir nur unfreiwillig. Aber ich kann es sehen. Fühlen. Riechen. Hören. Wie dein Atem schneller geht, wie dein Herz klopft, wie du stöhnst, ohne es zu wollen.“
Er benutzt einen Flogger, sie kennt das Gefühl genau, weiß, welchen er genommen hat. Den mit den Gummistreifen, die spürt sie besser als die Lederriemen. Sie fügen mehr Schmerz zu, wenn er es darauf anlegt. Und das tut er. Kümmert sich diesmal um beide Brüste, der Schmerz vervielfältigt von den Klemmen, die sich tiefer ins Fleisch beißen, mal hierhin, mal dorthin geruckelt werden, aber sich nicht lösen.
Noch ein bisschen. Bestimmt schafft sie es dann. Dann wird sie wieder so fühlen, wird sich von den Einschränkungen lösen, wird fliegen und wissen, dass es so richtig ist und gut.
Jetzt ist ihre Klit an der Reihe, eigentlich ihre ganze Scham, aber dieser vorwitzige Knubbel hat sich aller inneren Sperren zum Trotz aufgerichtet und bietet sich den Schlägen dar, dem Schmerz, dem Stimulus. Sie könnte kommen, wenn sie es nur zulassen würde. Theoretisch weiß sie das.
„Ich glaube fast, du machst es mir absichtlich schwer.“
Wird er aufhören? Hat sie ihn enttäuscht? Manchmal glaubt sie, dass er enttäuscht ist, auch wenn er es nicht zugibt. Er liebt sie, das weiß sie, genau wie sie ihn liebt. Doch er versucht auch, ihre Blockade zu durchbrechen. Aber vielleicht bildet sie sich das auch nur ein. Vielleicht macht es ihm einfach nur Spaß, sie leiden zu lassen. Er ist schließlich ein Sadist. Da hat man doch Spaß daran, den anderen leiden zu sehen, oder nicht?
Seine Finger bohren sich in ihre Öffnung. Nasses Schmatzen dringt an ihre Ohren.
„Du bist so nass! Ich könnte dich zum Abspritzen bringen, wenn ich wollte. Aber ich will es gar nicht. Ich will dich betteln hören. Ich will, dass du dein Verlangen zeigst, dass du mir sagst, dass du es willst. Mich willst. Das hier willst.“
Genau das, was sie nicht kann. Du weißt das doch, will sie schreien, aber das wäre schon zu viel gesagt, ein Geständnis, das sie nicht über die Lippen bekommt.
„Ich weiß aber, wie ich dich dazu bekomme. Du musst nur vor Lust zerfließen. Dann kannst du es nicht ableugnen. Dann wirst du es mir sagen. Wirst es mir geben.“
Wie soll das gehen? Wie ging es damals? Sie weiß es nicht mehr, weil sie nicht mehr richtig denken kann, weil sich alles vermischt. Die Mutter mit den auf ewig nach unten gezogenen Mundwinkeln. „Hör auf!“ „Das tut man nicht!“ „Ich will von solchem Dreck nichts hören!“ Ihre Lust. „Mach weiter, bitte!“ „Fick mich, bis ich nicht mehr weiß, wie ich heiße!“ „Gib mir Schmerz und erlöse mich von meiner Schuld!“
Ein dumpfes Summen ertönt. Ein Vibrator? Keiner, den sie kennt. Hat er etwas Neues eingekauft? Egal, aber immerhin hat das Geräusch sie abgelenkt, ihre wirren Erinnerungen davon gescheucht.
Eine Berührung an ihrer Klit.
Oh. Mein. Gott.
Dann nichts mehr. Das Vibrieren geht durch und durch, lässt alle Hirnzellen explodieren und sie auch und ihren Körper schweben und die Fesseln lösen sich und ihr Mund ist offen und schreit und schreit und schreit und sie fühlt und kommt und ist in ihrem Körper und außerhalb zugleich und ist ein Mensch und ein Tier und nichts und alles. Das Summen ist in ihrem Kopf, den Ohren, der Zunge, den Augen, in ihrer Klit, in den Brüsten, in den Zehen und Fingerspitzen. Vibriert immer noch durch jede Zelle, obwohl das Geräusch aufgehört hat.
Seine Lippen auf ihren, stürmisch, hart, besitzergreifend, liebend, stolz.
Ihre Augen öffnen sich. Nein, stimmt gar nicht, sie waren offen, aber sie hat nichts gesehen, jetzt erst nimmt sie wieder ihre Umgebung wahr. Die Birne in der Fassung, weil sie es nicht schaffen, eine Lampe auszusuchen. Die Kommode, deren eine Schublade offensteht. Ein Bett mit dunkelroter Bettwäsche. Er. Heiße Lust in den Augen, keuchend, die Lippen geschwollen von den Küssen.
Sie kann erst nur lächeln. Schwach lächeln. Dann stärker. Immer mehr, so wie sich das Wissen in ihr ausbreitet. Sie hat Lust gespürt. Mehr als Lust. Verzückung. Glückseligkeit.
„Das war …“ Sie sucht nach Worten. Findet keine.
Er zieht ihr die Klemmen von den Nippeln. Schaut jetzt weg, eine vage Enttäuschung spricht aus seinem abgewandten Gesicht. „War es gut? Hat es dir gefallen?“ Seine Stimme klingt bemüht gleichmütig.
„Bitte. Fick mich.“
Überrascht schaut er auf.
„Bitte. Fick mich, gib mir alles, was du hast. Gib mir deine Lust. Gib mir Schmerz. Gib mir Erlösung.“
„Oh Baby. Das alles, und noch mehr.“
Das Summen ist immer noch in ihr. Sie spürt es genau. Es hat Verhärtungen zerbröselt, hat Steine weggesprengt, die in ihrem Herzen lagen und in ihrem Kopf. Hat den Knoten gelöst, der in ihrem Unterleib alles zusammengehalten hat. Hat sie befreit. Von Erinnerungen und Fesseln und Scham. Endlich kann sie fühlen, was er fühlt. Gehört ihm ganz. Kann sagen, was sie empfindet.
Sie summt mit. Summt in seinen Mund, der sie küsst und in seinen Schwanz, der sie gleich nehmen wird und ein weiteres Mal zum Höhepunkt tragen wird. Immer und immer wieder.


Tja, jetzt wisst ihr, welches Geräusch mich anmacht. Es ist das Summen des Magic Wand. Auch wenn es bei mir nicht zum ersten Mal einen Orgasmus ausgelöst hat (so lange gibt es den noch nicht …). Das Magic ist auf jeden Fall zu Recht im Namen enthalten. Wow, sage ich nur … Tatsächlich glaube ich, dass man damit jede Art von Blockade lösen kann. Sogar verspannte Muskeln, für die er ja gedacht ist 😉
Nur ein Tipp: Nicht zu häufig verwenden. Man stumpft sonst dagegen ab. Hab ich mir sagen lassen. Weshalb wir ihn nur selten einsetzen. Aber wenn … Mann, dann geht es rund …


An dieser Blogparade nehmen noch eine Reihe von Bloggern teil. Hier könnt ihr die Beiträge lesen (ich verlinke, sobald die Beiträge erschienen sind):
Ben – Geräusche, die mich anmachen
Kari – Blogparade trifft 24 Stunden
Tanja Russ
Seitenspringerin
Tomasz

Willst Du noch eine Geschichte lesen, in der die Frau kommen darf, so oft sie will? Versuch es mit CMNF-Party

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BDSM Stammtisch-Gespräch

Eine super Möglichkeit, andere BDSMler kennenzulernen, bieten Stammtische. Ich habe mit Markus, dem Organisator eines Berliner Stammtisches von BDSM Berlin e.V. unterhalten. Dabei sind viele Informationen, nicht nur über die Treffen selbst, sondern auch Tipps für erste Begegnungen herausgekommen. Lest selbst, was Markus auf meine (manche davon mit Absicht „änfängerfreundlich“ gestellten) Fragen geantwortet hat.

Markus, zuerst einmal möchte ich euch zu eurer Webseite beglückwünschen. Sie ist übersichtlich aufgebaut und bietet einem Neuling viele Informationen.
Ihr seid sehr aktiv. Wie oft trifft sich der Stammtisch? Sind alle diese Treffen offen für Neulinge oder gibt es einen Extra-Termin für blutige Anfänger?
Alle Treffen von BDSM Berlin e.V. sind offen für alle, aber natürlich gibt’s Schwerpunkte. Wöchentlich bieten wir den Munch (mittwochs) und das English Language Meetup (freitags) an, einmal monatlich das Einsteigertreffen (jeden 1. Donnerstag). Weitere Veranstaltungen findet man auf www.bdsm-berlin.de. Munch und Meetup sind zum Menschen kennenlernen und Unterhalten da, aber da wir regelmäßig mehr als 50 Besucher haben, wird es schnell zu laut, um intime Fragen zu stellen. Wer also Fragen hat, ist beim Einsteigertreffen richtig. Wir erzählen dort eine Menge zu Spielregeln, Sicherheitstipps, und wie du mit dem Partner deiner Wahl glücklich werden kannst.
Treffen wie unsere gibt es in ganz Deutschland, eine gute Übersicht gibt es auf www.schlagzeilen.com. Für die Jüngeren bis 27 gibt es die SMJG mit eigenen Veranstaltungen, www.smjg.org.

Wow! 50 Besucher! Sind das alles hübsche, junge Menschen oder gibt es eine Streuung? Ab wann ist man zu alt?
18 ist unsere Altersgrenze.
Zu hübsch sag ich jetzt mal nix – wir sind recht froh darüber, dass wir selten jemanden, der unnötige Aussagen über Alter, Aussehen, Geschlecht oder Orientierung macht, vor die Tür bitten müssen. Zu alt ist man höchstens, wenn das Hörgerät nicht mehr mitmacht.
Die Altersstruktur ist jedes Mal anders, das kann man nicht voraussagen. Und wer sich bei uns nicht wohlfühlt (obwohl ich das kaum glauben mag), der kann auch noch einige andere Treffen in Berlin besuchen.

Warum gibt es ein English Language Meetup? Gibt es so viele fremdsprachige Menschen in Berlin, die alle BDSM praktizieren?
Aber hallo! Zum einen natürlich viele, die schon länger hier leben, studieren und arbeiten, zum anderen kommen auch sehr viele Kurzbesucher mal eben vorbei, und dazu viele Berliner, so wie ich, die einfach gern Englisch reden. Wir hatten schon Gäste aus Finnland, Polen, Ägypten, Kanada, USA, England, Italien, Frankreich, Japan, Neuseeland, Australien – und das sind nur die, die mir jetzt gerade einfallen.

Ihr bietet einen sogenannten Munch. Erklärst du bitte, was das ist?
Der Stammtisch heißt bei uns Munch, zu Ehren des Originals, das 1992 zum ersten Mal in Palo Alto, USA, stattfand. Die meisten Gruppen in Deutschland sagen Stammtisch oder Treffen, gemeint ist aber immer dasselbe: ein zwangloses Treffen (in normaler Kleidung) an einem öffentlichen Ort, wo man ohne Angst hingehen kann, um auch mal über BDSM sprechen zu können (das ist aber nicht Pflicht).

Wie stehen die Chancen, bei einem solchen Treffen einen Partner zu finden?
Das mit der Partnersuche ist so eine Sache. Natürlich haben sich bei uns schon viele Paare (und mehr) kennengelernt, das ist nach 20 Jahren kein Wunder. Wir sind aber bitte kein Baggertreffen, sondern begrüßen es, wenn unsere Treffen auch weiterhin ein Ort sind, auf dem Menschen vor plumpen Anmachen sicher sind. Mit ganz normaler Höflichkeit macht auch bei uns niemand was falsch.

Dann gibt es noch das Shibari-Training. Klingt interessant. Aber was ist, wenn ich alleine kommen will? Wer fesselt mich? Wen darf ich fesseln?
Das Shibari-Training ist nicht von uns, sondern einem anderen Veranstalter shibaribar. Auf deren Website sollten die dortigen Regeln stehen, oder man fragt einfach. So sollte man das auch halten, wenn eine Partyankündigung unklar ist: im Zweifel einfach den Veranstalter fragen.
Eins aber gilt immer: Ich darf nur mit demjenigen Menschen spielen, den ich vorher gefragt habe und der sein Einverständnis gegeben hat. Es ist gar nicht so schwer, Menschen zu finden, die mitmachen: entweder auf dem Munch rumfragen, oder einfach zum Bondage Jam oder anderen Anfänger- und Kennenlern-Veranstaltungen gehen.
Auswärtige Besucher beneiden uns Berliner, weil wir wirklich fast jeden Tag irgendeine BDSM-Veranstaltung besuchen können. Es gibt leider keinen zentralen Veranstaltungskalender, aber das meiste wird z.B. auf www.sklavenzentrale.com oder auf fetlife.com (Anmerkung Margaux: Zugriff nur nach Anmeldung möglich) angekündigt.

Markus, du siehst, das große Problem ist die Suche nach einem Partner. Natürlich kann ich alle Online-Portale durchsuchen, aber seien wir ehrlich, die Chancen stehen vermutlich 1:1000, dort den passenden Partner zu finden. Was rätst Du, sagen wir mal: einem dominanten Mann, der eine submissive Frau sucht, der aber bisher nur in seiner Fantasie gespielt hat?
Er sollte zunächst unterscheiden, ob er eine Beziehung oder nur was zum Spielen sucht. Für letzteres gibt es entsprechende Partys oder professionelle Angebote. Für eine Beziehung kommt kein Single drumherum, soziale Fähigkeiten zu beweisen. Mehrfaches Sichblickenlassen auf unseren Treffen ist schon mal ein guter Anfang. Man sollte jedenfalls den Eindruck eines lichtscheuen unsozialen Einzelgängers vermeiden. Das gilt auch online: schon die Wahl des Benutzernamens sagt ja etwas aus, und die legendäre „fickstute23“ bekommt weniger Zuschriften als ein einfacher „christian_berlin“. Es ist eine gute Idee, nicht gleich mit allen Vorlieben und Schwanzlängen im Benutzernamen ins Haus zu fallen, und auch der Profiltext sollte nichts von „bewirb dich, Sklavin“ enthalten – das sorgt nur für Gelächter.
Eine gute Nachricht gibt es: das Online-Niveau von Männern ist derart grottig, dass es nur wenig braucht, sich positiv abzuheben. Profiltext genau lesen, persönlich schreiben, keine Schwanzbilder schicken, und keinerlei Spiel andeuten, bevor das Gegenüber eingewilligt hat – schon machst du es besser als 95% der anderen.
Übrigens haben es Nicht-BDSMer keinesfalls leichter, Partner zu finden: es liegt also nicht an den sexuellen Vorlieben, sondern eher daran, dass du auf dem Dorf lebst oder lange arbeiten musst.

Gibt es auf den Treffen eine Art Einteilung nach Dom/sub, Sado/Maso, gay/straight, damit ich mich gleich einordnen kann (muss)? Sollte ich am Ende noch vor jemanden auf die Knie fallen, wenn ich zur Tür hereinkomme?
Bloß das nicht! Ein Munch ist Alltag und Öffentlichkeit, keine Party oder Session. Und selbst dort begegnen sich alle zuerst immer auf Augenhöhe, bevor eventuell ein Spiel vereinbart wird. Auf unserem Munch sollen sich alle wohlfühlen, und genau deshalb wird weder abgefragt noch sortiert.
Ich werde oft gefragt, woran man denn andere BDSMler erkennt: im Zweifel weder am Halsband noch am „Ring der O“, denn das wird alles auch als Modeschmuck verkauft. Du kommst eben nicht drum herum, mit deinem Gegenüber zu reden – und du solltest möglichst nicht als Erstes fragen: „Bist du dom oder sub?“ Dazu ist immer noch Zeit, wenn man sich mal im Bett wiederfindet, oder jedenfalls kurz davor.
Übrigens sind diejenigen, die nur top oder nur bottom sind, eher in der Minderheit – die meisten von uns haben je nach Laune andere Vorlieben. Was jedenfalls ganz falsch ist: sich nur mit Angehörigen der jeweiligen Zielgruppe zu unterhalten, also „nur toppige Männer“ oder so.

Aber muss ein Mann sich nicht als Dom positionieren? Wie soll die Dame seiner Wahl denn erfahren, dass er dominant ist?
Oha, Fettnäpfchen! Dominant oder submissiv sind überhaupt nicht an irgendein Geschlecht gebunden – es gibt von allem genauso viel bei Männern, Frauen, und sämtlichen anderen Identitäten. Und es ist weder nur 100% das eine, noch irgendeine Richtung für immer. Wer das verwirrend findet, sollte sich das Buch Die Wahl der Qual besorgen – da werden eigentlich sämtliche Vorurteile gründlich aus dem Weg geräumt.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Die Dame seiner Wahl (wollte sie gewählt werden?) kann ihn einfach fragen. „Worauf hast du heute Lust?“ ist ein sehr guter Einstieg für jede Art von BDSM-Spiel, und natürlich sollten beide die Frage beantworten. Manche Spielparties haben zu Beginn eine kurze Vorstellungsrunde, da sagt man z.B. „Ich möchte heute gern verhauen werden“ und darf hoffen, dass sich ein passendes Gegenüber meldet.
Jemand, der im Alltag als „dominant“ posiert, wird jedenfalls schnell merken, dass andere Menschen gar keine Lust auf solche Spielchen haben, schon gar nicht, wenn sie unfreiwillig miteinbezogen werden.

Was passiert, wenn ich beim Stammtisch auf meine Kollegin treffe? War es das dann mit meiner Karriere?
Deine Kollegin wird doch sicher aus demselben Grund dort sein wie du, oder? Grundsätzlich gilt, daß alles, was man innerhalb der „Szene“ erlebt, also auf einem Munch genauso wie auf einer Party, im Alltag diskret behandelt. Niemand muss auf unseren Treffen seinen richtigen Namen oder Beruf nennen, umgekehrt erwarten wir, dass niemand jemanden anderswo outet.
Diese und viele weitere Fragen beantworten wir unter www.bdsm-berlin.de/erstes-mal/fragen-zu-bdsm-berlin.

Wie steht es mit den Clubs in Berlin – was, wenn ich mich da nicht alleine hin traue? Gerade als Frau hätte ich viel zu viel Angst, dass ich mich von einem Dom einfach bequatschen lasse und es hinterher bereue. Kann mich da jemand begleiten? Gibt es in Berlin erfahrene Doms, die das übernehmen können? So eine Art Escort-Dom schwebt mir vor …
Ich wurde auch einmal gefragt, ob es nicht so eine Art TÜV für Doms gäbe – nein, das ist keine gute Idee, denn wer will das prüfen, und wer will verhindern, dass ausgerechnet irgendein übler Frischfleischsucher sich mit diesem Job tarnt? Ich würde höchstens wen aus meinem Freundeskreis vorschlagen, den ich aber auch mehr als 10 Jahre kennen müsste.
Aber wer sagt denn, dass es ein Dom sein muss, oder überhaupt ein Mann? Zwei oder drei Frauen zusammen sollten schon auf sich aufpassen können. In den Online-Foren wird vor jeder größeren Partys „Wer kommt denn alles?“ gefragt, also ist die Chance groß, dass man da schon mal wen vom Munch kennt.
Es gehört aber auch eigene Verantwortung dazu. Wenn du schon weißt, dass du dich leicht überreden lässt, oder vielleicht dazu neigst, zu viel zu trinken, dann solltest du in einer sicheren Umgebung erst einmal üben, deutlich „Nein“ zu sagen. BDSM hat Regeln – aber in einem kommerziellen Club kannst du nie sicher sein, dass dein Gegenüber sich daran hält oder sie überhaupt kennt.

Muss ich Mitglied im Verein werden, wenn ich zu den Treffen kommen will?
Überhaupt nicht. Selbst die Menschen, die unsere Treffen oder den Stand auf dem Motzstraßenfest betreuen, sind nicht unbedingt Vereinsmitglieder. Mitglied wird, wer mit seinem Beitrag die gute Sache unterstützen will – es gibt keine Vergünstigungen. Wir freuen uns aber immer über aktive Hilfe.


Ich danke Markus ausdrücklich für seine Geduld und die Arbeit, die es bedeutet, meine vielen Fragen so ausführlich zu beantworten!

Ihr seht also: Es ist nicht schwierig. Natürlich läuft nicht jeder Stammtisch in jeder Stadt gleich ab, und die Auswahl wie in Berlin gibt es kaum in einer anderen Stadt. Aber es ist immer noch die beste Möglichkeit, in die Szene zu kommen, Gleichgesinnte kennenzulernen oder sich einfach über diese „seltsamen“ und vielleicht sogar „beängstigenden“ Bedürfnisse zu unterhalten. Keine Angst. Man wird nicht (gleich) gebissen … Wenn die Leute nicht zusagen, bleibt man eben weg und schaut sich woanders um.

In diesem Sinne: Ich wünsche Dir Mut zu den ersten Schritten!


In einer meiner Storys geht es um ein Ehepaar, das zum ersten Mal einen Club besucht … Lest doch einfach rein: Entfesselt

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Büroträume

Jetzt musste sie die Hände wieder zurückziehen, denn er achtete sehr genau auf die Geräusche, die ihm verrieten, dass sie auch tat, was er wollte. Sie schlug den Rock hoch, diesmal nicht nur über die Schenkel, sondern so, dass ihr Hintern sich nackt präsentierte. Und zwar ganz. Er sollte vollkommen freigelegt sein, und der Stoff ihres Rockes musste sich um ihre Hüften bauschen.

Einmal hatte sie es versucht und ihn nur zur Hälfte hochgezogen, aber er hatte es sofort bemerkt. Sie wusste nicht wie er es tat, er konnte sie wohl kaum sehen, aber sie war sich seiner vollkommenen Überwachung nun sehr bewusst.

Dies war der Punkt, an dem sie noch immer rot wurde und am liebsten vor Scham im Boden versinken wollte. Ja, es war besonders früh, und es war noch niemand im Büro. Aber was, wenn doch einmal einer der Kollegen früher kam? Was, wenn er gerade ihren Chef etwas fragen wollte und unverhofft zur Tür herein platzte?

 

Kennt ihr schon: Morgenritual? Ist schon was älter, aber die Fantasie ist immer noch heiß … Eine Sekretärin, von ihrem Chef trainiert …

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Ein Bild – und der Film beginnt im Kopf

Eine Sklavin aus Gor. Wer die Bücher gelesen hat, weiß sofort, was dahintersteckt. Das Bild löst Fantasien aus, erinnert an heiße Szenen oder an die Sucht nach genau dieser Art der Unterwerfung oder Domination.
Nur ein Bild …

„Schau mal, Schatz.“
„Ah. Die goreanische Sklavin. Wie heißt die nochmal?“
„Kajira.“
„Sehr unterwürfig. Sehr sinnlich. Schön.“
„Wie wäre es …“
„Du möchtest eine Kajira sein?“
„Hm. Irgendwie schon. Aber …“
„Sag es mir!“
„Sie sollte nicht nur knien. Auch etwas tun.“
„Zuerst einmal sollte sie ihren Herrn so erwarten, wenn er nach Hause kommt.“
„Ja, und bereit sein für ihn.“
„Sie müsste seinen Halsreif tragen. Die Ohrläppchen durchstochen hast du ja schon.“
„Ohrläppchen?“
„Nur Sklavinnen haben durchstochene Ohrläppchen. Du trägst also das Zeichen schon.“

„Das war aber ein heftiger Schauder. Die Idee scheint dir gut zu gefallen.“
„Mir ist nur warm.“
„Ich überlege noch, ob ich dir Kleidung erlauben würde. Vermutlich nicht. Auf jeden Fall würde ich dir mein Zeichen auf den Oberschenkel brennen. Lieber auf die Innenseite als außen.“

„Ist dir immer noch warm? Ich dachte, das Zittern wäre ein Zeichen von Kälte.“
„Mir ist sogar sehr warm.“
„Ich wette, du bist feucht, kleine Kajira.“
„Ja, Herr.“
„Du weißt, dass du mir als Kajira jederzeit zur Verfügung stehen musst?“
„Ja, Herr.“
„Runter auf die Knie, Arsch in die Luft!“

So könnte eine Unterhaltung sich entwickeln, wenn beide dieses Spiel spielen wollen.


Eine andere Variante:
„Schau mal, Schatz, das habe ich eben auf Tumblr entdeckt.“
„Sie hat bestimmt verloren.“
„Dafür muss sie bestraft werden.“
„Wie wäre es, wenn wir das nachspielen, wenn du das nächste Mal verlierst?“
„Du weißt genau, dass ich jedes Mal gegen dich verliere!“
„Ein anderer Vorschlag: für jeden Volley, den du versaust, einen Meter über das Netz.“
„Aber wir sind nie alleine auf dem Platz.“
„Ich habe doch die Schlüssel. Wir spielen am Abend und in der Nacht musst du dafür büßen.“
„Wann hast du Zeit?“
„Sei nicht so ungeduldig, Kleines. Such schon mal den kürzesten Rock aus, den du hast.“
„Bindest du mir die Hände vor dem Bauch zusammen?“
„Nein, hinter dem Kopf. Dann habe ich noch zwei Griffe, an denen ich mich festhalten kann, wenn du hinterher meinen Schwanz bis zum Anschlag schluckst. Ich wette, du wirst ganz willfährig sein nach dieser Strafe.“
„Du meinst, das ist noch nicht genug Strafe?“
„Statt des Seils nehme ich Nippelklemmen mit. Die mit der Kette.“
„Wirst du mich daran führen?“
„Aber ja. Ich nehmen die, die fester zubeißen, wenn ich daran ziehe.“

Hast du auch schon solche Gespräche geführt?
Wenn nicht, ist es höchste Zeit, das auszuprobieren. Es gibt so viele Bilder im Netz … Such dir eines aus, das dich anmacht. Zeig es deinem Partner. Redet darüber, entwickelt die Fantasie weiter, seht, wohin sie euch führt. Bilder gibt es für jede Stufe oder Richtung des BDSM oder nur Sex überhaupt. Lieber ein Video? Auch kein Problem, ich denke, die Seiten kennen alle.
Man kann jede Anregung nutzen, um seine Fantasien weiterzuentwickeln. Es geht nicht darum, genau die Szene nachzuspielen. Das ist sowieso nie möglich, da keiner weiß, was die Person auf dem Bild oder in dem Video dabei fühlt. Es ist aber immer eine Möglichkeit, Neues auszuprobieren.
Übrigens ist das auch eine gute Methode, seinen Vanilla-Partner „anzustupsen“, willst du ihm deine „speziellen“ Wünsche näherbringen. Dann solltest du vielleicht mit zahmeren Bildern beginnen.
Gerade Rollenspiele wie das von der Sklavin auf Gor (oder bei dem Beduinen, Römern, Piraten etc.) lässt sich in alle Richtungen entwickeln.
Denkt daran, dass ihr nicht zu weit gehen dürft. Egal, welches Spiel ihr aussucht, es darf die Grenzen nicht überschreiten. Wer weiter gehen will, muss sich vorsichtig vortasten und immer auf die vereinbarten Signale achten! Damit das Spiel nicht das Letzte ist …

Falls du das Glück hast, dass dein Partner auch gerne liest (eine Seltenheit heutzutage), kannst du es auch mit einem Buch versuchen. Weise ihn auf die Szene hin, die du gerade gelesen hast. Lass es ihn lesen oder besser noch: lies sie ihm vor. Dann zurück zu dem, was ich oben geschrieben habe.
Wie wäre es mit der Kerzenszene aus „Offen für die Ehe“? Nur so als Tipp …


Bildquellen: Kajira of Gor: By Photography by Marcus J. Ranum – http://www.ranum.com (The Gor Project – 1 by ~mjranum-stock) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia CommonsTennis: über Tumblr: tumblr_mtmk2yIsgC1r59rt8o1_500.jpg

 

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Möhren überall …

Noch eine Möglichkeit, mit Möhrchen zu spielen…

Wer nicht weiß, was man noch damit tun kann, sollte mal hier reinschauen:

Hot and Spicy

 

Bild: ©pvstory-bigstock.com
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BDSM für Anfänger: Interview mit Magistus, dem Fotografen

Eine Leserfrage, die bei mir und anderen BDSM-Autoren und -Bloggern immer wieder auftaucht, ist diese: Wie fange ich es an? Dahinter stecken so viele mehr: Wie komme ich in die Szene? Wie lerne ich jemanden kennen, mit dem ich BDSM leben kann? Wie finde ich meinen Kink? Oder auch: Wie sage ich es meinem Partner?
Auf alle diese Fragen gibt es vermutlich so viele Antworten, wie es Fragende gibt. Leider aber nicht „das eine“ Rezept, die eine Vorgehensweise, die immer den gewünschten Erfolg hat. Ich habe in vielen Gesprächen inzwischen alle Variationen gehört von beiden Ehepartnern, die endlich das tun, was sie glücklich macht bis hin zu Trennungen und der darauffolgenden Suche nach neuen Erlebnissen; von Singles, die lieber einsam bleiben und sich ganz zurückziehen bis zu denen, die ganz in der Szene aufgehen und alles ausprobieren, was sich vor ihrer Peitsche nicht herauswinden kann.
Ich habe auch nicht DIE Antwort. Aber ich möchte euch ein paar Tipps geben, wie man es angehen kann. Manche mögen ungewöhnlich sein, andere sind so normal, dass ich mit allen Reaktionen von „kenn ich längst“ bis hin zu „Wow, ein neuer Weg!“ rechne. Das ist egal. Irgendjemand wird den Weg einschreiten, ihn ausprobieren, hoffentlich für gut befinden und danach einen kleinen Schritt weiter sein in Richtung seiner sexuellen Erfüllung. Wobei Sex ja nicht alles ist, auch oder erst recht nicht bei BDSM. Es geht so viel tiefer…
Die Beiträge hierzu werdet ihr unter der Kategorie „Anfänger“ finden, vielleicht auch bald unter einer eigenen Seite. Mal sehen.

Ich beginne mit einer Seite, die ich im Internet gefunden habe. Ein Fotograf.
Wenn ihr euch jetzt fragt, was das für einen Anfänger bringen soll, dann erkläre ich es gerne:
Dieser Fotograf macht auch Bilder von Bondage- oder BDSM-Sessions. Schöne, ästhetische Bilder.

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, wie sie dir helfen können: Du kannst dich als Model melden und von dir Bilder machen lassen. Du kannst sie anschauen und dich an ihnen erfreuen und von deiner nächsten Session träumen. Du kannst sie als Anregung benutzen, wie du selbst schöne, ästhetische Bilder machen kannst.
Mein Vorschlag für diejenigen, die BDSM in einer Partnerschaft ausprobieren wollen, sich aber nicht trauen, es zu sagen: Mache Fotos. Bitte deine Partnerin/deinen Partner doch einmal mit einer Augenmaske zu posieren. Oder mit den Händen hinter dem Kopf. Darfst du die Hände zusammenbinden? Ist sie/er bereit, sich dafür vor die Wand zu stellen und sich vorzustellen, an einem Andreaskreuz zu stehen? Darfst du sie/ihn an das Treppengeländer fesseln für das nächste Foto? Wie wäre es mit einem Hintern, auf dem genau ein Handabdruck ist?
Ich hoffe, dir fallen je nach dem, was dich anmacht, weitere Ideen ein. Rotes Kerzenwachs auf weißer Haut. Eine Gerte in der Hand, spielerisch zum Schlag erhoben. Eine Wäscheklammer an der Brust. Handschellen über den heißen Stilettos …

Die weniger Mutigen können sich auch einfach nur mit ihrem Partner die Bilder anschauen und dezent auf die hinweisen, die ihren Fantasien am nächsten kommen.

Und für die ganz Mutigen folgt ein Hinweis gegen Ende des Interviews, das ich mit Magistus, dem Fotografen gemacht habe.

So jetzt lest aber selbst, wie es Magistus mit seinen Fotos und Models hält und schaut danach unbedingt auf seine Seite! Den Link findet ihr ganz am Ende.


Magistus, ich habe dich im Internet gefunden und war sofort begeistert von deinen Fotos. Nicht nur die erotischen Fotografien, sondern vor allem diejenigen, die mit Bondage, Fetischen oder BDSM überhaupt zu tun haben. Nackte Frauen mit Fesseln, Handschellen oder Halsbändern sprechen mich und sicher auch meine Leser an.
Deine Fotos sehen in meinen Augen sehr professionell aus. Du sagst, du betreibst das Fotografieren nur als Hobby. Warum?
Na ja, „nur Hobby“ klingt immer so wenig – ich denke, dass so mancher Hobby-Fotograf kreativere Fotos macht als der ein oder andere Berufsfotograf. Ich habe einen stressigen Beruf, da möchte ich mit meinem Hobby kein Geld verdienen. Das würde in der Regel bedeuten, dass ich nicht mehr die Bilder so machen kann, wie ich es möchte, schließlich müsste ich mich auch nach dem Kunden richten.

Eine Besonderheit scheint mir zu sein, dass du viele verschiedene Frauen fotografierst, die ganz eigene Charaktere haben und sich wohltuend von den üblichen Barbie-Püppchen abheben. Woher bekommst du deine Models?
Der weitaus größte Teil meiner Models habe ich über die Model-Kartei.de gefunden. Natürlich baut sich dann über die Zeit ein Netzwerk auf, über welches sich Models auch über Social Media und persönlicher Empfehlungen finden lassen.
Eigentlich nie finde ich Models einfach auf der Straße, in der Regel haben die von mir fotografierten Frauen schon einen Bezug zum Modeln, betrachten das Modeln in aller Regel aber auch eher als Hobby.

Muss man jung und außerordentlich hübsch sein, um von dir fotografiert zu werden oder darf es auch ein Körper sein, der keine Modelmaße hat?
Auch wenn sich das sehr oberflächlich anhört – das Model sollte schon meinem Bild entsprechen, welches ich beim Shoot umsetzen möchte. Das sind bei mir in der Regel doch eher schlankere Models. Wobei schlank hier jetzt nicht einen „Highfashion-Laufsteg-BMI“ meint. Zu allererst muss mir aber der „Typ“ gefallen, da bin ich nicht wirklich festgelegt – sprich ob mit oder ohne Tattoos, mit oder ohne Piercings oder Body-Mods – relevant ist, ob ich das Model interessant finde.

Ich könnte mir vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich zwar fotografieren lassen wollen, aber ihr Gesicht nicht zeigen wollen. Was sagst du dazu?
Ja, speziell bei Akt-Bilder und Fetisch-Bildern gibt es das immer wieder und ist für mich wirklich ein Hindernis, was eine gemeinsame Zusammenarbeit angeht. Ich kann den Wunsch natürlich absolut nachvollziehen, das Gesicht und die Augen spiegeln aber einfach sehr viel Emotion wieder und können ein Bild von der Stimmung unheimlich beeinflussen. Deshalb ist es mir persönlich sehr wichtig, dass ich das Gesicht mit auf dem Bild habe.
Nur sehr selten lasse ich mich deshalb darauf ein, Shoots ohne Gesicht zu machen, dann in der Regel mit einer ansprechenden Maske. Aus oben genannten Gründe kommt das aber eher selten vor.
Was absolut überhaupt nicht geht, sind Bilder, bei denen im Nachhinein die Gesichter per Bildbearbeitung „zensiert“ werden.

Sind deine Models für die BDSM-Fotos auch „echte“ BDSMler? Musst du sie überreden? Sprecht ihr vor dem Shooting über Grenzen oder vereinbart womöglich ein Safeword?
Das ist ganz unterschiedlich, viele der Models sind nicht wirklich aktive BDSMler. Es ist für meine Bilder aber auch nicht unbedingt notwendig selbst auf BDSM zu stehen, da meine Bilder keine Dokumentationen und inszenierte Szenen sind. Natürlich kann es trotzdem helfen, wenn man selbst in der Szene unterwegs ist, um manche Bilder „authentischer“ darzustellen.
Überredet wird bei mir aber grundsätzlich nicht – schon vor dem Shoot werden die Bildideen mit dem Model abgesprochen. Sollten bestimmte Bereiche oder Ideen nicht passen, suche ich für die Idee ein anderes Model und überlege mit dem aktuellen Model andere Szenen, die für uns beide passen.
Ein Safeword wird deshalb auch eher nicht vereinbart, weil die Bilder zwar vielleicht mal kritischer aussehen, das meiste davon aber eher Kopfkino ist. In der Realität ist dabei sehr viel gestellt und weit aus unspektakulärer als es aussieht. Sollten es doch mal etwas kritischere Sets sein, stimmen wir uns aber natürlich vorher ab.

BDSM ist für mich eine Sache, die großes Vertrauen erfordert. Noch mehr, wenn ich mich dabei zeige. Wenn ich nämlich abtauche, achte ich nicht mehr auf meinen Körper, auf die Haltung, den Blick. Vielleicht läuft mir Spucke aus dem Mund oder ich weine, verziehe das Gesicht vor Schmerzen oder Lust oder die Haare stehen kreuz und quer ab. Seile können auch Speckfältchen zaubern, wo keine sind oder eine Brust abquetschen. Wie reagieren deine Models darauf und wie schaffst du es, dass sie nicht ständig daran denken, wie das wohl auf deinen Fotos aussehen wird?
Das bedarf natürlich gegenseitigen Vertrauens! Ein Teil meines Jobs ist aber selbstverständlich, das Model möglichst schön, ästhetisch und vorteilhaft zu inszenieren und abzubilden. Im Gegensatz zu echten BDSM-Sessions kann man bei meinen Shoots natürlich schon steuern, was vorteilhaft aussieht. Gegebenenfalls hilft auch einfach eine andere Perspektive oder ein Schatten an der richtigen Stelle.
Viele der von dir beschriebenen Emotionen sind aber natürlich auch wunderbar für tolle, in den Bann ziehende Bilder, also durchaus gewünscht.
Zudem bekommen die Models die zur Veröffentlichung angedachten Bilder im Vorfeld zur Ansicht und haben eine Einspruchsmöglichkeit. So haben Sie die Sicherheit, dass nichts veröffentlicht wird, was für Sie unvorteilhaft ist oder ihnen nicht gefällt.

Machst du das Bondage selbst?
Einfache Schnürungen mache ich selbst, sobald es aber aufwändiger wird oder gegebenenfalls sogar gesundheitlich relevant für das Model werden könnte (z.B. bei Hänge-Bondages) arbeite ich mit erfahrenen Riggern zusammen, die wissen was sie tun.
Dann habe ich auch die Möglichkeit noch ein paar coole Making-Ofs vom Entstehen der oft großartigen Bondages zu machen.

Und eine ganz wichtige Frage noch: Können sich Frauen bei dir als Model bewerben? Welche Voraussetzungen müssen sie erfüllen? Kosten deine „Dienste“ Geld? Dürfen sie die Bilder mitnehmen?
Ja, klar, sehr gerne können Sie Models bei mir bewerben. Infos dazu gibt es bei mir im Blog: https://blog.magistus.de/modelle/
Kosten an sich fallen keine an, ich shoote in aller Regel auf TfP-Basis, sprich Model und ich als Fotograf investieren unsere Zeit und bekommen dann beide die Bilder aus dem Shoot, welche wir für nichtkommerzielle Zwecke verwenden dürfen.
Die Bilder bekommen die Models ca. eine Woche nach dem Shoot per Download zur Verfügung gestellt, da ich diese erst sortieren und bewerten möchte.

Zuletzt: Ist BDSM für dich nur interessant hinter der Kamera oder bist du selbst BDSMler? Dom, Sub, Switcher? Mit einem oder mehreren festen Partnern oder solo? Was bedeutet BDSM für dich? Nur eine Art, seinen Sex aufregender zu gestalten oder eine Lebensphilosophie?
Gute Frage! Ich bin im Privaten kein aktiver BDSMler – aber davon in jedem Fall sehr fasziniert, sowohl was die Szene, die Lebensphilosophie als auch die sexuellen Aspekte angeht. Ich glaube diese Faszination drückt sich auch in meinen Bildern aus.

Ich danke Dir, Magistus, für das Interview und wünsche Dir noch viele tolle Sessions mit so wunderbaren Bildern, wie sie jetzt schon auf Deiner Seite zu sehen sind! Mich hast Du auf jeden Fall als Dauerbesucherin gewonnen!

Hier geht es zum Blog von Magistus

Wie wäre es mit einem Buch, in dem eine Frau zum ersten Mal mit BDSM in Berührung kommt? Schaut mal dieses an: Eine Affäre in Berlin

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Dinner for One – Oder: Miss Sophies 32. Geburtstag – Teil 2

Teil 1 gibt es hier. Den dritten Teil erhalten nur Newsletter-Abonnenten. Wer sich also  nicht für den Newsletter registriert, muss sich leider mit seiner Fantasie begnügen. Für alle neuen Abonnenten: bitte eine Nachricht an mich, wenn die Zusendung des 3.Teils gewünscht ist.


„Miss Sophie …“ Alle schauten ihn an, warteten auf die Fortsetzung, die er angedeutet hatte. James blieb nur, das Glas anzusetzen. Es war voll, viel zu voll, aber das war sicher gut so. Jetzt war es gleichgültig. Seine Flöte würde heute Abend nirgendwo erklingen, nicht einmal in seinen eigenen Händen. Er würde verzichten, stattdessen lieber jede Szene memorieren, die er zu sehen bekäme. Da konnte er auch die Gunst der Stunde nutzen und den Champagner bis zum Grund lehren.
„Miss Sophie, you are certainly the most beautiful creature ever beheld …“
Dieser Schleimer von Winterbottom! Natürlich war sie die Schönste überhaupt, aber wieso sollte dieser Idiot das sagen dürfen? Und dann schmatzte er auch noch, was das Zeug hielt, leckte immer wieder mit der Zunge über die Lippen und gab eine Reihe von unanständigen Geräuschen von sich, die einem halb verhungerten Hund angestanden hätten.
Hund. Zunge. Oh Mann. Letztes Jahr war es Mr. Winterbottom gewesen, der mit seiner Zunge das zarte Löchlein kosten durfte. Nicht nur kosten, oh nein. Er hatte es durchstoßen, immer wieder, dabei schmatzte er genauso wie jetzt. Auf einmal verstand James, was hier passierte. Vorspiel, Anheizen, Warmlaufen! Das taten sie, und zwar alle. Auch Miss Sophie. Wie sie sich das weiße Fleisch der Brust zwischen die Lippen schob, war Verführung pur, ein Versprechen auf spätere Freuden.
Der Leutnant hatte ihr vor einem Jahr den Schwanz in den Mund gestoßen und mit militärischer Präzision gepumpt, vor, zurück, gleichmäßig wie ein Kolben, nein, wie die Soldaten beim Drill. Und nicht gerade zurückhaltend oder gar vorsichtig wie es sich für eine zarte Frau mit einem so lieblichen Mund gehörte. Nein, bis zum Anschlag hatte er sich hineingerammt, mit jedem Stoß tiefer, bis ihre Lippen sein Gewölle berührten und ihre Nase sich in die harten kleinen Eier bohrte. Immerhin hatte er ihren Mund nicht mit seinem Samen beschmutzt, zumindest da noch nicht. Schließlich wollte er sich den Stand erhalten, bis er alle Öffnungen genossen hatte, wie die anderen auch.
James war hart wie der Servierlöffel, den er noch in der Hand hielt. Es hätte nicht viel gefehlt, dann wären seine Fäuste am Griff auf und ab geglitten. Er spürte den Tropfen Fett auf der Handfläche, der daran heruntergelaufen war.
Der würde sie gut schmieren. Aber auch das schien Miss Sophie nicht nötig zu haben. Die Geräusche, oh, die Geräusche! Nicht ihr Stöhnen, das ihm wie Musik in den Ohren klang, sondern die anderen! Die feuchten, nassen Schmatzer, die jedes Mal ertönten, wenn wieder einmal einer sich in ihre Fotze bohrte!
Er zuckte zusammen. Hatte er wirklich dieses Wort in Zusammenhang mit seiner Miss Sophie gedacht? Wie konnte er? Dieses überirdische Wesen besaß keine Fotze, nur einen zarten Spalt, eine Liebesgrotte, ein … Loch. Genau. Ein Loch. Was nicht stimmte. Es waren zwei. Zwei Löcher. Genau genommen sogar drei. Sir Toby hatte das Dritte entdeckt, wie er wilde Tiere oder neue Landschaften entdeckte. Wo er das herhatte? Bestimmt von den Hottentotten gelernt.
Was neue Bilder brachte, von Sir Toby mit einem hübschen, dunkelhäutigen, zartgliedrigen Wesen, dessen Figur an Miss Sophie erinnerte, wie er sie von hinten stieß und stieß.
„James!“
„Ja, Miss Sophie!“ Diesmal sprach er nicht mit heller Stimme, sondern ganz tief, ganz rau, als wäre er selbst mittendrin in der Szene, wäre er derjenige, der dieser Frau, die gar nicht mehr dunkelhäutig war, seinen Stab in das Loch bohrte, das verbotene, hintere …
„James, Sie können abräumen. Gentlemen, wie wäre es mit Früchten zum Dessert?“
„Bieten Sie uns Ihre göttergleichen Äpfel an, Miss Sophie?“
„Dürfen wir jetzt Ihre Früchte kosten, Miss Sophie?“
„Darf ich den Saft auflecken, Miss Sophie?“
Beinahe hätte James sich angeschlossen. Darf ich sie aufessen, Miss Sophie? Sie abschlecken, anknabbern, lutschen, beißen? Zur Not wäre er damit zufrieden, von ihr zu trinken, wenn sonst nichts für ihn abfiel.
Zum Glück musste er nur die Obstschale servieren, nachdem die Teller abgeräumt waren. Jedem Einzelnen ein ausgesuchtes Obststück aufzulegen, hätte seine Kräfte überschritten. Obwohl, für Miss Sophie hätte er zu gerne jedes Obst vorbereitet, vorzugsweise die harte Gurke aus seiner Hose geschält und sie ihr zu kosten gegeben. Er hörte das Schmatzen schon, mit dem sie ihn ableckte, ihre Lippen darum schloss und saugte.
„James, ich bitte um den Port. Einverstanden, Gentlemen?“
Natürlich waren sie einverstanden! Jeder Gang, jedes Getränk brachte sie näher an die ersehnte Stunde. Der Port läutete die letzte Zeremonie ein, nach der sie alle Förmlichkeit fallen lassen konnten. Nichts mehr mit Miss und Gnädigste und Mylady. Dann hieß es nur noch Schlampe, Bitch, Fotze.
Niemals wäre er in der Lage, sie so anzusprechen. Immer würde sie für ihn die Lady bleiben, egal in welcher Situation. Ein Preis, den er gerne zu zahlen bereit war. Wie die Männer bereit waren, auf den letzten Preis zu verzichten. Niemand durfte seine Sahne in ihr hinterlassen, stattdessen standen dann, wenn die Kräfte sich zu erschöpfen drohten, alle um das Bett, auf dem sie wie ein Opfer dahingestreckt lag. Miss Sophie, erschöpft von den Spielen und den zitternden, zuckenden Ergüssen, die ihren Saft auf den Laken verteilten, opferte ihre Haut für das Letzte, den Segen für das neue Jahr, den Höhepunkt der ganzen Nacht. Vier Männer ließen ihren heißen Samen auf sie spritzen, jeder bemüht, möglichst zielgenau Mund oder Brüste zu treffen, sie mit einer Unmenge ihres Saftes zu markieren, den sie genussvoll in ihre weiße, weiße Haut verrieb.
Ein letztes Mal schenkte er ein.
Sir Toby stand leicht schwankend mit gut gefülltem Glas da. „Miss Sophie, my gal! Ich singe dir ein Lied!
There was a Jolly tinker
He came from Dungaree
With a Yard and a half of foreskin
hanging down below his knee … “ *
Der Rest des alten irischen Volkslieds ging unter in trunkenem Gelächter.

Mr. Winterbottom mischte sich ein, indem er auf den Stuhl sprang und mit großen Gesten und einem vollen Bariton lateinische Verse zum besten gab:
„Oh! Oh!
totus floreo,
iam amore virginali
totus ardeo,
novus, novus amor
est, quo pereo.“ **

Das wollte von Schneider nicht auf sich sitzen lassen, weshalb er der Vorführung mit einem erneuten Hackenknallen ein Ende setzte. Er selbst hob an, ein deutsches Reiterlied zu singen:
„Schöne Jungfrau, wollt ihr mit mir gahn
Ich will euch lehren, was ich kann
Ein Lied von dreierlei Stimmen
das drüben im Wald tät klingen” ***

„Genug, Gentlemen! Ich werde mich zurückziehen.“
Sir Toby stand schon hinter ihrem Stuhl, um diesen aus dem Weg zu räumen. Mr. Winterbottom packte ihren Arm, als wollte er sie am Weglaufen hindern und drehte sie schwungvoll in Richtung Treppenhaus.
„Ich gehe voraus!“ Von Schneider sprang leichten Fußes jeweils über drei Stufen auf einmal.
Jedes Auftreffen der Absätze erschütterte die Treppe, so dass die Vibrationen bis in James Beine zu spüren waren. Oder war es ein Zittern, das ihn durchlief? Ein scharfer Schmerz krallte sich in seine Eingeweide.
Nun war es so weit. Ihm blieb nur das Schlüsselloch. Zumindest würde er in diesem Jahr genug der Servietten einstecken, damit er nicht vorzeitig abbrechen musste wie im letzten. Sein Schwur von eben, sich nur auf das Zuschauen zu konzentrieren, war vergessen.
Aber oh, seine Sophie …
Würden sie ihr wieder die Arme an den Pfosten anbinden und die Beine so weit spreizen, dass sich die Falten ihres Geschlechtes weit öffneten und jeder Tropfen ihres Lustsaftes das Licht der Kerzenleuchter widerspiegelte? Ein erneutes Pochen erinnerte ihn an die inzwischen schmerzhafte Kerze, die seine Hose nun unübersehbar ausbeulte. Er verschränkte die Hände davor, doch letztlich war es ihm gleichgültig. Seine Herrin kehrte ihm den Rücken zu.
Auf der dritten Stufe drehte Miss Sophie sich um. „James?“
„Ja, Mylady?“ Seine Stimme klang nicht mehr wie Mr. Pommeroy. Im Gegenteil, eher wie die des Pfarrers beim Begräbnis.
„Wo bleiben Sie? Ihre Rolle ist noch nicht zu Ende!“
James stolperte über die Schnauze des Tigers, fing sich wieder und verschwendete keinen Gedanken mehr an das tote Tier.


Genug? Oder nicht? Das ist jetzt die Frage …

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* aus: Ed Cray, The Erotic Muse: American Bawdy Songs, 2. Aufl., 1999
** Auszug aus Carmina Burana, Übersetzung:
Oh! Oh!
Ich kriege eine Erektion
Ich platze bald vor Geilheit,
Diese neue Liebe
Ist, wofür ich sterbe würde.
*** Es ritt ein Reiter wohl durch das Ried, altes Volks- oder Soldatenlied


Foto: By Daderot (Own work) [Public domain or CC0], via Wikimedia Commons

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