SM-Blogparade „Erniedrigung“

Erniedrigung/Demütigung ist für jeden Menschen anders definiert. Eine sub, die freiwillig alles für ihren Herrn tut, empfindet keine Erniedrigung, wenn sie eine Hausarbeit ausführen muss. Eine Frau, die fest im Leben steht und sich nur ab und an einem Dom/einer Domme unterwirft, wird es als höchste Demütigung ansehen, wenn sie ein Getränk auf Knien rutschend servieren muss. Eine Art der Demütigung, die ihr Schauder über den Rücken laufen lässt und ihr Höschen nässt (sofern sie noch eines trägt), weil sie die Handlung zwar aus der Sicht der Feministin als erniedrigend beurteilt, aber diese sie letztlich genau in die Geisteshaltung versetzt, die sie sich wünscht. Hingabe, Demut (die Ähnlichkeit kommt ja nicht von ungefähr), Devotion, Unterwerfung. Nicht das Gleiche, aber das, was sie will. Für mich war es früher extrem erniedrigend, mich als sub öffentlich zu zeigen. Schon die Idee, mich als Frau zu outen, die es genießt, unterworfen zu werden, fand ich schrecklich. Zum Glück hat sich das geändert. Na ja, sagen wir mal: Das Ganze ist noch in Bewegung. Ist ja nicht so, als würde ich heute fröhlich im Dorf herumhüpfen und allen meine sexuelle Neigung zurufen. Soll ich euch also einen Abriss über meine Entwicklung geben? Nein, ich bin immerhin Autorin. Also habe ich für euch eine Geschichte geschrieben. Das, was ich hier in eine Geschichte verpackt habe, wäre also auch meine Erniedrigung, trotzdem ist die Geschichte fiktiv. Nie so passiert. Ich schwöre!


„Komm, wir gehen einkaufen.“ „Ich habe doch schon alles besorgt für das Wochenende. Was brauchst du denn noch?“ Mike packte Teresas Haare, zog ihren Kopf in den Nacken und beugte sich so nah zu ihr, dass sie seine Augen übereinander sah statt nebeneinander. „Respekt, Kleines. Nicht in diesem Ton.“ „Sorry!“ „Ich schätze, das genügt nicht. Du bist in letzter Zeit oft so schnell mit deinem Mundwerk. Mir scheint eine Lektion in Demut angebracht.“ Teresas Augen wurden groß. „Entschuldige bitte, Herr. Ich habe es nicht so gemeint. Kann ich den Einkauf für dich erledigen? Wenn du mir aufschreibst …“ „Nein. Ich denke, wir können den Einkauf mit deiner Erziehung verknüpfen.“ Teresa schluckte, obwohl ihr Mund trocken war. Was plante Mike nur? Sollte sie mit dem Halsband einkaufen gehen? Das wäre nicht das erste Mal. Sie hatte es überstanden, auch wenn ihr schlecht geworden war und sie die ganze Zeit nicht aufgeschaut hatte. Nein, Mike wirkte nicht, als würde er sich damit zufriedengeben. „Zieh dir ein Kleid an. Eines, das man schnell ausziehen kann. Sonst nichts.“ Oh shit. Sich mit einem Halsband zu präsentieren war eine Sache, aber sich so verfügbar zu machen, eine andere. Teresa folgte der Anweisung mit bangem Herzen. Sie hasste es, unter Fremden zu sein, hasste es, angestarrt zu werden, glaubte bei jedem Spaziergang, jeder Entgegenkommende würde über ihren Kink oder ihre Lust an der Unterwerfung urteilen. Sie verurteilen. Sie versuchte nicht, ihn während der Fahrt auszufragen. Sie war schlau genug, nicht noch mehr Grund für eine Strafe zu liefern. Mike hatte recht. Sie war häufig zu schnodderig. Nicht weil sie ihn ärgern wollte, sondern eher aus Gedankenlosigkeit. Schon häufiger hatte das Anlass für Strafe gegeben, aber in der Regel begnügte Mike sich mit Dingen wie Orgasmusverweigerung oder dem Verwehren von Dingen, die sie sich wünschte. Heute wirkte er anders. Entschlossener. Dann fiel ihr ein, dass er ja schon mit ihr einkaufen gehen wollte, ehe sie so respektlos geantwortet hatte. Was wollte er kaufen? Vor dem riesigen Sexshop neben der Autobahn stieg sie mit zitternden Knien aus. Auch diese Angst musste sie jedes Mal aufs Neue überwinden. Würde sie jemanden treffen, der sie kannte? Der sie komisch anstarrte? Der sah, was Mike einkaufte? Mike packte ihre Hand. „Du schämst dich für mich, nicht wahr?“ „Nein!“ Sie schrie es beinahe. Nein, niemals, doch nicht für ihn! „Mike, ich … ich …“ „Was ist es dann?“ Seine Stimme klang hart, aber sie spürte, dass er sie wirklich nicht verstand.

„Nicht für dich, Mike. Für mich. Ich schäme mich, weil ich Angst habe vor dem, was die anderen über mich denken.“ Wieder sah sie zu Boden. Um was ging es ihm denn heute? Was wollte er von ihr? „Wenn du dich für das schämst, was wir tun, dann schämst du dich auch für mich. Eine Scham, die nicht angebracht ist, denn wir tun es gemeinsam, wir leben unser Leben gemeinsam.“ „Sicher, Mike. Aber ich kann nicht einfach über meinen Schatten springen.“ „Aber ich kann dir zeigen, wie es ist und wie es sein kann. Komm mit. Ich erwarte Gehorsam, Teresa.“ Der Laden war nicht wirklich so schäbig, wie sie ihn in Erinnerung hatte. Klar, dort gab es die Kabinen, hinter denen sich für sie unvorstellbare Dinge abspielten, aber der Rest sah eigentlich ganz normal aus. Um diese Zeit hielten sich nur wenige Menschen hier auf. Vorwiegend Männer. Teresa ließ automatisch die Haare ins Gesicht fallen. Sie konnte nicht anders. „Bleib hier stehen. Ich muss etwas klären.“ Mike ließ sie in der hintersten Ecke vor dem Regal mit riesigen Dildos alleine. Teresa wäre am liebsten im Boden versunken. Wenn jemand sie hier sah, würde er denken … sie schämte sich zutiefst. Es dauerte eine Weile, bis Mike kam. Er fand sie hinter einem Vorhang aus Haaren, wie sie das Muster des Fliesenbodens studierte, als müsse sie es später aus tausend Vorlagen wiedererkennen. Er nahm ihre Hand und führte sie in eine andere Ecke. „Ich möchte neues Spielzeug haben. Ich bin noch nicht sicher, welches. Wir werden verschiedenes ausprobieren müssen.“ Ausprobieren? Seit wann konnte man in einem Sexshop etwas ausprobieren? „Was hältst du von diesen Fesseln?“ `Diese´ Fesseln bestanden aus einem querliegenden Stab, der von ledernen Cuffs umgeben war und von einem stabilen Haken gekrönt wurde. Nichts, was sie schon mal verwendet hatten. Zuhause hatte Mike verschiedene Haken an Wand und Decke angebracht, an die er sie gerne mit Juteseil fesselte. Das hier wirkte so viel stabiler, härter. Mike legte ihr die Halterungen an. ES fühlte sich gut an, wie das Leder ihre Handgelenke umschmeichelte. Sie schloss die Faust um die Stangen, ließ das Gefühl für eine Sekunde auf sich wirken und streckte ihm dann die Hände wieder entgegen. „Nein, die sind zu schwer, Mike.“ Sie sah eine Bewegung hinter ihm. Automatisch trat sie in Mikes Schatten in der Hoffnung, sich vor dem Blick des Fremden verstecken zu können. Besonders die gefesselten Hände presste sie jetzt an seine Brust. „Machst du die bitte ab?“ „Nein.“ Der Mann kam näher, ging im Gang an ihnen vorbei, nicht ohne eine Blick auf Teresas Hände zu werfen. Sie drehte ihm den Rücken zu. Sie fühlte sich so unwohl. Hoffentlich würde Mike sich schnell entscheiden können. „Mal sehen, was wir noch brauchen können. Wie wäre es hiermit?“ Diesmal wählte Mike einen steifen Halskragen. Nein, so lang war ihr Hals nicht, sie würde sich nicht mehr rühren können. „Mike?“ „Ruhe.“ Sie erinnerte sich an seine Drohung und an die Anweisung, zu gehorchen. Auch wenn es schwerfiel, schluckte sie also ihre Widerworte und Bitten und erst recht das Maulen herunter. Mike legte ihr den Kragen an, ohne die Handfesseln zu entfernen. Tatsächlich konnte sie den Kopf nicht mehr beugen, sondern hielt ihn gezwungenermaßen stolz erhoben. Dabei fühlte sie sich kein bisschen stolz, sondern ängstlich. Ihr Herz schlug heftig, sie spürte kalten Schweiß im Rücken. Der Weg zu der nächsten Stelle war Folter. Mike zerrte sie erst ein paar Schritte, dann blieb er stehen, drehte sich um und setzte seinen Blick auf. „Folge mir, Sub.“ Oh, diese Stimme. Sie schluckte krampfhaft. Sie würde sich dieser Stimme nicht widersetzen. Leider schaffte die Stimme es nicht, sie in die richtige Stimmung zu versetzen. Jedenfalls nicht die Demut gepaart mit freudiger Erregung, die sich normalerweise einstellte, wenn sie spielten. Sie hörte Schritte hinter sich. Oh Gott. Wer war das? Was dachte er? Als Mike sie vor einem Stück Wand, an dem keine Regale oder Haken angebracht waren, umdrehen ließ, erkannte sie eine Frau, die ihr zulächelte. Teresa schloss für einen Moment die Augen. Das konnte doch alles nicht wahr sein! Es wurde noch schlimmer. Mike packte eine Hand, hob sie an und schon war sie fixiert. Natürlich wehrte sie sich nicht dagegen, als er auch die zweite Hand in ihrer schweren Fessel irgendwie an der Wand hinter ihr befestigte, aber sie wollte auch die Augen nicht mehr öffnen. „Schau mich an!“ Mikes Stimme erklang dicht an ihrem Ohr. Sie öffnete die Augen, ihr Blickfeld ausgefüllt von seinem Gesicht. Gottseidank. So sollte es bleiben. „Lass die Augen offen. Schau dir an, wer dich anschaut. Schau dir an, was sie von dir denken, was sie von dir halten. Schau dir an, was ich mit dir mache und was das mit anderen macht.“ Mike trat einen Schritt zurück und sie erhaschte einen Blick auf mehrere Gestalten hinter ihm. Ihr Herz rutschte endgültig in die Hose. „Was macht es mit dir, Teresa? Sag es mir.“ Nein. Nein, sie konnte diesem Befehl nicht folgen. Brachte kein Wort über die Lippen. Alles krampfte sich in ihr zusammen, sie wünschte sich, sie würde schrumpfen, sich auflösen, mit der Wand verschmelzen, unsichtbar werden. Wo waren diese blöden Unsichtbarkeits-Capes, wenn man eines brauchte? Sie schaute in die Gesichter. Die Frau lächelte immer noch, nicht abfällig, sondern mit vor Begeisterung strahlenden Augen. Sie sah aus, als wünschte sie sich an Teresas Stelle zu sein. Wie konnte sie nur? Ein Mann stand seitlich der Frau. Sein Blick lief abschätzend an Teresas Körper herab. Was dachte er? Was sah er? Verurteilte er ihr Verhalten oder ihr Aussehen? Bestimmt tat er das. Bestimmt fand er sie zu fett oder dachte abfällig über sie. Ein junger Mann, der nur zufällig einen Blick in ihre Richtung geworfen hatte, pfiff durch die Zähne und änderte sofort seinen Kurs. Er stellte sich näher als die anderen, auf kaum Armeslänge entfernt. Sein Blick wirkte anerkennend, aber auch lüstern. Nein, Teresa wollte alle diese Blicke nicht mehr sehen. Sie versuchte, ihr Haar über ihr Gesicht fallen zu lassen, aber es war einfach unmöglich mit der Halskrause. Mike hatte sie in Ruhe gelassen. Oder wollte er einfach beobachten, wie sie reagierte? Sie kannte das von ihm. Er schaute genau hin, beachtete ihre Regungen. Warum konnte er dann nicht sehen, dass sie sich extrem unwohl fühlte? Dass ihr schlecht war, sie Bauchweh hatte? Mike beharrte zum Glück nicht auf einer Antwort auf seine Frage. Stattdessen fragte er in die Runde: „Was glaubt ihr, was ihr gut stehen würde?“ „Striemen.“ „Nippelklemmen.“ „Ein Schwanz vorne, einer hinten und einer ins Maul.“ Die letzte Bemerkung kam von einem schäbig bekleideten Kerl, der eben erst dazugestoßen war. „Striemen?“ Mike schaute den jungen Mann an, von dem die Bemerkung gekommen war. „Und was soll die Striemen machen?“ „Ein Rohrstock. Der macht sehr schöne Striemen, die du in einem Muster setzen kannst.“ „Kannst du das auch?“ Jetzt blitzen nacheinander Erstaunen, dann Vorfreude und zuletzt diebisches Vergnügen in den Augen des Mannes auf. „Klar. Nur her damit.“ Eine Frau mit einem Namensschild, also augenscheinlich die Verkäuferin, ging weg und kam nach einem Augenblick mit einem Stock wieder. „Die Rohrstöcke müssten erst gewässert erden. Dieser hier ist aus Kunststoff und erfüllt den gleichen Zweck. Außerdem ist er hygienisch, weil abwaschbar.“ Teresa hätte sich fast in die Hose gemacht. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Mike würde dem doch sicher gleich ein Ende machen, oder? Tatsächlich stellte Mike sich dicht vor Teresa, so dass er wieder ihr Blickfeld ausfüllte. „Wie fühlst du dich?“ „Mike, ich … ich habe Angst. Bitte, Mike, mach mich los. Ich möchte das nicht.“ Sie spürte Bewegung an ihrem Kleid. Mike hob den Saum an, packte den Stoff mit beiden Händen und steckte ihn in ihren Ausschnitt. Sie spürte, wie dieser nach unten gezogen wurde. Sicher gab er einen Teil ihrer Brust frei. Aber auch um ihre Beine und um ihre Muschi ging ein Luftzug. Oh Gott, er hatte sie vor aller Augen entblößt. Sie schämte sich so! Was zum Teufel? Mikes Finger – waren es überhaupt Mikes Finger? – berührten ihren Venushügel, glitten dann zwischen ihre Beine, drangen in sie ein. „Wenn du dich so schämst, warum bist du dann so nass?“ Sie keuchte auf, als er seine Finger krümmte. Verdammt, das fühlte sich so gut an! Eine Fülle, die ihr gefehlt hatte, wie sie erst jetzt erkannte. Eine Fülle, die sie herbeigesehnt hatte, ohne es zu wissen. „Ich … ich …“ „Teresa, sag einen ganzen Satz. Und ich warne dich: Wenn es keine klare Ablehnung ist, dann gilt es nicht als solche.“ Sie presste die Lippen zusammen, ließ ihn nicht aus ihrem Blick. Was sollte sie tun? Sie brauchte ihm nur deutlich zu sagen, dass er aufhören sollte. Warum tat sie es dann nicht? Warum wollten die Worte nicht über ihre Lippen? Die Antwort erschreckte sie so sehr, dass sie sich die Erkenntnis, die damit verbunden war, nicht eingestehen wollte. Also schwieg sie, schluckte schwer, aber öffnete ihre Lippen nicht einen Millimeter. Mike küsste sie auf Lippen, Augen und Nasenspitze, dann drehte er sich um und sprach leise mit dem jungen Mann. Ihr war das Aufblitzen in seinen Augen nicht entgangen. Wieder einmal hatte er sie richtig eingeschätzt. Warum wehrte sie sich nicht, sagte die Worte nicht? Sie hatte Zeit, darüber nachzudenken. Weil sie ihm gehorchen wollte, eine gehorsame sub sein wollte, ihn nicht bloßstellen wollte. Ja, auch. Und mehr, irgendwo in ihr drin, das sie sich immer noch nicht eingestehen wollte. Der junge Mann trat vor. „Erlaubst du?“ Teresa nickte unmerklich, da der Kragen kaum Bewegung zuließ. Er rührte sich nicht, schaute sie weiter an. Also atmete sie tief durch, dann sagte sie leise: „Ja.“ Mehr ging nicht, ehrlich nicht. Ein Schlag traf ihren Oberschenkel. Leicht. Zu leicht. Der nächste wurde mutiger ausgeführt und schmerzte. Der danach tat richtig weh und trieb Teresa Tränen in die Augen. Nur fünf Schläge, dann hörte es auf. Teresa atmete schwer, keuchte mit offenem Mund. „Du hast eben Nippelklemmen erwähnt?“ Mike wandte sich an die junge Frau. „Es gibt hier so Ketten, an denen zwei Klammern für die Nippel sind und eine für die Klit.“ Teresa schaute nicht hin. Sie wollte einfach nicht. Viel lieber registrierte sie die Reaktion ihres Körpers. Das Kribbeln der Haut. Die Nippel, die sich aufstellten bei der Vorstellung, gleich Schmerz ertragen zu müssen. Ihre Pussy, die feucht war und pulsierte und ihre Klit, die erwartungsvoll anschwoll. Alles Empfindungen, die sie kannte und die doch heute zehnfach verstärkt waren, weil sie hier stand. Vor aller Augen. Weil sie sich zutiefst schämte für das, was die Menschen sahen und mehr noch für das, was sie dabei fühlte. Jedes Mal, wenn die Verkäuferin das genannte Teil heraussuchte, aus der Verpackung nahm und es wie bei einer Tupperparty anpries, kam Mike zu ihr, steckte seine Finger in ihre Muschi, pumpte ein paar Mal und inspizierte ihr Befinden. Nein, sie brauchte die Berührung nicht, um ihre Erregung am Simmern zu halten. Die blieb von ganz alleine auf einem hohen Level. Was sie brauchte, war die Versicherung, dass er sich um sie kümmerte, sie nicht allein ließ, sie letztlich bei ihm geborgen war. Das Brennen ihrer Wangen konnte sie nicht ablegen, die Scham über die Bemerkungen der Zuschauer auch nicht.

Auf dem Nachhauseweg ließ Mike seine Hände über die Striemen auf ihren Schenkeln gleiten. „Hübsch. Wenn auch nicht so regelmäßig, wie ich es mir gewünscht hätte. Der mit dem blauen Hemd hatte zu wenig Kontrolle über sich.“ Teresa schauderte noch bei der Erinnerung an den Mann, der mit der Gerte ihren Venushügel treffen wollte, aber sie auch auf den Bauch geschlagen hatte. Nur einmal, dann hatte Mike ihm die Gerte entrungen. Dafür war die kleine, rundliche Frau sehr treffsicher mit dem schmalen Paddel gewesen und hatte dafür gesorgt, dass ihre Schamlippen nun auf das Doppelte angeschwollen waren. Sie schafften es kaum hinter die Haustür. Ohne eines der gekauften Spielzeuge zu verwenden, fiel Mike über sie her. Und sie über ihn.


Nachsatz:

Willst du das Spiel mit der Erniedrigung in dein Repertoire aufnehmen? Dann beachte bitte folgende Hinweise: Eine Erniedrigung darf nicht die körperliche Erscheinung betreffen oder die Stellung im Leben des/der Sub (also weder Arbeit noch Herkunft oder ähnliches). Dann ist es nämlich kein Spiel mehr. Ich bin der Ansicht, dass es da eine deutliche Grenze gibt, so wie es eine Grenze gibt zwischen hartem Sex und Missbrauch, zwischen D/s und einfach schlechter Behandlung einer Person, die sich nicht wehren kann oder will. Wie erkennt Dom diese Grenze? Liebst du die Person, der du das antust, fühlst du zumindest tief für sie, interessiert dich ihr Wohlergehen? Dann kannst du auch spüren, wenn die Erniedrigung sie zu tief trifft. Hör auf, ehe du der Beziehung einen bleibenden Schaden zugefügt hast. Für subs gilt ähnliches: Fühlst du dich trotz allem noch im Spiel? Wenn du merkst, dass dich die Handlungen des Doms zu tief treffen, wenn sie wirklich wehtun, anstatt dir den Reiz des über die Grenzen hinausgehenden Spiels zu bringen, dann ist es Zeit, dein Safeword zu benutzen oder Nein zu sagen oder einfach dein Unwohlsein auszudrücken.

Gerade bei diesem Spiel ist es sehr wichtig, dass die Grenze nicht überschritten wird. Einem Menschen, der mich so bloßstellt, dass es mir in der Seele wehtut, kann ich nicht vertrauen, dass er das nicht wieder und wieder tun wird. Das wäre für mich ein absolutes No-go und damit das Ende der Beziehung.

Trotzdem kann es sehr erregend sein. Willst du das Spiel leicht halten und suchst nur nach einer angemessenen Strafe, da sub sich über jeden Gebrauch eines Schlagwerkzeugs nur freut, dann frage dich bei jeder Idee, die du hast, ob die Aufgabe, die du sub stellst, diese wirklich beschämt oder ob sie die geheimen Wünsche des devoten Parts erfüllt.

Du siehst, das Spiel mit Erniedrigung ist nicht einfach. Vielleicht hast du es auch schon längst eingebaut, ohne es so zu benennen?

Vielleicht träumt aber sub nur von Erniedrigung und würde sofort davonlaufen, wenn sie Wirklichkeit werden sollte? Weißt du, was in diesem Fall hilft? Reden. Und danach reden und nochmal reden. Kommuniziert eure Wünsche, eure Vorstellungen. Es gibt kaum einen Dom, der geheime Wünsche erahnen kann. Das wäre dann ein subflüsterer, oder? 😉 Von denen soll es höchstens ein oder zwei geben, habe ich gehört. Und sub trägt, wie ich es immer wieder betone, die gleiche Verantwortung für ihr/sein Wohlergehen und das von Dom/Domme. Bitte gib den Verstand nicht gänzlich dort ab, wo auch immer du deine Kleidung ablegst.

In den nächsten Tagen, verteilt über den ganzen Oktober, wird die Blogparade weitergehen. Jeder Blogger wird seine Sicht über das Thema auf seine Weise darlegen. Ich werde die Blogs hier verlinken, sobald die Beiträge erscheinen. Schau also immer mal wieder rein oder abonniere die entsprechenden Blogs, damit du immer auf dem Laufenden bleibst.

Die nächsten Beiträge sind online: Tanja Russ Tomasz Bordeme Remi – Seitenspringerin Lady Keks

Taras Ropes

Foto: ©Chris tefme@depositphotos.com

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SM-Blogger-Fragerunde

Hi, meine Lieben,

bald ist es so weit, die Blogparade startet am Dienstag hier bei mir. Damit ihr alle wisst, mit wem ihr es hier zu tun habt, haben wir einige Fragen erhalten, die zumindest ein bisschen über uns erzählen.

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1. Charakterisiere dein Lebensgefühl mit einem Satz.

Zufrieden und unzufrieden und dankbar und hoffnungsvoll und entschlossen, mir den Rest auch noch zu erkämpfen.


2. Würdest du eher auf Sex oder auf Humor verzichten?

Eine fiese Frage. Sex ohne Humor geht natürlich, aber ein Tag ohne Lachen bedeutet auch bei gutem Sex immer noch viele dröge Stunden. Zum anderen würde ich nie auf Sex verzichten wollen. Nein, tatsächlich nie. Ich schätze, ich werde auch mit 88 noch im Altersheim die Hand unter die Decke stecken, sollte es anders nicht mehr gehen.


3. Welche Zweifel hast du beim Schreiben deines Blogs?

Auch ich habe, wie viele andere, Angst, zu viel von mir in den Blog zu geben. Zugleich lebt dieses Thema nun mal von persönlichen Dingen, sonst wäre es nur eine Bedienungsanleitung. Dann das Übliche: Blogge ich genug, um meine Leser bei der Stange zu halten? Ist zu viel Werbung dazwischen (ja, tatsächlich, ich habe etwas zu verkaufen …) Schreibe ich über die Themen, die euch interessieren? (Hierzu dürft ihr mir übrigens jederzeit Rückmeldungen geben!)


4. Gäbe es für dich einen Grund mit dem Schreiben oder Bloggen aufzuhören?

Mit dem Schreiben werde ich aufhören, wenn meine Finger abgewetzt sind und anschließend das Spracherkennungsprogramm (mit dem ich noch nicht arbeiten kann) meine Worte nicht mehr versteht.

Mit dem Bloggen werde ich aufhören, wenn sich die letzten Leser abgemeldet haben. Ich hoffe aber, dass ich früh genug dagegensteuern kann und dann ein anderes Thema finde. Wie wäre es mit SM-Utensilien basteln? Oder ein Blog übers Segeln (ich bin mal wieder am Recherchieren …)?


5. Ein Gedankenspiel: Stell dir vor, du müsstest entscheiden: a) Entweder auf alle deine Fotos verzichten oder b) all dein Geld und die Ersparnisse aufgeben? Wählst du a) oder b) und warum? (Bedenke, dass du mit viel Geld z.B. auch viel Gutes tun könntest)

Äh, mit meinem Geld könnte man nicht VIEL Gutes tun. Deshalb lasse ich diesen Aspekt mal außer Betracht. Trotzdem ist für mich Geld ein Mittel, um mir eben Extras leisten zu können, die ich so liebe: Reisen (und Schuhe, aber die sind nicht so teuer wie Reisen). Die Bilder, die ich auf den Reisen mache, sind mir lieb und teuer, deshalb würde es schwerfallen, darauf zu verzichten, aber ich denke, dass ich auf genügend Erinnerungen zurückgreifen kann, dass ich es auch ohne sie aushalten würde. Lieber Reisen und neue Bilder ansammeln (kennt jemand noch das Bilderbuch von der Maus Alexander, die im Sommer nur Eindrücke sammelte anstatt Essen? So geht es mir.)


6. Marmelade oder Nutella?

Nutella und einmal schlechtes Gewissen, bitte!


7. Was ist dein Rezept gegen Schreibblockaden?

Rausgehen. Nicht immer gleich auf Reisen, spazieren gehen, shoppen, Freundin treffen, quatschen usw. hilft auch.


8. Versuchst du in deinen Posts für Leser zu schreiben oder eher für dich?

Ich habe meine Leser im Blick. Ich bin kein Tagebuchschreiber, ich muss mir nichts von der Seele schreiben (oder tue das zumindest nicht öffentlich), das diskutiere ich lieber mit meinem Mann. Deshalb sind alle meine Texte für meine Leser.


9. Wenn du der Welt etwas zurufen könntest, was würde das sein?

Müsst ihr die gleichen Fehler wirklich immer wieder machen?


10. Bist du bei Strafen eher für Paddel, Gerte und Peitsche zu begeistern oder Hand und Gürtel?

Uuh, Kopfkino! Sorry, ich muss erst mal eine Pause einlegen …

Okay, weiter geht’s. Ich bin ein visueller Mensch, also stelle ich mir alles sehr direkt und voller Emotionen vor. Bei dieser Auswahl dauert das eine Weile. Tja. Wie soll ich mich da entscheiden? Ich liebe die Hand meines Mannes. Und der Gürtel hat so etwas Barbarisches … was mir wieder zusagt. Peitsche ist mir meistens zu arg, zumindest darf es keine Einschwänzige sein. Paddel isf fies und aua, Gerte liebe ich, weil sie so … scharf … ist.

Mann, was nehm´ ich denn jetzt? Für eine Strafe müsste es also unbedingt Peitsche oder Paddel sein, sonst habe ich am Ende noch Spaß dran 😉


11. Geht ihr noch einer geregelten Tätigkeit nach?

Ich habe noch einen Minijob, damit ich wenigstens einmal die Woche aus dem Haus komme.


12. Könnt ihr vom Bloggen leben?

Nicht vom Bloggen, aber vom Schreiben von Büchern. Nicht luxuriös, bestimmt nicht, eher gerade so, aber wenn ich nicht zu viele Schuhe kaufe, kann ich reisen, und danach kann ich wieder schreiben … und das ist toll! Danke an alle, die dazu beitragen!


Also, bleibt dran und schaut mal, was die anderen so geantwortet haben:

Tanja Russ

Tomasz Bordeme

Marie Moreau

Ein Keks packt aus

Ophelia – My Life in Fur

Remi – Seitenspringerin

Training of O

Taras Ropes

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Güldenes Haar, Himmel und Hölle

Sorry, dass ihr so lange nichts mehr bei mir lesen konntet. Ich habe mir einen Urlaub gegönnt. Dänemark, dann nach und nach wieder in Richtung Süden mit Zwischenstopps in Eutin und Wernigerode. Wer mir auf Instagram folgt, hat sicher die Bilder gesehen.

Eines davon hat mich aber auf jeden Fall wieder zu einer Geschichte inspiriert (wie fast alles, was ich so an neuen Eindrücken sehe. Nicht alle sind aber geeignet, zu Papier gebracht zu werden oder würden allenfalls in andere Genres passen). Diese Tür aber bettelte mich geradezu an: Schreibe eine Geschichte über mich!

Hier ist sie.

Güldenes Haar, Himmel und Hölle

Der Sack über Ellas Kopf ließ so gut wie kein Licht durch. Immer wieder war sie von völliger Dunkelheit umgeben, dann wieder erahnte sie Fackeln. Da sie ihr die Hände hinter dem Rücken gefesselt hatten, wurde sie in dem Karren wild hin- und hergeschüttelt, so dass sie den Weg, über den man sie fuhr, nicht nachvollziehen konnte, wie sie es sich vorgenommen hatte. Zuletzt hatte sich das Rattern angehört, als führe er über eine hölzerne Brücke, dann über steinernes, unebenes Pflaster. Der Wagen hielt. War sie endlich an ihrem Bestimmungsort?
Sie biss fest die Zähne zusammen. Sie würde sich nicht kampflos ergeben. Auch ihr Leben hatte einen Wert, wenn auch nur einen geringen im Angesicht mancher. Aber sie hatte eines gelernt aus den Worten des Pfarrers: Jeder Mensch hatte nur ein Leben. Verlor man es, wurde man zwar in Himmel oder Hölle weitergeleitet, aber verloren war verloren. Das Versprechen, am jüngsten Tag wieder aufzustehen, empfand sie als zu vage, als dass es sich lohnte, sich daran festzuhalten. Nicht, dass sie das je dem Pfarrer auf die Nase gebunden hätte.
Hände packten ihre Oberarme und zerrten sie aus dem Karren, dann spürte sie das Pflaster unter ihren nackten Füßen. Sie schwankte, die Hände fassten fester zu. Endlich kam der Sack von ihrem Kopf. Ein Gebäude, hoch, höher als sie es bisher gesehen hatte. Fenster, viele Fenster. Ein reicher Mensch musste hier wohnen. Die Männer neben ihr, kaum zu erkennen im schwachen Schein der Fackeln, zerrten sie voran, in Richtung eines angebauten Turmes.

Zwischen Ranken wilden Weins zeigte sich eine Tür, kunstvoll eisenbeschlagen, die von dem Mann zu ihrer Rechten aufgestoßen wurde. Der Gang dahinter war nur von zwei Fackeln beleuchtet. Sie konnte Verputz erkennen, keinen Schmuck, keine Zierde. Eine Treppe führte nach unten.
Ella ließ sich zwischen den Männern hängen, doch auch das nützte nichts, sie wurde einfach angehoben und fand sich schnell in einem weiteren Gang, von dem einzelne Türen abgingen. Eine davon stand offen, ein Schubs in ihrem Rücken und sie war drin. Die zufallende Tür raubte ihr das letzte bisschen Sicht.
Eine vorsichtig tapsende Untersuchung brachte zum Vorschein, dass das Verlies völlig leer war. Sie war alleine.
Alle Versuche, die Fesseln abzustreifen, scheiterten, so dass sie sich endlich auf dem kalten Boden niederließ und den Rücken an die Wand lehnte. Schlafen. Ihre einzige Möglichkeit, Kraft zu tanken.
Sie erwachte von dem Krach des Riegels, der zurückgeschoben wurde. Ah, es war hell, wenn auch weiterhin nur schummrig, da das vergitterte Fenster hoch oben angebracht und kaum größer war als die Bibel in der Kirche.
„Bah, du stinkst!“ Ein Mann war eingetreten. Einige Jahre älter als sie, fein gekleidet, gepflegt. Der Herr des Hauses?
Ella richtete sich mühevoll auf. Ihre Glieder waren steif und es war nicht einfach mit den gefesselten Händen. „Wer seid Ihr?“
„Sei nicht so frech. Eine Dosis Demut würde dir gut anstehen.“
„Ihr habt mich beleidigt. Warum sollte ich da demütig sein?“ War es klug, ihn so zu reizen? Nicht, wenn es nach ihren Eltern ging. Diese hatten sich zeit ihres Lebens bemüht, sie zu Demut zu erziehen, doch diese wollte sich einfach nicht einstellen. Demut brachte kein Essen auf den Tisch.
„Beleidigt, Weib? Wie kann ich jemanden wie dich beleidigen?“ Ein Unterton lag in seiner Stimme, ein Lachen, das kein echtes Lachen war.
„Ihr sagtet, ich stänke.“
„Du stinkst. Das ist keine Beleidigung, sondern eine Feststellung.“
Ella war kurz davor, aufzubrausen. Aber nein, sie wollte es nicht übertreiben. „Das liegt nur daran, dass man mich überfallen, gefesselt, entführt und dann einen Tag lang in einem Ochsenkarren durch die Gegend gezerrt hat. Wie glaubt ihr, soll ein Mensch denn seine Notdurft entrichten, wenn man ihn nicht lässt?“
„Weib, es geht hier nicht um deine Bequemlichkeit. Weißt du, warum du hier bist?“
„Natürlich nicht. Bisher hat kein Mensch mit mir gesprochen außer Euch. Und dann beleidigt Ihr mich auch noch.“
Er schüttelte den Kopf, als wäre er am Ende seiner Geduld. Die Arme, die er jetzt vor der Brust verschränkte, wirkten massig, als würden sie jeden Tag die Axt führen. Dabei brauchte jemand, der so gekleidet war, sicher kein Holz zu spalten.
„Du hast gewildert, wie mir berichtet wurde. In meinem Wald.“
Jetzt kroch doch ein kühler Hauch ihr Rückgrat hinauf. Der Graf Christian zu Stolberg-Wernigerode hatte auch den Forst von Benneckenstein in seinem Besitz. Natürlich wusste sie das. Oft genug hatte ihr Vater ihr damit gedroht, sie werde eines Tages für ihre Wilderei büßen müssen. Aber das Schloss in Wernigerode war eine Tagesreise entfernt, der Graf ließ sich hier so gut wie nie blicken. Bei einer seiner seltenen Jagden blieb Ella dem Wald fern.
Bis auf …
Sie senkte den Blick. Bis auf das eine Mal vor Lichtmess. Da wollte sie unbedingt ein Rebhuhn haben, um ihre Mutter nach der Geburt des achten Kindes zu stärken. Sie wusste, dass bald eine Jagd kommen würde, aber sie war trotzdem losgezogen. Nein, sie war nicht erwischt worden, aber sie war nur sehr knapp davongekommen.
„Ah, sie haben also die Richtige erwischt. Weißt du, dass ich dich dafür töten könnte, Frau?“
Ellas Schultern wurden schwer, sie fühlte sich eisig, durchgefroren von den Zehen bis zu den Haaren. Was würden ihre Eltern tun, wenn sie nicht mehr für sie sorgen würde? Der Vater arbeitete als Tagelöhner, doch nie reichte es aus für ein anständiges Essen. Die drei Geschwister nach ihr waren Mädchen, der Vierte hatte ein krummes Bein, das ihm nur ungelenkes Humpeln erlaubte. Die Jüngeren waren eindeutig zu jung zum Jagen und Fallenlegen und vor allem zu unbedarft, sie würden schneller entdeckt, als sie in den Wald laufen konnten. So schwer es ihr fiel, sie musste betteln. Um ihr Leben und um das ihrer Familie.
Sie ließ sich auf die Knie fallen, dabei verfluchte sie die Fesseln um ihre Handgelenke. Zu gerne hätte sie ihm ihre Hände flehend entgegengereckt. „Herr, bitte seid gnädig. Ich habe eine Familie zu versorgen!“
Ihre Worte hatten nicht die erhoffte Wirkung. Er trat sogar einen Schritt zurück. „Familie? Also hast du einen Mann zuhause? Sind die Bälger, die in der Hütte wohnen, deine?“ Sie meinte, Enttäuschung zu hören, aber das konnte nicht sein.
„Nein Herr, ich habe keinen Mann, sondern bin noch Jungfrau. Die Kinder sind meine Geschwister, die ich ernähren muss, da der Lohn meines Vaters nicht reicht. Er ist alt und schwach, sein Rücken ist krumm und die Füße schmerzen ihn bei jedem Schritt. Ohne mich verhungern sie, Herr Graf. Bitte, ich bitte Euch! Ich flehe Euch an!“
„Du versorgst die Familie? Mit meinem Wild?“
Für einen Moment wusste Ella nicht, was sie darauf antworten sollte. Dann berief sie sich auf die Bibel, auch wenn sie nur wenig davon wusste. „Die Tiere des  Waldes gehören doch alle dem lieben Gott. Dieser lässt mir manchmal die Gnade zuteil werden, dass eines von ihnen mir vor die Füße läuft. Es ist fast, als würde er mir eine Gabe senden, Herr.“
„Nun werde nicht auch noch frevlerisch. Gott kümmert sich um alle Menschen, ob arm oder reich, aber er tut es nicht mit weltlichen Gütern. Du hast gewildert. Punkt.“
„Herr, ich …“
„Ich bin kein Mensch, der sinnlos Leben opfert. Deshalb werde ich dich nicht töten lassen. Aber du wirst in Zukunft für mich arbeiten. Hart arbeiten. Tust du das zu meiner Zufriedenheit, wird auch noch ein Lohn dabei herausspringen, mit dem du deine Familie versorgen kannst. Was kannst du?“
Ella wurde schwindlig vor Erleichterung. „Herr, Ihr seid so gütig! Ich danke Euch. Ich werde alles tun, was Ihr wollt, Hauptsache, Ihr lasst meine Familie leben und mich für sie sorgen!“
„Ja, ja, schon gut. Aber ich habe dich gefragt, was du kannst. Welche Fähigkeiten hast du, die dich von anderen abheben?“
Ella schaute ihn zum ersten Mal wieder an. Was meinte er? Fähigkeiten? Sie konnte jagen. Aber es schien nicht der richtige Zeitpunkt, darauf hinzuweisen. Sie schwieg vorsichtshalber. Was sollte sie auch antworten? Ein Huhn oder einen Hasen zuzubereiten, konnte man sicher nicht kochen nennen. Eine Hütte mit gestampftem Boden auszukehren war keine Hausarbeit. Nähen konnte sie nicht, weil sie keinen Stoff hatten außer den Fetzen, die sie am Leib trugen. Andere Fertigkeiten fielen ihr nicht ein.
„Als ich dich im Wald davonlaufen sah, fiel mir vor allem dein Haar ins Auge.“
Ihr Haar? Ja, sie erinnerte sich, es hatte sich aus dem Zopf gelöst bei der Flucht. Wieder schwieg sie lieber, denn sie hatte keine Ahnung, was sie dazu sagen sollte.
„Löse es.“
Aber wie denn? Um ihn auf ihr Problem aufmerksam zu machen, drehte sie ihm den Rücken zu. „Bitte, Herr!“
Sie hörte, wie er sich näherte, spürte seine warmen Finger auf ihrer eisigen Haut. Die Fesseln fielen zu Boden, aber auch ihre Hände. Die Arme waren taub, sie war unfähig, auch nur einen Finger zu krümmen.
Jetzt klang sie ganz kleinlaut, aus lauter Angst, ihn zu erzürnen, weil sie seine Anweisungen nicht befolgte. „Herr, ich kann nicht, meine Hände tun nicht, was ich will.“ Lieber blieb sie mit dem Rücken zu ihm stehen. Was würde er dazu sagen? Was tun?
Wieder fühlte sie seine Hände auf sich, diesmal öffneten sie die Stofffetzen, die ihre Zöpfe zusammenhielten. Langsam löste er einen Zopf, sie spürte nur ab und an, dass seine Knöchel ihren Rücken berührten, erst weit unten an ihrem Hintern, dann immer weiter nach oben, bis seine Finger auf ihren Nacken trafen. Das sandte Gänsehaut über ihren ganzen Körper. Vielleicht war es auch das Kribbeln, das jetzt in ihren Armen begann. Gut, immerhin waren sie noch nicht abgestorben.
Der Graf wiederholte die Prozedur an dem anderen Zopf. Ella hielt ganz still. Was wusste sie über die Eigenheiten von Grafen? Nichts. Wenn es ihm gefiel, ihr Haar zu öffnen, würde sie stillhalten und abwarten.
Endlich hingen ihre Locken frei über den Rücken. Sie ahnte, wie das aussah, die Mutter hatte ebensolche Locken, nur einen Ton dunkler. Ellas waren hellblond, und sie fielen so tief herab, dass sie sich daraufsetzen konnte.
„Wie schaffst du es, dass deine Haare nicht so strähnig und fettig sind wie die der anderen Frauen? Und auch nicht verlaust?“ Der Graf sprach ganz leise, beinahe träumerisch.
„Ich wasche sie jede Woche im Bach.“ Oh je, sie durfte ihn nicht darauf hinweisen, dass sie dafür auch ein wenig Honig verwendete, den sie ja auch ohne seine Erlaubnis dem Wald entnahm.
„Das ist alles?“ Sie hörte den Zweifel in seiner Stimme.
Nein, sie musste ihm die Wahrheit sagen. „Mit etwas Honig.“
„Honig? Wo hast du denn den her?“
„Im Wald gibt es auch wilde Bienenstämme. Im Sommer hole ich mir dort Honig. Meine Großmutter hat mir berichtet, dass Honig gut sei für gesunde Haare. Also zwacke ich mir einen Löffel davon ab. Den Rest bringe ich nach Hause zu den Geschwistern.“ Ja, sie hatte oft ein schlechtes Gewissen deswegen gehabt, aber sie liebte ihre Haare. Das einzig Schöne in ihrem Leben.
„Dann wirst du ab jetzt dafür sorgen, dass auch meine Haare so aussehen wie deine.“
Der Graf packte ihre Haare, wickelte sie um seine Faust und zog sie zu sich heran. „Du wirst nie wieder wildern gehen oder Honig stehlen! Hast du verstanden? Wenn ich dich bei irgendeinem Vergehen erwische, wirst du bestraft, und zwar von mir persönlich.“ Mit einem Ruck ließ er sie los und trat ein paar Schritte zurück. „Jetzt wirst du dich waschen, dann wirst du saubere Kleidung erhalten. Ich erwarte dich in einer Stunde in der Bibliothek, wo du für deine Vergehen büßen musst.“
Ella rief ihm hinterher, so dass er an der Schwelle stehenblieb. „Aber wieso … Büßen? Ich soll doch für Euch arbeiten, Herr!“ Hatte er das nicht gerade gesagt?
„Sicher wirst du für mich arbeiten. Aber du hast doch nicht etwa geglaubt, ich würde dich ungestraft davonkommen lassen?“ Damit verschwand er. Eine Magd, die wohl vor der Tür gewartet haben musste, erschien. Eine große, grobe Frau, die so aussah, als ließe sie keinen aufmüpfigen Blick durchgehen.

Nach einer Zeit voller Demütigungen – Entkleiden, Waschen, noch einmal Waschen und heftiges Schrubben der Haut mit Kernseife, Anprobieren von mehreren Kleidungsstücken, jedoch Verweigerung jeglicher Unterkleidung – stand Ella vor einem mit Schnitzereien übersäten Portal. Die Frau, Martha, wie Ella jetzt wusste, klopfte, öffnete nach Zuruf die Tür und schubste Ella über die Schwelle. Mit dumpfem Ton fiel die Tür hinter ihr ins Schloss.
Ella blieb mit offenem Mund stehen. Was für eine Pracht! Wände voller Bibeln in seltsamen Schränken, dann Möbel, wie sie sie noch nie gesehen hatte, Bilder von Menschen und Tieren an den Wänden, Lampen mit Flammen, die nicht rußten, ein riesiges Feuer in einem Kamin, davor ein metallener Schirm, der die Funken zurückhielt, Stühle … mit Polster? So etwas hatte Ella in ihrem ganzen Leben noch nicht gesehen.
Dann erst entdeckte sie den Mann, der hinter einem riesigen Tisch saß und sie beobachtete. Sie knickste unbeholfen. Hätte sie sich auf den Boden werfen müssen vor dem Grafen? Was war richtig, was war falsch? Was konnte ihre Strafe verschlimmern und was konnte sie abwehren? Ella fühlte sich, als sei sie in eine ihr völlig fremde Welt hineingeworfen worden, wie das Mädchen im Märchen, das durch einen Spiegel trat. Hätte ihre Großmutter ihr nicht ihr Spiegelbild im Wassereimer gezeigt, wüsste sie nicht einmal, was ein Spiegel war.
Was sollte sie nur tun? „Herr? Herr Graf? Majestät?“ Es gab nur eine Möglichkeit. Er war der Einzige, der sie anweisen konnte. Und sie wusste nicht einmal, wie sie ihn richtig anreden konnte.
„’Mein Herr‘ genügt als Anrede. Immerhin bist du mein Besitz, nicht wahr? Mit Haut und Haaren.“
„Ja, mein Herr. Das weiß ich, mein Herr.“ Noch immer klopfte ihr Herz bis zum Hals. Sie hatte nicht vergessen, dass er sie strafen wollte. Konnte sie ihn ablenken? „Mein Herr, was tut ihr mit all diesen Bibeln?“
„Bibeln? Welchen Bibeln?“
„Nun ja, dies … sind das denn keine Bibeln?“
„Das sind Bücher. Natürlich ist auch eine Bibel darunter, aber in diesen Büchern stehen ganz andere Dinge als in der Bibel. Sie erklären die Welt, die Natur, die Heiligen und das Wirken Gottes und der Menschen, Himmel und Hölle. Wie heißt du?“
„Ella, mein Herr.“ Seine raschen Themenwechsel überraschten sie immer wieder.
„Ella, wir werden zunächst deine Strafe hinter uns bringen. Danach kannst du mit deiner Arbeit beginnen. Komm hierher, stell dich vor den Tisch und lege die Unterarme darauf.“
Ella tat wie geheißen. Immerhin spürte sie ihre Arme wieder und das Kribbeln war auch vergangen. Bei der ganzen Waschaktion hatte sie nicht einmal Zeit gehabt, wegen der Schmerzen zu klagen oder gar zu weinen. Doch jetzt, bei der Aussicht auf eine unbekannte Strafe, traten ihr Tränen in die Augen. Sie schniefte.
„Was ist los, weinst du etwa? Ich hatte dich anders eingeschätzt, nicht wie eines dieser greinenden Weibsbilder, denen ständig die Tränen aus den Augen stürzen, sobald ich sie nur ansehe.“
„Es tut mir leid, mein Herr. Ich wollte nicht weinen. Ich habe aber schon Angst vor dem, was ihr tun wollt. Werdet ihr mich auspeitschen?“
„Das würde ich zwar gerne tun, aber was nützt du mir, wenn du dich vor Schmerzen nicht mehr rühren kannst? Ein wenig Schmerz muss sein, damit es auch eine Strafe ist. Aber ich werde dich nicht blutig schlagen.“
Sie schluckte. Gut. Das war gut, oder?
Der Graf schlug ihren Rock über den Rücken und entblößte ihren Unterleib. Ella schnappte nach Luft. Was …? Oh lieber Herrgott, er würde sie so schlagen, wie ihr Vater es manchmal bei den Brüdern tat. Mit der Hand auf den blanken Hintern.
Aber nein, der Schlag, der sie traf, kam nicht von einer Hand. Dazu schmerzte er zu arg. Ella konnte vor Schreck nicht einmal schreien. Ein zweiter Schlag und sie biss sich auf die Lippen, um ruhig zu bleiben. Er wollte keine greinende Frau, also würde sie nicht greinen. Nein, auf keinen Fall.
Noch ein Schlag und noch einer. Auf ihre Backen, quer darüber, groß genug, dass er auf beide auftraf. Sie wollte nicht wissen, womit er sie schlug, wollte nicht sehen, was er tat. Sie hatte genug damit zu tun, die Schmerzen aufzunehmen und nicht herauszuschreien. War sie doch in die Hölle geraten?
„Stell dich hin. Gerade, die Hände auf die Tischplatte.“ Graf Christian hörte sich an, als habe er eine Hetzjagd hinter sich. Auch ihr Busen hob und senkte sich, als sei sie die ganze Strecke vom Teich nach Hause gerannt, wie sie es manchmal tat. Genauso verschwitzt fühlte sie sich auch, warm überall, feucht überall.
Hände an ihrem Rücken. Nein, in ihren Haaren. Martha hatte ihr kein Haarband gegeben, nur eine Bürste, die sie so oft durch ihre Strähnen gezogen hatte, bis sie wie feines Gespinst über ihren Rücken fielen. Nun wühlten sich die Hände des Grafen durch ihre Haare, wickelten sich die Locken um die Finger, ließen sie wieder fallen, strichen ihr vom Scheitel bis zu den Spitzen, wie man einen Hund streichelte. Seltsamerweise beruhigten die Berührungen sie nicht, denn ihr Atem ging weiter schnell und ungleich. Sie hielt den Mund offen, damit er ihr Keuchen nicht hörte. Sie wusste nicht, ob es ihn stören würde.
Ein Flüstern. „Dreh dich um.“
Sie wandte ihm ihre Vorderseite zu. Er war so viel größer als sie, und sie getraute sich nicht, ihm ins Gesicht zu schauen, also starrte sie auf güldene Knöpfe an seinem Wams. Alles wirkte so edel. Der Graf fasste mit beiden Händen über ihre Schultern und zog die langen Locken nach vorne, bis sie ihr über die Brust fielen.
„Wie Gold. Das würde besser aussehen, wenn du weniger Kleidung tragen würdest. Zieh das aus, Ella.“
„Ja, mein Herr.“ Ella fühlte sich nicht in der Lage, zu widersprechen oder überhaupt eine Regung zu zeigen. Das Streicheln ihres Haarschopfes hatte sie ganz weich gemacht, irgendwie nachgiebig, hatte eine Sehnsucht in ihr entfacht, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Seltsam, so hatte sie noch nie gefühlt. Die Großmutter hatte oft ihre Haare so gestreichelt und es hatte ihr gefallen, aber noch nie war sie so butterweich dabei geworden. Sie senkte den Blick, als sie endlich nackt vor ihm stand. Seine Beinlinge, die sich eng um seine muskulösen Schenkel und um sein Gemächt spannten, standen merkwürdig ab im Schritt. Als habe er sich etwas dort hineingestopft.
Nein, Dummchen, schalt sie sich. Dort hängt doch das Schwänzchen, wie sie es bei ihren Brüdern gesehen hatte. Er war erwachsen, vermutlich war sein Schwänzchen eben größer als das von Kindern.
Wieder zog er ihr die Haare vom Rücken über die Schultern nach vorne. Es sah beinahe aus wie ein goldenes Kleid. Nur bedeckte es sie nur unvollständig, so schauten die harten Perlen auf ihren Brüsten zwischen den Strähnen hervor. Das schien auch dem Grafen aufzufallen, denn er ließ einen Finger durch ihre Locken gleiten, um diese Lücke zu erweitern. Die Berührung an den Perlen brachte etwas in ihr zum Summen und verstärkte die Wärme.
„Hübsch. So schöne Haare habe ich noch nie gesehen. Kennst du das Märchen von Rapunzel? Ich fürchte, ich muss dich in meinem Turm einsperren und nie mehr herauslassen. Wir lassen dein Haar immer länger wachsen, bis es dir bis zu den Füßen reicht.“
„Einsperren, Herr?“
„Du sollst mich ‚mein Herr‘ nennen.“ Die Finger, eben noch so zärtlich, kniffen in die harten Perlen und zogen sie in die Länge. Es schmerzte, aber auf andere Art als die Schläge zuvor. „Ich werde dich noch mehr bestrafen müssen, bis du dir das merken kannst. Beuge dich vor.“
Ella stützte die Hände auf die Knie und machte eine Art Verbeugung vor ihm.
Der Graf nestelte an seinem Beinkleid, öffnete es und entließ sein Schwänzchen. Nein, eindeutig kein Schwänzchen, eher ein Schwanz. Groß und dick, und gar nicht weich wie die ihrer Brüder.
„Weißt du was, Ella, du kannst dich nützlich machen, während ich dich strafe. Nimm ihn in den Mund, verwöhne ihn mit deiner Zunge und den Lippen und ohne Zähne. Vielleicht erlasse ich dir dann deine Strafe. Mal sehen. Aber nur, wenn du keine Zähne einsetzt!“
Auch wenn sie nicht verstand, wozu das gut sein sollte, nahm Ella den Schwanz in den Mund. Er schmeckte ein wenig seltsam, aber nicht schlecht. Er war warm und hart und zugleich weich, so groß, dass er ihren Mund ganz ausfüllte und doch gerade so dick, als wäre ihr Mund dafür geschaffen.
Als der erste Schlag ihren nackten Hintern traf, kratzte sie ein wenig mit den Zähnen über ihn.
„Nun bekommst du noch mehr Strafe. Ohne Zähne, Ella!“
Sie schaffte es, auch wenn es schwerfiel. Seine Schläge, die ihren Hintern und ihren Körper so schön erwärmten, wurden weniger, dafür zuckte er mit den Hüften nach vorne und zurück, so dass sie es kaum schaffte, ihn in ihrem Mund zu halten. Irgendwann hörten die Schläge ganz auf, dafür packte er ihre Haare mit beiden Händen und sorgte so dafür, dass sie seinen Stößen nicht ausweichen konnte. Mit einem Grunzen entließ er etwas in ihren Rachen, das so schmeckte wie er, würzig und herb. Ihr blieb nichts anderes übrig, als es herunterzuschlucken, was sie gerne tat, da sie sowieso Hunger hatte.
Danach wusch sie, immer noch nackt, des Grafen Haare mit Honigwasser. Immer wieder geriet dabei eine Brust in die Nähe seines Mundes, die er dann genüsslich abschleckte, oder ihr nackter Hintern in die Nähe seiner großen starken Hände, die sie dann ordentlich aufwärmten mit Schlägen und Kniffen und Kneten.
Als sie fertig war, war sein Schwanz wieder hart wie zuvor. Diesmal steckte er ihn in die Öffnung, die der liebe Gott dafür vorgesehen hatte, wie er ihr erklärte. Dabei hielt er sie am Zügel, nämlich mit beiden Fäusten fest in ihren Haaren vergraben. Es war himmlisch. Ja, eindeutig, so musste es sich anfühlen, im Himmel zu schweben.
Nachdem sie ihm die Haare ausgekämmt und allen Nissen und Läusen den Garaus gemacht hatte, wusch sie ihm die Haare ein weiteres Mal. Danach war er wieder hart, so dass er noch eine weitere Öffnung einweihen konnte, diesmal die für den Teufel, damit sie auch diese Seite kennenlernte.
Nein, es war keineswegs höllisch, auch wenn es anfangs arg schmerzte. Aber bald schon gewöhnte sie sich daran und wünschte sich, er möge ganz oft den teuflischen Part übernehmen, vorzugsweise nachdem er sie für irgendein Vergehen gestraft hatte.

So lebte Ella fortan im Schloss Wernigerode. Sie sorgte nicht nur dafür, dass die Haare des Grafen immer fein glänzten und frei von Ungeziefer waren, sondern auch für sein seelisches Gleichgewicht und den Ausgleich von Himmel und Hölle, damit sie beide nicht auf das Leben nach dem Tod warten mussten.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fickt und schlägt er sie noch heute.


Wer gerne historische Romane liest (mit mehr Action als hier), kann sich auch gerne „Offen für die Ehe“ reinziehen. Historischer wird´s nicht … (für nur 2,99 Euro bei Amazon oder kostenlos für KU-Abonnenten)

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Verlosung

Liebe Follower, Leser, Freunde,

inzwischen sind es 6 Jahre her, dass ich meine erste Story veröffentlicht habe. So einige sind gefolgt … Zeit, „Danke!“ zu sagen!

Da ich mich nicht bei jedem Leser einzeln bedanken kann, tue ich es in Form eines Gewinnspiels, bei dem alle die gleichen Chancen haben, nämlich Newsletter-Abonnenten, Blog-Besucher, die über einen Kommentar posten, und Facebook-Nutzer.

Es gibt drei Hauptpreise.

1. Preis

1 Taschenbuch „Sex on Board“, dazu ein sexy Ensemble für heiße Nächte, bestehend aus Oberteil, Slip und Strümpfen in Einheitsgröße (40-73 kg), bei dem jedem Mann die Augen und andere Körperteile groß werden.

Damit die Atmosphäre passt, gibt es ein Duftsäckchen „Cocos“ dazu.

 

 


2. Preis
1 Taschenbuch „Love Me – The Hard Way“, dazu eine extrem sexy Körperkette (Der Mann, der darauf nicht reagiert, ist schon tot und kann entsorgt werden!). Ich habe übrigens die gleiche und garantiere, dass es funktioniert. Immer. Auch hierzu gibt es ein Sachet mit dem Duft „Weißer Tee“ zum Einstimmen.

 

 

So sieht die Kette an meiner Schneiderpuppe aus (nein, ich habe keine harten Kanten auf der Brust … 😉 )

 

 


3. Preis:

1 Taschenbuch „Hot and Dirty“, dazu ein dirty Utensil, nämlich ein geiler Glasdildo mit Herzchen. Sieht er nicht schnuckelig aus?

Und glaub mir, er fühlt sich extrem geil an! Dann braucht eurer Partner das Werkzeug nicht aus der Kiste zu holen, dafür wird er mit Sicherheit ein anderes Werkzeug auspacken, sobald er euch damit erwischt.

Den Duft nach Werkstatt müsst ihr euch schon selbst dazu denken.


Sorry, Männer, die Preise sind quasi nur indirekt für euch. Ich schätze aber, dass sich eure Partnerinnen über jedes Accessoire freuen werden. Der Genuss ist dann euer Gewinn! Und die Bücher kann man auch vorlesen oder Szenen nachspielen oder überhaupt dazu benutzen, auf geheime Wünsche hinzuweisen …

Um zu gewinnen, bitte ich euch, die Nummer des Lieblingspreises in den Kommentar zu schreiben. Natürlich freue ich mich auch über ein Like für meine Seite Margaux Navara auf Facebook, auch dort übers Teilen und das Markieren von Freunden, das ist aber nicht verpflichtend.

Teilnehmen kann jeder über 18 mit Wohnort in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Verlosung endet am 26.08.2018, 24.00 Uhr.

Danach werde ich die Gewinner auslosen und benachrichtigen. Wer sich nicht innerhalb von zwei Tagen (48 Stunden) auf meine Nachricht (Teilnehmer auf Facebook über Facebook, Teilnehmer über den Blog per E-Mail, Teilnehmer aus dem Newsletter über E-Mail) meldet, verliert den Anspruch auf seinen Gewinn. Dieser wird dann unter den restlichen Teilnehmern neu ausgelost. Der Versand erfolgt in den darauf folgenden Tagen, natürlich auf meine Kosten.

Alle Daten, die ich von den Gewinnern einhole, weil ich sie zum Versand der Gewinne benötige, werden nach Versenden sofort wieder gelöscht.

Und jetzt: Viel Glück für alle!

Eure

Margaux


Noch ein Hinweis: In Zukunft wird es Gewinnspiele nur noch für Abonnenten des Newsletters und auf Facebook geben. Wer also noch nicht angemeldet ist, sollte das am besten gleich erledigen!

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Secret Night in Dortmund – BDSM für Anfänger

Heute habe ich mir Martin ausgesucht, um meine Fragen zu beantworten. Martin ist Teil des Teams, das unter anderem die Secret Night ausrichtet, einer BDSM-Veranstaltung mit Zielgruppe Anfänger in Dortmund. Die Adressen, über die man sich anmelden kann und weitere Infos erhält, findet ihr am Ende.

Martin, auf der Seite im Joyclub, auf der man sich auch anmelden kann, steht zunächst einmal, dass es sich um eine „private Veranstaltung für jedermann“ handelt. Das klingt für mich nach einem Widerspruch. Was ist es denn nun, privat oder für alle?

Das ist ein rechtliches Konstrukt, welches notwendig ist, um mit der Sexsteuer in Dortmund zurecht zu kommen. Ich miete das Jumbocenter an und bin rechtlich der Veranstalter. Prinzipiell kann ich eben bei der Anmeldung aussortieren, wen ich auf meiner Party haben will. Das macht es zu einer privaten Party. Tatsächlich geht es nicht wirklich darum Millionen damit zu machen. Es soll die Kosten decken und das tut es über das Jahresmittel.

Was mich gleich anspricht, ist natürlich der Hinweis auf Spielgerüste. Wie sind die Räume ausgestattet?

Wir haben ein großes Zimmer, welches je nach Lust und Laune des Veranstalters jedes mal neu arrangiert wird. Im unteren Bereich gibt es kleine Bereiche, mit diversen Spielmöglichkeiten. Es existiert eben keine ausgeprägte Spiellandschaft mit festen Möglichkeiten. Das macht es für Anfänger leicht einfach mal das eine oder andere auszuprobieren.

Ein Besucher beklagt, dass es an den Spielgeräten recht eng zugeht. Ist das so? Auf den Fotos sieht alles sehr geräumig aus. Wie viele Menschen dürfen denn überhaupt kommen?

Anfang 2018 waren es fast 50 Menschen, als ich meinen ersten „O“-Abend (als Workshop) veranstaltete. Das ist sicher auch das feuerpolizeiliche Maximum an Menschen.

In dem Text steht außerdem, dass zwar Anfänger erwünscht sind, aber auch viele schon seit 15 Jahren treu sind. Kommen also immer die Gleichen oder gibt es Abwechslung? Gerade für Anfänger ist es ein komisches Gefühl, zu einer Party zu gehen, bei der sich alle zu kennen scheinen.

Das ist doch bei jeder Party so. Es gibt Stammgäste, die sich bei uns wohlfühlen und immer erscheinen und von denen wir auch wissen, dass sie auch gar nicht woanders sein wollen. Wir machen mit allen Neulingen Rundgänge und zeigen ihnen alles. Natürlich hat auch jeder die Möglichkeit mich anzuschreiben und Fragen zu klären. Passiert leider viel zu selten.

Was macht ihr, wenn blutige Anfänger kommen? Gibt es jemanden, der sich um sie kümmert und die Spielgeräte erklärt oder Sicherheitshinweise gibt?

Wir bitten unsere Gäste bereits am Empfang mitzuteilen, wie der Status ist. Dann werden sie persönlich von mir durch die Räume begleitet. Es gibt aber auch hier die Möglichkeit mich vorab anzusprechen, damit ich auch wirklich Zeit dazu habe. Passiert leider auch viel zu selten.

Was macht ihr, wenn sich jemand völlig daneben benimmt, z.B. seine sub schlägt und schlägt, obwohl sie schon längst ihr Safeword gesagt hat (einfach mal als Beispiel)? Ist so etwas schon passiert?

Ist noch nicht vorgekommen. Gerade unsere Stammgäste sind irgendwie auch Teil des Teams und geben auf solche Dinge auch acht. Da würde uns nichts durch die Lappen gehen.

Überhaupt, erzähl doch mal ein bisschen aus dem Nähkästchen. Was geht gar nicht? Was hast du schon erlebt?

Bis auf aktive Prostitution, die natürlich komplett untersagt ist, kann jeder bei uns alles machen, was er/sie möchte. Zum Beispiel hat es schon mal eine Feminisierung gegeben, in welcher ein Mann seinen Sub in 1,5 Stunden Schrittweise von Mann zur Frau transformierte (natürlich nicht mit Nadel und Faden!). Da war Stille im Raum und es war extrem erotisch. Vor allem der Blick des Sub wie er sichtbar mit jeder Maßnahme seines Herrn entspannte.

Sehr ansprechend klingt auch der Satz: „Zur Entspannung laden wir auf die Dachterrasse, ins Schwimmbad oder den Whirlpool, aber auch in die Sauna inklusive Hamam ein.“ Gibt es hier Abgrenzungen, dass in diesen Bereich nicht gespielt werden darf oder darf ich endlich das in der Sauna tun, was ich sonst nie tun darf?

Im Barbereich selber ist Spielen nur ausnahmsweise erlaubt. Nämlich dann, wenn nicht mehr gegessen wird. Eine Ausnahme findet zB am 07.09.2018 und am 04.01.2019 statt, wenn die Secret Night in Richtung „Upper Floor“ ausgerichtet ist.
Ansonsten raten wir von Sex in der Sauna ab, nicht wegen der Hygiene, sondern wegen möglicher gesundheitlicher Folgen.
Aber tatsächlich ist mir auch nicht bekannt, dass jemand in der Sauna spielen wollte.

So, jetzt mal zum Extremfall: Eine Frau, die z.B. von meinen Büchern fasziniert ist, meldet sich an und kommt alleine zur Secret Night. Was kann sie dort erleben? Was wird sie nicht erleben?

Sie kann dort alles erleben, was sie gerne möchte. Wenn sie einen Partner dafür findet. So einfach ist das. Das geht Einzelherren übrigens auch so. Wenn sich die Dame an mich hält, dann kann sie gerne zuschauen und dabei sein. Und wenn es sich ergeben sollte, dann bespiele ich sie auch ein wenig. Aber alles in Absprache und nur auf Wunsch und auch nur dann, wenn die Zeit es erlaubt.
Wenn eine Einzeldame von vorneherein weiß, dass sie bespielt werden möchte, dann muss sie dies bereits bei der Anmeldung angeben. Damit ich mir auch entsprechend Zeit für sie nehmen kann.

Und noch eine Frage, die Anfänger sich stellen: Wie läuft so etwas ab? Kann ich bereits in Fetischkleidung auftauchen? Werde ich „gekennzeichnet“, damit andere erkennen, ob ich eher devot oder dominant bin, oder welchen Fetisch ich bevorzuge? Darf ich jeden ansprechen oder gibt es Situationen, in denen ich das besser lasse? Was sage ich, wenn ich nicht mitmachen, sondern nur zuschauen will, weil ich doch Muffensausen habe? Darf eine sub andere subs ansprechen, wie redet Dom mit Dom?

Wir sind keine FirstClass-Veranstaltung und haben keine Angst vor irgendwelchen Fetischen. Die Menschen kommen zumeist in Straßenkleidung und ziehen sich bei uns um. Da gibt es auch keine Kennzeichnungen, wie Armbänder, die eine Frau als „begehbar“ oder „nicht begehbar“ kennzeichnen. Da schüttelt es mich selbst ein wenig 😉 Das mit dem Siezen oder Duzen ist so eine Sache. Wenn eine Sub das gerne machen möchte, dann tut sie das einfach. Wenn nicht, dann nicht. Ganz einfach. Wir reden auch alle kreuz und quer, Sub und Doms durcheinander, da gibt es keine Grenzen.

Nur dann, wenn Paare beim Spielen sind verhält man sich beim Zuschauen ruhig und leise oder geht langsam dran vorbei. Das gebietet die Höflichkeit.

Wann findet die nächste Secret Night statt?

Am 07.09.2018 – immer am ersten Freitag eines ungeraden Monates.

Bei den Besuchern im Joyclub habe ich festgestellt, dass diese so etwa mittleres Alter haben. Wie ist die Altersspanne?

Wir haben was das Alter angeht keinerlei Vorgaben. Dies gilt ebenso für Aussehen (dick/dünn). Ebenso ist es auch wurst, ob die Gäste homo-, bi- oder heterosexuell geprägt sind, oder ob es sich um MaleDom oder FemDom handelt. Ganz bewusst sind bei uns auch Crossdresser, Damenwäscheträger und Transvestiten oder Transsexuelle willkommen. Wir lieben die Vielfalt. Weil BDSM eben auch Vielfalt ist.


Gerade dem letzten Satz möchte ich ausdrücklich zustimmen! Ich danke Martin für seine Geduld mit meinen Fragen.

Anmelden kannst Du Dich im Joyclub. Du findest Martin übrigens auch auf  twitter.com/EmEmBDSM oder hier kaminabendbdsm.joyclub.de/ (Moderator) oder hier training-of-o.de/blog (Blog), aber auch auf dem Youtube-Channel „Haha, reingeguckt“ www.youtube.com, in dem Martin so einiges über BDSM und Sex überhaupt erklärt/erklären lässt. Sehr empfehlenswert!


Alle Links bitte auf eigene Gefahr anklicken, ich bin für den Inhalt nicht verantwortlich. Sie dienen jedenfalls in keinster Weise einer Gewinnerzielungsabsicht (auf Deutsch: Ich hab nichts davon, wenn ihr da draufklickt 😉


Was mich ja brennend interessiert: Wie viele von euch gehen denn auf BDSM-Partys oder in Clubs – und wer würde das gerne mal ausprobieren? Schreibt doch einen Kommentar!

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