Vorstellung: Mein Kollege Tomasz Bordemé

Ein Autor, der für Gerechtigkeit sorgen möchte und gerne mehr Sex hätte, der nachts schreibt und sich von Kinoklassikern beeinflussen lässt. Wollt ihr mehr wissen? Dann lest weiter, ich lasse Tomasz selbst zu Wort kommen.
Wer etwas gewinnen will, sollte bis zum Ende lesen …

 

Hallo, mein Name ist Tomasz Bordemé und ich schreibe SM & Erotik.
Erst einmal vielen Dank an Margaux, dass ich mich Euch hier auf diesem Blog vorstellen darf.
Anstatt eines langweiligen Lebenslaufs stelle ich mich in Form eines Frage- und Antwort Spiels vor -sozusagen ein fiktives Interview. Am Ende gibt es dann noch ein Taschenbuch zu gewinnen und ein Paar richtig schicke Handschellen.
Wann hast du mit dem Schreiben begonnen? Und in welchem Genre waren deine ersten Schreibversuche?
Geschrieben habe ich schon immer, mal mehr mal weniger intensiv. Sogar schon ganz früh Erotik. In solche rot karierten Schulhefte, die ich natürlich nie jemandem zeigte. Vor ein paar Jahren postete ich eine meiner Stories auf einer SM-Seite. Die kam sehr gut an, obwohl sie im Rückblick überhaupt nicht gut war. In einem Rutsch runtergeschrieben, und ohne Korrektur einfach hochgeladen. Auf diesen Webseiten gibt es immer zwei Fraktionen, eine will reine Sexstories, mit viel Action und wenig Blabla. Die andern mögen es gerne anspruchsvoller, und von dieser Seite kam jede Menge Kritik. Das hat mich gefuchst und meinen Ehrgeiz geweckt, weil ich wusste, ich kann es besser. Ich schrieb und schrieb und schrieb, bis ich soweit war, mit meinen Geschichten beide Fraktionen bedienen zu können, was nicht einfach ist. Dann schickte ich eine Story an ein großes deutsches SM-Magazin und bekam prompt eine Zusage, gleichzeitig begann ich mich mit Self-Publishing zu beschäftigen.
Wolltest du schon immer Autor werden- oder hattest du als Kind einen anderen Traumberuf?
Autor zu sein ist noch nicht mein Hauptberuf, aber ich arbeite dran 😉
Wie integrierst du das Schreiben in deinem Alltag?
Ich arbeite im Messebau, und bin oft unterwegs. Deshalb fehlt mir leider oft die Zeit für die Schreiberei.
Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten?
Nachts, dann gibt es weniger Ablenkungen
Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?
Viele und ich entdecke ständig neue. Ich orientiere mich am liebsten nach „oben“. Momentan beschäftige ich mich viel mit Drehbüchern. Man kann unglaublich viel lernen, wenn man die Arbeit der Nolan-Brüder, Tarantino oder auch Klassiker wie Hitchcock studiert. Wie sie ihre Geschichten mit maximale Spannung erzählen oder etwa wie sie Charaktere entwickeln. Natürlich funktioniert Kino nach anderen Gesetzen, aber die fundamentalen Prinzipien des guten Erzählens gelten auch hier.
Wie recherchierst du für deine Bücher?
Ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen zu schreiben. Es wäre mir einfach zu peinlich, wenn man mich dabei ertappt, dass ich Blödsinn verzapfe. Ich habe auch einen kleinen Logikfetisch, was an meiner Ausbildung (Mathestudium) liegt. Deshalb fallen mir eklatante Fehler, Plotholes, logische Brüche oder ähnliches immer auf, egal ob in Filmen oder in Büchern. Deshalb versuche ich es in eigenen Stories zu vermeiden. Natürlich passieren mir trotzdem gelegentlich Fehler, vor allem dann, wenn ich einen Text nachträglich bearbeite. Zum Glück habe ich gute Betaleserinnen, die mich darauf aufmerksam machen, wenn z.B. eine Protagonistin anfängt zu reden, obwohl sie irgendwo zuvor geknebelt wurde.
In meinem Genre Erotik/SM habe ich aber bisher keine großartigen Recherchen benötigt. Höchstens, dass ich wegen einer Story mal eine ganz bestimmte Fesselung getestet habe, weil es für die Story erforderlich war, dass die Protagonistin einen gewissen Bewegungsspielraum hat.
Welches Buch von dir ist dein Lieblingsbuch und warum?
Boaah, das ist eine fiese Frage. Da meine bisherigen Bücher kaum unterschiedlicher sein könnten, jedes hat ein eigenes Thema, eines – so sagen manche Rezensionen – ist sogar eine eigenes Sub-Genre. Aber gut, kneifen ist nicht: Zur Zeit schreibe ich an der Fortsetzung von „Zehn – Die Sklavin“ und das macht mir unglaublich viel Spaß. Es ist im Prinzip meine bisher einfachste Story, vom Plot her, und es ist viel sexlastiger als die anderen. Aber ich liebe die Protagonisten. Und das, was sie miteinander machen, liebe ich noch mehr. Mein Favorit ist aber schon „Mind Games – Tagebuch eines Sadisten“, da steckt am meisten von mir drin.
Hast Du ein festes Schreibritual oder immer verschiedene? Wie sehen diese aus?
Für richtiges Schreiben brauch ich völlige Ruhe. Kein Mensch um mich rum, der potentiell ablenkt oder Aufmerksamkeit erfordert. Das habe ich so nur zuhause in meinem Wohn-Office, vorzugsweise nachts. Musik an, meist Soundtrack zB. von Hans Zimmer oder leichtes elektronisches Gedudel ohne Gesang, weil Gesang mich zu sehr ablenken würde. Zu Beginn jede Menge Kaffee, dann lese ich den letzten Text, versuche wieder in die Stimmung einzutauchen und lege hoffentlich los.
Welche Bücher liest du selbst gerne? Spezielle Favoriten?
Ich bezeichne mich schon mal als literarischen Müllschlucker. Ich lese Science-Fiction, Action, Thriller, so genannte ‚ernste Literatur‘, Krimis, Sachbücher oder wissenschaftliche Bücher. Zur Zeit lese ich allerdings die Bücher meiner SM-Autorenkollegen.
Wenn du etwas ändern könntest, was wäre es?
Die Welt retten. Für Gerechtigkeit sorgen und dafür, dass die Leute mehr lachen und auch mehr Sex haben.
Wie wichtig ist dir Feedback von deinen Lesern?
Extrem wichtig. Ohne Feedback, auch kritisches kann ich mich nicht verbessern. Und ich beziehe Inspiration zum Großteil aus Feedback. Lob, gute Rezensionen, Kommentare oder PNs auf FB und anderen Kanälen. Dann setze ich mich gleich hin und schreibe los. Wichtig sind aber auch die Arschtritte. Eine Schreibflaute endet nur dann, wenn man sich hinsetzt und weiterschreibt, obwohl man keine Lust hat. Und Texte kann man nur dann verbessern, Fehler nur dann beheben, wenn andere den Finger drauflegen.


Eine Auswahl aus meinen bisherigen Büchern

Mind Games – Tagebuch eines Sadisten
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Mein Name ist Drexler. Ich bin Sadist, und Frauen sind meine Leidenschaft.
Zuerst verdrehe ich ihr den Kopf, dann lasse ich sie leiden. Wenn sie bettelnd vor mir kniet und aus der züchtigen Lady ein geiles Luder wird, fängt das Spiel erst an, interessant zu werden.
Vor mir ist keine sicher, nicht einmal Du.
Dies sind meine heißesten erotischen Abenteuer, mein Dirty Diary.
Zartbesaitete Gemüter sollten sich besser nach einer anderen Lektüre umsehen. In diesem Buch werden explizite Handlungen geschildert, über die viele nicht einmal hinter vorgehaltener Hand sprechen.
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Zehn – Die Sklavin II10A-Band-2_version3Nude-Kopie

Teil 2 der explosiven SM-Novella
Das Liebesleben von Rechtsanwalt Patrick Rensch entwickelt sich nach seinem heftigen Tête-à-Tête mit Sklavin Janina, liebevoll „Die Zehn“ genannt, zur Katastrophe.
Ehefrau Lena zweifelt am Sinn der offenen Ehe und zieht sich von Patrick zurück.
Die devote Schönheit Janina heiratet einen anderen und geht auf Hochzeitsreise.
Zu seinem Erstaunen stellt Rick, der Liebhaber ausgefallener Erotik fest, dass sein Interesse an anderen Frauen erloschen ist. Seine Gefühle kann er nicht einordnen. Nur eins scheint klar: Lena, die er abgöttisch liebt, will er ebenso wenig aufgeben wie die Sklavin Janina, die ihm den Verstand raubt. So verfolgt er weiter die polyamouröse Agenda mit beiden Frauen. Doch wie können in Ricks explosiven Dreiergespann alle Wünsche befriedigt werden, ohne dass jemand auf der Strecke bleibt, und wie passt Janinas Mann Robert ins Bild?
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Unter der Haut – BDSM Short Storyscover_small-186x300
Loreley Colter & Tomasz Bordemé

Viele Erotik-Autoren behaupten, dass sie den Leser mindfucken, es gelingt jedoch nur wenigen. Die Geschichten von Loreley und Tomasz halten dieses Versprechen. Sie regen das Kopfkino des Lesers an, bis es auf Hochtouren dreht. Wenn man das Buch wie im Fieberwahn verschlungen hat und es zur Seite legt, fragt man sich, ob man sich auf Geschichten dieser Art überhaupt einlassen, ihre Figuren mögen darf. Dann ertappt man sich unweigerlich dabei, dass man das Buch wieder zur Hand nimmt, um die nächste Geschichte zu lesen, oder die gleiche noch einmal.
Diese Geschichten sind der Hammer. Selten nur hat mich die Lektüre eines Buches so aus den Socken gehauen. Ich kann es nicht fassen, dass es den Autoren gelingt, mit Ihren Kurzgeschichte so unterschiedliche Emotionen auszulösen. Eine der Geschichten, ‚Unter der Haut‘ ist eine regelrechte Achterbahnfahrt: Ich war erst neugierig gespannt, wurde scharf, war schockiert, zu Tränchen gerührt trotz anhaltenden Schocks, wurde wieder scharf und am Ende war ich …, aber das müsst Ihr selbst herausfinden.
Eigentlich hätte diese eine Geschichte einen eigenen Roman verdient.
Buchtrailer
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Zehn – Die Sklavinzehn_0400-186x300
Ein sexgeladener BDSM-Fortsetzungsroman
Der Rechtsanwalt Patrick Hensch hat alles, was ein Mann sich wünschen kann. Eine wunderbare Gattin, mit der er eine offene Ehe führt und eine erfolgreiche Kanzlei.
Das Wiedersehen mit Janina, die er liebevoll die „Zehn“ nennt, wirbelt sein Leben völlig durcheinander, denn er kann die Finger nicht von der devoten Schönheit mit der Traumfigur lassen. Trotz eines heftigen Streits mit seiner Frau fasst er den Entschluss, die „Zehn“ zu seiner Sklavin zu nehmen. Allerdings steht deren Hochzeitstermin kurz bevor.
Zehn ist als E-Book bei Amazon erhältlich (Klick aufs Cover)


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Sie mögen BDSM?
Erotisch und trotzdem niveauvoll?
Amüsant, intelligent und spannend aber nicht ohne Tiefgang?
Dann sind Sie hier richtig!
Bazar – Die Abiturientin Christine verliebt sich in einen arabischen Prinzen und wird als Sklavin verkauft.
Selena – Sie wollte nie wieder eine BDSM Beziehung. Doch ihre submissive Lust quälte sie und drängte nach Erfüllung.
Lesesaal – Ein Mann trifft eine verlorene Frau, schicksalhaft oder zufällig, und stellt ihr Vertrauen zu ihm, dem seelenverwandten Fremden, auf die Probe
Lego – Die aufsässige Sub Tiffany spielt Max einen Streich und fordert damit eine Strafe heraus. Mit Sprachwitz und viel Ironie liefert Lego Einblicke in die Gedanken des Dom: „Sadisten sind die letzten Romantiker in einer Welt, die Hingabe nicht mehr zu schätzen weiß.“
Aufklärung – Die unschuldige Frage eines neugierigen Kindes stürzt eine junge Mutter ins emotionale Chaos. Zunächst ist nur der Hausfrieden in Gefahr, doch bald zieht das unerwünschte Outing eine ganze Gemeinde in ihren Bann. Eine hinreißende Dorfposse über Dominanz, Hingabe, Konventionen und unerfüllte Sehnsüchte.
Ein Fernsehabend – Sie will Sex, ihr Herr will Fernsehen. Wie wird das enden?
Durch die Hölle (sub) – Eine Frau wird von einem Dämonen durch Dantes Inferno gehetzt.
Durch die Hölle (Dom) – Ein Mann erlebt, wie seine ärgsten Albträume und wildesten Fantasien wahr werden.


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Vier Geschichten für Freunde von Thriller, Horror, Erotik und BDSM
Der Auftrag – Die Liebe einer masochistischen Auftragskillerin.
Aralé – Er ist waghalsig. Er ist wahnsinnig. Er liebt.
Wut – Nach einer Session im abgelegene Anwesen ihres Herrn beginnt für Sklavin Clarice ein Alptraum. Nachts bekommt sie unheimlichen Besuch im Dungeon.
D96-112 – Liebe, Träume und Leid einer rechtlosen Frau in einer dystopischen Männerwelt.
Achtung: Dieses Buch enthält unter Anderem auch Beschreibungen von Gewalt, sowie sehr erniedrigende sexuellen Handlungen. Wenn Sie von derartigen Beschreibungen abgestoßen sind, sollten Sie dieses Buch nicht lesen.


SdH_2aBlogroman: Die Sklavin des Humanisten

Als der Bibliothekar Rainer die Erbschaft seines verstorbenen Cousins antritt, findet er im Nachlass die zauberhafte Liana vor, die sich selbst zum Teil der Hinterlassenschaft erklärt. Angesichts der enormen Verführungskünste der submissiven Schönheit werden Rainers humanistische Ideale auf eine ernsthafte Probe gestellt. Nach und nach führt die Sub den verkopften Bildungsbürger in die Welt von Dominanz und Submission ein, doch als es ihr gelingt den Sadisten in Rainer zu wecken, wendet sich das Blatt.
Diesen Roman könnt ihr gratis auf dem Blog lesen. Jede Woche gibt es einen neuen Abschnitt.

Mit Klick aufs Bild kommt ihr direkt zum Blogroman.


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Neuerungen

Liebe Leser,

es gibt etwas Neues!

Nein, noch immer nicht das neue Buch – aber dafür ein Geschenk.

Alle, die sich in meine Newsletter-Liste eintragen, erhalten von mir eine Sammlung von Kurzgeschichten.Cover Anthologie

Hot and Short – SM-Kurzgeschichten

Darin enthalten sind 16 Geschichten, die in der Vergangenheit hier auf meinem Blog erschienen sind , dazu noch ein paar Leseproben aus meinen Romanen im PDF-Format.

Wem sich jetzt bei dem Gedanken an einen Newsletter die Haare im Nacken aufstellen, kann ich versichern, dass ich nicht auf einmal beginne, jede Woche Mails zu versenden. Alle, die schon länger mitlesen, wissen, dass ich ca. alle zwei bis drei Wochen einen neuen Beitrag veröffentliche, selten öfter.

Also keine Panik: Das wird sich nicht ändern. Natürlich wird es auch Nachrichten geben, wenn ich ein neues Buch herausbringe, aber ich denke, das ist eine der Informationen, die ihr auch hören wollt.

Wie ihr euch für den Newsletter eintragen könnt? Entweder auf der Leiste rechts oder in dem Feld, das unter jedem Beitrag erscheint. Ich benötige nur eure E-Mail-Adresse und versichere, dass ich sie sicher verwahren, nicht weitergeben und euch auch keinen Spam zusenden werde.

Wenn ihr die Bestätigungsmail geöffnet und dem Erhalt von Mails von meinem Absender zugestimmt habt, wird euch eine weitere Mail erreichen mit einem Link, der euch zu der PDF-Datei von Hot and Short führt. Ihr dürft diese Datei speichern und behalten.

Dies gilt übrigens auch für alle Follower des Blogs. Bitte tragt euch in den Newsletter ein. Nach einer Übergangszeit werde ich nur noch so auf neue Beiträge auf dem Blog hinweisen.

Übrigens werdet ihr so auch bald von einem Gewinnspiel erfahren, das ich anlässlich meines Jubiläums durchführen werde. 5 Jahre als Autorin – das muss doch gefeiert werden!

Bis dahin – viel Spaß beim Lesen und mehr Spaß beim Sex wünscht

Eure Margaux

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Leseprobe – immer noch in Arbeit …

Noch ein kleiner Ausschnitt zur Überbrückung der Zeit:

Darleen griff nach einer Möhre. Ein Bild schoss ihm durch den Kopf und er rief viel zu laut „Halt!“, ehe er sich bewusst war, dass er das Bild umsetzen wollte.
Sie erstarrte. Wahrscheinlich dachte sie, dass sie wieder einmal etwas falsch gemacht hatte. Er grinste. Es war schön, sie an dieser Grenze zu wissen, diesen kleinen Hauch Furcht im Hintergrund, von der er wusste, dass sie ein ganz eigenes Aphrodisiakum darstellte.
Seine Finger landeten unbewusst auf ihrem Hintern, fassten die beiden prallen Kugeln und quetschten sie einen Hauch zu fest. Ihre Reaktion war vorhersehbar, aber wie jedes Mal berauschend. Ein Schaudern, eine Art Vibration, das von ihrem Scheitel bis in ihre Beine lief, Gänsehaut auf ihren Armen. Hätte sie ihre Haare hochgesteckt, könnte er sehen, wie sie sich im Nacken aufstellten, da war er sicher. Nein, mit einer Faust ihre Haare zu greifen liebte er weitaus mehr. Keine Haarspangen für Darleen.
Ihre Schultern wirkten starr, wie überhaupt ihr Körper Erwartung ausdrückte. Wie ein Reh, das nicht weiß, ob es sich ducken oder fliehen soll. Tom spürte die ersten Anzeichen eines Highs, und das bezog sich nicht auf seinen Schwanz, der bereits erwartungsfroh anschwoll.
Ohne ein Wort griff er mit einer Hand um sie herum nach einer Möhre. Die Größte. Sie fühlte sich eisig an, aber das würde sich bald ändern.

Wie ihr seht, spielt sich die eine oder andere Szene in der Küche ab. Kein Wunder, Tom ist Koch …

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Lust-Tier

Delia verdreht sich vor dem Spiegel in dem Versuch, ihren Hintern zu betrachten.

„Es sind keine Spuren zurückgeblieben.“ Louis legt die Uhr um sein Handgelenk.

Für einen Moment lässt Delia sich von dem Anblick der Finger ablenken, die den Dorn in die Öse einfädeln. Er hat große Hände, dicke Finger, die unerwartet geschickt agieren.

Noch einmal schaut sie über die Schulter und wünscht sich ein Spiegelkabinett, in dem sie sich rundum betrachten kann. Nein, keinerlei Spur zu sehen. „Schade!“ Inbrünstig. Von Herzen kommt das Wort, ganz tief aus ihrem Innern.

Er gluckst leise. „Willst du dich beschweren, kleiner Fuchs?“

Sie strahlt ihn an. Hätte irgend jemand anderes sie klein genannt,wäre sie demjenigen an die Gurgel gesprungen. Louis ist nur wenige Zentimeter größer als sie, dennoch lässt sie es sich von ihm gefallen. Eine Liebkosung, ähnlich der besonderen Liebeserklärung, die seine Hände ihr gestern gemacht hatten. „Nun ja. Ich hätte nichts gegen einen oder zwei Striemen, die mich an diese Nacht erinnern.“

Wie der Blitz steht er vor ihr, seine Pranken landen auf ihrem Hintern und quetschen das Fleisch schmerzhaft. Dass er sie dabei an sich drückt, ihre Brüste an seinen Oberkörper gepresst werden, ihre Arme gefangen unter seinen, ihr Schambein an seinen Hüftknochen, stört sie nicht im Geringsten. Im Gegenteil. Sie liebt es. So spürt sie ihn überall, hat seinen Geruch in der Nase, fühlt sich selbst und dazu ihre Verbindung.

„Dann muss ich wohl zu Hilfsmitteln greifen, die Spuren hinterlassen. Wie wäre es mit einem Paddel?“

Delia versucht, sich den Schmerz vorzustellen. Wird es sich so anders anfühlen als seine Hand, die so groß wie eine Untertasse ist? Seine Handfläche ist hart, gestählt von der körperlichen Arbeit als Gärtner, von Hornhaut überzogen. „Hm …“

„Ich habe verstanden.“ Louis grinst wieder, aber es wirkt nicht mehr lustig, sondern sadistisch. „Da muss was Härteres her.“

Was das wohl sein wird? Sein Gürtel? Die Rückseite der Haarbürste? Delia lässt sich einiges durch den Kopf gehen, was sie gelesen oder gesehen hat. Soll sie ihm etwas vorschlagen?

„Dort wo ich heute arbeite, steht ein Haselstrauch.“

Sie ist verwirrt. Wieso erzählt er ihr jetzt von seiner Arbeit? Ihr Blick fällt auf die Uhr am Bett. Oh, er muss gehen!

Statt sie loszulassen, presst er sie härter an sich und presst die Finger noch fester in ihr Fleisch. „Der hat schöne, gerade Äste.“

Wer hat Äste? Wovon spricht er? „Louis?“ Bei seinem freudigen Blick fällt endlich der Groschen. „Oh!“

Jetzt lacht er. „Das war noch nicht überzeugend. Heute nacht kannst du „Oh“ sagen und „Ah“ und „Hör auf!“. Ich werde nicht aufhören. Ich werde weiter zuschlagen. So lange, bis du ein Muster auf deinem Arsch hast. Vielleicht Karos? Oder Streifen? In regelmäßigen Abständen von hier“ – sein Daumen drückt sich in die obere Rundung – „bis hier.“ Die Fingerspitzen wandern noch ein Stück nach unten, bis auf den Oberschenkel. „Dunkle, tiefrote Streifen. Gerade so tief, dass sie noch nicht anfangen zu bluten.“

Zum Glück hält er sie, sonst hätte der Schauder sie von den Füßen gerissen. Ihre Knie fühlen sich gummiartig an, Arme und Beine haben sich in Tentakel verwandelt, die ihm beinahe aus den Fingern schlüpfen.

Tree Branches (Brushwood) Macro Background

„Streifen, die so schnell nicht verblassen.“ Die Finger malen Striche auf ihren Hintern, einen unter den anderen.

Sie fühlt schon den Schmerz. Er wird unerträglich sein. Und doch tragbar. Aushaltbar. Er wird sie in diese Sphäre katapultieren und bei jedem Schlag wieder herausreißen, bis sie nicht mehr zwischen Träumen und Schmerzen und Lust unterscheiden kann. Angst und Vorfreude vereinen sich zu einem Knoten im Magen und Unterleib, ein wildes Tier, das da in ihr schlummert und langsam erwacht und sich streckt, seine Glieder in Richtung Herz und Klit schickt und Stromstöße direkt ins Hirn.

Louis legt seinen Mund an ihr Ohr. Delia konzentriert sich ganz auf ihn. Sein Worte haben das Tier geweckt. Wird er es zum Schlafen schicken? Nein. Sein Flüstern ist so leise, dass sie den Atem anhalten muss, um ihn zu hören. Das Tier in ihr hält ebenfalls den Atem an und verharrt stocksteif.

„Und wenn doch, werde ich sie einfach nachzeichnen.“

Sie spürt, wie es den Kopf hebt, die Ohren gespitzt, die Schnauze leicht geöffnet, die Augen groß und wachsam. Oder ist sie es, die so reagiert? Ist sie das Tier? Ist es ihre Lust, ist es ihr Sein, das sich nach diesem Schmerz sehnt? Aus einem Impuls heraus beißt sie in die Schulter vor ihr, gerade so tief, dass er ihre Zähne spürt.

Er lacht. Wie er immer lacht, wenn er das Tier in ihr geweckt hat. „Ich wünsche dir einen schönen Tag, kleiner Fuchs. Ich werde dich heute Nacht zähmen. Mit einer Haselrute.“ Beißt ihr zärtlich in diese Stelle am Ansatz des Nackens, bis sie zusammenzuckt und sich unter ihm windet, dann lässt er sie alleine.

Das Tier grollt ein wenig, weil es warten muss. „Nur bis heute abend“, flüstert Delia. Dann bekommt sie, was sie sich ersehnt. Bis dahin wird diese Mischung aus Vorfreude und Panik sie begleiten, wird ihre Erregung simmern und ihre Angst immer größer. Wie das Tier in ihr wächst, bis es sie ausfüllt, sie ganz übernommen hat.

Bis sie Tier ist. Schmerz-Lust-Tier. Tierischer Lust-Schmerz. Schmerzerfülltes Lust-Tier.

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Leseprobe – mein aktuelles Projekt

Ich schreibe an einem Roman, in dem es um einen Koch geht. Und um eine Frau, die nicht kochen kann, es aber trotzdem tun muss, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die beiden haben eine Vereinbarung getroffen: Er bringt ihr das Kochen bei, sie überlässt sich dabei seiner Führung. Denn er ist ein Dom und liebt Spanking und Machtspiele.

Tom fühlte sich hin- und hergerissen. Sein Verstand sagte, dass er diese träumende Auszubildende ordentlich zusammenscheißen müsste. Sein Körper verlockte ihn dazu, sie so lange zu spanken, bis ihr Hintern glühte, sie dann zu ficken und letztlich noch zu mindestens drei Orgasmen zu fingern, bis sie wie eine zu lange gekochte Möhre schlackerte. Sein Bauch hingegen gratulierte ihm zu diesem leckeren Dessert, das er da gefunden hatte. Sie erinnerte ihn an eine zarte Creme, nur mit einem Grundton von Tonkabohne aromatisiert, als Grundlage für alles zu verwenden von luftiger Sauce zu Obst bis hin zu mächtigen, mehrstöckigen Torten. Es lag an ihm, was er aus ihr zauberte.
Was aber sollte er heute mit ihr tun? Auf seinen Körper hören? Okay, er konnte es beim Namen nennen. Sein Schwanz wollte sie besitzen, seine Duftnote setzen, sie brandmarken. Ob sie sich das allerdings gefallen ließ, stand noch nicht fest. Sie träumte, und es war fraglich, ob sie den Schritt aus den Träumen in die Wirklichkeit wagen würde.
„Darleen, du musst dich konzentrieren. Wenn du so weitermachst, bekommen wir heute nichts mehr zu essen. In Zukunft wirst du jede meiner Anweisungen mit „Ja, Tom“ beantworten.“
„Hmm.“
„Wenn du es darauf anlegst, können wir das Ganze auch verschärfen. Wie wäre es mit `Ja, Chef´?“
Das kleine Biest grinste. „Oder `Ja, Sir´?“
„Zieh die Hose aus.“
Ihr Mund öffnete sich und blieb offen. Ah, nun hatte er sie doch noch überrascht. Mehr als mit seinen Schlägen.
Als er nach dem Spatel griff, bewegte sie sich endlich. Nun hatte er ihre Aufmerksamkeit. sexy man holding a whip for cooking

Der Text ist noch nicht lektoriert. Soweit bin ich leider noch nicht, ich habe ca. die Hälfte fertig.  Wollt ihr so etwas lesen?

Foto: rdrgraphe©stock.adobe.com

 

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Sommermorgen

Meine Finger kreisen, streichen, erst langsam, dann schneller, nicht mehr so akkurat, unkoordinierter. Jetzt keine perfekten Kreise mehr, sondern kantige Vielecke um das Zentrum meiner Lust. Ich mag nicht eindringen, nur reizen, locken, so wie ich nicht kommen mag, sondern nur erregen.
Oder doch? Letztlich wird es darauf hinauslaufen, jetzt, wo ich wach bin, zwar noch vom Halbschlaf umfangen aber noch nicht wieder mit klarem Kopf eingetaucht in den neuen Tag. Nein, ich halte die Augen geschlossen, um den Traum festzuhalten, der mich hierhergeführt hat, der mich angemacht hat, der meine Finger ihren Weg suchen ließ zu der üppig fließenden Feuchtigkeit im Dreieck meiner Lust, der mich die Schenkel spreizen ließ, erst nur ein Stück, dann weiter, dann ein Bein aufgestellt, das andere zur Seite fallend. Das dünne Laken, ausreichend für die warme Sommernacht, schob ich weg, ungeduldig, auf der Suche nach Luft und Bewegungsfreiheit. Das Zimmer ist kaum kühler als ich, kein Lufthauch streicht über meine schweißüberströmte Haut, kühlt mir die feucht an der Strin klebenden Strähnen.
Der Finger rubbelt, trotz aller Unachtsamkeit immer noch so genau, dass er nicht den einen Punkt berührt, der dem Spiel ein allzu schnelles Ende setzen würde. Lieber noch hinauszögern, lieber die Vorfreude steigern. Ich tauche immer weiter auf, nehme mehr als meinen Körper wahr, als die Lage meiner Gliedmaße, als das Zucken meines Fingers. Die andere Hand hat instinktiv einen Nippel in Beschlag genommen, knetet und zupft, zart noch, um auch diese Stimulation nur auf niedrigem Level zu halten. Lass dir Zeit, genieße.
Ich zwinge mich, tief durchzuatmen, nach dem Ausatmen kurz innezuhalten, um zur Ruhe zu kommen. Kein Interesse, es bereits so frühzeitig zu einem Ende kommen zu lassen. Noch sind meine Gedanken bei dem Traum, der mich aufgeweckt hat, Bilder wie weichgezeichnet, von sich windenden Körpern, Seile, Tücher, ein Knebel ist im Spiel. Hände überall, zwischen meinen Beinen, in mir, auf mir.
Die Ruhe sickert durch die Erinnerung an den Traum. Kein Atmen, keine Bewegung dringt von der anderen Seite des Bettes zu mir. Ich drehe den Kopf, das bisschen Helligkeit reicht aus, um seinen Umriss unter der Bettdecke zu erkennen. Seine Front ist mir zugewandt, und da, ja, seine Augen sind offen, dunkle Punkte in seinem Gesicht. Keine Farben, dafür reicht das Licht nicht, doch ich weiß, wie sie aussehen, weiß um ihr Strahlen und um das Brennen, mit dem sie so häufig auf mir liegen, gewiss auch jetzt, in dieser Situation.
Meine Finger erstarren und ich bilde mir ein, den Anflug eines Nickens zu erkennen. Jetzt bin ich entflammt, von seinem Blick allein, von dem Wissen, dass er mich beobachtet, dass er Zeuge meiner erwachten Lust ist, meiner selbstsüchtigen Sucht nach Erfüllung. Nur ein Schnicken würde genügen, ein fester Druck, ein harter Finger.
Er bewegt sich nicht.
Erst als meine Finger sich in den Nippel bohren, mein Mund sich zu einem leisen Keuchen öffnet, erkenne ich am Aufblitzen der weißen Zähne, dass er lächelt.
Ich lächle zurück, selig.
Ab jetzt übernimmt er. Alles, meine Handlungen und seine. Meinen Körper und seinen. Meine Lust und seine.

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Ohne Höschen

„Komm ohne Höschen“, schreibt er.

Och nö. Nicht schon wieder derselbe Spruch, denke ich. Warum glauben Männer, es sei so toll, wenn eine Frau ohne Höschen neben ihnen sitzt? Noch dazu im Theater? Okay, er hat Loge gebucht, aber wir werden nicht alleine sein, mindesten drei oder vier Leute sitzen neben uns. Außerdem gibt es da ein Problem, das die meisten Männer nicht bedenken: eine Frau, die sexuell erregt ist, sondert Feuchtigkeit ab. Ja, genau, dort, wo das Höschen sitzen sollte und sie auffangen kann. Wenn es denn da ist. Und wenn nicht? Schon mal mit einem feuchten Fleck auf dem Kleid inmitten von dreihundert Menschen gestanden? Nein? Genau. Die Vorstellung sollte genügen.

Also muss ich mir etwas überlegen.

Wir treffen uns vor dem Theater. Gut sieht er aus mit dem Anzug, dem weißen Hemd, der Krawatte, besser noch als auf den Fotos. Sein Dreitagebart kratzt genau richtig über meine Wange. Ich reibe mit Absicht gegen den Strich, weil ich das Kratzen spüren will. Er soll wissen, dass ich es rau mag, aber das sollte er aus meinen Mails herausgelesen haben.

Er lacht leise und beim Küsschen auf die andere Backe beißt er mir ins Ohrläppchen. Uh, Gänsehaut! Das fängt ja gut an.

„Hast du meine Anweisung befolgt?“, raunt er mir ins Ohr.

Ich lächle geheimnisvoll und schweige. Wenn er es nur glaubt, ist sein Spaß garantiert.

„Folge mir.“ Er fasst mich zur Sicherheit am Ellbogen. Nicht zu aufdringlich, aber bestimmt, geleitet er mich durch die Menge, dann den Flur mit den Toiletten entlang zu einer in die Wandverkleidung eingelassenen Tür. Er betätigt die Klinke und sie wird aufgezogen. Ein Mann steht dort, der ihn prüfend anschaut. Mein Begleiter drückt ihm diskret etwas in die Hand und schon lässt er uns durch.

Wir sind im Untergrund, dort wo Kulissen stehen und Accessoires. Es riecht staubig und ein bisschen muffig. Mir wird mulmig. Wenn wir uns länger hier herumtreiben, wird mein Kleid leiden, da bin ich sicher. Auch sein Anzug wird mit Staub überzogen, und sollten wir jemals wieder auftauchen, wird sofort ersichtlich sein, was wir getan haben. Denn dass wir nicht hier unten sind, um die Bühnenbilder zu diskutieren, ist mir klargeworden.

Doch er scheint vorgeplant zu haben, wie immer das auch zugegangen sein mag. Ich stelle mir vor, wie er mit dem Bühnenarbeiter oder gar dem Regisseur vereinbart, dass dieser Raum uns für ein Schäferstündchen zur Verfügung stehen soll. Inklusive Aufpasser, damit uns niemand stört. Und einem roten Tuch, das über einer Chaiselongue hängt und das er jetzt auseinanderfaltet.

Auf einmal ist er nicht mehr so zuvorkommend, sondern stößt mich von sich, dass ich rücklings auf das Sofa falle. Mir bleibt fast das Herz stehen. „Heh!“

„Zieh das Höschen aus. Entweder du folgst meinen Anweisungen oder wir können das Ganze gleich beenden.“

Erwischt. Dabei hatte er noch nicht einmal eine Hand auf meinem Hintern. Und man sieht durch dieses Kleid garantiert keinen Abdruck. Ich habe es extra ausgewählt, weil der Stoff so dick ist, dass keine Flecken sichtbar werden. Zumindest keine Feuchtigkeit, die von innen nach außen dringt.

Ich möchte auf keinen Fall, dass das Spiel schon hier endet. Gerade seine Anweisung macht mich heiß. Aber noch möchte ich das Zepter nicht aus der Hand legen. Ein neuer Mann muss getestet werden, das ist wohl klar. In einem Chat kann ich unmöglich erkennen, ob er der Richtige ist.

Meine Finger streifen das Kleid im Zeitlupentempo nach oben, bis der Saum etwa eine Handbreit unter meiner Muschi ist. Mehr wird er nicht zu sehen bekommen. Nicht jetzt.

Ich hatte mich für alle Eventualitäten vorbereitet. Auch für ein einfaches Entkleiden. Meine Finger kriechen langsam, so langsam unter den Saum, während ich ihn nicht aus den Augen lasse. Das Licht hier unten ist gedämpft, aber ausreichend, seinen Ausdruck zu erkennen. Er schaut mich von oben herab an, ein wenig überheblich zieht er eine Augenbraue nach oben. Mal sehen, wie lange er diese Haltung beibehält.

Das Band lässt sich gut greifen, es gleitet über meine Hüfte. Noch ist nichts zu sehen. Die Hand ziehe ich wieder unter dem Kleid hervor. Leer.

Jetzt kneift er die Augen zusammen.

Meine andere Hand wandert noch langsamer nach oben, ohne mehr von meinen seidig bestrumpften Beinen zu zeigen als zuvor. Lieber verrenke ich mich, als dass ich zu freizügig vorgehe. Sein Blick wandert zu meinen Augen, doch er bleibt am Oberkörper hängen.

Mist, Ich habe doch nicht an alles gedacht. Er kann mir tief in den Ausschnitt schauen, kann mehr als den Ansatz meiner Brüste sehen, denn sie werden nicht von einem Büstenhalter bedeckt. Dieses Wissen wirft mich ein wenig aus der Bahn. Nur ein wenig. Na gut, eigentlich sehr viel mehr. Es lässt mir die Röte in die Wangen steigen, vermutlich auch ins Dekolleté.

Da wollte ich wesentliche Dinge vor ihm verbergen und entblöße mich dabei.

Wäre ich nicht für die Oper gekleidet, könnte ich mit einem kurzen Zucken meine Haare über den Ausschnitt fallen lassen, aber um des Gesamteindrucks willen habe ich sie hochgesteckt.

Er räuspert sich, ein deutliches Zeichen der Ungeduld. Ich bin versucht, mit ihm zu argumentieren, aber sein jetzt finsterer Blick und der grimmig zusammengepresste Mund sprechen dafür, es zu lassen. Er will mich ohne Höschen. Und zwar flott.

Es kostet Nerven, dieses Schneckentempo beizubehalten, aber ich schaffe es. Ganz langsam nur senkt sich der Stoff, wandert über meine Oberschenkel, gleitet über die Knie, die Waden, die Knöchel.

Ich bin nass und beglückwünsche mich zu meinem Kleid. Es mag einen Hauch zu warm werden, aber auf keinen Fall werde ich meinen Status verraten. Selbst die harten Nippel werden nicht zu erkennen sein. Unnötig, alle Welt wissen zu lassen, dass wir uns aufheizen für die Zeit nach Vorstellungsende.Depositphotos_32784101_l-2015 vladvitek

Er streckt die Hand aus und endlich lege ich das winzige Stück Stoff hinein.

Hoffentlich hat die Vorstellung noch nicht angefangen. Ich freue mich auf die Oper, noch dazu auf den Platz in der Loge. Und auf das Danach.

Mit starker Hand zieht er mich hoch, bis ich dicht vor ihm stehe, sehr dicht. So dicht, dass meine Brüste seine Brust berühren. Ich muss schlucken, sein Geruch füllt meine Nase und seine Wärme strahlt auf mich aus.

„Du hast meine Anweisung nicht befolgt. Dafür wirst du bestraft.“

Ich schaue mit großen Unschuldsaugen zu ihm auf. Wie will er mich hier bestrafen? Wir werden es auf später verschieben müssen. Noch etwas, auf das ich mich freuen kann.

Er schüttelt den Kopf, einmal, zweimal. Langsam und mit süffisantem Grinsen. Dann flüstert er: „Jetzt sofort.“

Kann er meine Gedanken lesen?

Wieder übt er Druck aus, diesmal muss ich mich umdrehen, auf das Sofa knien, wenn ich nicht fallen will und mich an das Polster lehnen.

Ein Spanking? Das wäre zu laut. Was dann?

Mit einer Bewegung schlägt er den Stoff meines Kleides nach oben, bis ich bis zur Hüfte nackt bin. Schade, ich wollte diesen Moment doch hinauszögern.

Nicht schade. Oh nein. Er beugt sich über mich, bis ich sein Gewicht auf mir spüre. Was jetzt? Ein Fick? Hier?

„Ich weiß, dass Frauen nicht gerne ohne Slip unterwegs sind. Sie machen sonst Flecke auf ihr Kleid. Nicht wahr?“

Ein Connaisseur. Wer hätte das gedacht? Ich antworte nicht, denn ich ahne jetzt, dass er mehr vorgeplant hat als ein Stück rotes Tuch.

Ein kühles, hartes Ding, phallusgroß, schiebt sich in meine nasse Muschi, dann legt sich etwas über meinen Schritt. Schließlich bindet er rechts und links Schleifen.

Schon stehe ich wieder vor ihm. Bekleidet wie zuvor. Keine Spuren auf mir, nicht einmal ein Stäubchen.

„So. Jetzt genießen wir die Oper. Ich zumindest.“

Bis wir auf unseren Plätzen sitzen, habe ich mich an die Größe gewöhnt, nicht aber an das unregelmäßige Summen und Vibrieren in mir. Es treibt mich zum Wahnsinn. Gerade ehe ich kommen kann, hört es auf. Genau einen Millimeter davor. Dann wartet er ab, bis ich meine Augen wieder auf das Geschehen auf der Bühne fixieren kann und sie nicht mehr völlig verdreht sind, bis meine Zehen sich wieder aufgerollt haben und meine Fingernägel sich nicht mehr in die Lehne bohren.

Spaß hat er. Ideen hat er auch. Und er lässt sich nicht toppen.

Könnte sein, dass er der Richtige ist.

 

 

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