BDSM macht glücklich und gesund!

Ha!

Da ist er, der Beweis! Na ja, es ist nicht wirklich bewiesen, aber immerhin in einer repräsentativen Studie erforscht.

Dabei kam heraus „… dass Menschen die im Schlafzimmer BDSM-Praktiken ausleben, mental stabiler, gesünder und in ihrer Beziehung glücklicher sind als Menschen, die „normalen Sex“ bevorzugen.“

Ich habe es doch geahnt!

Das Ergebnis findet ihr hier: https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/psychologie/fesselspiele-im-bett-machen-gluecklich-und-gesund-13371875 (deutsche Zusammenfassung) und in diesem englischen Beitrag  https://www.livescience.com/34832-bdsm-healthy-psychology.html 

Immerhin spricht man sich dafür aus, BDSM nicht mehr als psychische Störung anzusehen. Nett ist da der letzte Satz im Bericht von livescience.com: „… the new findings suggest BDSM is better seen as a lifestyle choice, if a slightly strange one.“ (Frei übersetzt: … die neuen Ergebnisse deuten darauf hin, dass man BDSM eher als Lebensstil einschätzen sollte, wenn auch ein etwas seltsamer.“

Echt jetzt? Ich fühle mich gar nicht so seltsam. Und auf keinen Fall instabil.

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SM-Blogparade: Kommunikation und social media

„Wir hatten früher ja nichts.“

Virginia verdrehte ihre Augen, wie sie es zuletzt als 14-jährige getan hatte. Erst nach einer kompletten Umdrehung fiel ihr auf, dass Granny gar nicht weitergesprochen hatte. Jetzt entdeckte sie das Zwinkern in den Augen ihrer Großmutter.

Als fühlte Granny sich ertappt, schaute sie auf die Augenmaske, die sie schon seit einer Weile in den Händen drehte. Die Maske, die Virginia ihr bei ihrer Ankunft als Weihnachtsgeschenk übergeben hatte. Die mit der Aufschrift ‚Be naughty‘. Alleine bei dem Anblick fing Virginias Herz an zu pochen. Sie hatte sich auch eine Maske gekauft. ‚Yes, Sir!‘ stand darauf. Die hatte sie getragen, als Daniel …

„Wir hatten kein Internet, und schon gar kein Twitter oder Facebook und wie das alles heißt.“

„Granny, tu nicht so, als wüsstest du nicht, was das ist. Ich kenne deinen Instagram-Account.“

„Heute weiß ich es. Aber damals nicht.“ Sie seufzte leise, dann legte sie die Maske flach auf den Tisch und bedeckte sie mit beiden Händen. Das Alter sah man Granny nur an diesen Händen an, und das nur wegen der Arthrose, die Grannys Knöchel verformt hatte. Im Winter musste sie Schmerzen haben, ahnte Virginia. Granny würde sich nie deswegen beschweren, sie war tough und verdammt fit.

„Was hättest du denn anders gemacht, wenn du Internet und Facebook gehabt hättest?“ Weiterlesen

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Betriebsprüfung

„So, so. Sie schreiben also Erotik?“
„Ähm, ja.“ Warum genau fühle ich mich ertappt? So ein Blödsinn! Dem Kerl sollte es ganz egal sein, womit ich mein Geld verdiene. Er soll nur meine Buchhaltung prüfen. Also richte ich mich auf, mache mich ungefähr zehn Zentimeter größer und schaue ihm in die Augen. Blaue Augen. Ein wenig stechend, aber das kann auch von der nach oben gezogenen Augenbraue kommen. Oder von der Nase, lang und herrisch, die meinen Blick auf sich lenkt. Wie die Nase … Oh Gott, ich kann das Kichern, das in mir aufsteigt, kaum zurückhalten.
„Ja, ich schreibe Erotik. Sogar richtig harte. Fast schon Porno“, sage ich aufgesetzt mutig und halte den Gedanken von eben fest. Ich bin Autorin, also kann ich ihn in eine Geschichte einbauen. In einen Porno natürlich. Der Finanzbeamte und die Schreiberin. In meinem Kopf lehnt er sich zurück, breitbeinig, und legt eine Hand auf seinen geschwollenen Schwanz, der die Hose ausbeult.
„Hart? Was verstehen Sie unter hart?“ Weiterlesen

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Hand- und Fußfesseln

Diese Sorte Fesseln sind vermutlich die gängigsten. Sie sind so vielfältig einsetzbar, dass mir vermutlich nicht alles einfällt, was man damit machen kann. Zum Beispiel einfach die Hände vor oder hinter dem Körper aneinander ketten. Oder ans Bett, an Halterungen an Wand oder Decke. Hände an Füße. Auf dem Rücken liegend ist sub damit offen, auf dem Bauch liegend ergibt sich ein Hogtie, der sub (fast) bewegungslos macht. Für alle Änderungen muss man nur den Karabinerhaken lösen und neu fixieren.

Unsere hier sind aus Leder, was für uns selbstverständlich ist, wobei es auch da große Unterschiede gibt. Achtet darauf, dass sie nicht zu hart sind, sondern sich gut biegen lassen. Außerdem ist es wichtig, wie dick oder schmal eure Hand- und Fußgelenke sind. Kauft man ein Paket mit vier Stück, sind darin üblicherweise zwei kürzere und zwei längere Fesseln enthalten, aber das muss nicht für jeden passen.

Genauso wichtig sind die Ösen daran. Ich habe schon welche gesehen mit Spielzeug-Kettchen dazwischen. Bitte denkt daran, dass diese dann eben auch Spielzeug sind, also keinen wirklichen Zug aushalten. Und ihr glaubt gar nicht, wie viel Kraft eine Frau entwickeln kann, wenn sie sich aufbäumt oder gegen etwas sträubt. Dabei sind Fesseln gerade bei jemandem, der sich gerne sträubt, so praktisch …

Nein, im Ernst: Sie verhindern tatsächlich auch, dass man sich Hände am Bettgestell anschlägt oder dem Partner einen Hieb versetzt, nur weil man in manchen Situationen eben extrem zuckt. Also, wenn ihr euch damit fesselt, dann benutzt stabiles Werkzeug. Die Karabiner hat mein Mann im Baumarkt gekauft, weil dort dabeisteht, wie viele Kilogramm Belastung die aushalten. Für eine Frau von 70 kg reichen z.B. keine Karabiner mit nur 60 kg Tragkraft, wenn ihr sie mal benutzt, um die Arme über Kopf zu befestigen. Ihr müsst einfach damit rechnen, dass sie sich mal hängen lässt oder die Beine unter ihr nachgeben, dann wäre es ziemlich heftig, wenn sie einfach auf dem Boden aufschlägt. Ein kräftiger Ruck erzeugt auch höhere Kräfte als ein reines Hängen.

Was mich zu einem Thema bringt, das mir sehr am Herzen liegt. Sicherheit. Und ich meine hier nicht Kondome oder einer Freundin sagen, mit wem man sich wo trifft. Noch nicht einmal der Punkt, dass man Seile nicht um den Hals binden soll.

Sondern Sicherheit aus technischer Sicht. Mein Mann bastelt auch mal gerne was zuhause zusammen, aber er ist extrem vorsichtig. Ob alle so sind? Glaube ich nicht.

Wenn ihr also irgendwo einen Haken anbringt, dann testet den auch richtig. Nicht mit einem kleinen Finger, wenn hinterher eine Frau von 100 kg dranhängt. Verwendet keine Dübel in Rigips-Platten, bei denen dann der Dübel zwar hält, aber dafür die Platte komplett runterkracht. Kauft euch ein stabiles Bett, wenn es mal wilder werden soll, keines, das nur von drei Schrauben gehalten wird. Nutzt nicht die Lampenhalterung, um daran Schwünge zu üben. Verwendet echte Handschellen nur, wenn sie entweder eine Schnell-Öffnung erlauben oder der Schlüssel auch tatsächlich da liegt, wo er sein soll und nicht irgendwo unterm Bett im Staub von mehreren Jahren.

Und solltet ihr die Rollen auch mal wechseln, gilt das alles doppelt, denn die meisten Männer sind entweder schwerer oder haben einfach mehr Kraft in ihren gestählten Körpern. *grins*

In diesem Sinne: Lasst euch fesseln, aber tut euch nicht weh. Oder zumindest nur da, wo es wehtun soll 😉

Eure

Margaux


Zum Lust machen hier noch ein Ausschnitt aus der Story „Cocktailbar“ aus dem Club Cuffs and Whips:

Ich wähle lederne Hand- und Fußfesseln, auch ein Halsband mit Ösen und verschiedene Lederbänder unterschiedlicher Längen. Eine Handbewegung weist sie zum Bondagenetz, eine etwa zwei mal zwei Meter große Stahlkonstruktion, die frei im Raum steht. Einer der Gründe, weswegen ich diesen speziellen Raum sehr mag.

Ich fackle nicht lange. Während sie sich noch umschaut, presse ich sie mit einer Hand vorwärts an das Netz und fixiere als Erstes ihren Hals. Das geschieht so schnell, dass ihr kaum Zeit zum Begreifen bleibt, geschweige denn zum Protestieren. Das Halsband schließt mit Klettverschluss und ich habe schon einen Karabinerhaken befestigt, den ich nun an der stählernen Stange vor ihr einhake. Sie steht fest an das Netz gepresst, das Gesicht beinahe hindurchgesteckt, und kann sich nicht mehr rühren.

„Das ist zu eng, ich werde ja gequetscht! Sollte ein Dom nicht besser aufpassen? Das tut weh! Und außerdem – wie soll das denn funktionieren? Du kommst ja gar nicht an mich ran!“

Das kleine Biest gibt keine Ruhe. Ich aber bin die Selbstbeherrschung in Person. Sie kann mich nicht von meinem Pfad abbringen. Ich werde schon dafür sorgen, dass ich gut an sie rankomme.

Ich schaue zuerst, ob ihre Brüste auf der anderen Seite frei zugänglich sind. Sie muss ein paar Zentimeter zur Seite, dann hat sie eine senkrechte Stange direkt zwischen den Brüsten, die beiden Prachtstücke aber werden nicht behindert. Zwei weitere Lederbänder um die Oberarme, und schon steht sie mit erhobenen Händen am Netz. Natürlich habe ich auch noch Bänder für ihre Beine, so weit wie möglich gespreizt steht sie da. Ein bisschen wie Spiderman in seinem Netz, nur ohne Anzug und Maske.

Nun hole ich mir einen der beweglichen Tische bei und stelle ihn so auf, dass sie sehen kann, was ich dort auslege. Der Stoff des Gläsertuchs offenbart meine Mitbringsel und ich ordne sie an wie eine Krankenschwester das OP-Besteck.

Ein Caipirinha-Stößel mit Metallgriff. Eine hölzerne Zitronenpresse, handgroß, mit Rippen zum Ablaufen des Safts. Mehrere Plastik-Cocktailspieße. Eine Eiswürfelzange aus Edelstahl. Einen Zestenreißer. Dazu Gummibänder, genauer Haarbänder.

Erst als alles arrangiert ist, schaue ich sie an. Sie hat kein Wort gesagt bisher, aber ihre Augen sind groß wie die von nachtaktiven Koboldmakis. Ach, hat es meiner Kleinen die Sprache verschlagen?

Doch dann schluckt sie und ich sehe die Aufmüpfigkeit in ihr hochkommen wie Gasbläschen im Sprudel.

„Was soll das denn werden? Willst du mir einen Cocktail mixen? Dafür hätten wir auch an der Bar bleiben können, dann hättest du das ganze Zeug nicht herschleppen müssen!“

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Bettfesseln

Hallo ihr Lieben,

heute muss ich mal eine Lanze brechen für ein ganz einfaches Mittel, um viel Spaß zu haben. Und zwar für Anfänger und Fortgeschrittene.

Es handelt sich um ganz simple Bettfesseln, die es schon für unter 20 Euro zu kaufen gibt. Dabei muss es wirklich kein Luxus-Deluxe-Super-Gedöns sein, sondern es kommt einzig und alleine auf die Länge der Gurte an, damit es auch noch unter ein Boxspring-Doppelbett passt, oder was immer ihr für Luxusmatratzen im Haus habt. Ob dann noch ein Puschel oder was auch immer dabei ist, ist unwichtig.

Grundsätzlich handelt es sich hier um etwas, das wenig kostet, vielfach verwendbar, haltbar und sogar unauffällig zu verstauen ist. Zum Gebrauch: Der Mittelgurt wird längst unter die Matratze gelegt, und zwar mittig. Dann die Gurte für Arme und Beine seitlich heraushängen lassen. Daran kann man dann mit Karabinern oder Steckverschlüssen die mitgelieferten Hand- und Fußfesseln befestigen, meist welche mit Klettverschluss.

Ist das Spiel vorbei, werden die Gurte einfach unter die Matratze geschoben und sind dann unsichtbar, aber immer bereit.

Ich kann bestätigen, dass man sehr kräftig daran zerren kann, ohne dass sie reißen …

Gerade für alle „normalen“ Menschen, die keinen Dungeon im Keller oder ein Spiel-zimmer unterm Dach haben, ist das eine super Lösung. Klar ist ein Andreaskreuz nett, aber auch das wird man in den wenigsten Schlafzimmern finden, denn es ist ja nicht gerade unauffällig. Wer unbedingt trotzdem eines benutzen will, sollte über den Besuch eines BDSM-Clubs nachdenken.

Wir haben jedenfalls schon viele vergnügliche/schmerzhafte/leidenschaftliche/intensive/zehennägeleinrollende Stunden damit verbracht und planen das auch für die Zukunft.

Natürlich haben wir noch qualitativ höherwertige Handfesseln aus Leder. Bei den Modellen, bei denen die Verbindung mit Karabinern hergestellt wird, sind diese leicht einsetzbar. Aber auch weiche Fesseln mit einem Klettverschluss, der im Notfall sehr schnell und einfach zu lösen ist, haben ihren Vorteil. Wenn es mal schnell gehen muss, weil sub gerade abstürzt, wird Dom froh sein über jeden Handgriff weniger. Deshalb sollte man nicht die Nase rümpfen über „billige“ Fesseln, sondern je nach Lust und Laune die verwenden, die am meisten zusagen.

So, jetzt bin ich gespannt, ob ihr jetzt alle sagt, dass ihr die schon längst habt oder aber alle meine Leser ein Andreaskreuz an der Wand hängen haben …

PS: Das Bild ist heute mal nicht von mir aufgenommen, da ich euch ja schon wirklich eine Menge zeige, aber nicht unser Schlafzimmer 😉

Habt Spaß, ihr Lieben!


Übrigens noch ein Hinweis: vom 27. – 29. September ist die BoFeWo, die BondageFetischWorld in Hofheim/Taunus. Genauere Infos unter Bofewo.com. Dort stelle ich zwar nicht mehr aus, aber ich werde am Sonntag dort sein (die anderen Tage klappt es nicht). Das ist eine tolle Messe für alle BDSMler, da dort viele Shops verkaufen, man also eine Menge Auswahl hat (auch mal Besonderheiten wie Schuhe oder Holzpaddel mit Maserung oder Pferdehaarpeitschen, Latex und Korsetts usw.), zugleich auch viele Vorführungen stattfinden. Workshops gibt es auch, für die muss man sich aber vorher anmelden. Eine tolle Messe für alle, die im Großraum Frankfurt wohnen.

Ach ja, nur zur Vorab-Info: Ich werde am Freitag und Samstag auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs sein, vermutlich wird es ein Meet & Greet geben im Rahmen des Autorinnenclubs. Außerdem werde ich am 02. November auf der BuchPassion in Köln anzutreffen sein, dort ganz offiziell und mit Goodies und Büchern zum signieren lassen und kaufen usw. Genauere Infos gibt es im Newsletter, auch zu der großen Lesung am 01. Dezember in Wuppertal. Stay tuned …

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