BoFeWo 2016

Einige von euch haben schon neugierig auf das (mir misslungene) Banner unten rechts geklickt, die anderen lade ich ein, es jetzt zu tun.

Von 30.09. – 02.10.2016 findet nämlich die Messe BoFeWo – Bondage Fetish-World 2016 in Hofheim bei Wiesbaden statt – und ich werde dabei sein.

Ja, genau, ihr habt richtig gehört. Ich habe beschlossen, aus meinem Elfenbeinturm zu steigen (d.h. hinter meinem Schreibtisch hervorzukrabbeln) und mich mit Fans, Lesern und überhaupt interessierten Menschen zu treffen.

Im Gepäck habe ich Taschenbuch-Ausgaben von dreien meiner Bücher, dazu kleine Geschenke für alle. Und natürlich die Leseprobe für meinen neuen Roman, dessen Titel und Cover dann auch das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Das Erscheinen ist für Anfang November geplant, da davor noch meine Beta-Leser, Lektorat und Korrektorat liegen, ehe ich mich traue, ihn auf euch, liebe Leser, loszulassen.

Wer also einmal mit mir sprechen will, vielleicht auch ein signiertes Exemplar mit nach Hause nehmen will oder Ausschnitte meiner Werke von mir vorgelesen haben möchte, sollte sich auf den Weg machen.

Noch gibt es Eintrittskarten im Vorverkauf zu erschwinglichen Preisen im Internet, wo auch die Möglichkeit besteht, sich zu einem Fessel Workshop anzumelden, oder aber Karten für die Spiel-Party zu ergattern, die am Samstagabend steigt. Wer sich lieber spontan entscheidet, kann Karten am Eingang kaufen und dann prüfen, ob noch Plätze in einem der Workshops frei sind. Es finden aber auch diverse Vorführungen statt, für die man keine Anmeldungen braucht.

Auf der Messe erwarten euch viele Stände von ganz besonderen Shops, die man sonst nie zusammen findet. Ich schätze, dass dort alles geboten wird, was man sich im Zusammenhang mit BDSM nur so vorstellen kann. Ob man nun eine Ausrüstung für sein Pony sucht oder nur ein Paddel für die ersten Anfänge, all dies ist hier zu finden.

Macht euch auf nach Hofheim, ich freue mich auf Begegnungen und Gespräche.

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Erotik schreiben

Hallo, liebe Leser,

manche haben sie schon entdeckt, aber sicher nicht alle: meine neue Seite „Erotisches Schreiben„.

Für alle, die selbst scharfe Szenen schreiben oder schreiben wollen. Nicht nur für Erotik-Autoren, sondern auch für diejenigen, die eine erotische Szene oder Sexszene in ihren Roman einfügen wollen.

Oder einfach für diejenigen, die für ihren Liebsten etwas schreiben wollen. Wie wäre es mit einer Geschichte zum Vorlesen am Abend? Erst Kopfkino, dann nachspielen?

Wofür auch immer – ich werde die Seite in loser Folge ausweiten, es lohnt sich also, immer mal wieder einen Blick draufzuwerfen. Gerne dürft Ihr auch die Lösung Eurer „Aufgaben“ als Kommentar einbringen.

Ich werde selbst zu jedem Punkt ein Beispiel schreiben, einfach so als Anregung.

Viel Spaß beim Schreiben,

Margaux

 

 

 

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Hot and Dirty und die Buchhandlung Wortwerke

Hot and DirtyIch veröffentliche seit 2012 E-Books und habe seitdem auch drei Taschenbücher über amazon im Verkauf für alle, die lieber etwas Handfestes mögen.

Aber seit dem 01. August 2016 ist ein heimlicher Traum doch noch wahr geworden – mein Buch in einem Regal einer Buchhandlung. Die auf „Indies“ spezialisierte Buchhandlung Wortwerke hat nun Hot and Dirty physisch im Laden stehen, und das in drei Filialen, in Bad Segeberg (Hamburger Str. 39), Husum (Neustadt 18) und Bremerhaven (Löningstr. 12).

Eigentlich dachte ich, dass es nichts Besonderes mehr darstellen würde, schließlich hielt ich den Roman schon kurz nach seinem Erscheinen in der Hand.

Dennoch, auch wenn es keine der üblichen Buchhandlungen ist, keine große Kette, so fasziniert es mich doch:

Mein Buch in einem Laden!

Nun habe ich einen Vorschlag für meine Leser:

Die ersten fünf, die mir eine Bild von Hot and Dirty in einem der Bücherregale von Wortwerke (egal welche Filiale) per E-Mail zusenden (margaux.navara@web.de), erhalten von mir eine E-Book-Ausgabe des nächsten Romans sofort nach seinem Erscheinen (das hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt!).

Hier kommt das Kleingedruckte: Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in der Mail bestätigt, dass ich dieses Foto auf meinem Blog und zu Werbezwecken veröffentlichen darf, wenn gewünscht unter Verweis auf den Fotografen (Nickname oder Realnamen, wie ihr wollt).
Außerdem erlaubt ihr mir, eure E-Mail-Adresse zu speichern, bis der nächste Roman fertiggestellt ist, und dass ich dann mit euch Kontakt aufnehmen darf. Die Speicherung erfolgt nur so lange, bis die Übertragung des E-Books im gewünschten Format (epub, mobi oder pdf) gelungen ist. Die Datei darf nicht veröffentlicht, vervielfältigt oder online gestellt, das Copyright darf nicht verletzt werden.

Also, wer schickt mir ein Foto?

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Quickie

Seine Schritte auf der Treppe. Ein Blick zur Uhr. Zehn Uhr am Vormittag. Braucht er etwas?

Ja, er braucht etwas. Entspannung. Sofort.

Er muss schon die Hose auf der Treppe geöffnet haben, seinen Schwanz bereits auf dem Weg befreit haben. Steif, erwartungsfroh schaut mich das einäugige Monster an. Doch ich habe es nicht lange vor Augen, weil er mich am Hinterkopf packt und meinen Mund darüberstülpt.

Die Lust ist so unvermittelt da, als habe er einen Knopf gedrückt. Sein Geruch füllt meine Nase, sein Geschmack meinen Mund, sein Körper mein Gesichtsfeld. Mit Nachdruck schiebt er mich tiefer, er braucht keine Zärtlichkeit, nur Erlösung.

„Genug!“

Mit einem Handgriff hat er mich hochgezogen und nach vorne über den Schreibtisch gebeugt. Er prüft nicht, dringt einfach ein. Als wäre es eine Selbstverständlichkeit, dass ich für ihn nass bin, sobald er den Raum betritt.

Ich bin es. Weil er mich so behandelt, weil es mich heiß macht, wenn er mich benutzt. Geil und hilflos, beinahe zittrig, wenn er so ist wie jetzt.

Es geht schnell, aber auf keinen Fall zu schnell. Er trifft die richtigen Stellen, berührt all meine Sensoren, und schon komme ich. Er auch, weil er es so will, ein schneller Fick nur, weil er ein Ventil brauchte.

Ein harter Kuss, dann ist er schon wieder verschwunden, während ich noch keuchend und mit wackligen Knien auf meinen Stuhl sinke. Alles bebt noch, krampft noch, zittert noch.

Ich lächle selig in mich hinein, während ich mich wieder meiner Arbeit widme.

Quickies? Jederzeit.

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24/7

24 Stunden, 7 Tage die Woche.
Für die Nichteingeweihten: Gemeint ist die Unterwerfung unter den Partner, nicht die Öffnungszeit des Supermarktes. Von manchen wird die Variante als TPE bezeichnet, Total Power Exchange, andere schließen einen Sklavenvertrag, der den submissiven Part ganz dem Dominanten übereignet.
Das ist keine Rolle, die man spielen, keine fremde Haut, in die man schlüpfen kann.
Wer sich für solch eine Beziehung entscheidet, muss es ganz tun: von ganzem Herzen, mit seinem Körper, mit allem, was ihn ausmacht.
Warum tut jemand das? Weil er sich danach sehnt, alle Verantwortung wegzuschieben? Weil er glaubt, es sei ein Zeichen der unendlichen Liebe? Weil er sich nur so geschützt fühlt, aufgehoben, umsorgt? Ich setze voraus, dass es ihm ein zwingendes Bedürfnis ist, keine oktroyierte Idee des dominanten Parts.
Mein Problem mit dieser Lebensweise ist Folgendes: Trifft jemand, der keine Entscheidung mehr selbst trifft, diese Entscheidung freiwillig? Kann ein Mensch an einem Tag, zu einer Stunde beschließen, dass er seinen freien Willen für die Zukunft abgeben wird? Wenn ja, wie lange gilt dann dieser Beschluss? Wer übernimmt für ihn das Denken, das Wollen? Auch das Sich-Trennen-Wollen? Das Ende finden?
Ich änderte meine Meinung schon oft. Tut das nicht jeder? Erhalte ich neue Informationen, nehme ich mir das Recht heraus, meine Meinung zu ändern. Sei es in politischer Hinsicht oder in Bezug auf eine Arbeitsstelle, die ich kündige. Bei Freundschaften, die man manchmal beenden muss, bei Ehen, die auseinandergehen.
Kann das jemand, darf das jemand, der seinen Willen abgegeben hat?
Wer eine Szene oder Session abbrechen will, kann das mit einem Safeword tun oder auch mit einem klaren Nein. Geht das auch mit einer 24/7-Beziehung? Ist es dann überhaupt eine, wenn ich sie doch so einfach auflösen kann?
Ich glaube nicht, dass das auf Dauer funktioniert. Mir ist bedeutend lieber, ich bin meinem Partner trotz der Unterwerfung gleichgestellt. Das hört sich widersinnig an, nicht wahr? Mag sein, aber für mich ist es die einzige Methode, der einzige Weg. Ich überlasse ihm gern die Entscheidungen, unterwerfe mich gern seinen Forderungen, aber nur so lange ich es vertreten kann, es mit meinem Willen übereinstimmt. Hilfreich ist dabei sicherlich, dass in einer langjährigen Beziehung die Ziele weitgehend gleich sind und die Lebensweise sich einem Fluss gleich schon lange ihr Bett gegraben hat.
Was ich also freiwillig im Einzelfall tue, müsste ich pauschalieren, womöglich alle meine Rechte in einem „Vertrag“ hergeben, dafür Pflichten übernehmen.
Aber ich habe auch so viele Pflichten, eine besonders wertvolle davon ist die, für unsere Partnerschaft und für meinen Geliebten alles zu tun. Würde ich meinen Willen abgeben, müsste ich selbst diese Aufgabe nur noch auf Anweisung ausführen.
Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Oder habe ich den Gedanken nicht zu Ende gedacht?

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