BDSM-Spielzeug-Dienstag – Wäscheklammern

Nein, ich habe nicht meinen Wäschebeutel ausgekippt. Diese sind speziell für unsere Sessions.

Bei Klammern mag ich die aus Holz am liebsten (Zuerst stand hier: Holzklammern mag ich am liebsten. Stimmt aber nicht. Es gibt Spielzeug, das ich lieber mag. Trotzdem verwendet mein Mann sie gerne, ich schätze, dass ihm auch die Optik gefällt).

Sie üben Druck aus, der nicht zu stark ist, also nicht verletzt. Wobei das natürlich von den Stellen abhängt … und von der Dauer. Probiert mal aus, wie es sich anfühlt, wenn sie eine Weile auf der gleichen Stelle klemmen und dann abgelöst werden. Oder man sie bewegt, während sie auf der Haut klemmen. Aua!

Nippel und Klit sind super empfindlich dafür, ist ja klar. Schamlippen aber auch. Die Haut um die Brustwarzen herum verträgt schon mehr. Grundsätzlich hängt der Schmerz aber auch davon ab, wie viel Haut man drunter klemmen kann. Klar, bei jemandem, der eine Speckschicht unter der Haut hat (bitte nicht negativ auffassen!), bei dem kann man nicht die Haut samt Unterschicht einklemmen. Dann tut es vielleicht um so mehr weh, wenn man nur die oberste Hautschicht erwischt.

Also: Ausprobieren! Die kosten nun wirklich nicht viel. Und wer damit nichts anfangen kann, der kann ja immer noch  – tadaa! Wäsche damit aufhängen …

Übrigens gibt es ganz fiese Spielchen, mit denen man das Repertoire erweitern kann. Zum Beispiel kann man noch ein dünnes Seil durchziehen, ehe man sie festklemmt. Dann entweder mit Schwung alle auf einmal oder nacheinander abziehen. Puh!

Für Ästhetiker empfiehlt es sich, sie in einem Muster anzuordnen, denn die Spuren sind eine Weile sichtbar, sofern man sie für länger als ein paar Sekunden dran lässt.

Jetzt will ich´s aber wissen: Hast Du schon mal mit Wäscheklammern etwas anderes gemacht als Wäsche aufzuhängen?

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Der richtige Zeitpunkt

Ich höre es sofort beim Eintreten. Die Wohnung ist nicht leer. Du bist zuhause.

Nein, nicht nur du. Da ist ein dumpfes Geräusch, eine Stimme, die sich nicht nach dir anhört, sondern eindeutig männlich klingt.

Ich bleibe im Flur stehen, erstarrt, dafür alle Sinne auf die Geräusche gerichtet. Mein Herz stolpert, dann rast es mit doppelter Geschwindigkeit weiter.

Dieses Stöhnen kenne ich. Das kommt von dir. Das gleiche Stöhnen, das ich erst gestern von dir hörte, aus deiner Kehle, ganz nah an meinem Ohr. Vor nicht einmal 24 Stunden, als mein Schwanz in dir steckte, als mein Arme dich hielten, als mein Mund dich küsste, meine Zunge über deine Brüste leckte, meine Zähne sich in deinen Nippel gruben.

Darunter – mindestens eine, nein, eher zwei Oktaven tiefer – eine andere Stimme. Ein Grollen, nicht ganz Grunzen, aber auch keine Worte, zumindest nicht verständlich. Rhythmisch, langsam, genießerisch. Als würde er seinem tiefen Wohlbefinden auf eine primitive, animalische Art Ausdruck verleihen.

Ich streife lautlos meine Schuhe ab, dann das Sakko, die Krawatte. Lasse den Stoff fallen, wo ich gerade stehe. Der Flur erscheint mir heute so viel länger als sonst. Noch ein Schritt, noch einer. Ich stoße an etwas, mein Blick zeigt mir ein anderes Paar Herrenschuhe, fast die gleiche Größe, ebenfalls schwarz, glänzend, gepflegt wie meine. Auf eine seltsame Art bin ich dir dankbar, dass du deinem Stil treu bleibst. Hätte ich Birkenstock-Sandalen vorgefunden, wäre ich bis auf die Knochen enttäuscht, aber so …

Die Tür steht ein Stück offen, sonst hätte ich euch nicht so gut gehört. Dein halbgeknurrtes „Mmh“, sein antwortendes „Fuck!“ Ich sehe durch die halbdurchsichtige Tür Bewegung. Ihr seid auf dem Bett zugange. Ich erkenne schwarzen Stoff an dir, du trägst noch deinen BH. Den, den wir erst vor wenigen Wochen gekauft haben. Ich war dabei, als du ihn aussuchtest, wartete vor der Umkleidekabine darauf, dass du ihn mir zeigtest, mir den Blick durch einen kleinen Schlitz erlaubtest. Als ich eintreten wollte, hast du mich mit einer Hand auf der Brust davon abgehalten, hast einen Finger auf die Lippen gelegt um anzuzeigen, ich solle leise sein, mir mit Blicken zu verstehen gegeben, dass auf beiden Seiten andere Frauen sind, die uns hören würden. Ich habe nachgegeben, wenn auch widerwillig.

Noch in der Nacht habe ich dich gefickt, ohne die Unterwäsche, nur mit der Erinnerung an das Bild, mit der Vorstellung, wir würden es in der Kabine treiben, nur von einem Stück Stoff von den Wartenden getrennt, durch dünne Wände von nackten Frauen in den Kabinen nebenan. Du hast mich angespornt mit der Beschreibung, wie du uns im Spiegel siehst, wie du die Füße vor dem Vorhang erkennen könntest, was die Frauen sagen würden, sobald sie aus den Geräuschen schließen mussten, was wir trieben.

Ich bin hart alleine von der Erinnerung daran. Oder einfach von dem, was ich hier sehe? Von deinem Körper in dem Arm eines anderen Mannes? Noch bin ich nicht sicher. Was soll ich tun, was werde ich tun? Soll ich wie in einem schlechten Film in den Raum stürmen, ihm die Nase blutig schlagen und ihn mitsamt seiner feinen Schuhe hinauswerfen? Oder nicht? Aber was dann? Soll ich zusehen, wie ein Wildfremder meine nackte Frau fickt? Das widerstrebt mir enorm.

Trotzdem stehe ich hier vor der Tür wie ein Spanner und schaue zu, wie er dich auf seinem Schoß wiegt, wie er deine Brüste über dem BH küsst, wie seine Hand den Stoff zur Seite schiebt und sein Mund sich über deinem Nippel schließt. Sieht er die Beißmarken von gestern? Sieht er die Spuren, die ich in an dir hinterließ? Oder sollten sie bereits verblasst sein? Das wäre schade. Ich merke mir vor, dass ich beim nächsten Mal weniger Rücksicht nehmen werde.

Ist das pervers? Dass ich dich zeichnen will, damit ein anderer Mann sieht, was ich mit dir tue? Ich hinterlasse nämlich keine Male dort, wo man sie auf den ersten Blick sehen kann. Nur dort, wo sie von Kleidung verdeckt werden. Es sei denn, du entkleidest dich …

Aber noch bist du nicht ganz nackt. Nicht nur trägst du noch den BH, sondern auch deinen Slip. Ich kann ihn erkennen, kann das schwarze Band aus Spitze um deine Hüfte erkennen, weiß, dass ein noch dünneres Band durch deine Arschspalte nach unten geht zu dem kleinen Dreieck, das deine Scham kaum verdeckt. Schon gar nicht, wenn deine Schamlippen geschwollen sind vor Lust. Sind sie es schon? Zeigen sie sich zu beiden Seiten des Stoffes? Oder hat er sie gar in den Spalt gezwängt, als er mit seinen Fingern an dir zugange war, vielleicht schon in dir? Ich hätte es getan, hätte den Stoff gepackt, ihn nach oben gezogen, bis er deine kleine Klit liebkost hätte, bis er zwischen deine Lippen geschmiegt worden wäre, durchtränkt von deinen Säften.

Ich kenne dich so gut. Ich weiß, dass du feucht bist, dass deine Säfte fließen, wenn du so stöhnst wie jetzt, wenn du deine Hüften windest, wenn du deine Brüste vorreckst, damit er sie beißen und lecken kann. Er? Oder ich?

Seine Hand macht sich am Verschluss zu schaffen, er ist soweit. Er möchte dich endlich ganz haben. Der BH fällt, er grinst siegessicher. Wäre jetzt der richtige Zeitpunkt? Nein, ich lasse ihm noch Zeit. Er soll genauso verrückt sein vor Lust, wie ich es bin, wenn ich so kurz vor dem Erreichen meines Ziels stehe. Dann werde ich eingreifen, dann werde ich tun, was ich tun muss.

Wird er so vorgehen wie ich es tun würde? Wird er dir Schmerzen zufügen, dich schlagen, deine Brüste so hart kneten, dass du dich nicht zwischen Schmerz und Lust entscheiden kannst, dass du im einen Augenblick vor mir zurückweichst, nur um mir dann deine Brüste wieder anzubieten wie Eva den Apfel?

Seine Augen leuchten vor Gier, er presst dich fest an sich. Jetzt streckt er seine Zunge aus und leckt durch das Tal zwischen deinen Brüsten, nach oben, durch die Kuhle an deiner Kehle, über die Kehle bis zum Kinn. Du hast es mit geschlossenen Augen hingenommen, aber ich habe den Schauder gesehen, der über deine Haut lief und eine Gänsehaut hinterließ, die nur langsam wieder abklingt.

Eine Hand wandert nach unten, geht unter das Band deines Slips, taucht in die Spalte, verschwindet unter deinem runden Arsch. Hat er den Punkt erreicht? Du zuckst leicht zusammen, wie du es immer tust, wenn ich dein Arschloch berühre. Ein Überbleibsel deiner Scham, ununterdrückbar. Doch du schiebst dich ihm entgegen, so dass er besseren Zugriff hat, machst ihm den Weg frei, dieser Hand, die deine intimsten Stellen erkundet. Seine Augen schließen sich für einen Moment, er hat den Honigtopf gefunden, das flüssige Gold in deiner zauberhaften Muschi. Ich ahne die Kontraktionen, die das in dir auslöst, mit denen du ihm zu verstehen gibst, dass du gefüllt werden willst, dass deine Muschi bereit ist für seinen harten Schwanz. Oder meinen?

Er zieht sich zurück, steht auf, streift die Boxershorts ab. Die gleiche Marke? Ja, aber eine andere Farbe. Für eine Sekunde bewundere ich seinen Körperbau, muskulös, aber auf eine normale Art, kein Spitzensportler, kein Gewichtpumper, nur ein Mann, der vermutlich ab und an joggt, einmal die Woche ins Studio geht. Gepflegt, rasiert, keine Schamhaare, die dir den Geschmack verderben würden, vermutlich mit dem Geruch nach einem teuren Parfum. Er ist mir ähnlich, aber nicht gleich.

Ich nutze diesen Augenblick, um einzutreten. Den Moment, in dem er nackt vor dir steht, sich bewundern lässt, sein steifer Schwanz an seinem Bauch zuckt und seine Hände sich öffnen und schließen, in dem er sich Zurückhaltung auferlegt für diese Sekunde, ehe er all seine Triebe auf dich loslässt.

Sein Blick springt zu mir. Deiner ist langsamer, dein Kopf dreht sich kontrolliert, fliegt nicht herum, wie es der Situation geschuldet wäre. Du lächelst. Einen Hauch Unsicherheit kann ich erkennen, aber auch Entschlossenheit.

Ich lasse einen Finger über deine Wange gleiten, dann über deinen Hals, tiefer, bis zu deiner Brust, packe deinen Nippel, drehe ihn und ziehe hart daran. Du stöhnst leise auf. „Böses Mädchen. Wolltest du ohne mich spielen?“

Du antwortest nicht, aber ich habe auch keine Antwort erwartet. Dein Timing war Antwort auf eine Frage, die ich nicht stellen musste. Du weißt genau, zu welcher Zeit ich zur Tür hereinkomme. Bis auf die Minute. Ich verspäte mich nicht, weil hier das Paradies auf mich wartet, ein Paradies mit allem, was mein Herz begehrt. Einer Frau, die mir meine Wünsche von den Augen abliest. Eine Frau, die sich von mir quälen lässt. Eine Frau, die alles tut, um mir zu zeigen, dass sie mich liebt.

Meine Hand wandert nach hinten, gleitet entlang deines Rückgrats nach unten. Ich gehe auf die Knie neben dem Bett, damit ich dorthin gelange, wo ich hin will. Ich finde dein Loch, den Eingang zu meinem ganz persönlichen Olymp.

„Solange dieses Loch mein ist, darf er mitspielen.“

Der Schauder, der dich erfasst, schüttelt dich durch, erleichtert mir ein kurzes Eindringen. Ich lächle, ein Lächeln, das ganz für dich reserviert ist. Für ihn habe ich das andere Lächeln, ein bisschen böser Wolf, ein bisschen Priester vor der Beichte. „Bereite sie vor, Mann. Mach sie weich und gierig.“ Dabei ziehe ich den Ledergürtel durch die Schlaufen und halte ihn hoch.

Jetzt ist der Zeitpunkt. Jetzt wird sich zeigen, ob er mir ähnlich genug ist. Nicht in den Äußerlichkeiten, sondern im Geist. Ich beobachte ihn genau, verfolge die Emotionen, die über sein Gesicht laufen, sehe, wie sein Kiefer sich anspannt, wie seine Nasenflügel beben, sein Augen einen Glanz bekommen. Diesen Glanz.

Mein Atem stockt.

Er passt zu uns wie der BH an die Brüste meiner Frau.


Foto: ©KasiaBialasiewicz@bigstockphoto.com
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Nacktkochen

Nacktkochen ist der neueste Trend.
Nicht Nacktputzen. Das ist alt, das kann jeder. Macht zwar keiner, habe ich mir sagen lassen, aber das ist mir schnurz, ich hab gehört, dass es das gibt, also gibt es das auch.
Aber Nacktkochen? Davon hab ich noch nie gehört. Kann natürlich sein, dass alle das schon längst machen, nur ich weiß nichts davon? Das wäre … Nein, ich beschließe: Das hat noch keiner getan.
Ich tue es. Ist ja auch gerade schön heiß, so dass das ohne Probleme geht.
Was koche ich denn überhaupt? Keine Ahnung, ist ja auch egal, Hauptsache nackt.
Ich schaue mal in den Kühlschrank. Ins Gemüsefach, ich will ja gesund kochen. Also gesund nackt kochen. Zucchini liegen da und Möhren und rote Spitzpaprika. Mal abgesehen von der Farbkombination, die ich echt gelungen finde, also das dunkle Grün so nah an der orangenen Möhre und dahinter, mit ein wenig Abstand das knallige Rot der Paprika, die gerade einen feuchten Film entwickelt, weil der Kühlschrank so lange offensteht, das hat was. Kein Modetrend, sondern Natur. In der Natur passt nämlich alles zusammen, sogar grün zu orange und rot.
Natur? Genau, ich bin nackt, das ist das Natürlichste der Welt. Auch die Zucchini ist nackt, die Möhre noch nicht ganz, der kann ich noch was ausziehen. Also schälen, meine ich. Damit fange ich jetzt mal an. Immer noch keinen Schimmer, was ich kochen will, aber es geht ja nichts ums Ziel, sondern um den Weg dahin. Mal ehrlich, wer nackt kocht, will doch nicht unbedingt ein Drei-Sterne-Menu essen, oder? Es geht doch mehr um die Performance dabei.
Die sicherlich eindrucksvoller ausfallen würde, wenn ich Zuschauer hätte. Habe ich aber nicht. Ich stehe ganz alleine in meiner Küche mit einer Möhre in der Hand. Der ich jetzt erstmal die Haut abziehe. Nein, so heißt das nicht, auch nicht ausziehen. Aber es hat den gleichen Effekt. Unter der etwas blässlichen Schale kommt nämlich ein noch stärkeres Orange hervor. Ein feuchtes, glänzendes Orange, das mich an ganz andere Dinge denken lässt. Obwohl, dieses andere Ding ist nicht orange. Eher rosa. Oder rot?
Ich wechsle zur Spitzpaprika. Alleine schon der Name! Spitz ist sie ja. Eindeutig. Und lang. Und immer noch feucht, bei der Hitze bilden sich schnell winzige Wassertröpfchen auf der Oberfläche. Kondensation. Ich lasse mir das Wort im Mund zergehen. Kon-den-sa-ti-on. Wenn ich die Lippen dabei etwas übertrieben bewege, fühlt es sich nicht an wie ein Wort, sondern wie ein Kuss. Oder nein, eher wie ein Blowjob. Muss ich beim nächsten Mal unbedingt ausprobieren. Kon-den-sa-ti-on. Die Bewegungen fühlen sich so sinnlich an, ganz anders als eine Spitzpaprika. Die ist eher statisch. Also, da bewegt sich nichts, sie flutscht mir nur aus den Fingern und fällt auf den Boden. Beim Bücken bewegen sich meine Brüste. Nackte Brüste. Die Paprika liegt vor meinen nackten Füßen. Hinterlässt einen feuchten Fleck, als ich sie aufhebe. Wohin meine Gedanken nur wandern …
Vielleicht sollte ich mir lieber die Zucchini vornehmen. Ich habe einigermaßen Kleine gekauft, weil die besser sind als die Großen. Letzte Woche hatte ein Nachbar mir eine aus seinem Garten vorbeigebracht. Die war gar nicht klein. Sie war sogar so groß, dass ich Suppe daraus kochen musste. Einfach zu groß, um was anderes damit anzufangen. Ich meine, wer will sich schon so eine große Zucchini … Upps.
Na ja, ich jedenfalls nicht. Aber diese kleine hier … Oder doch besser die Möhre? Die Spitzpaprika scheidet aus. Upps, das war jetzt aber ein Freudscher Versprecher. Dafür kann ich nix. Die spitze Paprika scheidet aus. Ich muss es einfach wiederholen, weil ich bei diesem Nacktkochen unverhofft Freude an oralen Übungen gefunden habe. Seltsam, wie sich das so entwickelt.

Symbolfoto ;)

Symbolfoto 😉

Sowohl Möhre als auch Zucchini fühlen sich ganz kühl an, beide sind jetzt glitschig, weil auch die Zucchini auf ihrer grünen Schale Kondensationströpfchen gebildet hat. Trotzdem lädt mich nur die Möhre ein, sie abzulecken. Mh, das schmeckt gut, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses grüne Ding da mithalten kann. Und die Paprika auch nicht. Ich werde es nicht ausprobieren, ich muss nicht alles ablecken, was ich sehe. Nur die Möhre.
Ich lege das Messer wieder weg, das ich eben aus der Schublade genommen habe. Ich will diese unschuldige Möhre nicht aufschneiden, nicht zerteilen. Sie ist schön, wie sie ist. Und weil ich weiß, dass sie braun und unansehnlich wird, wenn ich sie liegenlasse, muss ich sie wohl oder übel verpacken. Da ich nackt bin – Du weißt schon, Nacktkochen war angesagt? – weiß ich auch, worein. Sie soll ja feucht bleiben.
Schön, so ein Nacktkochen. Mache ich jetzt öfter. Vielleicht das nächste Mal mit Freunden zusammen. Ich muss nur ausreichend Gemüse kaufen. Schon ist ein neuer Trend geboren und ich bin diejenige, die angefangen hat. Cool oder?
Mh. Cool. Und feucht. Mh.
Kocht euch doch selbst was, ich kann grade nicht …

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Flogger

Manche Shops sortieren die Flogger unter Peitschen ein, andere nicht. Tja, es ist wie mit so vielem bei BDSM: Man hat zwar Worte, die etwas beschreiben, aber nicht immer meint man das Gleiche. Vor allem, weil es so viele Varianten gibt.
Das hier ist für mich ein Flogger.
Manche machen den Unterschied fest an der Intensität oder dem Schmerz. Ein Flogger kann streicheln, eine Peitsche nicht. Ein Flogger kann aber auch ganz mächtig wehtun, je nachdem, welche Schnüre er hat, und vor allem abhängig davon, wie die Schnüre ausgebildet sind.
Je schwerer die Schnüre, desto schmerzhafter, könnte man als Faustregel sagen. Was auch nicht ganz stimmt. Ganz dünne Gummischnüre können verdammt schmerzhaft sein. Na ja, dicke noch mehr.
Bei Leder sind die Schnüre oft anfangs hart, werden aber mit längerem Gebrauch weicher, das ist dann zarter.
Dann gibt es welche mit Knoten an den Enden, die genauso so wehtun, wie sie aussehen.
Bei Floggern kann ich wirklich nur empfehlen, dass man langsam damit anfängt, oder aber dass der Dom das auch mal an sich selbst testet.
Abgesehen von der Schlagkraft spielen aber noch einige andere Dinge eine Rolle: Jede Sub empfindet den Schmerz anders, und zwar auch je nach Tag (mit Absicht sage ich Tag: Frauen haben so große Hormonschwankungen im Zyklus, dass auch das Empfinden von Schmerzen dadurch ganz unterschiedlich sein kann). Was also an einem Tag noch erträglich oder lustvoll war,  ist vielleicht am anderen schon viel zu viel.
Wie immer gilt hier, dass man entweder ein Safeword vereinbaren (und auch nutzen!) sollte, oder aber der Dom seine Verantwortung sehr ernst nimmt und immer wieder das Befinden kontrolliert. Wir wollen ja nicht prügeln, sondern Lust aus dem Ganzen gewinnen, oder?
Und dann kommt es auch noch auf die Stellen an, die man damit bearbeitet. Wie wohl jeder weiß, ist der Hintern nicht nur groß genug dafür, sondern auch aufgrund seiner Speckschicht (oder Muskulatur, je nach Bauart) geeignet, so manches zu ertragen. Das gilt nur für wenige andere Stellen am Körper. Dass man die Nieren bitte nicht treffen sollte, hat sich sicher auch schon herumgesprochen. Ober- und Unterschenkel, Schultern und Rücken, Oberarme, Brüste (eingeschränkt) sind die üblichen Ziele. Wer acht gibt, kann auch zwischen die Beine schlagen, aber dann bitte mit Verstand. Hier kann schon ein einzelner Treffer direkt auf die Klit eine Frau aus dem Spiel reißen, eine andere braucht es.
Mein Mann hat sich langsam an alles herangetastet, und dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar. Wie gesagt geht es ja nicht darum, sich verprügeln zu lassen. Und Lust ist eben in einem bestimmten Bereich möglich, der bei jedem unterschiedlich ist. Man sollte sich da vor allem nicht von Videos beeinflussen lassen, bei denen oft Menschen agieren, die schon Hornhaut auf dem Arsch haben oder extreme Masochisten sind oder gar das Ganze nur für Geld hinnehmen, ohne überhaupt etwas Positives dabei zu empfinden. Das ist nicht das, was wir erreichen wollen.
Wird der Flogger richtig eingesetzt, kann man das stundenlang ertragen, wobei sich das Empfinden (ähnlich einem Spanking) ständig verstärkt und ändert. Ich war schon im Subspace dabei, einige Male nah dran, was auch wieder die Gefahr birgt, dass ich nicht mehr entscheiden kann, ob es nun schon zu viel ist oder nicht. Das erfordert aber Geduld, Vertrauen, sozusagen den richtigen Zeitpunkt oder Ort und vor allem das richtige Mindset, also die Möglichkeit, sich ganz fallen zu lassen.
Dann ist ein Flogger immer noch schmerzhaft, aber eben mit gutem Schmerz, einem Vorläufer der Lust, der alles Fühlen intensiviert.
Bitte sag mir doch in einem Kommentar, ob es dir mit einem Flogger auch so geht und welche Art von Flogger du besonders gerne magst, damit wir ein paar Erfahrungen sammeln, an denen Anfänger sich orientieren können.


Rolf aus Eine Affäre in Berlin ist ein Meister darin, den Flogger zu schwingen, wie ihr hier lesen könnt:

Er ließ seine Hände über sie gleiten, prüfte alle Seile, fragte Sophie nach ihrem Befinden, küsste sie und drehte sich dann um zu der Tasche, die er schon vorher hier abgestellt hatte. Als er sich ihr wieder zuwandte, hielt er den Flogger in der Hand.
„Der Flogger, liebe Sophie, ist ein perfides Instrument. Er kann alles von zartem Streicheln bis zu bösen Striemen, er kann Schmerz und Lust und Freude und Pein verursachen. Es kommt nur darauf an, was man damit macht. Und wo man ihn einsetzt. Und wie lange man ihn verwendet. Ich werde dir ein wenig von dem zeigen, was man mit diesem Ding anfangen kann. Ich werde nicht auf Betteln und Flehen reagieren, ich werde selber entscheiden, was du ertragen kannst, und wie lange du es ertragen kannst.
Ich weiß, ich verlange viel von dir, aber wenn du dich zurückerinnerst, weißt du, dass ich dich zwar über deine Grenzen hinaus getrieben habe, aber nur um dir zu beweisen, dass deine Grenzen viel weiter gesteckt sind, als du glaubst. Du kannst also schreien, flehen, weinen, fluchen oder was auch immer, ich werde mich davon nicht beeinflussen lassen. Und es wird auch niemand hören und dir zu Hilfe kommen, das kann ich dir versichern. Mein Grundstück ist so groß, dass niemand dich sehen oder hören kann. So, nun küss mich und dann geht es los!“
Was sollte sie hierzu wohl sagen? Am besten gar nichts. Es war ja bereits entschieden. Rolf hatte für sie entschieden, wie es seine Art war, und sie hatte sich ihm überlassen – wieder einmal. Der Kuss war wunderbar. Er war zärtlich, innig, intensivierte sich, bis sie in seinen Mund stöhnte und keuchte, als er endlich die Lippen von ihren nahm. Sie hatten sich selten geküsst, fiel ihr auf. Nun, es war sicherlich gut so gewesen, da sie ja keine Liebe verband, sondern nur ein Verhältnis. Aber dieser Kuss war beinahe der Kuss von Verliebten, nicht unbedingt ein Kuss, den ein Fremder einer Frau geben würde, die ihn morgen verlassen würde.
Die Berührung der Lederstränge brachte sie auf andere Gedanken. Er streichelte sie damit, ließ die Stränge über ihren ganzen Körper fließen, ließ sie über ihre Nippel gleiten und um ihren Hals.
Jetzt wusste Sophie, warum sie ihre Haare feststecken sollte. Die Riemen durften sich nicht darin verfangen. Rolf umrundete sie immer wieder und auch wenn Sophie versuchte, sich auf den ersten Schlag vorzubereiten, traf es sie doch unerwartet.
Er traf ihre rechte Brust und einer der Lederstränge hatte genau ihren Nippel erwischt. Sophie japste, da die Berührung einem Nadelstich gleichkam. Die linke Brust wurde genauso behandelt.
Und dann unterschied sie nicht mehr zwischen einzelnen Schlägen. Die Stränge rotierten an dem Griff und trafen immer wieder, er zielte nur auf ihre Brüste und hier vor allem auf die Nippel. Ihr Busen rötete sich immer mehr, die harten Knöpfe schwollen an, ebenso wie die prall gespannten Kugeln. Das Seil schien sich zusammenzuziehen, doch waren es nur ihre Brüste, die sich ausdehnten.
Sophie biss die Zähne zusammen, aber sie konnte ein Wimmern nicht unterdrücken, das sich herausstahl. Dann stöhnte sie, immer lauter, bis sie endlich den Mund öffnete und ihren Schmerz über das Dach und den Garten schrie. Es tat weh, richtig weh. Der Aufprall der einzelnen Stränge fühlte sich an wie Nadelstiche in einer offenen Wunde.
Endlich hörte er auf. Er trat ganz nah vor Sophie hin, bis ihre Brustwarzen sich bei jedem schluchzenden Atemzug an seinem Hemd rieben. Er wischte mit einer Hand ihre Tränen aus dem Gesicht, dann nahm er ein Taschentuch und putzte ihr wie einem kleinen Kind die Nase.
Sie beruhigte sich unter seiner Behandlung wieder, drückte sich sogar an ihn in dem Bedürfnis, Körperkontakt herzustellen, aber er trat wieder zurück.
„Das hast du sehr gut gemacht, Süßes. Nun wollen wir weitermachen.“

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Seile

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich Seile liebe …
Das Gefühl auf der Haut ist unvergleichlich, doch noch viel mehr geht es um das Gebundensein.
Ich bin ein Kopfmensch, auch wenn ich das nicht gerne bin. Aber das führt dazu, dass ich über alles nachdenken muss. Mein Denken lässt sich nicht abstellen. Egal, um was es geht, ich bin ständig am Analysieren, Planen, auch Kritisieren (und oft genug mich selbst). Es führt zum Beispiel dazu, dass ich ständig über mein Aussehen nachdenke, darüber, wie ich jetzt auf meinen Partner wirke, was er jetzt wohl von mir denkt, ob das alles so in Ordnung ist, ob ich ihm falsche Signale sende, ob er das Gefühl hat, ich verlange zu viel … Das und tausend Dinge mehr gehen mir durch den Kopf. Ja, auch beim Sex.
Vielleicht bin ich deshalb so begeistert von BDSM, weil ich nur in unseren Szenen endlich mein Denken abschalten kann. Manchmal durch Schmerz.
Manchmal auch durch das Gebundensein. So wie mit solchen Seilen.
Irgendetwas stellen diese Seile mit mir an. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, vielleicht auch, weil ich nicht darüber nachdenke, wenn es so weit ist. Ich verwende häufig in meinen Büchern die Formulierung, dass es im Hirn Klick macht. Weil ich es so empfinde. Da wird ein Schalter umgelegt, der das Denken abschaltet. Ja, ein bisschen wie eine Lampe. Natürlich bin ich deshalb kein tumbes Stück Fleisch, natürlich denke ich noch, aber vorwiegend fühle ich. Ich bin im Moment, nicht in der Planung der Zukunft. Ich bin ganz da, bin ganz ich, fokussiert auf das, was geschieht.
Deshalb sind Seile für mich etwas so wunderbares. Dabei muss es gar kein Shibari sein, es genügt ein festes Seil, mehrere Knoten. Mein Mann ist da sehr kreativ, und ich überlasse mich ihm voll und ganz. Ich weiß, dass er auf mich achtgeben wird, dass er meine Sicherheit im Auge behält, dass er meine Durchblutung prüft, auch das ist ein Grund, dass ich mich fallen lassen kann.
Er benutzt gerne Baumwollseile wie dieses hier, auch weil er der Ansicht ist, dass rot mir gut steht. Wir haben aber auch Hanf- und Juteseile in unserem Repertoire, genauso wie wir schon mit diversen Seilen aus dem Baumarkt experimentiert haben. Nicht alle sind geeignet, aber das muss jeder für sich ausprobieren. Der Vorteil (den manche als Nachteile ansehen) von Baumwollseilen ist, dass sie sich nie so zuziehen können, dass sie nicht mehr zu öffnen sind. Sie sind dehnbar, schmiegen sich wunderbar an, sind weich.
Manchmal wünsche ich mir (nun ja, ich bekomme es nur dann, wenn er es sich wünscht), dass ich in die härteren, raueren Seile geknüpft werde, weil ich das Gefühl ebenfalls mag.
Ach ja, Baumwollseile hinterlassen nicht so tiefe Spuren wie Hanf oder Jute. Das mag dem einen als vorteilhaft erscheinen (wenn man am anderen Tag arbeiten gehen muss), ich habe nichts dagegen, sondern sonne mich, wie viele Subs, die ich kenne, in den Malen auf der Haut, weil sie die Erinnerung noch intensiver machen.
Übrigens lässt die Baumwollvariante sich waschen, was auch praktisch ist. Immerhin sind bei den Spielen immer irgendwelche Körperflüssigkeiten mit dabei …


Ich schätze mal, dass ich schon häufiger Bondage in meinen Büchern verarbeitet habe, aber ganz besonders natürlich in der Story „Entfesselt“ aus der Reihe Club Cuffs and Whips. Deshalb gibt es daraus auch einen Ausschnitt.

Die Rollenverteilung sagt mir hier mehr zu. Der Mann ist offensichtlich der dominierende Part, die Frau ist nackt und nur mit einem Halsband geschmückt, dessen nach unten gebogene Spitze sich in die Kuhle unter dem Hals schmiegt. Es sieht aus wie ein Schmuckstück und sie trägt es auch so.
Sie hat den Kopf erhoben, nur der Blick ist gesenkt. Der Mann steht hinter ihr und fesselt sie. An der Bewegung ihrer Schultern ist zu erkennen, dass er gerade ihre Ellbogen zusammenzieht, eine rigorose Fesselung, die äußerst unbequem werden kann. Vermute ich. Ich versuche mit aller Kraft, der Versuchung zu widerstehen, ebenfalls die Arme nach hinten zu ziehen und nachzuprüfen, wie es sich anfühlt.
Die Geste, die der Mann nun vollführt, lässt mich erstarren. Er hat die Frau in seine Arme genommen, umschließt ihren Oberkörper, zieht ihren Kopf zurück an seine Schulter. Sie ist ganz nachgiebig, lehnt sich voll an ihn, zeigt keine Angst oder Zurückhaltung. Wie kann sie sich so fallen lassen? Sich einem Mann ergeben, der sie fesselt, vielleicht noch schlägt oder ihr sonstige Schmerzen zufügt? Was nicht zwangsweise passieren muss, aber eben doch kann. Sie könnte sich jedenfalls nicht dagegen wehren.
Zum anderen berührt mich seine Sanftheit. So viel Zuneigung, sogar Liebe, spricht aus dieser Bewegung. Er achtet auf ihre Reaktionen, geht sorgsam mit seinen Seilen um, aber noch viel sorgsamer mit ihr. Erst als er zufrieden ist mit ihrem Zustand, merkt, dass sie sich ihm ganz überlässt, macht er weiter. Das Seil wandert jetzt nach vorne und wird in zwei Schlaufen über und unter ihren Brüsten gelegt und in ihrem Rücken verschnürt. Die roten Seile auf ihrer hellen Haut sind einfach nur schön. Noch zweimal wird das Seil um ihren Oberkörper gelegt, diesmal direkt über ihre Brüste.
Einen Moment wundere ich mich, weil es verdreht wird, was so unordentlich wirkt im Gegensatz zu den säuberlich gelegten Schlaufen bisher. Als er es hinter ihrem Rücken verknotet hat, kommt er nach vorne. Seine Finger packen einen Nippel und mit einem einzigen Griff liegen die verdrehten Seile so um ihre Brustwarzen, dass diese wie von einer Klemme gepackt werden.
Auf ein erstes gedankliches ‚Ah‘ folgt ein erschrecktes Luftanhalten – das muss doch wehtun! Ich stelle mir vor, wie sich das anfühlen könnte. Bestimmt fester als ich es bei mir ausprobiert habe. Ich wünschte, meine Nippel würden so gequetscht! Ich spüre beinahe den Griff, mit dem er die gleiche Handlung auf der anderen Brust wiederholt.
Nach einer gemurmelten Anweisung kniet sie sich mit seiner Hilfe hin. Er geht um sie herum und schiebt seine Schuhe fordernd zwischen ihre Knie, immer weiter vor, bis sie die Beine weit gespreizt hat, Ober- und Unterschenkel aufeinander, und auf ihren Fersen hockt. Ein neues Seil wandert unter dem linken Knöchel hindurch, dann über den Oberschenkel und wird verknotet.
Ich werde durchgeschüttelt von einem Schauder. Ich ahne, wie er weiter verfahren wird und er tut es. Das Seil wird in engen Schlaufen, immer wieder verknotet, über ihr Bein geführt bis zum Knie. Nun kann sie es nicht mehr bewegen und ein wunderschönes Muster zeichnet ihr Bein.
Ich bin nass. Ja, ich bin sicher, dass man es sehen kann, wenn ich mich bewege, da die Feuchtigkeit so üppig ist, dass meine Oberschenkel schon benetzt sind. Ich kann meinen Blick nicht von dem Schauspiel lösen. Das Seil ist wie ein Strudel, der mich anzieht, unhaltbar einsaugt. Ich schaue selbst dann nicht weg, als Martin mich zur Seite schiebt, ein Stück in den Raum hinein. Wenn er mich genauso binden würde, käme kein Protest über meine Lippen. Höchstens ein ekstatisches Stöhnen.

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