Wanderung mit Aussicht

Wir gehen wandern. Nicht wie sonst, irgendetwas ist heute anders, ich weiß nur noch nicht was.

Du trägst den Rucksack und willst ihn mir nicht überlassen, sondern reichst mir das Wasser daraus an. Wir nutzen einen Weg, den wir noch nie gegangen sind, aber das ist nichts Neues, das tust du gerne.

Was mich eher verunsichert, ist die Art, wie du mich anschaust. Ich kann es nicht beschreiben, nur dass es anders ist als sonst. Du berührst mich, ziehst mich an der Hand, wenn es dir nicht schnell genug geht, aber nicht nach Art eines Mannes, der genervt ist. Nur ungeduldig. Erfreut ungeduldig, wenn es diese Bezeichnung überhaupt gibt.

Ich fühle mich wie vor einer Überraschungsparty, die Einzige, die keine Ahnung hat. Was mich irgendwie hibbelig macht, gespannt, ein bisschen ängstlich. Weil deine Überraschungen nicht immer das sind, was ich mir wünschen würde. Oder doch, aber weil ich es bin, die darunter leiden muss. Na gut, meistens ist es dann genau das, was ich will. Leiden. Und gleichzeitig genießen.

Du führst, aber das ist bei uns immer so. Ich folge, und ich tue es von ganzem Herzen. Wir kreuzen einen Weg, der noch Reste von Teer aufweist, eine überwucherte Straße. Nein, wir kreuzen ihn nicht, denn du biegst darauf ab, folgst dem Weg bergauf. Nach einer Kehre zeigt sich ein verfallenes Haus, alle Scheiben eingeschlagen, außen fast ganz von Efeu überwuchert, einige Ziegel fehlen. Solche Häuser üben eine besondere Faszination aus. Wer hat hier gelebt? Warum wurde es verlassen? Was findet man darin noch, was von den früheren Bewohnern erzählt? Mein Autorinnenhirn fängt sofort an, Geschichten zu spinnen.

Anstatt das Haus zu umrunden und unseren Weg fortzusetzen, greifst du erneut meine Hand und ziehst mich zum Eingang. Die Tür steht offen, der Boden ist bedeckt von Schmutz und Müll. Die Treppe ist zum Glück aus Beton, sonst hätte ich mich geweigert, nach oben zu gehen. So aber folge ich dir.

Inzwischen ist mein Körper in Alarmbereitschaft. Ich ahne, dass wir nicht aus Versehen hergekommen sind. Du hast das Haus entdeckt und mich mit Absicht hergeführt. Mein Herz klopft schneller, meine Sinne sind geschärft.

Du schaust in mehrere Räume, entscheidest dich für einen. Dreckig, aber zumindest ohne menschliche Hinterlassenschaften, wie der Rest des Hauses auch. Es gibt keine Zeichen von Bewohnern. So einsam will doch niemand übernachten, dazu ohne Wasser und Strom.

„Zieh dich aus.“ Weiterlesen

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Sex auf der Terrasse

Egal, was für eine Art Sex wir auf der Terrasse haben, eines steht fest: Wir müssen leise sein. Oder besser: Ich muss leise sein. ER hat damit kein Problem. Ich schon.

Wir haben Nachbarn. Auf beiden Seiten. Nachbarn, die ebenfalls bei schönem Wetter draußen sind. Zum Glück nicht mit nur einem halben Meter Abstand, wie wir es früher mal hatten. Heute weiß ich, dass ich mich damals nicht nur bei den Geräuschen zurückgehalten habe, weil ich Angst hatte, dass man mich hört. Was letztlich echt scheiße ist. Seine Lust ständig ausbremsen. Immer diese Überlegung im Hinterkopf, ob das schon zu laut war oder noch ging. Das bremst Lust aus. Denn wenn man sich endlich mal gehenlässt, taucht doch irgendwann der Gedanke wieder auf und dann – Vollbremsung von Ms Libido. So richtig. Quietschende Reifen und qualmender Asphalt inklusive.

Und das ist Mist. Weiterlesen

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BDSM-Spielzeug-Dienstag: PetPlay

Heute stelle ich euch mal eine Spielvariante vor, zu dem ich euch kein eigenes Foto einstellen kann. Warum nicht? Weil ich in meinem Spielzeugschrank nichts habe, was zu PetPlay passen würde. Ich bin keine gute Schauspielerin (denke ich) und mein Mann darin tatsächlich miserabel. Deshalb stehen bei uns Rollenspiele nicht auf dem Programm. Er ist er und ich bin ich. Wenn er mich dominieren/schlagen/unterwerfen will, braucht er dafür keine Ausrede und keine Erklärung.

Anderen macht genau dieser Aspekt eine Menge Spaß. Tatsächlichen Spaß, also auch eine Gelegenheit zum Lachen und Herumalbern. Und es gibt die, die das ganz ernst nehmen, weil sie ganz und gar in der Rolle aufgehen und sie leben, nicht nur zu bestimmten Zeiten in verabredeten Szenen.

Ich habe in der letzten Zeit eine Menge zu PetPlay recherchiert und es kamen so einige Fragen auf. Ich kann mir vorstellen, dass du dazu auch Fragen hast. Vielleicht kann ich ja ein paar davon beantworten.

(Ach ja: Pet ist englisch und bedeutet Haustier.) Nur falls dein Englisch eingerostet ist.

Grundsätzlich geht es um ein Rollenspiel. Mann oder Frau verwandelt sich in einen Hund, eine Katze, ein Pferd, oder was auch immer. Panda, Eisbär, Esel, Schwein, das bleibt alleine der Fantasie überlassen. Weiterlesen

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Welche Art Sub bin ich eigentlich?

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Kennst du diese Frage? Sie trifft übrigens gerade im Bereich BDSM den Nerv. Wer bist du? Wie viele Rollen spielst du?

Oh, ich höre schon den Aufschrei: Ich spiele keine Rolle! Niemals! Ich lebe das! Immer!

Ich weiß *hier tiefen Seufzer denken*. Glückwunsch, wenn es so ist, wenn du dein passendes Gegenstück gefunden hast. Aber wie bist du dahin gekommen? Hast du mit den Fingern geschnipst und warst am richtigen Platz? Vermutlich nicht.

Dies ist ein Tipp für Anfänger im Bereich BDSM. Für Subs, die suchen. Sich suchen, ihren Kink suchen, vielleicht einen Herrn suchen. Die anderen, die alles schon wissen, brauchen das nicht zu lesen.

Zurück zum Thema, liebe BDSM-Einsteigerin-Sub-Kink-Sucherin. Weiterlesen

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BDSM-Spielzeug-Dienstag – Spankingbank

Ich habe das Bild schon auf Instagram und Facebook geteilt, deshalb kennen einige es sicher schon. Dies ist unsere selbstgebaute BDSM-Spankingbank. Also genau genommen haben wir das Ding nicht gebaut, sondern ein gekauftes Teil ergänzt.

Das Gestell ist nämlich ein einfacher Tischbock aus einem sehr bekannten schwedischen Möbelhaus und kostet fast nichts. Weiterlesen

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