Kindle Unlimited All-Star Oktober 2014

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Im Monat Oktober wurden meine Veröffentlichungen von den Kindle-Nutzern so häufig ausgeliehen, dass ich den Kindle Unlimited All-Star gewonnen habe. Eine Auszeichnung, auf die ich stolz bin, das gebe ich zu, und die mich antreibt, weiter zu schreiben.

Vielen Dank allen, die meine Bücher ausgeliehen und auch gelesen haben (!). Genauso großer Dank gebührt natürlich all jenen, die sie kaufen!

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Ich schreibe über BDSM, weil …

… es das ist, was mir am besten gefällt.

Ich bin keine Krimiautorin, keine Fantasy-Schriftstellerin, keine Schnulzen-Schreiberin.

Und jeder Autor sollte in dem Genre schreiben, in dem er sich am wohlsten fühlt. Ich habe immer gerne Erotikromane gelesen. Je härter, desto besser. Jede meiner Geschichten, die ich in meiner Freizeit niederschrieb, wurde auf irgendeine Weise erotisch. Mit jeder Story tauchte ich tiefer ab, wechselte immer weiter in Richtung BDSM, die ich gerne als die „dunkle Seite“ bezeichne. Vielleicht, weil sie sich immer noch meist im Verborgenen abspielt, allen millionenfach verkauften Büchern (nicht meinen!) zum Trotz.

Auch die SoG-Leserinnen sprachen und sprechen heute noch nicht über ihre Faszination, streiten meist ab, alle Bücher gelesen zu haben oder sagen, sie hätten über die entsprechenden Passagen hinweggeblättert.

Weshalb Erotik-, aber speziell BDSM-Romane lieber auf einem Reader gelesen werden, auf einem Handy oder dem heimischen Laptop. Die moderne Variante des „unter der Ladentheke“-Kaufs.

Genauso, wie man den Kitzel beim Lesen eines Thrillers fühlt, kann man beim Lesen eines BDSM-Romans die Erregung fühlen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Es ist ja nur ein Roman. Ein Leser muss genauso wenig ein Fetischist oder eine Sub sein wie er oder sie ein Mörder sein muss, um ein Buch zu genießen. Oder ein Vampir oder ein Shape-Shifter oder ein mittelalterlicher Ritter.

Ist das nicht das Besondere, das Schönste am Lesen?

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Eine „normale“ BDSM-Beziehung

 

Ich lebe in einer normalen Beziehung. Ich lebe BDSM. Wie passt das zusammen?

Ich bin eine ganz normale Frau. Ich bin verheiratet. Ich habe Kinder. Ich gehe einkaufen, arbeiten, in Kneipen, ins Kino, zum Arzt, spazieren. Ich trage kein Halsband. Ich zeige keine äußerlichen Anzeichen für meine sexuellen Neigungen. Warum?

Weil ich normal bin. Nur in einer einzigen, nicht meinen gesamten Alltag bestimmenden Sache nicht. Zumindest übe ich in dieser Beziehung nicht die laut Umfragen üblichen oder weitverbreiteten Praktiken aus.

Und weil es sich hierbei nur um einen Teil unserer Beziehung handelt – einen aus meiner Sicht wesentlichen Teil, zugegeben – muss ich nicht den Rest meines Lebens auf diese eine Richtung fixieren, muss ich nicht Zeichen tragen, die jedem Mitmenschen ins Gesicht schreien, was ich im äußerst privaten Umfeld ausschließlich mit meinem Mann zusammen lebe.

Ich brauche kein Outing. Ich muss nicht darüber reden (zumindest nicht mit Nachbarn oder beim Bäcker). Ich habe Freunde, die Bescheid wissen. Ich habe Kontakt zu Gleichgesinnten, aber ich schreie meine Neigungen nicht in die Welt hinaus.

Diese Entscheidung muss jeder Mensch für sich treffen. Ich möchte mich nicht »outen«. Ich möchte nicht »geoutet« werden. Ich möchte das tun, was mir Spaß macht, ohne es einem anderen aufzudrängen.

Trotzdem wünsche ich mir Toleranz. Nicht nur in Bezug auf meine Ausrichtung, sondern auch auf die Millionen anderer, die eigene Vorstellungen von ihrer Lebensweise haben, die Halsband tragen, sich an einer Leine führen lassen oder ihre Striemen offen zeigen wollen. Wenn es so weit ist, dass diese Toleranz eine Selbstverständlichkeit geworden ist, werde ich vielleicht einen kurzen Rock tragen, um die Zeichen auf meinen Oberschenkeln allen sichtbar zu machen.

Oder auch nicht.

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