Umfrage

Hallo liebe Leserinnen und Leser von E-Books,

heute gebe ich eine Anfrage der Selfpublisherbibel (wahrlich die Bibel für alle Autoren wie mich, die ihre Bücher selbst vermarkten) weiter, die wissen will, nach welchen Kriterien ihr eure E-Books aussucht und wie ihr sie lest.

Diese Informationen sind für Autoren wichtig, denn nur so können wir unser „Produkt“ verbessern und gezielter anbieten.

Wenn ihr also mir und allen anderen Autoren einen Gefallen tun wollt, dann nehmt euch bitte zwei Minuten Zeit für die Beantwortung von acht Fragen (versprochen, länger dauert es nicht!).

Klickt auf diesen Link zu der Umfrage. Sie läuft bis zum 28.02.2017.

Es werden keinerlei persönlichen Angaben erfasst.

Danke für die Mithilfe!

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Erotik auf der Leipziger Buchmesse

Hallo liebe Fans und Leser,

wer kommt mich besuchen?

Ich habe einen Stand auf der Leipziger Buchmesse. Für Eure Terminplanung: sie findet statt vom 23. – 26. März 2017.

Ich werde außer den gedruckten Ausgaben meiner Bücher Love Me – The Hard Way, Hot and Dirty, Eine Affäre in Berlin und Unterweisung im Herrenhaus auch Leseproben mitbringen und natürlich kleine Geschenke.

Wer mag, kann von mir ein signiertes Exemplar erhalten.

Vorrangig freue ich mich aber über Gespräche mit LeserInnen, BloggerInnen und AutorInnen jedweder Couleur. (Ich lese schließlich auch mehr als nur Erotika …)

Wer also mal die „echte“ Autorin treffen will, sozusagen in persona , höchstpersönlich, leibhaftig und unmaskiert, den lade ich ein, mich an meinem Stand D316 in der Halle 5 zu besuchen.

Alle, die sowieso zur Buchmesse kommen, werden vermutlich in meiner Nähe vorbeikommen, denn die Standflächen von Lovelybooks, Tolino, BoD, Twentysix, Papyrus, Uschtrin (Federwelt) oder vom Selfpublisherverband sind „gleich um die Ecke“. Dazu kommen noch andere Selfpublisher oder Indie-Autoren, Lesungen und Veranstaltungen in der Autoren-Lounge und der BloggerLounge. Es gibt also tausend Gründe, sich auf den Weg nach Leipzig zu machen!

Ich freue mich sehr auf viele Gespräche, vielleicht eine spontane Lesung, das Signieren und einfach auf alle Besucher,

Eure

Margaux

PS für BloggerInnen: Wer überzeugend erklärt, sein Blog sei genau passend für die Vorstellung eines meiner Bücher, kann mich nach einem Rezensionsexemplar fragen (die Zahl der Verschenk-Exemplare ist aber begrenzt …)

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Geständnis

Okay, okay, ich gebe es zu: Ich bin froh, dass Weihnachten vorbei ist. Und Silvester und Neujahr und überhaupt die Zeit zwischen den Jahren. Nicht zu vergessen den Jahresanfang mit allem, was dazugehört.

Ich mag Weihnachten. Ehrlich. Aber leider bleibt gerade an diesen Tagen überhaupt keine Zeit zum Spielen.

Man denkt, man hat Zeit ohne Ende. Jedes Jahr falle ich darauf herein. Und dann? Besuche, Gegenbesuche. Essen, Trinken, Quatschen. Das ist schön. Aber es ist kein Sex. Außer Haus sein, Leute im Haus, ständig, morgens, abends, nachts. Keine Zeit, das Spielzeug auszupacken, geschweige denn irgendetwas zu benutzen, das laute Geräusche macht. Und na ja, wenn das schon zu laut ist, darf ich auch nicht laut sein. Mist.

Deshalb bin ich froh, wenn alles wieder vorbei ist. Ruhe einkehrt, Alltag. In jeder Beziehung. In unserer Beziehung.

Überhaupt mag ich den Alltag am liebsten. Alltag heißt alle Tage. Alltag heißt, dass alle Tage bis zu einem gewissen Grad planbar sind, dass man sich die Zeit einteilen kann. Das heißt nicht, dass im Alltag alles alle Tage gleich ist, dass alles geplant wird. Nur, dass es möglich ist. Dass wir wissen, wann wir alleine sind. Wann wir laut sein dürfen. Wann ich laut werden darf.

Dann ist für mehr Zeit als für einen Quickie, nämlich für Vorbereitung und ausführliche Spiele. Für Gedankenreisen und Kopfkino und das Kribbeln beim Zusehen und das Herzklopfen, wenn es heißt: „Zieh dich aus!“

Wenn Hände sich unversehens in die Haare krallen, wenn ein Schlag unverhofft auftrifft und die Energie durch den Körper fließt, wenn alles zugleich langsamer wird und schneller. Langsamer die Wahrnehmung, schneller der Herzschlag. Wenn Muskeln sich zusammenziehen, Nippel hart werden, Gänsehaut entsteht.

Manchmal reicht schon ein Vorbeistreifen dafür, nicht einmal Hautkontakt. Ein Anheben der Hüfte, damit der Po noch seinen Schenkel berührt. Eine Drehung des Oberkörpers, damit eine Brust sich an seinen Arm drückt. Klar kann man das auch, wenn Menschen um einen herum sind, aber es ist nicht das Gleiche. Nein, gar nicht das Gleiche.

Jetzt ist wieder Alltag. Wunderbar. Ich freue mich auf das neue Jahr.

Ich hoffe, ihr freut euch auch und wünsche euch viel Zeit zum Spielen, welche Spiele ihr auch immer bevorzugt.

 

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Love Me – The Hard Way – die ersten Rezensionen

Für meinen im November erschienenen Roman Love Me – The Hard Way, der Geschichte von Emma und Luke, sind bei amazon und zum Teil auch auf anderen Plattformen die ersten Rezensionen erschienen. Hier zeige ich Euch einen kleinen Ausschnitt davon:

„hocherotisch und anregend

Wer eine anregende, direkte, aber dennoch sehr emotionale Story sucht, sollte unbedingt zu „Love me – the hard way“ greifen! … Mich hat das Buch begeistert, mir oft Herzklopfen und Spannung bereitet.“ Romina Streipert, amazon.de

 „BDSM in bestem Stil verpackt

Ich habe schon einige gute Storys von Margaux Navara gelesen. Dieser Roman hebt sich von den bisherigen deshalb sehr positiv ab, weil er nicht nur eine gute Backgroundstory beinhaltet, sondern, trotz des Themas, über weite Strecken auch eine überraschend subtile Rahmenhandlung bietet. Man merkt deutlich, dass die Autorin wieder viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt hat. Von ihren Anfängen bis jetzt, hat sie ihren Schreibstil kontinuierlich verbessert. Ein Buch, das in jeder Hinsicht unter die Haut geht.“ SEK51, amazon.de

 „Eine tolle Story mit ansprechenden Sexszenen

… Die Geschichte steht für mich absolut im Vordergrund und ist qualitativ sehr hochwertig! Die Erotik ist das Sahnehäubchen. Die Protagonisten sind durchweg alle super herausgearbeitet. Jeder hat seine Stärken und seine Schwächen, aber (fast) alle sind tolle, herzensgute Menschen, die nicht sich, sondern ihre Mitmenschen im Mittelpunkt sehen. Liebe, Vertrauen, Unterstützung und Hilfsbereitschaft sind in diesem Roman der Dreh- und Angelpunkt, garniert mit einer großen Portion Erotik und Sex. Die erotischen Szenen sind zum größten Teil hart, aber die Umsetzung und sprachliche Wiedergabe ist sehr authentisch und wirkte auf mich nie ordinär oder übertrieben. Ein großes Lob, an die Autorin für diese gelungene Darstellung und das Gefühl dafür. Mein Fazit: Ein klasse Buch, dass Hochwertigkeit auf ganzer Linie garantiert!“ Steffi, amazon.de

 „Liebe auf einem schmalen Grat!

… Mit einem flüssigen, aber auch detaillierten Schreibstil hat es die Autorin geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Toll ausgearbeitete Protagonisten mit ihren Geheimnissen machten die Geschichte rund und das Buch zu einem wahren Lesevergnügen. Die Handlung war leicht nachzuvollziehen und doch spannend, da die Geheimnisse erst nach und nach preisgegeben werden. Zwischendurch kam für meinen Geschmack die Rahmenhandlung etwas zu kurz und man rauschte von einer Sexszene in die Nächste. Allerdings waren diese Szenen sehr ansprechend und kein bisschen ordinär. Im Gegenteil zeugen die vielen kleinen Details von viel Herzblut und sehr guter Recherche. Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Emma und Luke ist toll erzählt. Wie Emma und Luke den schmalen Grat zwischen Dominanz, Unterwerfung und Liebe meistern müsst ihr selbst herausfinden!!! Mein Fazit: Ein toller erotischer Roman für Erwachsene, die nicht nur auf Blümchensex stehen. …“ Yvette Hermann, amazon.de

 „Toll!

… Ich finde das Buch sehr gelungen. Es macht Spaß dieses zu lesen, es ist ein sehr flüssiger Schreibstil und für Erwachsene ( Ab 18 Jahren) geeignet. Alle handlungen sind nachvollziehbar und es sind Details gut beschrieben. Es sind sehr viele und gut gelungene BDSM-Szenen eingebaut worden, dennoch wird Gegenseitige Achtung und Wertschätzung stehen im Vordergund was ich sehr wichtig bei so etwas finde. Meine Meinung: Es ist sehr gelungen. Da dieses Buch in mein Lieblingsgenre gehört, finde ich es umso besser wie jedes Buch dieses Genre. Es macht sehr großen Spaß es zu lesen, ich konnte mir alles vorstellen und nachvollziehen, dort steckt viel, viel arbeit drinnen und sehr sehr viel Herzblut. …“ Rust, amazon.de

 „Lesen!

… Neben einer geschäftlichen Verbindung und leidenschaftlichen Treffen – nicht immer spielt sich das getrennt ab – wächst da noch mehr zwischen den beiden. Es werden also nicht nur die Liebesspiele intensiver, je weiter man beim Lesen vorankommt, sondern auch das Miteinander jenseits von Fesseln, Augenbinden, Hieben und Wachs. Dabei bedient Margaux Navara klassische BDSM-Klischees allenfalls am Rande. Emma ist nicht die ins Haifischbecken der Doms geworfene unerfahrene junge Frau, sondern hat schon einen Lebensweg hinter sich, dem zum Trotz sie Lust an Schmerz und Unterwerfung fühlt. Andere Klischees tragen die Geschichte förmlich, geben ihr aber auch den notwendigen Rahmen. Mein Fazit: Eine überaus gelungene Mischung aus spannender, vielschichtiger Rahmenhandlung und der erotischen Direktheit, derer wegen wir immer wieder gerne die Geschichten von Margaux Navara lesen.“ Michae La, amazon.de

„Emotional, realistisch und ergreifend … Lesevergnügen pur!

Was, wenn du endlich den Mut gefasst hast, dein Leben selbst zu bestimmen und dich aus einer gewalttätigen Beziehung rettest nur um dann festzustellen, dass du dich selbst im Kern immer noch verleugnest? Wenn du Angst hast, dich erneut auf einen Mann einzulassen und Gefühle zu zulassen? Werden diese erneut ausgenutzt? Und was bezweckt Luke damit? Wie soll man einer doppelten Bedrohung standhalten, die deine mühsam aufgebaute Existenz bedroht? Mit Spannung erwartete ich den „Neuen“ von Margaux Navara und wurde in keinster Weise enttäuscht. Die Autorin besticht auch hier erneut mit einer sehr einfühlsamen und authentischen Geschichte, in die sie gekonnt BDSM-Elemente, Dramatik, Spannung und tiefe Gefühle einfließen lässt. Mit einem sehr flüssigen, wortgewandten und sehr angenehmen Schreibstil fesselt Margaux Navara gekonnt ihren Leser an ihr neues Werk „Love Me – The Hard Way“. „Love Me – The Hard Way“ wird im Wechsel der beiden sympathischen Hauptprotagonisten Luke und Emma wiedergegeben. Emma, eine taffe junge Frau, die sich bis jetzt erfolgreich aus einer gewalttätigen Ehe befreite, bei der es zum Supergau kam und Luke, einem dominanten Mann, ein Außenseiter, der selbst mit eigenen Dämonen der Vergangenheit kämpfen muss. Beide Protagonisten bestechen durch ihr Umfeld und der Tatsache, dass es sich um „normale“ Menschen handelt, die selbst nicht vollkommen sind. Durch den Wechsel in der Erzählperspektive taucht der Leser sehr tief in deren Gefühls- und Gedankenwelt ab, so dass unweigerlich auch beim Leser Emotionen hochkochen, von Wut bis Tränen und Lachen ist alles drin. Dadurch erreicht die Autorin auch einen fließenden Übergang zwischen Fiktion und Realität. Der Plot ist wie oben schon angedeutet sehr realitätsnah und nachvollziehbar. Eine Geschichte, wie sie in unserer unmittelbaren Nähe jederzeit stattfinden könnte. Neid, Gewalt in der Ehe unter dem Deckmantel von vermeintlich BDSM, sowie der Kampf einer mutigen Frau finden nebeneinander ihre Berechtigung. Durch die dramatischen Ereignisse, Intrigen und Missgunst steigert die Autorin gekonnt die Spannung in ihrer Geschichte. Die expliziten Szenen mit BDSM-Elementen setzt die Verfasserin sehr authentisch, ästhetisch, erotisch und liebevoll zugleich in Szene. Gegenseitige Achtung und Wertschätzung werden dabei gekonnt in den Vordergrund gestellt, ebenso die Gefühle, Ängste und Zweifel, sowie Befürchtungen der einzelnen Parteien. Sehr positiv hat mir gefallen, dass jene Szenen auch in diesem Roman in ganz normalen Räumen/Begebenheiten stattfanden und die Personen sich mit „Alltagsgegenständen“ auslebten und nicht erneut –wie häufig in diesem Genre – ein speziell eingerichteter Raum und teuer angeschaffte Gegenstände/Hilfsmittel „zum Einsatz“ kamen… der Phantasie wurde erneut freier Lauf gelassen, was das Ganze noch realistischer macht. Zusammenfassung: 280 Seiten absolutes Lesevergnügen, in den Margaux Navara ihren Leser gekonnt mit schriftstellerischen Können und einem sehr authentischen und einfühlsamen Plot an ihr Werk bindet. Gefühle, Spannung und Dramatik finden darin ebenso ihre Berechtigung, wie explizite Szenen, BDSM-Elemente, Gewalt und Neid. Realitätsnah, einfühlsam und sehr emotional zugleich.“ KerstinHu, amazon.de

 „Eine tolle Geschichte, die über die Guten und die Schlechten berichtet

… Diese Geschichte handelt von BDSM. Und genau in dieser Szene gibt es die guten und die schlechten Doms. Beide kommen in Love me the hard way vor. Ich fand es sehr gut umgesetzt, wie aufgeführt wurde, dass man trotz „dieser Szene“ noch ein Mensch ist. Ein Mensch mit Gefühlen und einer Seele. Warum sollte es anderes sein, als bei „normalen“ Menschen. Was ist schon normal? In der Geschichte wird ein kleiner Einblick in den BDSM aufgezeigt.“ hexe13, amazon.de

 

Ich danke allen, die sich die Mühe gemacht haben, solch ausführlichen Rezensionen zu schreiben und sie hochzuladen. Was mich aber noch viel mehr freut: Dass Euch das Buch wirklich gefallen hat.

Danke auch für das Lob, dass ich mich verbessert habe – ein Ziel, das ich weiterhin anstrebe und das mir am Herzen liegt.

Ich persönlich lese am liebsten Erotik, die in eine Geschichte eingebunden ist. Das zu schreiben habe ich mir vorgenommen.

Allen neuen Lesern viel Spaß beim Schmökern und vielleicht sogar Nachspielen, beim Mitfiebern und beim Abbau der (hoffentlich!) aufkommenden Erregung.

Eure

Margaux

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Jagdfieber

Dieser Weihnachtsmarkt bot zumindest ein wenig Abwechslung. Ben folgte Jelena durch die mittelalterlich wirkenden Zelte.

„Schau mal, das ist doch was für dich!“ Jelena verschwand nach rechts, er sah nur noch ihre bunte handgestrickte Mütze zwischen all den Köpfen.

Ein Stand mit Bogen und Pfeilen. Ja, er hatte früher einmal Bogenschießen als Sport ausgeübt, aber seitdem sie vor sechs Jahren umgezogen waren, keinen neuen Verein mehr gesucht. Eine leise Sehnsucht erfasste ihn. Vielleicht … Na, mal schauen. Nach Weihnachten vielleicht.

In der Nacht zum Sonntag träumte er vom Schießen. Nur, dass da keine Zielscheiben standen und auch keine Tierattrappen. Stattdessen bewegte sich etwas Helles zwischen den Bäumen, ließ Äste rascheln und blitzte hier und da auf, jedoch nie lange genug, dass er in Ruhe zielen konnte. Das Gefühl, etwas verpasst zu haben, verfolgte ihn noch nach dem Aufwachen.

Jelena, die Frühaufsteherin, wuselte geschäftig durch Küche und Esszimmer, als er mit vom Duschen noch feuchten Haaren und bequem gekleidet nach unten kam. Wie immer sonntags, wenn sie keine Pläne für den Tag hatten, trug sie ein weiches Strickkleid, heute wegen der morgendlichen Kühle mit einer Strumpfhose und dicken Wollsocken an den Füßen. Das Bild ließ ihn lächeln. Seine kleine Frau, die sich um das Frühstück kümmerte. Heimelig, gemütlich.

Er stellte sich an die Kaffeemaschine und begann mit den üblichen Handgriffen. Es war sein Job, für den morgendlichen Cappuccino zu sorgen. Auf dem Weihnachtsmarkt hatte er eine Mischung aus Kardamom, Nelken und Zimt erstanden, mit der er heute für Würze im Kaffee sorgen wollte. Der Duft sprach seine Sinne an. Die Dose knapp unter der Nase sah er Jelena ein weiteres Mal vorbeihuschen.

Die Zeit verlangsamte sich. Impressionen seines Traums sprangen ihn an. Das Helle hinter dem Gebüsch – es könnte Haut gewesen sein. Nackte Haut. Kein Tierfell.

„Ich bin gleich soweit. Nur noch die Brötchen.“ Jelena bückte sich, um einen Brotkorb aus dem untersten Fach des Küchenregals zu holen.

Wie ihr Hintern sich unter dem Kleid bewegte. Die Backen wurden vom Stoff nachmodelliert, weich und rund, trotzdem fest. Muskulös.

„Ben, träumst du?“

Er zwinkerte. Ja, er träumte. Sah Jelena, wie sie mitten im Wald stand, die Brombeerblätter auf der Lichtung leicht von Frost überzogen, die ersten Strahlen einer kühlen Morgensonne auf den Wipfeln der Buchen über ihm.

Ein weiteres Mal lief sie an ihm vorbei zum Esszimmer. Wie ihre Flanke wohl unter dem Kleid aussah? Er erinnerte sich an Rehe, die sie in einem Tierpark betrachtet hatten. Kraftvolle und doch elegante Schenkel, in einem Moment ruhig, dann, nach lautem Hundegebell, für einen Moment zitternd vor Spannung, zuletzt nur noch Bewegung, Flucht ins Dunkel des Waldes.

„Ben?“ Jelenas Stimme klang anders. Leiser. Einen Hauch verwundert. Oder ängstlich?

Sie stand halb verborgen hinter dem Schrank. Linste um die Ecke, als sei sie bereit für die Flucht.

Wieder sah er das Bild aus seinem Traum. Ja, das war sie. Nackt, zitternd, doch nicht nur vor Kälte, sondern vor Spannung. Alle Instinkte auf Flucht gerichtet, auf den winzigen Auslöser wartend, der ihre Energie zum Bersten bringen würde, sie zum Spurt anregte, über und durch alle Hindernisse. Vor seinen Augen floh sie längst, sprang mit langen Sätzen über totes Holz, schlug mit den Armen wild nach tiefhängenden Ästen, riss sich die Haut an einer dornigen Ranke auf.

Flucht wovor?

Vor Ben, dem Jäger.

Etwas war in ihm erwacht. Seine Sicht verengte sich, nur dieser Körper vor ihm, fliehend rennend. Alles, was im Weg lag, wurde von seinem Hirn sofort verarbeitet, umgesetzt in Bewegung. Der Pfad machte eine scharfe Drehung nach rechts. Bremsen, mit einem Hüftschwung der Kante ausweichend, dann über den umgekippten Stuhl springen, Achtung beim Landen, gleich um die Ecke, durch die nächste Tür, ah, die Treppe, klar floh sie nach oben. Beinahe hätte er einen Fuß gepackt, doch der andere kam seiner Nase gefährlich nahe.

Er erwischte die Tür noch mit einer Hand, ehe sie vor seiner Nase zuschlagen wollte. Das scharfe Keuchen dahinter feuerte ihn noch mehr an, die Vorstellung einer nackten Brust, deren hektisches Heben und Senken, aufgestellte harte Brustwarzen. Das Zittern in ihrer Stimme, keine Worte, die er verstand.

Sein Fuß schob sich unaufhaltsam durch den Spalt, erweiterte ihn, bis die Tür auf einmal nachgab und er beinahe mit vollem Schwung ins Schlafzimmer stürzte. Dort, hinter dem Bett drehte sie sich um, in die Ecke getrieben, die Augen groß, dunkel, Rehaugen, der Mund geöffnet, stumm jetzt, die Nasenflügel bebend.

Dass sie sich mit der Zunge über die Unterlippe leckte, war ihr Verderben. Ehe er wusste, was er tat, war das Hemd schon abgestreift, der Slip zusammen mit der Jogginghose nach unten über die Füße und in eine Ecke gepfeffert. Unnütze Dinge für einen Jäger. Unbrauchbar, störend. Sein Schwanz reckte sich steil nach oben, er benötigte keine weitere Stimulation.

Ihr Blick wurde davon magisch angezogen.

„Ben?“ Ein Flüstern. Echte Angst unter der gespielten, als Antwort auf seine echte Jagd.

Young man with bow and historical costume

„Bleib stehen, mein Reh. Bleib, wo du bist. Der große, böse Jäger wird dich fangen, du brauchst nicht mehr zu fliehen. Er hat seinen großen, dicken Spieß dabei, mit dem er dich erlegen wird. Aufspießen werde ich dich. Gib auf!“ Seine Worte hatten die gewünschte Wirkung. Sie entspannte sich, sogar ein Lächeln zuckte über ihren Mund.

Er wollte sie nicht ängstigen. Oder doch, ja, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Sie brauchte nicht zu wissen, wie ernst ihm die Jagd gewesen war, welche Urinstinkte ihn ihm aufgebrochen waren. Sie hatte es gespürt, genau wie er, doch nun war der Zeitpunkt gekommen, da er sie beruhigen musste.

„Leg dich aufs Bett und zeig mir deine Kehle als Zeichen deiner Unterwerfung.“

Ihr Nachgeben goss nur noch Öl in sein Feuer. Erhöhte die Spannung des Bogens um die letzten Zentimeter, bereit zum Abschuss.

Die Jagd war zu Ende. Er durfte sich an seinem Opfer bedienen.

Sein Triumphschrei hallte in den Weiten des Waldes wieder, zurückgeworfen von gefrorenen Stämmen und kahl in den Himmel ragenden Ästen.

 

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