Sneak peek

Hallo Ihr Lieben,

auf der BoFeWo hatte ich natürlich auch Leseproben dabei, eine davon mit einem Ausschnitt meines neuen Romans „Love Me – The Hard Way“, den ich Anfang November veröffentlichen werde.

Für alle,  die nicht dort waren, kommt hier eben dieser Ausschnitt. Viel Spaß!

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„Geht es um viel Geld?“

„Es geht um Geld. Ist doch egal, wie viel. Viel schlimmer ist, …“

„Was?“ Warum redete sie nicht weiter?

„Egal.“

„Nein, Emma. Es ist nicht egal. Dich bedrückt doch was. Und wenn es nicht das Geld ist …“

„Okay, okay. Es ist auch das Geld. Und die Tatsache, dass man einfach nicht von der Bildfläche verschwinden kann. Ich bin durch halb Deutschland gereist, habe mir diese völlig unauffällige Kleinstadt ausgesucht, einfach, weil sie so schön ausgesehen hat, aber ich kann nicht verschwinden. Ich wollte mich in Luft auflösen, paff, wie eine Seifenblase, eben noch da, dann alles weg.“

„Seifenblasen hinterlassen Spritzer oder sogar Flecken. Sie können sich nicht in Nichts auflösen.“

Emma sprang auf, schmiss das angebissene Brötchen auf den Tisch und sah für einen Moment aus, als wollte sie ihn würgen. Doch sie wandte sich ab und stürmte nach drinnen.

Luke war ihr auf den Fersen und holte sie drei Schritte hinter der Türschwelle ein. Wieder nutzte er ihren Schwung aus, diesmal aber, um sie an die Wand zu pinnen. Er kannte Wut. Er kannte Frustration. Und er kannte einen Weg, um beides abzubauen.

„Sch, ruhig, wenn du nicht willst, dass der Maler hier auftaucht.“

Sie keuchte auf, doch dann presste sie die Lippen aufeinander. Nach einem vergeblichen Versuch, sich zu befreien, fauchte sie ihn an: „Lass mich los, Luke! Was tust du hier? Geh, und lass mich in Ruhe. Ich bin nicht in der Stimmung für Sex und mehr wollten wir nicht.“

„Das mag sein. Aber ich will Sex. Vereinbarung hin oder her. Sei still, dann werden wir nicht entdeckt und niemand weiß, was du heimlich in dem leeren Haus deiner Kunden tust.“

Die Lust hatte ihn so unversehens gepackt, dass es ihn selbst überraschte. Lust auf sie, auf ihren Körper, auch auf ihre Wut. Sollte sie sich ruhig wehren, um sich schlagen, treten, beißen. Die Verlockung, ihre Wut in sexuelle Energie umzuwandeln, war zu groß. Seine Hände grabschten grob nach ihren Brüsten unter diesem papierähnlichen Anzug. Ein fester Griff und er riss.

Das tat gut! Am liebsten hätte er ihre Kleidung genauso zerrissen, aber das wäre ein Schaden, dessen Folgen er nicht einzuschätzen wusste. Der Anzug kostete nur ein paar Euro und erfüllt den gleichen Zweck.

Noch ein Reißen und er konnte beide Brüste durch ihr T-Shirt fühlen. Der BH darunter war dünn, nicht gepolstert, so dass er ihre Nippel ertasten, nach ihnen greifen und sie quetschen konnte. Er sah sie vor sich wie gestern mit den improvisierten Nipplesticks, dicke und rote Perlen eingeklemmt zwischen billigem Holz.

Es kostete ihn Mühe, sich aus seinem Rausch so weit zu befreien, dass er ihre Reaktionen wahrnahm. Sie wehrte sich nicht, keuchte nur, schnell und heftig, gab sich Mühe, keinen Laut zu machen, der über den Raum mit offenen Türen, in dem sie sich befanden, hinausging.

Das frühere Wohnzimmer, sonnendurchflutet von der Glasfront zum Garten zu. Offen, einsehbar, aber verlassen. Perfekt. Die einzige Gefahr drohte von dem Maler. Luke wusste instinktiv, dass sie niemals rufen würde, im Gegenteil würde sie alles daransetzen, nicht entdeckt zu werden.

Er wanderte mit einer seiner Hände zu ihrem Arsch, den er genauso prächtig fand wie ihre Titten. Noch hatte er sich zurückgehalten. Vielleicht war jetzt der richtige Zeitpunkt, loszulassen. Nichts würde sie effektiver ablenken.

Sein Schwanz war schnell befreit, es genügte, die Hose zu öffnen und sie unter seinen Eiern einzuklemmen. Er würde sich auf keinen Fall weiter entkleiden.

„Du gehst jetzt auf die Knie und nimmst meinen Schwanz in den Mund. Ganz tief, hörst du? Und denk dran: keinen Laut!“

Er drückte Emma nach unten, gab ihr kaum Raum, sich zu drehen. Sie sollte vor ihm knien, vor ihm rutschen, sich an ihm reiben, für keinen Augenblick seine Anwesenheit und den Zweck ihrer Handlungen vergessen.

Sie tat, was er sagte, wenn auch mit funkelnden Augen. Vor Wut oder vor Erregung? Mit dem Rücken an die Wand gepresst hockte sie vor ihm. Würde sie sich wehren? Ihn wegstoßen?

Luke würde sie in Ruhe lassen, wenn sie das tat. Worte waren eine Sache, die er gerne so lange verdrehen wollte, dass sie nicht mehr wusste, ob sie zugestimmt oder er sie gezwungen hatte. Aber Taten waren anders.

Sie öffnete den Mund, was ihm ein dumpfes Grollen entlockte. Wieder warfen ihre Augen Blitze.

Okay, er musste ruhig sein. Aber es fiel so schwer, seinen Triumph zu verstecken, den ihr Nachgeben ihm bescherte. Er legte eine Hand auf ihren Hinterkopf, nicht um sie zu lenken, sondern um sie vor Stößen an die Wand zu schützen. Es war unnötig, sie noch weiter zu drängen. Vielleicht verstand sie seine Absichten besser als er dachte.

Dann musste er nur noch eine Steigerung einbauen, mit der sie nicht rechnen würde. Sein Schwanz wuchs noch einmal an, als er die Optionen durchging und zu der einen zurückkehrte, die ihm eben schon durch den Kopf geschossen war.

„Mach ihn gut nass. Richtig gut nass.“

Ihr Blick aus dieser Position weckte wieder einmal seinen Rausch.

„So nass, dass er trieft. Ich habe kein Gleitmittel dabei, deine Spucke wird die einzige Hilfe sein, die du bekommst.“

Etwas veränderte sich in ihren Augen, aber auch in ihrem Verhalten. Eine Weichheit, ein Nachgeben. Ja. Sie war bereit für seine Anweisungen, genoss sie sogar, erregte sich an ihnen. Ihr Saugen wurde lauter, Schmatzen und Glucksen und Keuchen durch die Nase nahmen zu.

„Ja, du bist dran. Heute und jetzt. Und du wirst ganz leise sein müssen, keinen Laut will ich hören, es sei denn, du willst, dass er kommt und nachschaut.“

War das ein Kopfschütteln? Hoffentlich! Er beabsichtigte nicht, sie zu teilen. Nur das Risiko sollte ein wenig gesteigert werden.

„Ich werde diesen Schwanz in deinen jungfräulichen Arsch schieben, langsam, so langsam, dass du jeden Millimeter spüren kannst, wie er in dich eindringt, wie er dich weitet und ausfüllt. Es wird wehtun, beim ersten Mal tut es immer weh, aber dann wird die Lust überhandnehmen, werden sich Schmerz und Lust vermischen, werden zu einer Droge, die dir zu Kopf steigt und dich kommen lässt wie noch nie in deinem Leben. Du wirst still sein, nicht mehr als ein Keuchen, egal ob vor Lust oder Pein. Mir wird es egal sein, ich lasse nicht nach, ich drücke weiter und weiter, bis ich ganz in dir stecke, bis meine Eier an deinen Prachtarsch knallen. Dann halte ich ein, warte ab, bis du zu Atem gekommen bist, lasse dich kommen, wenn du brav warst bis dorthin und dann bekommst du den Fick deines Lebens. Den Arschfick deines Lebens.“

Emma hob ab, als er tat, was er angekündigt hatte.

Schon als er den Anzug an ihrem Hintern aufriss, dann als er die Hose nach unten schob, den Slip gleich mit, sofort einen Finger in ihren Anus steckte und pumpte, wäre sie fast gekommen. Doch sein Eindringen, dieses quälende Zerren und Weiten von Muskeln, brachte nichts als Schmerz, ließ sie wieder runterkommen, ganz darauf konzentriert, nicht zu weinen, nicht zu schreien, nicht nach ihm zu schlagen. Sie wusste, ahnte, dass es irgendwann gut werden würde, dass Lust irgendwo in diesem Akt lauerte, deshalb hielt sie durch.

Die Lust kam so überraschend, überfiel sie so ruckartig, als er mit einem Finger ihre Klit berührte, dass sie schon kam, ehe sie überhaupt verstand, dass der Schmerz kein Schmerz mehr war, sondern etwas ganz anderes. Danach wurde ihr Körper von Geilheit regiert. Sie gierte nach der Erneuerung dieses Gefühls, nach der Reizung der Nerven an diesem neuen und ach so erstaunlichen Ort, verlangte nach Druck und Reibung und dem Widerstand ihrer Muskeln.

Vielleicht war seine Vorbereitung, die Erregung mittels Worten, daran schuld, vielleicht der besondere Akt, diese verbotene Stelle, die Verderbtheit des analen Eindringens, die Wut, die sie noch vor kurzer Zeit gespürt hatte, die Verzweiflung, die sie seit Öffnen des Briefs begleitete, der Hass auf Anwälte und Ex-Mann, die Angst vor der Zukunft, die Geilheit, die Luke ständig in ihr auslöste. Alles kumulierte, bildete eine riesige Blase aus Lust, die endlich, endlich wieder platzte, bis sie sich den Hals wund stöhnte hinter der über ihren Mund gestülpten Hand, nur vage seines Zuckens bewusst oder der heißen Spritzer irgendwo in ihren Eingeweiden.

 

Natürlich freue ich mich auch über Kommentare … es darf auch Kritik geäußert werden!

 

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Über margauxnavara

Autorin von BDSM-Romanen und Kurzgeschichten.
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7 Antworten auf Sneak peek

  1. 64er sagt:

    Das ist wieder mal einfach nur unglaublich erregend und toll geschrieben!

  2. Michael Behr sagt:

    So, ich habe die Szene jetzt auch noch einmal gelesen und muss sagen: Sehr erregend, wirklich!

    Für einen Absatz bin ich dir in der Leseprobe dankbar: „Luke würde sie in Ruhe lassen, wenn sie das tat. Worte waren eine Sache, die er gerne so lange verdrehen wollte, dass sie nicht mehr wusste, ob sie zugestimmt oder er sie gezwungen hatte. Aber Taten waren anders.“

    Da ich die Beziehung der beiden zueinander nicht überblicken kann, wäre ich ansonsten im ersten Part des Akts vielleicht auf falsche Gedanken gekommen, was den Konsens des Vorgehens anbetrifft. Später ist das ja kein Problem mehr (und wird es insgesamt im Roman wohl auch nicht sein).

    Da du sagtest, dass du auch Kritik haben möchtest, habe ich eine Klitzekleinigkeit, die mich aber auch beim wiederholten Lesen rausreißt. Luke sagt: „Ich werde DIESEN Schwanz …“. Sollte er nicht besser von seinem, also „Ich werde meinen Schwanz …“ sprechen?

    Ansonsten freue ich mich darauf, mehr von diesem interessanten Paar zu lesen :-).

    • Vielen Dank, lieber Mic, sowohl für Lob als auch für Kritik! Habe es geändert!
      Du weißt hoffentlich, dass es keine Story ohne Konsens bei mir geben wird! Eine Art von „Drängen“ gehört aber beim Werben dazu, oder? Ein Mann, der nur abwartet, bis die Frau dreimal Ja gesagt hat, ehe er sie auch nur anfasst oder gar küsst, wäre mir zu langweilig.

      • Michael Behr sagt:

        Natürlich, liebe Margaux, ist mir bewusst, dass am Ende immer der Konsens in den Handlungen zwischen deinen Figuren besteht. In dem gewählten Ausschnitt wurde es für mich zu Beginn halt nicht so deutlich. Aber ich gehe anhand der Unterhaltung („Wir wollten nur Sex“) davon aus, dass die zwei zu diesem Zeitpunkt ihren Konsens schon gefunden haben :-).

        Aber zwischen dem „Drängen“, das du beschreibst und dem, das in der Story passiert, ist ja schon noch eine ganze Menge Spielraum ;-).

        Anyway, wir wollen keine Probleme herbeireden, wo keine sind. Ich finde den Text toll!

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