Mein

Ich bin eine Frau. Und doch reizt es  mich, aus der Sicht eines Mannes zu schreiben. Vielleicht aus dem Wunsch heraus, diese Sichtweise zu begreifen, zu erfahren, vielleicht nur in Verfolgung eines Ideals, Wunsch-Mannes, Traummannes.

Hier also Teil 1 einer Geschichte, die in loser Folge fortgesetzt wird, aus der Sicht des anderen Geschlechts; der Dominanz; dessen, der bestimmt.


Sie steht vor mir, wie ich es wünschte. Der Rock ist über die Hüften nach oben gezogen und bildet einen Stoffwulst um ihren sonst so flachen Bauch. Darüber sieht alles aus wie gewohnt. Eine Bluse mit nur zwei geöffneten Knöpfen, sehr ordentlich gebügelt, kein Fältchen, kein Zentimeter Ausschnitt zu viel. Eine Ahnung von geschwollenen Nippeln auf ihren Brüsten, aber der BH hält sie in Schach. Frisur, Make-up, alles ist an seinem Platz, nur der offene Mund verrät, dass sie nicht so unberührt ist, wie die Kleidung oberhalb der Taille suggeriert. Auch ihr ein wenig glasiger Blick zeigt, dass sie mehr an das denkt, was sich unterhalb des Rockbundes abspielt. Die Nasenflügel beben leicht, ich vermute, dass sie den eigenen Duft aufgenommen hat, der so verführerisch in der Luft liegt.

Ich genieße es, meine Augen über diesen so scheinbar normalen Oberkörper gleiten zu lassen, ihr Gesicht genau zu studieren, Reaktionen abzuschätzen. Wie wird sie es heute aufnehmen? Manchmal ist sie ganz nachgiebig, ganz unterwürfig. Und dann, wenn auch selten, ist sie rebellisch, ungehalten, beinahe ablehnend. Was sie zu verbergen versucht, aber auf eine provokante Art, die ihren Missmut nur umso deutlicher werden lässt.

Natürlich hat sie immer einen Grund für ihre Ablehnung: Es bleibt keine Zeit. Sie hat Angst, dass wir entdeckt werden. Sie ist mit dem Kopf bei der Arbeit.

Genauso natürlich weckt diese Art der passiven Verweigerung bei mir erst recht das Bedürfnis, sie zu dem Punkt zu bringen, an dem ich sie haben will. Ganz und gar auf mich konzentriert. Ganz und gar mein. Beinahe nur noch Körper ohne zwischengeschalteten Verstand, nur noch Gefühl, nur noch Lust.

Sie ist jetzt nur ein wenig unruhig. Ich weiß, warum. Es ist früh, aber das heißt nicht, dass niemand das Büro betreten kann. Irgendjemand kommt immer zeitiger als üblich, nicht nur wir. Ich lockte sie heute an mit dem Hinweis auf den nahen Termin für meine Präsentation, bei der sie die nötigen Bilder und Tabellen einfügen muss.

Als vorbildliche Sekretärin war sie sogar noch vor mir im Büro. Oh ja, sie ist vorbildlich. In jeder Hinsicht. Sie tut, was ich sage. Alles. Mehr als diesen Hauch von Rebellion wird sie nie zeigen. Dafür spielen wir dieses Spiel schon zu lange. Seit sie mir zugeteilt wurde und bei unserer ersten Begegnung auf Knien vor mir hockte, weil ihr der Aktenordner aus der Hand gefallen war. Ein Bild voller Symbolik, dem weder sie noch ich mich entziehen konnten.

Spürt man die Neigungen eines anderen Menschen? Diese Frage hatte ich mir oft gestellt. Hier wurde sie beantwortet. Ich trat damals einen Schritt vor, bis ihre Nase beinahe an meinem Hosenbein entlangrieb. Sie blieb, wo sie war und schaute mich mit großen Augen an. Die Peinlichkeit des Moments, ihre Ungeschicklichkeit, alles trat in den Hintergrund. Stattdessen breitete sich Anbetung über ihr Gesicht.

Es mag überheblich klingen, aber so war es. Sie lag auf den Knien und sah mich an, als sei ich Gott. Ihr wahrer und einziger Gott. Ich konnte nicht anders, als diese Anbetung anzunehmen, sie zu reflektieren mit einer Mischung aus Beschützerinstinkt, Dominanz und Machtgefühl. Nicht nur mein Phallus erhob sich damals. Meine Männlichkeit dehnte sich in mir aus wie ein Raubtier, das aus dem Schlaf erwacht und sich langsam und sehr bewusst streckt und reckt, bis alle Muskeln und Sehnen bereit zur Jagd sind. Ihr Blick senkte sich zu der Schwellung in meiner Hose. Als sei es das Selbstverständlichste der Welt, ihrem Chef einen Blowjob zu geben, öffnete sie den Reißverschluss, zog die Shorts herunter und legte ihre kühlen, glatten, ehrerbietigen Hände auf mein Geschlecht.

Ihr Mund war mehr als nur ein Mund. Er war ein Tunnel, der meine Männlichkeit in sich einließ, aufnahm, verschluckte, und sie rein und verstärkt wieder ans Licht kommen ließ.

Seitdem sind wir miteinander verbunden. Auf eine spezielle Art und Weise.

Es gibt nicht jeden Tag Gelegenheit, meine Macht über sie auszuüben, sie auf ihre Weiblichkeit zu reduzieren, auf ein urtümliches, ganz von mir abhängiges Wesen zu konzentrieren. Doch wenn wir es schaffen, ist es himmlisch. Deshalb ist der erste Moment so wichtig. Es ist mein Bestreben, sie eintauchen zu lassen, ihr vollständiges Sinnen auf diesen Augenblick zu fokussieren. Nur dann tritt unsere Verbindung zu Tage. Nur dann fließt die Macht wie in einem warmen Strom zwischen uns, auch ohne Berührung, ohne Schläge, ohne Kommandos.

Heute rebelliert sie nicht. Sie ist sogar sehr demütig, was auch dem weißen, nichtssagenden Slip geschuldet ist. Ihre Art, meine Aufmerksamkeit zu gewinnen, ich weiß. Sie hat eine riesige Auswahl an feiner Unterwäsche aus edlen Materialien und Spitze, aber manchmal packt sie die alte Sorte aus, die sie vor unserer Verbindung getragen hat. Es ist ein Zeichen, ein Hinweis auf drohende Vernachlässigung, auf Langeweile, auf Missachtung.

… wird fortgesetzt!

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Eine Flamme für die Lust

Ich liebe es, wenn er die Kerze auspackt. Viel zu selten, nach meinem Geschmack. Aber wer weiß, würde sie öfter zum Einsatz kommen, wäre die Vorfreude geringer.

Eine rote Kerze, wie sie in jedem Shop angeboten wird. Angeblich soll das Wachs ja nicht so heiß sein, aber ich weiß, dass es höllisch wehtun kann. Es kommt auf den Abstand an, der zwischen Kerze und Haut ist.

Icandle-9312_1280ch kann mich nicht entscheiden, ob ich es lieber habe, wenn ich zusehen kann oder mit verbundenen Augen das Auftreffen des Wachses erwarte. Jedenfalls ist alleine die Erwartung schon so erregend! Ich liege da, nackt, erwartungsfroh, gespannt. Erregt. Es ist ja nicht so, dass ich mich ausziehe, hinlege und schon tropft es auf meine Haut.

Oh nein. Von dem Moment an, an dem er meinen Namen sagt, oder mich anfasst oder einfach nur ganz nah hinter mir steht, und mir dann verkündet, was er jetzt von mir erwartet, beginnt es. Das Pochen in meinem Unterleib. Das Kribbeln auf der Haut. Schnellere Atmung. Steigerung der Herzfrequenz. Es ist, als könnte ich alle Hormone spüren, die produziert und ausgeschüttet werden, als erwärme sich mein Blut, fließe schneller durch meine Adern, sammle sich an den relevanten Stellen.

Ich weiß nicht, ob die Feuchtigkeit auf die gleiche Weise ausgeschüttet wird wie meine Hormone, aber sie ist vermutlich genauso schnell da. Auch das kann ich spüren. Nicht nur Hunde fangen an zu sabbern bei einem Auslöser. Ich auch. Ja, auch Speichel wird gebildet, läuft in meinem Mund zusammen, muss durch den enger werdenden Hals heruntergeschluckt werden. Ob sich meine Lippen verändern, meine Pupillen sich weiten, meine Nase zuckt, kann ich nicht sagen. Ich spüre vor allem meinen Puls, im Hals, manchmal sogar in den Fingerspitzen.

Mein Zeitgefühl ändert sich, für einen winzigen Moment bleibt die Zeit stehen, dann fließt sie nur langsam wieder an, wie Honig von einem Löffel. Ist sie erst einmal im Fluss, gibt es kein Halten mehr. Ich gehe ins Schlafzimmer, das zugleich Spielzimmer ist. Ziehe mich aus, ungeschickt, soviel ist klar. Aber es ist egal. Soll er doch sehen, wie er mich beeinflusst. Ich habe nichts zu verbergen. Nicht meine Erwartung, nicht meine Lust, nicht meine Gier.

Auch wenn ich keine Ahnung habe, was er plant, bin ich erregt. Egal was, es wird gut. Er weiß, dass ich Schmerz mag. Ich weiß, dass er mir Schmerz zufügen darf. Er ist derjenige, der entscheidet, was wir tun. Ich bin diejenige, die alles mitmacht, weil ich mich ganz auf ihn verlassen kann, ganz fallen lassen kann.

Das auf-das-Bett-krabbeln, hinlegen, zurechtlegen nach seinen Wünschen, besonders für die Kerze, ist mein letzter willentlicher Akt. Danach bin ich nur noch sein Spielzeug, das Instrument, das er bespielt.

Wenn er sie endlich anzündet, schlägt mein Herz so heftig, ist meine Haut so sensitiv, dass ich schon zucke, wenn er nur eine Fingerspitze auf mich legt. Wo wird der Tropfen auftreffen? Welche Stellen wird er heute verschönern? Es gibt so viele Möglichkeiten. Manche schmerzen mehr, andere weniger. Bei einigen beiße ich mir auf die Lippen, bei anderen schreie ich. Bitte, noch ein Tropfen! Meine Brüste recken sich ihm entgegen, buhlen um seine Aufmerksamkeit, während mein Körper sich windet und mein Kopf genau in der Balance schwebt zwischen Angst und Lust.

Die Kerze ist ein Werkzeug, das ich liebe, weil es mir Schmerz zufügt, aber gerade so viel, dass ich es aushalte. Und doch so viel, dass der Schmerz meine Nerven reizt, dass er Lust schürt, dass er Geilheit weckt.

Die Hitze ist ein anderer Schmerz als ein Schlag. Sie geht tiefer, auch wenn sie so oberflächlich bleibt, dass keine Spuren zurückbleiben.

Bis das Spiel zu Ende ist, bis wir beide zutiefst befriedigt sind, sind nicht einmal mehr rote Punkte zurückgeblieben unter dem Wachs. Ich bedaure das. Das Einzige, was ich daran bedaure. Ich wünsche mir, dass ich diese Punkte noch Tage später sehen könnte, dass sie ähnlich den Streifen des Floggers auf meiner Haut bleiben und Eindrücke hinterlassen, die ich im Spiegel bewundern kann und die in mir einen Abklatsch der Gefühle hervorrufen, die ich vor und während des Spiels hatte.

Der Einsatz der Kerze ist erst dann zu Ende, wenn alle Wachstropfen eingesammelt sind, etwas, das immer Lachen zur Folge hat. Wo sich diese roten Punkte überall verstecken können! Ich liebe es, wenn wir gemeinsam danach suchen, auf ihm, auf mir, in mir.

 

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Tischtennisschläger???

Mit Sicherheit rufen sowohl der Titel als auch das Bild auf dieser Seite bei einigen ein Stirnrunzeln hervor – oder aber ein wissendes Lächeln.

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Heute geht es um Spielzeug. Kein Kinderspielzeug, kein Sportutensil. Spielzeug für Erwachsene. Mit gewissen Gelüsten und Neigungen.

Und dazu gehört eben auch der Tischtennisschläger.

Wieso? Na, ist doch klar: Ein Tischtennisschläger ist auch nichts anderes als ein Paddle oder eine Haarbürste oder ein Pantoffel – er ist wunderbar geeignet, damit den Hintern des Partners zu versohlen. Es muss nämlich nicht immer das teure Toy aus dem Sex-Shop oder Internet-Versand sein, oft genügt das, was man gerade zur Hand hat.

Ein Kochlöffel oder ein Pfannenwender. Ein Holzbrett mit oder ohne Griff. Ein Lineal. Ein Gürtel (Vorsicht: kann höllisch wehtun!). Ein Kabel. Ach ja, und noch so viel mehr. Naturliebhaber verwenden gerne selbstgeschnittene Haselzweige (ohne Rinde), eine Birkenrute (Knecht Ruprecht!) oder gar Brennnesseln (Achtung: Dies ist eine Spielart, deren Folgen die oder der Sub bis zum Ende ausbaden muss – hier nutzt kein Safeword oder Mitleid oder Aufhören mittendrin, also mit großer Vorsicht zu genießen!)

Wer näht, kennt das Kopierrädchen, das genauso gut funktioniert wie ein Wartenbergrad (wer das noch nicht ausprobiert hat – köstliche Folter!).

Esst ihr gerne chinesisch? Mit Stäbchen? Es genügen zwei, dazu zwei Gummiringe – und fertig sind die Nipplesticks, deren „Spannkraft“ sich verstellen lässt, indem man die Ringe weiter nach innen oder außen schiebt (natürlich geht das auch mit Cocktailspießen – nachzulesen in Cocktailbar).

Eine Möglichkeit der „Massage“ bietet auch eine elektrische Zahnbürste – es gibt einfache Geräte für wenig Geld im Supermarkt. Die Zahnbürste bitte (!) nur für diesen Zweck verwenden.

Ach ja, mir fallen noch so viele Spielsachen ein! Aber ich werde nicht alles auf einmal verraten. Ich glaube, das sind genug Tipps zum Ausprobieren.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass jegliche Verwendung meiner Vorschläge auf eigene Gefahr geschieht. Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden, die aus dem Gebrauch der genannten Dinge entstehen. Immer und überall gilt der Grundsatz des BDSM: safe, sane and consensual. Achtet also darauf, dass eure Geilheit nicht den Verstand überrennt und eure Schlaggeräusche oder das Rauschen der Lust in den Ohren nicht den ernstgemeinten Protest des Subs/der Sub übertönt.

Zurück zum Tischtennisschläger: Das eigentlich Interessante ist die Phantasie, die dahintersteckt. Lasst euch auf Spiele ein, auf Sex, auf Neues. Je phantasievoller der Sex, desto besser ist er auch. Langeweile ist der sichere Tod jeder Lust.

Wer von euch hat Phantasie? Welche Idee schlummert in euch? Habt ihr den Mut, sie zu teilen?

 

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Eine Leseprobe

Unterweisung im HerrenhausWenn ich mir Bücher anschaue, schlage ich sie an einer willkürlichen Stelle auf und lese ein oder zwei Seiten. So kann ich den Schreibstil erfassen und beurteilen, ob er mir zusagt.

Für alle, die das genauso gerne tun wie ich,
hier eine Leseprobe aus meinem Roman
„Unterweisung im Herrenhaus – Eine Magd für alle“
(erhältlich als Kindle-ebook oder Taschenbuch bei Amazon.de).

Wer keine handfeste Erotik mag, die in einer Zeit spielt, als Frauen keine Rechte hatten, sondern tun mussten, was die Männer sagten, der sollte lieber nicht weiterlesen.

Allen anderen wünsche ich gute Unterhaltung!


„Zieh dich aus!“

„Ja, Herr“, murmelte sie und löste die Knoten der Schnürung, die ihr Mieder zusammenhielt. Danach dauerte es nur einen Augenblick, beide Kleider über den Kopf zu ziehen. Mehr hatte sie ja nicht getragen. Er nickte in Richtung der Strohballen hinter ihr, und sie deutete es so, dass sie dort die Kleider ablegen sollte.

Sie schämte sich ein wenig, denn obwohl sie heute schon mehrfach ganz und teilweise entkleidet worden war, so war doch der Blick des Stallmeisters sehr intensiv auf sie gerichtet. Er betrachtete jedes Stück von ihr, und Sarah hätte sich nicht gewundert, wenn er auch noch in ihren Mund geschaut hätte, wie man es bei den Pferden machte.

Doch das tat er nicht, aber er kam näher und ließ seine Hände über ihre Seiten streichen, was ihre Haut mit Zucken beantwortete. „Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn eine Stute auf die Berührung der Flanken reagiert. Das heißt, dass sie sehr sensibel ist. Und damit reagiert sie auch gut auf die Bewegungen des Reiters. Es ist wichtig, dass eine Stute sich ganz dem Reiter unterwirft, und jede Anweisung ausübt, die er ihr auch nur andeutet. Du wirst das auch noch lernen. Pass mal auf!“ Er machte eine kleine Handbewegung, dann fasste er Sarah in der Mitte und hob sie auf den Sattelbock. Es war ein überraschendes Gefühl, dort oben zu sitzen. Sie musste die Beine breitmachen und sie gleichzeitig nach oben nehmen, damit sie gut sitzen konnte. Dadurch wurde der gesamte Bereich zwischen ihren Beinen auf den Rücken des Bocks gepresst.

„Sehr gut, das machst du sehr gut.“ Der Stallmeister hatte wieder seine ruhige, tiefe Stimme angenommen, die Sarah ausnehmend gut gefiel. „Und nun rutschst du ein Stück nach hinten.“

Sarah schob sich vorsichtig nach hinten, bis sie den Holzpflock an ihrem Steiß spürte. Das Rutschen über das glatte Holz brachte eine weitere Überraschung, denn dabei rieb sie gleichzeitig mit ihrem Lustknopf über die glatte Oberfläche. Schön, das war beinahe wie die Finger von Rufus, der sie hier berührt hatte.

„Braves Mädchen, und nun werde ich dir zeigen, wie du richtig auf diesem Bock sitzt. Stütz dich mit den Armen hier ab.“

Er hob sie ein Stück an, dann ließ er sie wieder herunter – aber mit dem Pflock zwischen ihren Beinen. Der Pflock drückte sich zwischen die Lippen ihrer Muschi, teilte sie und glitt in sie wie ein Zapfen in seinen Schlitz. Sarah erstarrte ängstlich, da sie fürchtete, das Eindringen würde ihr Schmerzen bereiten, wie es bei dem Eindringen des Gnädigen Herrn gewesen war. Das Holzstück war zwar ein wenig unangenehm, da es so unnachgiebig war, aber es schmerzte nicht. Nun wusste sie, warum er so auf dem Bock befestigt war. Sie wurde in Schräglage gehalten durch die Stellung des Pflockes, und ihr Hintern schaute hinten über den Sattelbock hinaus.

Der Stallmeister war hinter sie getreten und legte seine Hände auf ihre Hinterbacken.

„Wunderbar, genau richtig. Genau so hatte ich es mir vorgestellt. So kann ich deine Kruppe genießen und die Backen werden schön modelliert. Mmh, wenn das der Kutscher sieht, gehen ihm die Augen über. Er liebt einen schönen Hintern ebenso wie ich. Aber er liebt es auch, mit den Zitzen zu spielen. Nun ja, ich werde ihn das nächste Mal einladen, dann kann er hier mit dir spielen. Aber zuerst bin ich dran, immerhin habe ich das Ding hier gebaut.“

Seine Hände glitten immer wieder über ihre prallen Rundungen, aber er knetete nicht, sondern streichelte nur. Sarah konnte sich gut vorstellen, wie er mit diesen Händen die Pferde striegelte, sie wusste, dass man das ruhig und ausgiebig tun sollte, damit das Fell schön glänzte. Sie fühlte sich sehr wohl so, sie hatte sich an den Pflock in ihrer Muschi gewöhnt, das Streicheln war angenehm und bescherte eine leichte Bewegung, die sie gerade ein kleines Stück über den Rücken des Bocks gleiten ließ und so ihren Lustknopf ein wenig rieb. Sie spürte die nun schon vertraute Wärme in sich aufsteigen, eine Wohligkeit, die ihre Glieder schlaff werden ließ und sie in einen Dämmerzustand versetzte.

Sie ließ sich daraus auch nicht verscheuchen, als der Stallmeister mit zartem Druck seinen Finger erneut in ihre hintere Öffnung gleiten ließ. Auch an diese Berührung war sie inzwischen schon gewöhnt. Er drückte seinen Finger gerade so weit hinein, dass das erste Glied in ihr verschwand, dann zog er ihn wieder zurück. Wieder und wieder, herein und heraus, dann massierte und streichelte er die Umgebung der Öffnung. Dann wieder war der Finger drinnen, und Sarah spürte immer mehr Wohlsein, immer mehr Hitze. Wie schön, so zart behandelt zu werden!

Als etwas Anderes, Größeres, sich an ihr Loch drückte, war sie so eingelullt, dass sie wie vorhin beim jungen Herrn nun versuchte, sich nach hinten auf dieses warme Stück Fleisch zu schieben. Es misslang, besonders, weil ihr der Holzpflock in ihrer Muschi kaum Bewegungen gestattete. Mehr als zartes Ruckeln der Hüfte war nicht drin. Sie war also ganz davon abhängig, ob der Stallmeister eindringen würde, und sie konnte nicht reagieren, egal wie fest oder zart er eindrang. Der Druck war fordernd, der Stab hart und der Kopf anscheinend nicht so dick wie der des jungen Herrn. Er glitt beinahe wie von selbst in sie und wurde unnachgiebig vorgeschoben, bis sie die krausen Haare, die bei den Männern um ihren Schwanz herum wuchsen, an ihrer weichen Haut spürte.

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Dampf ablassen

Er ist heute anders. Grimmiger. Härter.

Ich bin nicht sicher, warum. Quatsch, wenn ich ehrlich bin, weiß ich, warum.

Ich habe ihm Vorschriften gemacht. Klar unterliegen die häuslichen Arbeiten mehr meiner Verantwortung, aber er hört es trotzdem nicht gerne, wenn ich wegen unbedeutender Dinge motze. Oder ihm gar – wie heute – vorschreiben will, was er zu tun hat.

Hätte ich es als Bitte formuliert, oder ihn einfach nur auf den Missstand aufmerksam gemacht, wäre der Abend vielleicht anders verlaufen. Aber ich musste ihm sagen, was er in Zukunft „bitte“ tun soll. Nein, dieses Wort war keine Bitte. Der Ton macht die Musik, nicht wahr? Es war eine Zurechtweisung, ganz klar.

Das hört er gar nicht gerne. Was mir leider erst jetzt wieder bewusst wird.

Aber ich hatte doch Recht, empört sich in mir etwas, plustert sich auf, dehnt sich aus wie Wasserdampf im Kessel. Meine andere Seite versucht mit aller Macht, den Deckel draufzuhalten. Ich bin nicht verrückt, ich weiß sehr wohl, wann es besser ist, zu schweigen, hinzunehmen, nachzugeben. Oder meine Fehler einzusehen.

Der erste Schlag trifft mich trotz aller Vorbereitung unerwartet, weil ich mit mir selbst beschäftigt war, anstatt mich auf ihn zu konzentrieren.

Wieso gibt es einen Unterschied zwischen bestrafend-disziplinierenden und lusterregenden Schlägen? Die Hand ist die Gleiche, die Fläche, auf die sie auftrifft – mein Hintern – ist die Gleiche. Und doch empfinde ich sie vollkommen anders. Als wäre die Luft um mich herum verändert, als befänden wir uns in einem parallelen Universum.

Der Dampf hebt den Deckel kurzzeitig an und ich stoße einen eher empörten Ton aus, keineswegs ein lustvolles Stöhnen, auch kein ergebenes du-schlägst-mich-zu-Recht-Stöhnen.

Er brummt. Oder war es ein Grollen? Ein Knurren gar? Er ist sehr empfindsam, er weiß sehr wohl, dass ich nicht einsehen will, dass diese Bestrafung notwendig geworden ist. Ärgert ihn das? Wird er mich noch härter schlagen?

Nein, tut er nicht. Er streichelt mir über den Rücken und legt seine Hand genau auf die Stelle, die er eben geschlagen hat. Sie ist wärmer als die umgebende Haut, und ich stelle mir vor, dass er sehr genau jeden Fingerabdruck sehen kann, den er hinterlassen hat.

„Schatz?“

Mein Kopf ruckt hoch. Was hat er vor? Seine Stimme ist gar nicht hart.

„Hast du mir etwas zu sagen?“

Pffft. Der ganze Dampf ist weg. Das Feuer darunter, das ihn erzeugt hat, auch.

„Es tut mir leid. Ich weiß nicht, warum ich das gesagt habe, und warum ich es so gesagt habe. Es tut mir einfach leid.“

Ich kann ihm nicht versprechen, dass es nie wieder vorkommt. Dieses Versprechen könnte ich niemals halten. Es ist viel wichtiger, ehrlich zu sein, meine Fehler einzusehen, auf eine Besserung zu hoffen, aber nicht, ihn mit Lügen zu beschwichtigen.

„Mir tut es auch leid. Du hattest Recht.“

Warum wird mir so warm ums Herz? Weil ich ihn so liebe, auch dann, wenn er ganz undommäßig nachgibt. Wir sind immerhin ein Paar, wir müssen uns arrangieren, Kompromisse schließen, aufeinander eingehen. Dazu gehört auch, dass er manchmal das tut, was ich sage. Solange es vernünftig und angebracht ist.

„Au!“ Der Schmerz trifft mich in meinem gefühlsduseligen warmfeuchten Schwebezustand wie ein Dampfhammer das weiche Eisen. Mir schießen Tränen in die Augen und ich schaue ihn blinzelnd und verwirrt an.

Selbst durch den Tränenfilm kann ich erkennen, dass ihn genau das anmacht, dass seine Stimmung innerhalb eines Augenzwinkerns umschlägt. Oh ja, er liebt es, wenn ich mit feuchten Augen zu ihm aufschaue. Es macht ihn an, macht ihn heiß, macht ihn hart.

„Mir hat aber der Ton nicht gefallen, mit dem du es gesagt hast.“

Wieder knallt seine Hand auf meinen Hintern. Ja, das ist ein anderer Schlag, der sofort Hitze auslöst – nicht nur auf der vermutlich knallroten Fläche, sondern vor allem in meinem Zentrum, der die Härchen im Nacken aufrichtet, den Mund trocken werden lässt und die Lippen dort unten feucht.

Es fallen noch viele Schläge. Und ich muss mich sehr anstrengen, meine Verfehlung wieder gutzumachen.

So ist er eben. Hart und gerecht, aber auch mal nachgiebig und einsichtig.

Manchmal.

Eher selten.

 

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